Kritik gegen Mieten- wertsicherungsgesetz

Fachverband fürchtet langjährige Rechtsstreitigkeiten

von Stefan Posch

Der Fachverband fürchtet Rechtsunsicherheiten. © (c) Allahyari PR/CH Der Fachverband fürchtet Rechtsunsicherheiten. © (c) Allahyari PR/CH
Auf massive Kritik stößt das neue Mietenwertsicherungsgesetz (MieWeG). Das neue Gesetz installiert eine „Mietpreisbremse“ für den freien Mietmarkt mit dem Ziel einer inflationsdämpfenden Begrenzung für die Valorisierung bei Wohnungsmietverträgen. Laut Roman Oberndofer, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der WKÖ, wurde das nun vorliegende Gesetz „über die Köpfe der Expertinnen und Experten hinweg" beschlossen, die weder praxistauglich sei noch den Betroffenen genug Zeit zwischen Verkündung und Inkrafttreten lässen würde. "Stattdessen werde es künftig komplexe, unterschiedliche Berechnungsmodelle, sogenannte Parallelrechnungen, geben – und damit weitere unklare Lösungen im hochsensiblen Bereich der Wohnungsmietverträge. Diese sind so kompliziert, dass selbst nach bestem Wissen und Gewissen Fehler nicht auszuschließen sind.“ Durch die neuer Regelung könne bereits durch Centbeträge langjährige Rechtsstreitigkeiten ausgelöst werden. „Das ist weit entfernt von den Lösungsansätzen und Vorschlägen, die der WKÖ-Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder eingebracht hat“, so Oberndorfer.

Erklärtes Ziel sei es gewesen, die Regelungen transparent, rechtssicher und möglichst einfach zu gestalten."Dabei haben wir uns konstruktiv eingebracht“ so Oberndofer weiter: „Erste Ankündigungen dazu waren durchaus positiv und haben unsere Branche im Glauben bestärkt, dass für die Immobilienwirtschaft, insbesondere für Hausverwaltungen, einfache, klare und praxistaugliche Lösungen bei der zukünftigen Wertsicherung von Mietverträgen erreicht werden können. Hausverwaltungen sollten entlastet werden und die Indexierung von Verträgen für Mieterinnen und Mieter sollte transparenter, nachvollziehbarer und vor allem praxistauglicher gestaltet werden, um das Vertrauen zwischen allen Beteiligten zu stärken.“

Die komplizierte Neuregelung und vor allem ihr Inkrafttreten schon zu Beginn des nächsten Jahres würden die Mitgliedsbetriebe enorm unter Druck bringen. "Weder können die komplizierten Parallelrechnungen bis dahin mit Softwareeinsatz umgesetzt werden, noch bleibt Zeit, die neuen Berechnungskriterien richtig im Betrieb zu verankern“, berichtet der Branchensprecher. Selbst mit bestem Willen würden sich die unterschiedlichen Berechnungsmodelle so kompliziert gestalten, dass Fehlerquellen von vornherein nicht auszuschließen seien.

„Wir haben bis zur letzten Minute versucht, die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über die zahlreichen Mängel des neuen Mietenwertsicherungsgesetzes aufzuklären. Jetzt müssen wir mit ganzer Kraft unsere Betriebe stärken. Fortbildungsmaßnahmen und Informationsveranstaltungen sind bereits organisiert und finden für Mitglieder ab Jänner statt“, unterstreicht Fachverbandsobmann Roman Oberndorfer.
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Bauträgerranking 2026

Jetzt teilnehmen!

von Stefan Posch

Machen Sie beim Bauträger-Ranking mit!   (c) AdobeStock Machen Sie beim Bauträger-Ranking mit! (c) AdobeStock
Welche Bauträger sind die stärksten? Wer erzielt am meisten Umsatz? Wer hat das höchste Investmentvolumen? Wer ist auf welche Assetklassen spezialisiert? Das alles erheben wir wieder in unserem jährlichen Bauträgerranking. Machen Sie mit! Wenn Sie Bauträger sind, freuen wir uns über Ihre Teilnahme!

Es ist ganz einfach:
Schritt 1: Füllen Sie den Bauträgerranking Fragebogen unter diesem Link aus.
Schritt 2: schicken Sie den ausgefüllten Fragebogen bis spätestens 7. Jänner 2026 aus und an ranking@imv-medien.at.

Rückfragen richten Sie bitte an ranking@imv-medien.at . Das Ranking erscheint in der Ausgabe 1-2 des Immobilien Magazins 2026. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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Baukosten auch im November gestiegen

2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres

von Stefan Posch

Baukosten weiter gestiegen. ©  Adobe Stock Baukosten weiter gestiegen. © Adobe Stock
Die Baukosten im österreichischen Wohnhaus- und Siedlungsbau sind im November 2025 erneut gestiegen. Laut vorläufigen Daten von Statistik Austria lagen die Kosten um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Der entsprechende Baukostenindex erreichte 130,7 Indexpunkte und erhöhte sich damit auch gegenüber dem Vormonat Oktober leicht um 0,2 Prozent. Für die Immobilienwirtschaft bleibt damit der Kostendruck im Wohnbau spürbar. 

Auch in den Tiefbausparten zeigt sich eine moderate Aufwärtsbewegung. Der Baukostenindex für den Straßenbau lag im November bei 136,0 Punkten und damit um 0,5 Prozent über dem Wert des Vorjahres sowie um 0,4 Prozent über dem Oktober. Im Brückenbau stiegen die Kosten auf 131,5 Indexpunkte, was einem Plus von 1,9 Prozent im Jahresvergleich und 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Der Siedlungswasserbau verzeichnete mit 133,9 Punkten einen Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber November 2024 und 0,3 Prozent gegenüber Oktober 2025.
Für Bauträger, Investoren und Wohnbaufinanzierer bestätigen die aktuellen Zahlen eine Phase stabiler, aber weiterhin steigender Baukosten, die insbesondere im Wohnbau ein zentraler Faktor für Angebotsentwicklung und Preisbildung bleiben.
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FMA und OeNB schärfen Bankenaufsicht

Auch Immobilienrisiken stärker im Fokus

von Stefan Posch

Die Bankenaufsicht wird verschärft. © Adobe Stock Die Bankenaufsicht wird verschärft. © Adobe Stock
FMA und OeNB haben für das Jahr 2026 eine verschärfte Bankenaufsicht 2026 angekündigt. So sollen etwa auch Immobilienrisiken, aufgrund "der schwachen konjunkturellen Entwicklung und bestehender Kreditrisiken im Immobiliensektor" in den Fokus rücken. Die nachhaltige Reduktion der Quoten notleidender Kredite (NPL-Quoten) soll sichergestellt werden. Banken mit erhöhten NPL-Quoten werden einem verstärkten Monitoring unterzogen und stehen im Fokus von Vor-Ort-Prüfungen. Für die Immobilienwirtschaft bedeutet dies, dass Finanzierungen stärker risikoorientiert beurteilt werden.

Parallel dazu rückt die Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnologien stärker in den Mittelpunkt. Die Aufsicht begleitet Simulationen von Cyberangriffen und intensiviert den Austausch mit relevanten nationalen Akteuren. Für Banken als zentrale Finanzierungspartner der Immobilienbranche ist eine stabile digitale Infrastruktur zunehmend systemrelevant.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft den Einsatz künstlicher Intelligenz. Die Aufsicht plant einen strukturierten Dialog mit Banken über konkrete Anwendungen und entwickelt dafür einen klaren aufsichtsrechtlichen Rahmen. Auch im Immobilienfinanzierungsbereich könnten automatisierte Prozesse bei Kreditprüfung, Risikobewertung oder Reporting künftig stärker reguliert werden.
Zudem sollen ESG-Risiken systematisch in das Risikomanagement der Banken integriert werden. Die Vorgaben der europäischen Bankenaufsicht fließen in die aufsichtliche Bewertung ein. Damit verstärkt sich der Druck, Nachhaltigkeitsaspekte auch bei Immobilienfinanzierungen nachvollziehbar zu berücksichtigen.
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Waldgrundstücke heiß begehrt

Zahl der Transaktionen stark gestiegen

von Stefan Posch

Die Transaktionszahlen nach Bundesländern. © IMMOunited Die Transaktionszahlen nach Bundesländern. © IMMOunited
Eine aktuelle Analyse des IMMOunited-Teams rund um Immobilienkäufe, Erbschaften und Schenkungen im Bereich der Waldflächen zeigt: Die Zahl der Transaktionen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Private Käufer:innen setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit und investieren in Pflege und Erhalt von Waldflächen, gleichzeitig verzeichnen auch Erbschaften und Schenkungen einen regelrechten Aufschwung. „Man könnte fast meinen, Waldgrundstücke entwickeln sich zum neuen Trend-Weihnachtsgeschenk“, scherzt Roland Schmid, Geschäftsführer und Eigentümer der IMMOunited GmbH.

In den vergangenen 16 Jahren wechselten insgesamt über 1,24 Milliarden Quadratmeter Wald den Eigentümer. Rund jeder zwölfte Kauf entfiel auf juristische Personen, während mehr als 90 Prozent der Transaktionen von privaten Investor:innen getätigt wurden. Das durchschnittliche Alter von Waldkäufer:innen liegt bei 48 Jahren. Auf Bundesländerebene führen 2025 die Bezirke Oberwart und Güssing im Burgenland die Rangliste der meisten Waldimmobilienkäufe an. Dahinter folgen Jennersdorf, die Südoststeiermark, Oberpullendorf, Braunau am Inn, Zwettl und Bregenz.

Ein 15-Jahres-Vergleich der Quadratmeterpreise anhand der Daten des Produkts IMMOstats auf Österreichebene zeigt klare Spitzenreiter: Salzburg verzeichnet mit ein Plus von 46 Prozent den stärksten Anstieg, gefolgt von Vorarlberg mit einer Erhöhung von gut einem Drittel sowie Niederösterreich mit einer Preissteigerung von mehr als einem Viertel. Wer sich über einen Wald unterm Weihnachtsbaum freuen darf, hat statistisch gesehen in Niederösterreich, dem Burgenland oder Vorarlberg die besten Chancen - diese Bundesländer liegen sowohl bei Schenkungen als auch bei Erbschaften (pro Einwohner gerechnet) an der Spitze.
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ImmoScout24 integriert neue Kartensuche

Immobilien werden auf interaktiven Landkarte dargestellt

von Stefan Posch

Die neue Kartensuche auf ImmoScout24  © ImmoScout24 Die neue Kartensuche auf ImmoScout24 © ImmoScout24
ImmoScout24 erweitert seine Plattform in Österreich um eine neue Kartensuche. Immobilienangebote werden ab sofort nicht nur in einer klassischen Ergebnisliste, sondern parallel auch automatisch auf einer interaktiven Landkarte dargestellt. Für Makler:innen, Bauträger und andere Immobilienprofis bringt dieser Schritt laut ImmoScout24 deutliche Vorteile: Immobilien werden sichtbarer, Suchprozesse effizienter, und neue Zielgruppen werden erschlossen. Die Funktion ist bereits auf immoscout24.at und in den aktuellen Versionen der iOS- und Android-Apps verfügbar.

Suchende können Immobilien standortbasiert erkunden und erhalten einen schnellen Überblick über relevante Umfeldfaktoren wie Infrastruktur, Anbindung, Grünflächen oder Mobilitätsoptionen. Durch technisches Clustering und eine performante Darstellung passen sich die angezeigten Objekte dynamisch an den jeweiligen Zoom-Level an. Nutzer:innen können direkt auf der Karte inserierte Immobilien aufrufen, als Favorit markieren oder Kontakt aufnehmen.

„Mit der Kartensuche schaffen wir eine Win-win-Situation für Suchende und Immobilienprofis. Suchende finden schneller die passende Immobilie in der richtigen Gegend, während unsere Geschäftskund:innen von höherer Sichtbarkeit und mehr Anfragen profitieren", erklärt Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 in Österreich.
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Neues Stadtquartier in Berlin-Brandenburg

Quartier auf 56 Hektar geplant

von Stefan Posch

Königspark Quartiersentwicklung  © Tchoban Voss Architekten Königspark Quartiersentwicklung © Tchoban Voss Architekten
Der anhaltende Mangel an leistbarem Wohnraum prägt weiterhin die Metropolregion Berlin-Brandenburg. Auch in Königs Wusterhausen, einer rund 40.000 Einwohner zählenden Stadt nahe dem Flughafen Berlin Brandenburg, ist der Druck am Wohnungsmarkt hoch. Mit der Entwicklung des Königsparks im Norden der Stadt soll nun gegengesteuert werden. Auf rund 56 Hektar plant der Investmentberater Periskop Development gemeinsam mit der Stadt ein neues Stadtquartier, das Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung miteinander verbindet. Unterstützt wird das Vorhaben vom Bau- und Immobilienberater Drees & Sommer.

Das Projekt liegt im wirtschaftlich dynamischen Südost-Korridor der Hauptstadtregion. Ziel ist es, nicht nur neuen Wohnraum zu schaffen, sondern auch bestehende Strukturen durch zusätzliche Infrastruktur zu stärken. „Wir planen rund 2.500 Wohnungen für alle Alters- und Einkommensschichten, dazu eine Kita, eine Schule, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, eine Feuerwache und obendrauf knapp 100.000 Quadratmeter Park- und Grünflächen“, sagt Petra Müller, Head of Development bei Periskop Development.

Das Areal ist seit den 1990er-Jahren als Gewerbefläche gewidmet, blieb jedoch unbebaut. Periskop Development verfolgt nun einen Nutzungsmix, der stärker auf die Anforderungen einer wachsenden Stadt ausgerichtet ist. Grundlage bildet das Leitbild der 15-Minuten-Stadt. „Egal ob von der Haustür zum Supermarkt oder vom Kindergarten zum Spielplatz; alles soll künftig bequem und schnell erreichbar sein“, so Müller. Eine enge Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie Mobilitätshubs sollen die Verbindung nach Berlin sichern.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit und Klimaresilienz. Besonders das dezentrale Regenwassermanagement spielt in der Planung eine zentrale Rolle. „Wir müssen das Niederschlagswasser direkt dort auffangen, wo es fällt“, erklärt Max Vogel, Leading Consultant für Quartiersentwicklung bei Drees & Sommer. Vorgesehen sind unter anderem Rigolen, Retentionsflächen, begrünte Dächer und wasserdurchlässige Beläge. „Mit ihnen fördern wir die Biodiversität, erhöhen die Aufenthaltsqualität und verbessern das Mikroklima“, so Vogel.
Für die Immobilienwirtschaft gilt das Projekt als Beispiel dafür, wie großflächige Quartiersentwicklungen auf strukturelle Wohnungsengpässe reagieren und zugleich langfristige Standortqualität schaffen können.
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Gewerbeliegenschaft bei Braunau am Markt

13.598 Quadratmeter, als Betriebsbaugebiet gewidmet

von Stefan Posch

Die Liegenschaft bei Braunau © IMMOcontract Die Liegenschaft bei Braunau © IMMOcontract
In Oberösterreich kommt eine großflächige Gewerbeliegenschaft im Innviertel auf den Markt. Das Objekt liegt nahe Braunau in der Gemeinde St. Peter am Hart und richtet sich an Unternehmen, die einen eigenständigen Standort oder eine Erweiterungsfläche in einer etablierten Wirtschaftsregion suchen. Die Liegenschaft ist sowohl für die Eigennutzung als Unternehmenszentrale als auch für die Auslagerung einzelner Unternehmensbereiche geeignet. Das Objekt wird von Immocontract vermittelt.

Das Areal umfasst rund 13.598 Quadratmeter und ist als Betriebsbaugebiet gewidmet. Kernstück ist ein dreigeschossiges Hauptgebäude mit einer Nutzfläche von etwa 3.588 Quadratmetern, das ab Ende des ersten Quartals 2026 zur Verfügung steht. Ergänzt wird das Objekt durch zwei großzügige Parkflächen mit insgesamt 255 Stellplätzen. Der Standort befindet sich seit 2007 in Betrieb und wurde 2016 erweitert.

Die Liegenschaft liegt strategisch zwischen den Wirtschaftsräumen Passau und Salzburg, beide rund 62 Kilometer entfernt. Auch Linz und München sind mit jeweils rund 120 Kilometern in einem gut erreichbaren Radius angesiedelt. Damit bietet der Standort Anschluss an mehrere zentrale Märkte im Grenzraum zwischen Oberösterreich, Bayern und dem Salzburger Raum.

Technisch ist das Objekt auf einen nachhaltigen Betrieb ausgelegt. Die Energieversorgung erfolgt über Erdwärme mit eigenem Brunnen, kombiniert mit Deckenheizung und Deckenkühlung. Eine Photovoltaikanlage mit rund 150 Kilowatt-Peak erzeugt jährlich etwa 128.600 Kilowattstunden Strom. Zusätzlich verfügt die Liegenschaft über integrierten Sonnenschutz sowie einen eigenen Trinkwasserbrunnen.
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2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres

Baukosten auch im November gestiegen

von Stefan Posch

Die Baukosten im österreichischen Wohnhaus- und Siedlungsbau sind im November 2025 erneut gestiegen. Laut vorläufigen Daten von Statistik Austria lagen die Kosten um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Der entsprechende Baukostenindex erreichte 130,7 Indexpunkte und erhöhte sich damit auch gegenüber dem Vormonat Oktober leicht um 0,2 Prozent. Für die Immobilienwirtschaft bleibt damit der Kostendruck im Wohnbau spürbar. 

Auch in den Tiefbausparten zeigt sich eine moderate Aufwärtsbewegung. Der Baukostenindex für den Straßenbau lag im November bei 136,0 Punkten und damit um 0,5 Prozent über dem Wert des Vorjahres sowie um 0,4 Prozent über dem Oktober. Im Brückenbau stiegen die Kosten auf 131,5 Indexpunkte, was einem Plus von 1,9 Prozent im Jahresvergleich und 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Der Siedlungswasserbau verzeichnete mit 133,9 Punkten einen Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber November 2024 und 0,3 Prozent gegenüber Oktober 2025.
Für Bauträger, Investoren und Wohnbaufinanzierer bestätigen die aktuellen Zahlen eine Phase stabiler, aber weiterhin steigender Baukosten, die insbesondere im Wohnbau ein zentraler Faktor für Angebotsentwicklung und Preisbildung bleiben.

Auch Immobilienrisiken stärker im Fokus

FMA und OeNB schärfen Bankenaufsicht

von Stefan Posch

Die Bankenaufsicht wird verschärft. © Adobe Stock
FMA und OeNB haben für das Jahr 2026 eine verschärfte Bankenaufsicht 2026 angekündigt. So sollen etwa auch Immobilienrisiken, aufgrund "der schwachen konjunkturellen Entwicklung und bestehender Kreditrisiken im Immobiliensektor" in den Fokus rücken. Die nachhaltige Reduktion der Quoten notleidender Kredite (NPL-Quoten) soll sichergestellt werden. Banken mit erhöhten NPL-Quoten werden einem verstärkten Monitoring unterzogen und stehen im Fokus von Vor-Ort-Prüfungen. Für die Immobilienwirtschaft bedeutet dies, dass Finanzierungen stärker risikoorientiert beurteilt werden.

Parallel dazu rückt die Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnologien stärker in den Mittelpunkt. Die Aufsicht begleitet Simulationen von Cyberangriffen und intensiviert den Austausch mit relevanten nationalen Akteuren. Für Banken als zentrale Finanzierungspartner der Immobilienbranche ist eine stabile digitale Infrastruktur zunehmend systemrelevant.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft den Einsatz künstlicher Intelligenz. Die Aufsicht plant einen strukturierten Dialog mit Banken über konkrete Anwendungen und entwickelt dafür einen klaren aufsichtsrechtlichen Rahmen. Auch im Immobilienfinanzierungsbereich könnten automatisierte Prozesse bei Kreditprüfung, Risikobewertung oder Reporting künftig stärker reguliert werden.
Zudem sollen ESG-Risiken systematisch in das Risikomanagement der Banken integriert werden. Die Vorgaben der europäischen Bankenaufsicht fließen in die aufsichtliche Bewertung ein. Damit verstärkt sich der Druck, Nachhaltigkeitsaspekte auch bei Immobilienfinanzierungen nachvollziehbar zu berücksichtigen.
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Zahl der Transaktionen stark gestiegen

Waldgrundstücke heiß begehrt

von Stefan Posch

Die Transaktionszahlen nach Bundesländern. © IMMOunited
Eine aktuelle Analyse des IMMOunited-Teams rund um Immobilienkäufe, Erbschaften und Schenkungen im Bereich der Waldflächen zeigt: Die Zahl der Transaktionen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Private Käufer:innen setzen verstärkt auf Nachhaltigkeit und investieren in Pflege und Erhalt von Waldflächen, gleichzeitig verzeichnen auch Erbschaften und Schenkungen einen regelrechten Aufschwung. „Man könnte fast meinen, Waldgrundstücke entwickeln sich zum neuen Trend-Weihnachtsgeschenk“, scherzt Roland Schmid, Geschäftsführer und Eigentümer der IMMOunited GmbH.

In den vergangenen 16 Jahren wechselten insgesamt über 1,24 Milliarden Quadratmeter Wald den Eigentümer. Rund jeder zwölfte Kauf entfiel auf juristische Personen, während mehr als 90 Prozent der Transaktionen von privaten Investor:innen getätigt wurden. Das durchschnittliche Alter von Waldkäufer:innen liegt bei 48 Jahren. Auf Bundesländerebene führen 2025 die Bezirke Oberwart und Güssing im Burgenland die Rangliste der meisten Waldimmobilienkäufe an. Dahinter folgen Jennersdorf, die Südoststeiermark, Oberpullendorf, Braunau am Inn, Zwettl und Bregenz.

Ein 15-Jahres-Vergleich der Quadratmeterpreise anhand der Daten des Produkts IMMOstats auf Österreichebene zeigt klare Spitzenreiter: Salzburg verzeichnet mit ein Plus von 46 Prozent den stärksten Anstieg, gefolgt von Vorarlberg mit einer Erhöhung von gut einem Drittel sowie Niederösterreich mit einer Preissteigerung von mehr als einem Viertel. Wer sich über einen Wald unterm Weihnachtsbaum freuen darf, hat statistisch gesehen in Niederösterreich, dem Burgenland oder Vorarlberg die besten Chancen - diese Bundesländer liegen sowohl bei Schenkungen als auch bei Erbschaften (pro Einwohner gerechnet) an der Spitze.

Immobilien werden auf interaktiven Landkarte dargestellt

ImmoScout24 integriert neue Kartensuche

von Stefan Posch

Die neue Kartensuche auf ImmoScout24 © ImmoScout24
ImmoScout24 erweitert seine Plattform in Österreich um eine neue Kartensuche. Immobilienangebote werden ab sofort nicht nur in einer klassischen Ergebnisliste, sondern parallel auch automatisch auf einer interaktiven Landkarte dargestellt. Für Makler:innen, Bauträger und andere Immobilienprofis bringt dieser Schritt laut ImmoScout24 deutliche Vorteile: Immobilien werden sichtbarer, Suchprozesse effizienter, und neue Zielgruppen werden erschlossen. Die Funktion ist bereits auf immoscout24.at und in den aktuellen Versionen der iOS- und Android-Apps verfügbar.

Suchende können Immobilien standortbasiert erkunden und erhalten einen schnellen Überblick über relevante Umfeldfaktoren wie Infrastruktur, Anbindung, Grünflächen oder Mobilitätsoptionen. Durch technisches Clustering und eine performante Darstellung passen sich die angezeigten Objekte dynamisch an den jeweiligen Zoom-Level an. Nutzer:innen können direkt auf der Karte inserierte Immobilien aufrufen, als Favorit markieren oder Kontakt aufnehmen.

„Mit der Kartensuche schaffen wir eine Win-win-Situation für Suchende und Immobilienprofis. Suchende finden schneller die passende Immobilie in der richtigen Gegend, während unsere Geschäftskund:innen von höherer Sichtbarkeit und mehr Anfragen profitieren", erklärt Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 in Österreich.
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Quartier auf 56 Hektar geplant

Neues Stadtquartier in Berlin-Brandenburg

von Stefan Posch

Der anhaltende Mangel an leistbarem Wohnraum prägt weiterhin die Metropolregion Berlin-Brandenburg. Auch in Königs Wusterhausen, einer rund 40.000 Einwohner zählenden Stadt nahe dem Flughafen Berlin Brandenburg, ist der Druck am Wohnungsmarkt hoch. Mit der Entwicklung des Königsparks im Norden der Stadt soll nun gegengesteuert werden. Auf rund 56 Hektar plant der Investmentberater Periskop Development gemeinsam mit der Stadt ein neues Stadtquartier, das Wohnen, Arbeiten und Nahversorgung miteinander verbindet. Unterstützt wird das Vorhaben vom Bau- und Immobilienberater Drees & Sommer.

Das Projekt liegt im wirtschaftlich dynamischen Südost-Korridor der Hauptstadtregion. Ziel ist es, nicht nur neuen Wohnraum zu schaffen, sondern auch bestehende Strukturen durch zusätzliche Infrastruktur zu stärken. „Wir planen rund 2.500 Wohnungen für alle Alters- und Einkommensschichten, dazu eine Kita, eine Schule, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, eine Feuerwache und obendrauf knapp 100.000 Quadratmeter Park- und Grünflächen“, sagt Petra Müller, Head of Development bei Periskop Development.

Das Areal ist seit den 1990er-Jahren als Gewerbefläche gewidmet, blieb jedoch unbebaut. Periskop Development verfolgt nun einen Nutzungsmix, der stärker auf die Anforderungen einer wachsenden Stadt ausgerichtet ist. Grundlage bildet das Leitbild der 15-Minuten-Stadt. „Egal ob von der Haustür zum Supermarkt oder vom Kindergarten zum Spielplatz; alles soll künftig bequem und schnell erreichbar sein“, so Müller. Eine enge Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie Mobilitätshubs sollen die Verbindung nach Berlin sichern.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit und Klimaresilienz. Besonders das dezentrale Regenwassermanagement spielt in der Planung eine zentrale Rolle. „Wir müssen das Niederschlagswasser direkt dort auffangen, wo es fällt“, erklärt Max Vogel, Leading Consultant für Quartiersentwicklung bei Drees & Sommer. Vorgesehen sind unter anderem Rigolen, Retentionsflächen, begrünte Dächer und wasserdurchlässige Beläge. „Mit ihnen fördern wir die Biodiversität, erhöhen die Aufenthaltsqualität und verbessern das Mikroklima“, so Vogel.
Für die Immobilienwirtschaft gilt das Projekt als Beispiel dafür, wie großflächige Quartiersentwicklungen auf strukturelle Wohnungsengpässe reagieren und zugleich langfristige Standortqualität schaffen können.
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13.598 Quadratmeter, als Betriebsbaugebiet gewidmet

Gewerbeliegenschaft bei Braunau am Markt

von Stefan Posch

In Oberösterreich kommt eine großflächige Gewerbeliegenschaft im Innviertel auf den Markt. Das Objekt liegt nahe Braunau in der Gemeinde St. Peter am Hart und richtet sich an Unternehmen, die einen eigenständigen Standort oder eine Erweiterungsfläche in einer etablierten Wirtschaftsregion suchen. Die Liegenschaft ist sowohl für die Eigennutzung als Unternehmenszentrale als auch für die Auslagerung einzelner Unternehmensbereiche geeignet. Das Objekt wird von Immocontract vermittelt.

Das Areal umfasst rund 13.598 Quadratmeter und ist als Betriebsbaugebiet gewidmet. Kernstück ist ein dreigeschossiges Hauptgebäude mit einer Nutzfläche von etwa 3.588 Quadratmetern, das ab Ende des ersten Quartals 2026 zur Verfügung steht. Ergänzt wird das Objekt durch zwei großzügige Parkflächen mit insgesamt 255 Stellplätzen. Der Standort befindet sich seit 2007 in Betrieb und wurde 2016 erweitert.

Die Liegenschaft liegt strategisch zwischen den Wirtschaftsräumen Passau und Salzburg, beide rund 62 Kilometer entfernt. Auch Linz und München sind mit jeweils rund 120 Kilometern in einem gut erreichbaren Radius angesiedelt. Damit bietet der Standort Anschluss an mehrere zentrale Märkte im Grenzraum zwischen Oberösterreich, Bayern und dem Salzburger Raum.

Technisch ist das Objekt auf einen nachhaltigen Betrieb ausgelegt. Die Energieversorgung erfolgt über Erdwärme mit eigenem Brunnen, kombiniert mit Deckenheizung und Deckenkühlung. Eine Photovoltaikanlage mit rund 150 Kilowatt-Peak erzeugt jährlich etwa 128.600 Kilowattstunden Strom. Zusätzlich verfügt die Liegenschaft über integrierten Sonnenschutz sowie einen eigenen Trinkwasserbrunnen.
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immoflash gibt’s jetzt in neuem Gewand – auf IMMOMEDIEN.

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