Kritik gegen Mieten- wertsicherungsgesetz
Fachverband fürchtet langjährige Rechtsstreitigkeiten
von Stefan Posch
Der Fachverband fürchtet Rechtsunsicherheiten. © (c) Allahyari PR/CH
Erklärtes Ziel sei es gewesen, die Regelungen transparent, rechtssicher und möglichst einfach zu gestalten."Dabei haben wir uns konstruktiv eingebracht“ so Oberndofer weiter: „Erste Ankündigungen dazu waren durchaus positiv und haben unsere Branche im Glauben bestärkt, dass für die Immobilienwirtschaft, insbesondere für Hausverwaltungen, einfache, klare und praxistaugliche Lösungen bei der zukünftigen Wertsicherung von Mietverträgen erreicht werden können. Hausverwaltungen sollten entlastet werden und die Indexierung von Verträgen für Mieterinnen und Mieter sollte transparenter, nachvollziehbarer und vor allem praxistauglicher gestaltet werden, um das Vertrauen zwischen allen Beteiligten zu stärken.“
Die komplizierte Neuregelung und vor allem ihr Inkrafttreten schon zu Beginn des nächsten Jahres würden die Mitgliedsbetriebe enorm unter Druck bringen. "Weder können die komplizierten Parallelrechnungen bis dahin mit Softwareeinsatz umgesetzt werden, noch bleibt Zeit, die neuen Berechnungskriterien richtig im Betrieb zu verankern“, berichtet der Branchensprecher. Selbst mit bestem Willen würden sich die unterschiedlichen Berechnungsmodelle so kompliziert gestalten, dass Fehlerquellen von vornherein nicht auszuschließen seien.
„Wir haben bis zur letzten Minute versucht, die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über die zahlreichen Mängel des neuen Mietenwertsicherungsgesetzes aufzuklären. Jetzt müssen wir mit ganzer Kraft unsere Betriebe stärken. Fortbildungsmaßnahmen und Informationsveranstaltungen sind bereits organisiert und finden für Mitglieder ab Jänner statt“, unterstreicht Fachverbandsobmann Roman Oberndorfer.









