Nachfrage am Wiener Wohnungsmarkt steigt

Zinssenkungsschritt der EZB als wichtige Signalwirkung

von Stefan Posch

Die Nachfrage am Wiener Wohnungsmarkt steigt wieder ©  AdobeStock Die Nachfrage am Wiener Wohnungsmarkt steigt wieder © AdobeStock
Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Wien hat zugenommen. Das zeigt das Marktupdate H1 2024 Wiener Wohnungsmarkt von EHL Immobilien. Eine wichtige Signalwirkung war laut dem Bericht der erste Zinssenkungsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) im Mai. Besonders Eigennutzer:innen würden das noch breite Angebot, nutzen um sich ihren Wohntraum zu erfüllen. Aber auch Investor:innen zeigen wieder verstärkt Interesse am Markt, wobei einzelne Einheiten und kleinere Wohnungspakete besonders gefragt sind.
Der Mietwohnungsmarkt in Wien bleibt ebenfalls sehr dynamisch. Die Nachfrage nach Mietwohnungen liegt etwa 60 Prozent höher als vor der Zinswende im Jahr 2022. Dies trifft auf ein sehr begrenztes Angebot, was zu steigenden Mietpreisen führt. Im zweiten Quartal 2024 sind die Mieten erneut über die Inflationsrate hinaus angestiegen, wodurch Interessenten schnellere Entscheidungen treffen müssen.
Die Anzahl neuer Mietwohnungen wird in diesem Jahr um rund 40 Prozent zurückgehen, während die Zahl der neuen Eigentumswohnungen sogar ansteigen wird. Entwickler positionieren neue Projekte zunehmend im Einzelabverkauf. Dies wird sich im Jahr 2025 aufgrund der geringen Anzahl an Projektstarts in den letzten zwei Jahren jedoch drastisch ändern.
Das von der Regierung beschlossene „Wohnpaket“ zur Förderung des Wohnbaus zeigt laut dem Bericht hingegen bisher wenig Wirkung. Vielen Interessenten sind die Vorteile, wie der Entfall der Eintragungsgebühr für Eigennutzer, noch nicht ausreichend bekannt. Hier besteht ein erhöhter Informationsbedarf. Weitere Maßnahmen zur Sicherstellung von Wohnraum für die kommenden Jahre sind dringend erforderlich.
Die Mietpreise in Wien sind seit Jahresbeginn um durchschnittlich 5,3 Prozent auf 14,70 Euro pro Quadratmeter gestiegen. In guten Wohnlagen sind die Zuwächse noch deutlicher. Eigentumspreise sind im ersten Halbjahr 2024 hingegen nur moderat um etwa 0,5 Prozent gestiegen. Der Preisunterschied zwischen Neubauten und Bestandswohnungen, die künftig Investitionskosten für Dekarbonisierung und Wärmeschutz erfordern, hat sich leicht vergrößert.
Für 2025 wird ein weiterer Rückgang der Fertigstellungen erwartet, was zu einer Angebotslücke bei Mietwohnungen führen wird. Die EHL erwartet, dass private Anleger auf dem Eigentumsmarkt wieder aktiver sein werden und eine erhöhte Nachfrage nach Vorsorgewohnungen sowie Wohnungspaketen. Weitere Zinssenkungen könnten die Nachfrage nach Eigentum zusätzlich ankurbeln, wobei bis Ende 2025 auch in diesem Segment ein Nachfrageüberhang zu erwarten ist.
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Luxus wird teurer

Von der Gesamtstimmung weniger beeinflusst

von Leon Protz

Top-Luxusimmobilien auch 2023 weiter begehrt © RE/MAX Top-Luxusimmobilien auch 2023 weiter begehrt © RE/MAX
Die Möglichkeiten für Luxus bei Wohnimmobilien sind vielfältig und gewinnen ihren Wert aus den Werthaltungen der Käufer:innen und einer begrenzten Verfügbarkeit. Zur aktuellen Lage der Luxusimmobilien in Österreich hat Re/Max eine Analyse gemacht. „Auffällig aufgrund des ausgewerteten Zahlenmaterials, aber auch aufgrund der Beobachtungen der Re/Max-Luxusimmobilien-Expert:innen im ganzen Land, ist die Tatsache, dass die Preise an der absoluten Spitze im Luxussegment – und hier in erster Linie bei den Einfamilienhäusern – auch im Jahr 2023 weiter gestiegen sind. Generell wird aktuell das Luxussegment von einer Gesamtstimmung weniger beeinflusst. Die Nachfrage nach besonders hochwertigen Immobilien ist weiterhin sehr gut. Gekauft wird allerdings nur, wenn das Angebot dem Wunschtraum entspricht. Dann aber meist rasch und problemlos“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Re/Max Austria. Im Jahr 2023 wurden in Österreich 1.077 Einfamilienhäuser, Wohnungen, Dachgeschoßwohnungen, Objekte am See und Seegrundstücke um Stückpreise von mindestens einer Million Euro in Österreich verkauft, das sind um -34,0 Prozent weniger als 2022 (nach einem Anstieg von 2021 auf 2022 um +15,9 Prozent).
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Industrial Campus Vienna East übergeben

Deka Immobilien übernimmt letzten Bauabschnitt

von Stefan Posch

Das Industrial Campus Vienna East © DLH Das Industrial Campus Vienna East © DLH
Eine der größten Transaktionen am österreichischen Logistik Immobilien-Markt ist erfolgreich abgeschlossen.
Anfang dieser Woche wurde der 38.000 m² große letzte Bauabschnitt des Industrial Campus Vienna East (ICVE) sowohl an den Mieter Hornbach als auch die Deka Immobilien übergeben. Der Logistikcampus, in Enzersdorf an der Fischa, umfasst eine Fläche von insgesamt 170.000 m² Lagerfläche, aufgeteilt auf insgesamt mehr als 25 Mieteinheiten.
„Die erfolgreiche Transaktion dieses Großprojekts ist ein bedeutender Schritt für die Logistik Immobilienbranche und bestätigt das starke Interesse und Vertrauen der Investor:innen in den österreichischen Logistikmarkt“, sagt Christian Vogt, Geschäftsführer der DLH Real Estate Austria. „Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zur Stärkung der logistischen Infrastruktur Österreichs zu leisten und freuen uns darauf, die positive Entwicklung des Logistiksektors weiter voranzutreiben.“
„Wir freuen uns sehr, nun auch den letzten Bauabschnitt des ICVE zu übernehmen und damit eine sehr erfolgreiche Transaktion abzuschließen. Unsere zusammen mit DLH Austria entwickelte Vision, gemeinsam den größten Logistikpark in Österreich zu entwickeln, konnte somit fristgerecht und mit Vollvermietung zum Abschluss gebracht werden. Unser Dank gilt vor allem Christian Vogt und seinem Team für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren“, sagt Malte-Maria Münchow, Leiter Ankauf Logistik, Hotel und Shopping-Center, von der Deka Immobilien.
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CA Immo vermietet im Frankfurter ONE

Zwei weitere Mietverträge über insgesamt rd. 3.100 m² Mietfläche

von Leon Protz

ONE Frankfurt, Europaviertel © CA Immo/Klaus Helbig ONE Frankfurt, Europaviertel © CA Immo/Klaus Helbig
CA Immo hat im Frankfurter Büro- und Hotelhochhaus ONE zwei weitere Mietverträge über insgesamt rd. 3.100 m² Mietfläche abgeschlossen. Mieter sind die ERM (rd. 1.600 m²) und eine internationale Fluggesellschaft (rd. 1.500 m²). Der rund 190 Meter hohe ONE wurde gemäß Nachhaltigkeitsstandards entwickelt, im September 2022 eröffnet und ist mit Abschluss dieser Mietverträge fast vollständig vermietet. Matthias Winkelhardt, Leiter CA Immo Frankfurt: „Mit diesen Mietverträgen verlagern weitere international tätige Unternehmen ihren Unternehmensstandort aus dem traditionellen Frankfurter Westend und Bankenviertel in das an der Schnittstelle zwischen Frankfurter Banken- und Europaviertel gelegene Hochhaus ONE.“ Für seine Nachhaltigkeit hat der ONE das Platin Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und ebenfalls von der DGNB die Diamant Auszeichnung für seine Architektur und städtebauliche Einbindung erhalten. 
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Ernst Eichinger is back

Ex-Signa-Manager macht sich selbständig

von Gerhard Rodler

Ex-Signa-Mann Ernst Eichinger macht sich selbständig © Seelig Ex-Signa-Mann Ernst Eichinger macht sich selbständig © Seelig
Ernst Eichinger is back. Zuletzt als Stakeholder Relations Manager bei der Signa tätig und hier in dieser Funktion unter anderem für das geplanten Lamarr-Projekt in der Wiener Mariahilfer Straße oder das Werftprojekt in Korneuburg aktiv, macht er sich jetzt als Kommunikationsberater selbständig.
Sein erster Auftraggeber: Der Immobiliendienstleister CBRE.
Eichin­ger hat sei­ne Be­rufs­lauf­bahn als Wirt­schafts­re­dak­teur mit Schwer­punkt Im­mo­bi­li­en bei der Ta­ges­zei­tung „Der Stan­dard“ be­gon­nen. Wei­te­re Sta­tio­nen als Pro­jekt­lei­ter ei­ner Wer­be­agen­tur und Chef­re­dak­teur beim Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin folg­ten. Da­nach prägt das Vorstandesmitglied der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) als Pressesprecher fast 15 Jahre den Außenauftritt der Bundesimmobiliengesellschaft.
Seinem langjährigen dortigen Chef Christoph Stadlhuber folgte er schließlich in die Signa. Der staatlich geprüfte Immobilientreuhänder, EU Taxonomy Advisor und Botschafter der ÖGNI hat die Studien Politikwissenschaft/Geschichte an der Uni Wien und einen MBA in General Management an der TU Wien abgeschlossen. Diverse Weiterbildungen wie ein Investor Relations Studiengang an der Frankfurt School of Finance and Management runden sein Know-how ab.
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Neuzugang bei Reinberg & Partner

Ramona Koller ergänzt das Team

von Leon Protz

Koller.jpeg © Reinberg & Partner Koller.jpeg © Reinberg & Partner
Ab sofort ergänzt die 28-jährige Ramona Koller das Team von Reinberg & Partner. Ramona Koller erste Erfahrungen im Bankwesen gesammelt, bevor sie in die Bewertung gewechselt ist. Nach einigen Jahren mit der Bewertung von Sicherheiten hat sie anschließend bei einem Sachverständigen ihre ersten Erfahrungen mit Privatgutachten gemacht, die sie nun ins Bewerter:innen-Team von Reinberg & Partner einbringt.
Geschäftsführerin Isabella Reinberg: „Ramona beherrscht bereits die Klaviatur der Bewertung und ergänzt mit ihrer Erfahrung aus den Bankwesen unser Orchester an bestehenden Bewertern“.
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KI revolutioniert Hausverwaltungen

Digital

von Gerhard Rodler

Noah Reis ist GF von Cambioo.ai. ©  Noah Reis Noah Reis ist GF von Cambioo.ai. © Noah Reis
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Immobilienbranche. Mit dem österreichischen StartUp Cambioo.ai ist nun ein auf Künstliche Intelligenz ausgerichtetes Unternehmen am Start, das sich auf die Immobilienbranche spezialisiert hat und dabei vor allem auch sprachgesteuerte KI-Modelle bereits in der Praxis einsetzt. Im Bereich der Hausverwaltung vereinfacht der Einsatz von KI die Kommunikationsprozesse zwischen Mieter:innen, Verwaltung und Dienstleister:innen. Noah Reis, Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens Cambioo.ai: “Unsere KI-Telefonisten bearbeiten Standardanfragen von Miteigentümer:innen oder Mieter:innen und können sogar Routinefragen autonom beantworten. Natürlich alles rund um die Uhr an allen sieben Tagen der Woche.” Überdies können sogar Reparaturanfragen autonom bearbeitet und an die zuständigen Fachkräfte weitergeleitet werden. Dies verringert den manuellen Aufwand beträchtlich und verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit auf Mieteranfragen.
„Künstliche Intelligenz steht rund um die Uhr zur Verfügung, interagiert stets freundlich mit den Kund:innen und überzeugt durch äußerste Präzision in der Informationsvermittlung. Durch die Automatisierung routinemäßiger Aufgaben können Mitarbeiter sich auf strategisch bedeutende Tätigkeiten konzentrieren, was die Effizienz erheblich steigert.“ Ähnliche Modelle entwickelte Cambioo.ai für das Immobilienmaklergeschäft. So können beispielsweise Besichtigungstermine automatisiert vereinbart werden. Darüber hinaus können Exposés und andere Dokumente nach dem Telefonat automatisch versendet werden. Diese Automatisierungen ermöglichen Makler:innen, sich stärker auf die persönliche Betreuung und Beratung ihrer Kund:innen zu konzentrieren, während Routineaufgaben effizient durch die KI erledigt werden.
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Risiken und Chancen durch KI-Hype

Digital

von Stefan Posch

72 Prozent der Verbraucher:innen sind über den Missbrauch der GenAI-Technologie besorgt. © Adobe Stock 72 Prozent der Verbraucher:innen sind über den Missbrauch der GenAI-Technologie besorgt. © Adobe Stock
Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung bergen erhebliche soziale Risiken. Eine aktuelle Studie des Capgemini Research Institute ergab, dass 72 Prozent der Verbraucher:innen über den Missbrauch der GenAI-Technologie besorgt sind. Laut dem AI Incidents Monitor (AIM) der OECD-Beobachtungsstelle für KI- Strategien sind die Fälle dieser Risiken seit Anfang 2023 sprunghaft angestiegen.
Laut Deepshikha Singh, Head of Stewardship, Crédit Mutuel Asset Management, gibt es für Investor:innen keine Patentlösung, um die vielschichtigen Risiken anzugehen, die durch die rasche Einführung von KI und GenAI in den letzten zwei Jahren entstanden sind. Am wirksamsten sind Instrumente für Engagement und Steuerung. Die Investor:innen erwarten von den Unternehmen (sowohl von den Entwickler:innen als auch den Betreibern), dass sie im gesamten Unternehmen verantwortungsvolle KI-Verfahren anwenden, um sich vor den sozialen und ökologischen Risiken zu schützen, die KI mit sich bringt. Unternehmen müssen klare Grundsätze für die Anwendung von KI aufstellen und Leitplanken festlegen, um eine sichere Implementierung zu gewährleisten und insbesondere Voreingenommenheit, Diskriminierung, Fehlinformationen und die Verletzung der Privatsphäre zu vermeiden", erklärt Singh. Während sich einige Umweltauswirkungen wie der Energieverbrauch der Endnutzer und die Energieeffizienz von Rechenzentren mit der allgemeinen Dekarbonisierung des Stromnetzes ändern können, seien Investor:innen zunehmend darauf bedacht, dass der Technologiesektor seine Klimaziele erreicht. Sowohl Entwickler:innen als auch Anwender:innen von KI werden erheblich in den Aufbau zusätzlicher erneuerbarer Energie investieren müssen.
Auch Regulierung kann laut Singh helfen. Der im letzten Monat offiziell verabschiedete EU AI Act ist ein gutes risikobasiertes Rahmenwerk, um die verantwortungsvolle KI-Governance und die Risikomanagementsysteme eines Unternehmens zu bewerten und zu analysieren. Darüber hinaus wurden in den letzten sechs Monaten mehrere Instrumentarien für Engagement veröffentlicht, wie z. B. das WEF Responsible AI playbook for Investors (Juni 2024), RIA Australasia’s AI and Human Rights Investor Toolkit und AI: An engagement Guide by ICGN (März 2024), die Investor:innen bei der Entwicklung eines robusten Rahmens für verantwortungsvolles Engagement im Bereich KI unterstützen können.
"In der Asset-Management-Branche können KI-Modelle zur Entwicklung innovativer quantitativer Anlagestrategien und Risikomanagementverfahren sowie zur Steigerung der Portfoliorendite eingesetzt werden. Laut einer Harvard-Studiekann KI zur Beschleunigung von Finanzanalysen beitragen, z. B. beim Lesen von Tausenden von Seiten an Daten, um die Gewinne und die künftige Entwicklung eines Unternehmens zu analysieren", so Singh. Darüber hinaus können riesige Datensätze analysiert werden, um Informationen zu finden, die Menschen entweder nicht erkennen können oder für die sie keine Zeit haben. La Francaise Systematic Asset Management, eine Asset-Management-Gesellschaft der La Française Gruppe (der Holdinggesellschaft des Asset-Management-Geschäftsbereichs der Credit Mutuel Alliance Fédérale), hat ein System zur Integration komplexer nichtlinearer Beziehungen und Interaktionen in Finanzdaten entwickelt. "Das System nutzt modernste Modelle des maschinellen Lernens und kombiniert sie mit traditionellen, bewährten Verhaltensmodellen, um endogene Schocks frühzeitig zu erkennen, indem es dynamisch auf das sich verändernde Marktumfeld reagiert. Die gleichen Prinzipien lassen sich auch auf die Nachhaltigkeitsanalyse anwenden, wo KI-Instrumente eingesetzt werden, um Risiken schneller und effektiver zu erfassen. Bei Crédit Mutuel Asset Management nutzen wir Datenquellen von Drittanbietern, die manchmal durch KI-Tools unterstützt werden, um unsere interne ESG-Analyse sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern. KI-basierte Tools haben sich als sehr effektiv erwiesen, wenn man Kontroversen und Fehler in der Unternehmensführung von überall auf der Welt erfassen will, die für menschliche Analysten unmöglich zu verfolgen sind", so Singh.
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Deka Immobilien übernimmt letzten Bauabschnitt

Industrial Campus Vienna East übergeben

von Stefan Posch

Eine der größten Transaktionen am österreichischen Logistik Immobilien-Markt ist erfolgreich abgeschlossen.
Anfang dieser Woche wurde der 38.000 m² große letzte Bauabschnitt des Industrial Campus Vienna East (ICVE) sowohl an den Mieter Hornbach als auch die Deka Immobilien übergeben. Der Logistikcampus, in Enzersdorf an der Fischa, umfasst eine Fläche von insgesamt 170.000 m² Lagerfläche, aufgeteilt auf insgesamt mehr als 25 Mieteinheiten.
„Die erfolgreiche Transaktion dieses Großprojekts ist ein bedeutender Schritt für die Logistik Immobilienbranche und bestätigt das starke Interesse und Vertrauen der Investor:innen in den österreichischen Logistikmarkt“, sagt Christian Vogt, Geschäftsführer der DLH Real Estate Austria. „Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zur Stärkung der logistischen Infrastruktur Österreichs zu leisten und freuen uns darauf, die positive Entwicklung des Logistiksektors weiter voranzutreiben.“
„Wir freuen uns sehr, nun auch den letzten Bauabschnitt des ICVE zu übernehmen und damit eine sehr erfolgreiche Transaktion abzuschließen. Unsere zusammen mit DLH Austria entwickelte Vision, gemeinsam den größten Logistikpark in Österreich zu entwickeln, konnte somit fristgerecht und mit Vollvermietung zum Abschluss gebracht werden. Unser Dank gilt vor allem Christian Vogt und seinem Team für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren“, sagt Malte-Maria Münchow, Leiter Ankauf Logistik, Hotel und Shopping-Center, von der Deka Immobilien.

Zwei weitere Mietverträge über insgesamt rd. 3.100 m² Mietfläche

CA Immo vermietet im Frankfurter ONE

von Leon Protz

ONE Frankfurt, Europaviertel © CA Immo/Klaus Helbig
CA Immo hat im Frankfurter Büro- und Hotelhochhaus ONE zwei weitere Mietverträge über insgesamt rd. 3.100 m² Mietfläche abgeschlossen. Mieter sind die ERM (rd. 1.600 m²) und eine internationale Fluggesellschaft (rd. 1.500 m²). Der rund 190 Meter hohe ONE wurde gemäß Nachhaltigkeitsstandards entwickelt, im September 2022 eröffnet und ist mit Abschluss dieser Mietverträge fast vollständig vermietet. Matthias Winkelhardt, Leiter CA Immo Frankfurt: „Mit diesen Mietverträgen verlagern weitere international tätige Unternehmen ihren Unternehmensstandort aus dem traditionellen Frankfurter Westend und Bankenviertel in das an der Schnittstelle zwischen Frankfurter Banken- und Europaviertel gelegene Hochhaus ONE.“ Für seine Nachhaltigkeit hat der ONE das Platin Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und ebenfalls von der DGNB die Diamant Auszeichnung für seine Architektur und städtebauliche Einbindung erhalten. 
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Ex-Signa-Manager macht sich selbständig

Ernst Eichinger is back

von Gerhard Rodler

Ex-Signa-Mann Ernst Eichinger macht sich selbständig © Seelig
Ernst Eichinger is back. Zuletzt als Stakeholder Relations Manager bei der Signa tätig und hier in dieser Funktion unter anderem für das geplanten Lamarr-Projekt in der Wiener Mariahilfer Straße oder das Werftprojekt in Korneuburg aktiv, macht er sich jetzt als Kommunikationsberater selbständig.
Sein erster Auftraggeber: Der Immobiliendienstleister CBRE.
Eichin­ger hat sei­ne Be­rufs­lauf­bahn als Wirt­schafts­re­dak­teur mit Schwer­punkt Im­mo­bi­li­en bei der Ta­ges­zei­tung „Der Stan­dard“ be­gon­nen. Wei­te­re Sta­tio­nen als Pro­jekt­lei­ter ei­ner Wer­be­agen­tur und Chef­re­dak­teur beim Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin folg­ten. Da­nach prägt das Vorstandesmitglied der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) als Pressesprecher fast 15 Jahre den Außenauftritt der Bundesimmobiliengesellschaft.
Seinem langjährigen dortigen Chef Christoph Stadlhuber folgte er schließlich in die Signa. Der staatlich geprüfte Immobilientreuhänder, EU Taxonomy Advisor und Botschafter der ÖGNI hat die Studien Politikwissenschaft/Geschichte an der Uni Wien und einen MBA in General Management an der TU Wien abgeschlossen. Diverse Weiterbildungen wie ein Investor Relations Studiengang an der Frankfurt School of Finance and Management runden sein Know-how ab.

Ramona Koller ergänzt das Team

Neuzugang bei Reinberg & Partner

von Leon Protz

Koller.jpeg © Reinberg & Partner
Ab sofort ergänzt die 28-jährige Ramona Koller das Team von Reinberg & Partner. Ramona Koller erste Erfahrungen im Bankwesen gesammelt, bevor sie in die Bewertung gewechselt ist. Nach einigen Jahren mit der Bewertung von Sicherheiten hat sie anschließend bei einem Sachverständigen ihre ersten Erfahrungen mit Privatgutachten gemacht, die sie nun ins Bewerter:innen-Team von Reinberg & Partner einbringt.
Geschäftsführerin Isabella Reinberg: „Ramona beherrscht bereits die Klaviatur der Bewertung und ergänzt mit ihrer Erfahrung aus den Bankwesen unser Orchester an bestehenden Bewertern“.
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Digital

KI revolutioniert Hausverwaltungen

von Gerhard Rodler

Noah Reis ist GF von Cambioo.ai. © Noah Reis
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Immobilienbranche. Mit dem österreichischen StartUp Cambioo.ai ist nun ein auf Künstliche Intelligenz ausgerichtetes Unternehmen am Start, das sich auf die Immobilienbranche spezialisiert hat und dabei vor allem auch sprachgesteuerte KI-Modelle bereits in der Praxis einsetzt. Im Bereich der Hausverwaltung vereinfacht der Einsatz von KI die Kommunikationsprozesse zwischen Mieter:innen, Verwaltung und Dienstleister:innen. Noah Reis, Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens Cambioo.ai: “Unsere KI-Telefonisten bearbeiten Standardanfragen von Miteigentümer:innen oder Mieter:innen und können sogar Routinefragen autonom beantworten. Natürlich alles rund um die Uhr an allen sieben Tagen der Woche.” Überdies können sogar Reparaturanfragen autonom bearbeitet und an die zuständigen Fachkräfte weitergeleitet werden. Dies verringert den manuellen Aufwand beträchtlich und verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit auf Mieteranfragen.
„Künstliche Intelligenz steht rund um die Uhr zur Verfügung, interagiert stets freundlich mit den Kund:innen und überzeugt durch äußerste Präzision in der Informationsvermittlung. Durch die Automatisierung routinemäßiger Aufgaben können Mitarbeiter sich auf strategisch bedeutende Tätigkeiten konzentrieren, was die Effizienz erheblich steigert.“ Ähnliche Modelle entwickelte Cambioo.ai für das Immobilienmaklergeschäft. So können beispielsweise Besichtigungstermine automatisiert vereinbart werden. Darüber hinaus können Exposés und andere Dokumente nach dem Telefonat automatisch versendet werden. Diese Automatisierungen ermöglichen Makler:innen, sich stärker auf die persönliche Betreuung und Beratung ihrer Kund:innen zu konzentrieren, während Routineaufgaben effizient durch die KI erledigt werden.

Digital

Risiken und Chancen durch KI-Hype

von Stefan Posch

72 Prozent der Verbraucher:innen sind über den Missbrauch der GenAI-Technologie besorgt. © Adobe Stock
Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung bergen erhebliche soziale Risiken. Eine aktuelle Studie des Capgemini Research Institute ergab, dass 72 Prozent der Verbraucher:innen über den Missbrauch der GenAI-Technologie besorgt sind. Laut dem AI Incidents Monitor (AIM) der OECD-Beobachtungsstelle für KI- Strategien sind die Fälle dieser Risiken seit Anfang 2023 sprunghaft angestiegen.
Laut Deepshikha Singh, Head of Stewardship, Crédit Mutuel Asset Management, gibt es für Investor:innen keine Patentlösung, um die vielschichtigen Risiken anzugehen, die durch die rasche Einführung von KI und GenAI in den letzten zwei Jahren entstanden sind. Am wirksamsten sind Instrumente für Engagement und Steuerung. Die Investor:innen erwarten von den Unternehmen (sowohl von den Entwickler:innen als auch den Betreibern), dass sie im gesamten Unternehmen verantwortungsvolle KI-Verfahren anwenden, um sich vor den sozialen und ökologischen Risiken zu schützen, die KI mit sich bringt. Unternehmen müssen klare Grundsätze für die Anwendung von KI aufstellen und Leitplanken festlegen, um eine sichere Implementierung zu gewährleisten und insbesondere Voreingenommenheit, Diskriminierung, Fehlinformationen und die Verletzung der Privatsphäre zu vermeiden", erklärt Singh. Während sich einige Umweltauswirkungen wie der Energieverbrauch der Endnutzer und die Energieeffizienz von Rechenzentren mit der allgemeinen Dekarbonisierung des Stromnetzes ändern können, seien Investor:innen zunehmend darauf bedacht, dass der Technologiesektor seine Klimaziele erreicht. Sowohl Entwickler:innen als auch Anwender:innen von KI werden erheblich in den Aufbau zusätzlicher erneuerbarer Energie investieren müssen.
Auch Regulierung kann laut Singh helfen. Der im letzten Monat offiziell verabschiedete EU AI Act ist ein gutes risikobasiertes Rahmenwerk, um die verantwortungsvolle KI-Governance und die Risikomanagementsysteme eines Unternehmens zu bewerten und zu analysieren. Darüber hinaus wurden in den letzten sechs Monaten mehrere Instrumentarien für Engagement veröffentlicht, wie z. B. das WEF Responsible AI playbook for Investors (Juni 2024), RIA Australasia’s AI and Human Rights Investor Toolkit und AI: An engagement Guide by ICGN (März 2024), die Investor:innen bei der Entwicklung eines robusten Rahmens für verantwortungsvolles Engagement im Bereich KI unterstützen können.
"In der Asset-Management-Branche können KI-Modelle zur Entwicklung innovativer quantitativer Anlagestrategien und Risikomanagementverfahren sowie zur Steigerung der Portfoliorendite eingesetzt werden. Laut einer Harvard-Studiekann KI zur Beschleunigung von Finanzanalysen beitragen, z. B. beim Lesen von Tausenden von Seiten an Daten, um die Gewinne und die künftige Entwicklung eines Unternehmens zu analysieren", so Singh. Darüber hinaus können riesige Datensätze analysiert werden, um Informationen zu finden, die Menschen entweder nicht erkennen können oder für die sie keine Zeit haben. La Francaise Systematic Asset Management, eine Asset-Management-Gesellschaft der La Française Gruppe (der Holdinggesellschaft des Asset-Management-Geschäftsbereichs der Credit Mutuel Alliance Fédérale), hat ein System zur Integration komplexer nichtlinearer Beziehungen und Interaktionen in Finanzdaten entwickelt. "Das System nutzt modernste Modelle des maschinellen Lernens und kombiniert sie mit traditionellen, bewährten Verhaltensmodellen, um endogene Schocks frühzeitig zu erkennen, indem es dynamisch auf das sich verändernde Marktumfeld reagiert. Die gleichen Prinzipien lassen sich auch auf die Nachhaltigkeitsanalyse anwenden, wo KI-Instrumente eingesetzt werden, um Risiken schneller und effektiver zu erfassen. Bei Crédit Mutuel Asset Management nutzen wir Datenquellen von Drittanbietern, die manchmal durch KI-Tools unterstützt werden, um unsere interne ESG-Analyse sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern. KI-basierte Tools haben sich als sehr effektiv erwiesen, wenn man Kontroversen und Fehler in der Unternehmensführung von überall auf der Welt erfassen will, die für menschliche Analysten unmöglich zu verfolgen sind", so Singh.
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