Dornaus soll Weiss bei BIG nachfolgen

Die finale Entscheidung um die BIG-GF fällt bis Ende Juni

von Elisabeth K. Fürst

Christine Dornaus  © Wiener Städtische Christine Dornaus © Wiener Städtische
Laut immoflash-Informationen könnte Christine Dornaus, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen, das Rennen um die Nachfolge von Hans-Peter Weiss bei der BIG gemacht haben. ÖBAG und BIG bestätigen auf immoflash-Anfrage aktuell die finale Wahl noch nicht. Das Auswahlverfahren soll aber noch im Juni beendet werden. Im Mai übernahm Gerald Beck die Geschäftsführung der BIG und der ARE. Hans-Peter Weiss wird seine Geschäftsführung – wie im immoflash berichte - mit 1. Oktober 2024 beenden. Christine Dornaus ist seit insgesamt 15 Jahre im Vorstand der Wiener Städtischen Versicherung, Die 60jährige übergiebt laut Pressemeldung im April im Hinblick auf ihren geplanten Ruhestand ihrer Vorstandsfunktionen ab 1. Jänner 2025 an Sonja Raus und Gerald Weber.
Dornaus trat im Jahr 2000 in die Wiener Städtische ein und war von Beginn an als stellvertretende Leiterin im Bereich Beteiligungen und Darlehen tätig. Die gebürtige Wienerin studierte an der Wirtschaftsuniversität Wien Handelswissenschaften. Nach Abschluss ihres Doktoratsstudiums startete sie ihre Karriere 1989 im Bankenbereich in Brasilien. 1991 kehrte sie nach Wien zurück und setzte ihre Laufbahn beim Bankhaus Kathrein & Co fort, bei dem sie neun Jahre lang tätig war. Sie wirkte maßgeblich an der Neuausrichtung des Unternehmens mit und zeichnete ab 1996 als Mitglied des erweiterten Vorstands für das Ressort Private Banking für die Kundengruppe Unternehmer verantwortlich. Danach wechselte sie in die Invest Equity Beteiligungs AG, bei der sie den Bereich Controlling aufbaute. Bei der Wiener Städtischen startete die zweifache Mutter 2005 ihre Karriere als Leiterin des Bereichs Beteiligungen und Darlehen. Als Vorstandsdirektorin ist sie für die Veranlagung in den Asset Klassen Wertpapieren, Beteiligungen, Darlehen, Immobilien und liegenschaftsorientierte Beteiligungen, Servicecenter Inkasso und Zweigniederlassung Italien zuständig.
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IMMO FutureLab 2024

Zukunftsfähige Städte durch Innovation und Kooperation

von Leon Protz

https://youtube.com/watch?v=hpKqP08_hjc
Das IMMO FutureLab 2024 fand bereits zum siebten Mal im Reaktor Wien statt. Das diesjährige Motto lautet: „Future Foundations - Gemeinsam das Fundament für Kommunen und Städte der Zukunft legen“ Führende Köpfe aus den Bereichen Immobilienwirtschaft, Bau, Planung und Stadtentwicklung diskutieren innovative Lösungen und Strategien für nachhaltige urbane Lebensräume. Die Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um zukunftsorientiertes Denken in der Immobilienwirtschaft zu fördern, neue Themen aufzugreifen und den Teilnehmer:innen ein Forum zum Austausch zu bieten. Nachhaltiges Bauen und die Digitalisierung des Gebäudebestands sind Schlüsselfaktoren für zukunftsfähige Städte. Das diesjährige IMMO Future Lab brachte mit spannenden Keynotes, interessanten Diskussionen und Impulsen zu den Trends der Zukunft neue Perspektiven in die Immobilienbranche.
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Fachverband warnt vor Immobilienkrise

Teuerung, KIM, einbrechender Neubau und steigende Preise

von Leon Protz

Fachverbandsobmann Gerald Gollenz sieht eine schwere Krise für 2025 und will einen sofortigen Stop der KIM-V. © Philipp Lipiarski Fachverbandsobmann Gerald Gollenz sieht eine schwere Krise für 2025 und will einen sofortigen Stop der KIM-V. © Philipp Lipiarski
Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder warnt vor einer schwerwiegenden Krise. „Die Summe der negativen Effekte aus Teuerung, zu restriktiven Kreditvergaberichtlinien - Stichwort KIM-Verordnung - sowie der falschen Darstellung der Preisentwicklung wird den Immobilienmarkt ab 2025 auf den Kopf stellen und unsere Branche ebenso wie die Bauwirtschaft in eine schwere Krise führen”, warnt Gerald Gollenz, Obmann des Fachverbandes. Der Rückgang der Neubauleistung beträgt bereits heuer rund zehn Prozent, ab 2025 werden die Fertigstellungszahlen bundesweit um bis zu 80 Prozent einbrechen.
Für Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Wien (WKW) und stellvertretender WKÖ-Fachverbandsobmann, wird das künftig deutlich verknappte Angebot zu massiven Preissteigerungen im Neubaubereich führen. “Vielen ist nicht bewusst, dass damit die Preise auch ordentlich anziehen werden. Schon jetzt steht der Immobilienmarkt in vielen Segmenten still, beispielsweise bei unsanierten Wohnungen und Einfamilienhäusern in schlechten Lagen. Wer auf sinkende Neubaupreise hofft, liegt jedenfalls falsch. Hier wird es in Zukunft noch weiter nach oben gehen“. „Die Kreditvergaberichtlinie, die sogenannte KIM-Verordnung, greift massiv in den Immobilienmarkt ein. Die Hürden sind für viele aufgrund der Eigenkapitalquote und der Kreditrate besonders hoch. In Wahrheit führen die Auswirkungen der KIM-Verordnung in die Krise“, sagt Johannes Wild, ebenfalls stv. Fachverbandsobmann und Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder in Niederösterreich. Und weiter: „Es kaufen nur jene, die keinen Kredit brauchen. Das obere, teuerste Marktsegment wird weiter funktionieren. Im unsanierten Bereich sinken die Preise zwar leicht, aber es wird nicht gekauft. Von der Notariatskammer wissen wir, dass Teuerung und hohe Zinsen in den letzten Jahren nicht zu mehr Notverkäufen oder Zwangsversteigerungen geführt haben. Die KIM-Verordnung verhindert aber derzeit, dass reguläre Notverkäufe zügig abgewickelt werden können.” “Unser Land steht vor der schwersten Krise am Wohnbau- und Wohnsanierungsmarkt mit gravierenden Auswirkungen auf viele Unternehmen und zigtausende Arbeitsplätze. Wir sprechen hiermit eine ernste Warnung aus. Rasches Gegensteuern, etwa durch gesetzliche Sofortmaßnahmen, ist notwendig. Ein entsprechender Maßnahmenkatalog wird von uns im Juli vorgelegt. Der sofortige Stop der KIM-Verordnung wäre zumindest ein positiver Anfang“, so Fachverbandsobmann Gerald Gollenz abschließend.
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Lange Vermarktung für Kaufimmobilien

2024 vermittelte Immobilien durchschnittlich 168 Tage in Vermarktung

von Leon Protz

Vermittlungszeiträume im Durchschnitt bei Kaufimmobilien  © Sreal Vermittlungszeiträume im Durchschnitt bei Kaufimmobilien © Sreal
Der österreichische Immobilienmarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Nachfrage nach Kaufimmobilien ist gesunken, was zu verlängerten Vermittlungszeiträumen führte. Immobilien, die zwischen Juli 2021 und Juni 2022 auf den Markt kamen, benötigten durchschnittlich 2,5 Monate (88 Tage) bis zum Verkauf. Ein Jahr später stieg dieser Zeitraum auf durchschnittlich vier Monate (121 Tage) an. Immobilien, die 2024 vermittelt wurden, waren davor durchschnittlich sogar 5,5 Monate (168 Tage) in Vermarktung. Zu diesem Ergebnis kommt s Real-Immobilien durch eine Auswertung von über 3.200 Immobilienvermittlungen. „Die Vermarktungszeiträume für Kaufimmobilien haben sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Das liegt einerseits an der gesunkenen Nachfrage aufgrund der erschwerten Leistbarkeit, aber auch am gestiegenen Angebot an Gebrauchtimmobilien“, so Martina Hirsch, Geschäftsführerin s Real-Immobilien. Gerade Immobilien, die den Anspruch an Nachhaltigkeitskriterien nicht erfüllen, sei es seitens Energiekennzahl oder veralteter Heizsysteme, benötigen meist noch länger, bis eine passende Käufer:in gefunden wird. Wenn der gewünschte Verkaufspreis zudem noch hoch angesetzt ist, wirkt sich das zusätzlich auf die Vermarktungszeit aus. Besteht aufgrund zu hoher Preisvorstellungen die Notwendigkeit einer Angebotspreiskorrektur, muss die Makler:in dies der Verkäuferseite offen darlegen und anhand des Vermarktungsablaufs nachvollziehbar veranschaulichen. „Für viele Verkäufer:innen ist die Vermarktungszeit ein Geduldspiel geworden. my-sreal.at setzt hier an und ermöglicht schneller auf Kund:innenwünsche zu reagieren. Markler:innen müssen Verkäufer:innen heute über einen längeren Zeitraum transparent auf dem Laufenden halten. Die Digitalisierung bietet hier Chancen. Wir können den gesamten Kaufprozess digital abbilden“, so Hirsch. s REAL Immobilien setzt als Antwort auf die veränderten Marktbedingungen auf die digitale Lösung in Form des Kundenportals my-sreal.at. Gerade bei längeren Vermittlungszeiträumen können Verkäufer:innen hier die Entwicklung am Markt und die Maßnahmen ihrer Makler:in einsehen. Anstatt eines wöchentlichen Maklerupdates in Form eines Anrufs oder einer E-Mail, bietet das Portal die Möglichkeit 24/7 einzusteigen und tagesaktuell zu sehen, wie viele Interessent:innen das Immobilieninserat angeklickt haben, wann die letzte Besichtigung stattgefunden hat und welches Feedback es von Interessentenseite gab. Jede Aktivität der Makler:in wird dokumentiert und transparent abrufbar gemacht, sei es das Aufstellen eines Verkaufsschildes, die Bewerbung der Immobilie auf einer Immobilienmesse oder in einem Printmagazin, durchgeführte Behördenwege oder die Aktualisierung der Kaufunterlagen. „Kund:innen sind bei Dienstleistungen gewohnt, Informationen 24/7 digital abrufen zu können.“, so Hirsch. „Gerade bei längeren Vermarktungszeiträumen können Verkäufer:innen den Aufwand und die Aktivitäten der Makler:in besser nachvollziehen. Interessentenfeedback wird unmittelbar abrufbar gemacht. Die positiven Reaktionen unserer Kund:innen zeigen, dass wir mit unserem Portal genau dort sind, so wir sein müssen.“   
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KIM-V Novelle in Kraft

Einheitliches Ausnahmekontingent von 20 Prozent

von Elisabeth K. Fürst

Das Eigenheim bleibt trotz Novelle für die meisten in weiter Ferne.  ©  Adobe Stock Das Eigenheim bleibt trotz Novelle für die meisten in weiter Ferne. © Adobe Stock
Mit der heute erfolgten Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist eine von der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) nach einem öffentlichen Begutachtungsverfahren erlassene Novelle zur „Kreditinstitute-   Immobilienfinanzierungsmaßnahmen -Verordnung (KIM-VO)“ in Rechtskraft getreten. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn während es für die FMA eine Begrenzung der "systemischen Risiken für die Finanzmarktstabilität bei Fremdkapitalfinanzierungen von Wohnimmobilien" ist, kracht es in der Immobilien- und Baubranche weiter gewaltig und im Endeffekt werden eben jene Kreditnehmer:innen, die damit geschützt werden sollten, ein massives und vor allem bereits klar sichtbares Wohnproblem bekommen. 
In der aktuellen Novelle werden die bisher vier kennzahlenspezifischen Ausnahmekontingente auf ein einziges institutsspezifisches Ausnahmenkontingent in Höhe von 20 Prozent des Neukreditvolumens zusammengefasst. Die FMA folgt damit einer Empfehlung des österreichischen Finanzmarkstabilitätsgremiums FMSG die im März beschlossen hat, zur „Erleichterung in der Administration der Ausnahmekontingente“, diese Vereinfachung zu den von ihm gemachten Vorgaben anzuordnen. „Die nachhaltige Kreditvergabe gemäß den Kriterien der KIM-VO sollte aber der Normalfall bleiben“, so das FMSG in seiner Empfehlung. Die neue Regelung ist rechtlich verbindlich ab 1. Juli 2024 auf neu vereinbarte private Wohnimmobilienfinanzierungen anwendbar.
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IMMOunited2GO startet Free Version

Werbespot mit Ralf Rangnick und Marko Arnautović

von Leon Protz

Rangnick, Arnautović und Roland Schmid © Jana Madzigon Rangnick, Arnautović und Roland Schmid © Jana Madzigon
IMMOunited bietet nun die „IMMOunited2GO“-App auch in einer kostenlosen Version an. Zeitgerecht zum Start der UEFA Euro 2024 präsentiert das Unternehmen dazu einen Werbespot mit ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick und Inter Mailand-Star Marko Arnautović. Die Fußballgrößen werden ab dem Start der Europameisterschaft im Free-TV sowie online zu sehen sein. Wie der Werbespot zeigt, richtet sich die IMMOunited2GO-App an alle, die sich für Immobilien interessieren. Das Grundbuch zum Mitnehmen bietet allen die Möglichkeit, unterwegs „vor-Ort-Informationen“ zu Eigentümer:innen, Kaufpreisen und Statistiken abzurufen.  Wie es dazu kam, die zwei Fußball-Lieblinge für die Kampagne zu gewinnen, erklärt Eigentümer und Geschäftsführer von IMMOunited Roland Schmid folgendermaßen: „Wer mich kennt, weiß, dass mein Herz neben der Immobilienwirtschaft für den österreichischen Fußball schlägt. Daher gibt es für mich und mein Unternehmen IMMOunited zum Start der Euro keine besseren Protagonisten als unseren Teamchef Ralf Rangnick mit einem seiner Spieler Marko Arnautović. Ihr Mitwirken im Spot macht mich sehr stolz und zeigt, dass wir mit unseren Produkten auch in der Breite begeistern können, eben ganz wie unser Fußball-Nationalteam.“
Marko Arnautović: dazu „Mit unserem Teamchef und für Roland Schmid vor der Kamera zu stehen empfinde ich als große Ehre - und Spaß gemacht hat der Dreh obendrein!“ 
Ralf Rangnick sagt: „Ich habe die IMMOunited2GO-App gleich am Set getestet. Für ein spannendes Produkt macht es mir gleich doppelt Spaß vor der Kamera zu stehen. Wenn dann noch ein Spieler aus meinem Team dabei ist, freut mich das besonders.“
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Hochhaus ONE jetzt mit DGNB Diamant

Der rund 190 Meter hohe ONE wurde im Herbst 2022 eröffnet

von Leon Protz

Hotelhochhaus ONE jetzt mit DGNB Diamant © Klaus Helbig Hotelhochhaus ONE jetzt mit DGNB Diamant © Klaus Helbig
Das von der CA Immo entwickelte Frankfurter Büro- und Hotelhochhaus ONE von Meurer Architektur + Stadtplanung wurde nun von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen als erstes Hochhaus weltweit mit der Auszeichnung DGNB Diamant für seine hervorragende Architektur und städtebauliche Einbindung ausgezeichnet. Zuvor hatte das Gebäude bereits von der DGNB die höchste Zertifizierungsstufe in Platin für seine vorbildliche Nachhaltigkeit erhalten. Der rund 190 Meter hohe ONE wurde im Herbst 2022 eröffnet und ist fast vollständig vermietet.
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Spatenstich in Donaustadt

Verbandsweg 43-45 von Decus vermarktet

von Leon Protz

Spatenstich in Donaustadt © Decus Immobilien Spatenstich in Donaustadt © Decus Immobilien
Am Verbandsweg 43-45 im 22. Wiener Gemeindebezirk wurde kürzlich der erste Spatenstich für neue Mietwohnungen durchgeführt. Der Wohnbau wird mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe samt Photovoltaikanlage beheizt und ist mit Freiflächen ausgestattet. Architektin Gerda Eisler plante geräumige Familienwohnungen, die lichtdurchlässig und mit diversen Spielereien ausgestattet sind. Eine eigene Tiefgarage wird gebaut. Die Bautätigkeiten werden von Rader Bau durchgeführt und exklusiv von Decus Immobilien vermarktet.
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AEW baut Management um

Ofschonka übernimmt Deutschland-Leitung

von Gerhard Rodler

Christina Ofschonka © AEW Christina Ofschonka © AEW
Christina Ofschonka hat jetzt auch offiziell ihre Tätigkeit als Leiterin Deutschland und CEE bei AEW, einem globalen Investment- und Vermögensverwalter, aufgenommen, nachdem im Oktober letzten Jahres angekündigt wurde, dass sie die Nachfolge von Stephan Boenning antreten wird.
AEW ist in Deutschland in allen wichtigen Immobilientypen und Risikoprofilen aktiv, von Core bis Value Add, und hat in den letzten fünf Jahren ein starkes Wachstum in Deutschland verzeichnet, wobei sich der Umfang des Geschäfts verdreifacht hat. AEW verwaltet 8,5 Milliarden Euro an Vermögenswerten und Vehikeln in ganz Deutschland, mit drei Büros und 59 Fachleuten, die von Düsseldorf, Frankfurt und München aus tätig sind.
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Teuerung, KIM, einbrechender Neubau und steigende Preise

Fachverband warnt vor Immobilienkrise

von Leon Protz

Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder warnt vor einer schwerwiegenden Krise. „Die Summe der negativen Effekte aus Teuerung, zu restriktiven Kreditvergaberichtlinien - Stichwort KIM-Verordnung - sowie der falschen Darstellung der Preisentwicklung wird den Immobilienmarkt ab 2025 auf den Kopf stellen und unsere Branche ebenso wie die Bauwirtschaft in eine schwere Krise führen”, warnt Gerald Gollenz, Obmann des Fachverbandes. Der Rückgang der Neubauleistung beträgt bereits heuer rund zehn Prozent, ab 2025 werden die Fertigstellungszahlen bundesweit um bis zu 80 Prozent einbrechen.
Für Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Wien (WKW) und stellvertretender WKÖ-Fachverbandsobmann, wird das künftig deutlich verknappte Angebot zu massiven Preissteigerungen im Neubaubereich führen. “Vielen ist nicht bewusst, dass damit die Preise auch ordentlich anziehen werden. Schon jetzt steht der Immobilienmarkt in vielen Segmenten still, beispielsweise bei unsanierten Wohnungen und Einfamilienhäusern in schlechten Lagen. Wer auf sinkende Neubaupreise hofft, liegt jedenfalls falsch. Hier wird es in Zukunft noch weiter nach oben gehen“. „Die Kreditvergaberichtlinie, die sogenannte KIM-Verordnung, greift massiv in den Immobilienmarkt ein. Die Hürden sind für viele aufgrund der Eigenkapitalquote und der Kreditrate besonders hoch. In Wahrheit führen die Auswirkungen der KIM-Verordnung in die Krise“, sagt Johannes Wild, ebenfalls stv. Fachverbandsobmann und Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder in Niederösterreich. Und weiter: „Es kaufen nur jene, die keinen Kredit brauchen. Das obere, teuerste Marktsegment wird weiter funktionieren. Im unsanierten Bereich sinken die Preise zwar leicht, aber es wird nicht gekauft. Von der Notariatskammer wissen wir, dass Teuerung und hohe Zinsen in den letzten Jahren nicht zu mehr Notverkäufen oder Zwangsversteigerungen geführt haben. Die KIM-Verordnung verhindert aber derzeit, dass reguläre Notverkäufe zügig abgewickelt werden können.” “Unser Land steht vor der schwersten Krise am Wohnbau- und Wohnsanierungsmarkt mit gravierenden Auswirkungen auf viele Unternehmen und zigtausende Arbeitsplätze. Wir sprechen hiermit eine ernste Warnung aus. Rasches Gegensteuern, etwa durch gesetzliche Sofortmaßnahmen, ist notwendig. Ein entsprechender Maßnahmenkatalog wird von uns im Juli vorgelegt. Der sofortige Stop der KIM-Verordnung wäre zumindest ein positiver Anfang“, so Fachverbandsobmann Gerald Gollenz abschließend.

2024 vermittelte Immobilien durchschnittlich 168 Tage in Vermarktung

Lange Vermarktung für Kaufimmobilien

von Leon Protz

Vermittlungszeiträume im Durchschnitt bei Kaufimmobilien © Sreal
Der österreichische Immobilienmarkt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Nachfrage nach Kaufimmobilien ist gesunken, was zu verlängerten Vermittlungszeiträumen führte. Immobilien, die zwischen Juli 2021 und Juni 2022 auf den Markt kamen, benötigten durchschnittlich 2,5 Monate (88 Tage) bis zum Verkauf. Ein Jahr später stieg dieser Zeitraum auf durchschnittlich vier Monate (121 Tage) an. Immobilien, die 2024 vermittelt wurden, waren davor durchschnittlich sogar 5,5 Monate (168 Tage) in Vermarktung. Zu diesem Ergebnis kommt s Real-Immobilien durch eine Auswertung von über 3.200 Immobilienvermittlungen. „Die Vermarktungszeiträume für Kaufimmobilien haben sich innerhalb von zwei Jahren verdoppelt. Das liegt einerseits an der gesunkenen Nachfrage aufgrund der erschwerten Leistbarkeit, aber auch am gestiegenen Angebot an Gebrauchtimmobilien“, so Martina Hirsch, Geschäftsführerin s Real-Immobilien. Gerade Immobilien, die den Anspruch an Nachhaltigkeitskriterien nicht erfüllen, sei es seitens Energiekennzahl oder veralteter Heizsysteme, benötigen meist noch länger, bis eine passende Käufer:in gefunden wird. Wenn der gewünschte Verkaufspreis zudem noch hoch angesetzt ist, wirkt sich das zusätzlich auf die Vermarktungszeit aus. Besteht aufgrund zu hoher Preisvorstellungen die Notwendigkeit einer Angebotspreiskorrektur, muss die Makler:in dies der Verkäuferseite offen darlegen und anhand des Vermarktungsablaufs nachvollziehbar veranschaulichen. „Für viele Verkäufer:innen ist die Vermarktungszeit ein Geduldspiel geworden. my-sreal.at setzt hier an und ermöglicht schneller auf Kund:innenwünsche zu reagieren. Markler:innen müssen Verkäufer:innen heute über einen längeren Zeitraum transparent auf dem Laufenden halten. Die Digitalisierung bietet hier Chancen. Wir können den gesamten Kaufprozess digital abbilden“, so Hirsch. s REAL Immobilien setzt als Antwort auf die veränderten Marktbedingungen auf die digitale Lösung in Form des Kundenportals my-sreal.at. Gerade bei längeren Vermittlungszeiträumen können Verkäufer:innen hier die Entwicklung am Markt und die Maßnahmen ihrer Makler:in einsehen. Anstatt eines wöchentlichen Maklerupdates in Form eines Anrufs oder einer E-Mail, bietet das Portal die Möglichkeit 24/7 einzusteigen und tagesaktuell zu sehen, wie viele Interessent:innen das Immobilieninserat angeklickt haben, wann die letzte Besichtigung stattgefunden hat und welches Feedback es von Interessentenseite gab. Jede Aktivität der Makler:in wird dokumentiert und transparent abrufbar gemacht, sei es das Aufstellen eines Verkaufsschildes, die Bewerbung der Immobilie auf einer Immobilienmesse oder in einem Printmagazin, durchgeführte Behördenwege oder die Aktualisierung der Kaufunterlagen. „Kund:innen sind bei Dienstleistungen gewohnt, Informationen 24/7 digital abrufen zu können.“, so Hirsch. „Gerade bei längeren Vermarktungszeiträumen können Verkäufer:innen den Aufwand und die Aktivitäten der Makler:in besser nachvollziehen. Interessentenfeedback wird unmittelbar abrufbar gemacht. Die positiven Reaktionen unserer Kund:innen zeigen, dass wir mit unserem Portal genau dort sind, so wir sein müssen.“   
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Einheitliches Ausnahmekontingent von 20 Prozent

KIM-V Novelle in Kraft

von Elisabeth K. Fürst

Das Eigenheim bleibt trotz Novelle für die meisten in weiter Ferne. © Adobe Stock
Mit der heute erfolgten Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist eine von der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) nach einem öffentlichen Begutachtungsverfahren erlassene Novelle zur „Kreditinstitute-   Immobilienfinanzierungsmaßnahmen -Verordnung (KIM-VO)“ in Rechtskraft getreten. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn während es für die FMA eine Begrenzung der "systemischen Risiken für die Finanzmarktstabilität bei Fremdkapitalfinanzierungen von Wohnimmobilien" ist, kracht es in der Immobilien- und Baubranche weiter gewaltig und im Endeffekt werden eben jene Kreditnehmer:innen, die damit geschützt werden sollten, ein massives und vor allem bereits klar sichtbares Wohnproblem bekommen. 
In der aktuellen Novelle werden die bisher vier kennzahlenspezifischen Ausnahmekontingente auf ein einziges institutsspezifisches Ausnahmenkontingent in Höhe von 20 Prozent des Neukreditvolumens zusammengefasst. Die FMA folgt damit einer Empfehlung des österreichischen Finanzmarkstabilitätsgremiums FMSG die im März beschlossen hat, zur „Erleichterung in der Administration der Ausnahmekontingente“, diese Vereinfachung zu den von ihm gemachten Vorgaben anzuordnen. „Die nachhaltige Kreditvergabe gemäß den Kriterien der KIM-VO sollte aber der Normalfall bleiben“, so das FMSG in seiner Empfehlung. Die neue Regelung ist rechtlich verbindlich ab 1. Juli 2024 auf neu vereinbarte private Wohnimmobilienfinanzierungen anwendbar.

Werbespot mit Ralf Rangnick und Marko Arnautović

IMMOunited2GO startet Free Version

von Leon Protz

Rangnick, Arnautović und Roland Schmid © Jana Madzigon
IMMOunited bietet nun die „IMMOunited2GO“-App auch in einer kostenlosen Version an. Zeitgerecht zum Start der UEFA Euro 2024 präsentiert das Unternehmen dazu einen Werbespot mit ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick und Inter Mailand-Star Marko Arnautović. Die Fußballgrößen werden ab dem Start der Europameisterschaft im Free-TV sowie online zu sehen sein. Wie der Werbespot zeigt, richtet sich die IMMOunited2GO-App an alle, die sich für Immobilien interessieren. Das Grundbuch zum Mitnehmen bietet allen die Möglichkeit, unterwegs „vor-Ort-Informationen“ zu Eigentümer:innen, Kaufpreisen und Statistiken abzurufen.  Wie es dazu kam, die zwei Fußball-Lieblinge für die Kampagne zu gewinnen, erklärt Eigentümer und Geschäftsführer von IMMOunited Roland Schmid folgendermaßen: „Wer mich kennt, weiß, dass mein Herz neben der Immobilienwirtschaft für den österreichischen Fußball schlägt. Daher gibt es für mich und mein Unternehmen IMMOunited zum Start der Euro keine besseren Protagonisten als unseren Teamchef Ralf Rangnick mit einem seiner Spieler Marko Arnautović. Ihr Mitwirken im Spot macht mich sehr stolz und zeigt, dass wir mit unseren Produkten auch in der Breite begeistern können, eben ganz wie unser Fußball-Nationalteam.“
Marko Arnautović: dazu „Mit unserem Teamchef und für Roland Schmid vor der Kamera zu stehen empfinde ich als große Ehre - und Spaß gemacht hat der Dreh obendrein!“ 
Ralf Rangnick sagt: „Ich habe die IMMOunited2GO-App gleich am Set getestet. Für ein spannendes Produkt macht es mir gleich doppelt Spaß vor der Kamera zu stehen. Wenn dann noch ein Spieler aus meinem Team dabei ist, freut mich das besonders.“
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Der rund 190 Meter hohe ONE wurde im Herbst 2022 eröffnet

Hochhaus ONE jetzt mit DGNB Diamant

von Leon Protz

Das von der CA Immo entwickelte Frankfurter Büro- und Hotelhochhaus ONE von Meurer Architektur + Stadtplanung wurde nun von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen als erstes Hochhaus weltweit mit der Auszeichnung DGNB Diamant für seine hervorragende Architektur und städtebauliche Einbindung ausgezeichnet. Zuvor hatte das Gebäude bereits von der DGNB die höchste Zertifizierungsstufe in Platin für seine vorbildliche Nachhaltigkeit erhalten. Der rund 190 Meter hohe ONE wurde im Herbst 2022 eröffnet und ist fast vollständig vermietet.
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Verbandsweg 43-45 von Decus vermarktet

Spatenstich in Donaustadt

von Leon Protz

Am Verbandsweg 43-45 im 22. Wiener Gemeindebezirk wurde kürzlich der erste Spatenstich für neue Mietwohnungen durchgeführt. Der Wohnbau wird mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe samt Photovoltaikanlage beheizt und ist mit Freiflächen ausgestattet. Architektin Gerda Eisler plante geräumige Familienwohnungen, die lichtdurchlässig und mit diversen Spielereien ausgestattet sind. Eine eigene Tiefgarage wird gebaut. Die Bautätigkeiten werden von Rader Bau durchgeführt und exklusiv von Decus Immobilien vermarktet.
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Ofschonka übernimmt Deutschland-Leitung

AEW baut Management um

von Gerhard Rodler

Christina Ofschonka hat jetzt auch offiziell ihre Tätigkeit als Leiterin Deutschland und CEE bei AEW, einem globalen Investment- und Vermögensverwalter, aufgenommen, nachdem im Oktober letzten Jahres angekündigt wurde, dass sie die Nachfolge von Stephan Boenning antreten wird.
AEW ist in Deutschland in allen wichtigen Immobilientypen und Risikoprofilen aktiv, von Core bis Value Add, und hat in den letzten fünf Jahren ein starkes Wachstum in Deutschland verzeichnet, wobei sich der Umfang des Geschäfts verdreifacht hat. AEW verwaltet 8,5 Milliarden Euro an Vermögenswerten und Vehikeln in ganz Deutschland, mit drei Büros und 59 Fachleuten, die von Düsseldorf, Frankfurt und München aus tätig sind.
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