Mehr Nachfrage als Angebot

Nur Zinshäuser und Gebäude am See legen zu

von Elisabeth K. Fürst

Nach einer jahrzehntelangen Phase ungebrochenen Wachstums hat sich der Immobilienmarkt in Österreich wieder normalisiert. Laut aktuellem Re/Max-ImmoSpiegel 2022, der von Re/Max Research und ImmoUnited erstellt wurde, gab es 2022 eine Korrektur um 10,3 Prozent auf 146.526 Einheiten. "Der Immobilienmarkt 2022 war zweigeteilt. Das sehr knappe Angebot und die sehr hohe Nachfrage nach Immobilien führte im ersten Halbjahr zu steigenden Preisen und zu einem leichten Rückgang bei den Verbücherungszahlen." erklärt Bernhard Reikersdorfer, Managing Director von Re/Max Austria. "Das zweite Halbjahr war hingegen gekennzeichnet vom steigenden Zinsniveau, den strengeren Kreditvergaberichtlinien, der hohen Inflation und der allgemeinen Verunsicherung. Dies führte zu einer spürbar niedrigeren Nachfrage, einem deutlich höheren Angebot und zu einem Abflachen der Preiskurve. Die Anzahl der Immobilienverkäufe ging im Jahresvergleich deutlich zurück. Aufgrund der derzeit vorherrschenden Rahmenbedingungen ist auch im Jahr 2023 mit einem weiteren Rückgang bei den Immobilienverkäufen zu rechnen", führt er weiter aus. Generell gehen die Mengen von Wohnungen, Grundstücke, Gebäude, PKW-Abstellplätze, Einfamilienhäuser nach unten. Mehrfamilienhäuser, Grundstücke, Bürogebäude, Dachgeschoßwohnungen und Wohnungen liegen mit jeweils mehr als minus 100 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Nur Zinshäuser und Gebäude am See legen gegen den Trend wertmäßig deutlich zu und retten die Umsatzstatistik.
In Gesamtösterreich verzeichnete Re/Max einen Rückgang der Immobilien-Verbücherungen um -10,3 Prozent auf 146.526 Stück. Der verbücherte Verkaufswert stieg um +1,9 Prozent auf 44,0 Milliarden Euro.
In den Bundesländern waren Kärnten, Oberösterreich, Burgenland, Wien - Wien hatte einen Immobilien-Verkaufswert von 13,3 Milliarden Euro - und Salzburg wertmäßig im Plus; Niederösterreich, Steiermark und Vorarlberg leicht im Minus und Tirol spürbar negativ. Die Top-Bezirke in Wien waren nach ihrem Verkaufswert: Donaustadt (1,758 Millionen Euro), Döbling (919 Millionen Euro), Leopoldstadt (908 Millionen Euro), Penzing (815 Millionen Euro) und Landstraße mit 753 Millionen Euro. Die stärkste Landbezirke nach Verkaufswert waren Kitzbühel (1,294 Milliarden Euro), Mödling (964 Millionen Euro), Salzburg-Umgebung (964 Millionen Euro), Bregenz (879 Millionen Euro), Innsbruck-Land (862 Millionen Euro); Baden (839 Millionen Euro), Linz-Land (818 Millionen Euro), Feldkirch (756 Millionen Euro), Graz-Umgebung (702 Millionen Euro), Villach (Stadt + Land mit 641 Millionen Euro).

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Baukosten steigen weiter

5,3 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats

von Leon Protz

Baukosten stiegen nochmals © AdobeStockBaukosten stiegen nochmals © AdobeStock

Im Februar 2023 lagen die Baukosten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Statistik Austria um 5,3 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Die Kosten im Straßenbau stiegen innerhalb eines Jahres um 10,4 Prozent, im Brückenbau um 3,6 Prozent und im Siedlungswasserbau um 7,9 Prozent. Im Februar 2023 lag der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau bei 121,9 Indexpunkten. Verglichen mit Februar 2022 entspricht das einem Anstieg von 5,3 Prozent, gegenüber dem Vormonat Jänner 2023 einem Anstieg von 0,2 Prozent. Auch in sämtlichen Tiefbausparten stiegen die Kosten im Vergleich zu Februar 2022. Der Index für den Straßenbau erreichte 127,1 Punkte und lag damit um 10,4 Prozent über dem Wert von Februar 2022 (gleiches Niveau im Vergleich zu Jänner 2023). Der Brückenbau hielt bei 123,8 Indexpunkten, die Kosten stiegen im Jahresabstand somit um 3,6 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich der Index um 0,1 Prozent. Die Kosten für den Siedlungswasserbau (123,0 Punkte) stiegen gegenüber Februar 2022 um 7,9 Prozent. Gegenüber Jänner 2023 stieg der Index um 0,2 Prozent.
Einen wesentlichen Anstieg im Vergleich zum Februar 2022 gab es bei den Transportkosten, was sich auf
alle Bausparten auswirkte. Im Wohnhaus- und Siedlungsbau waren darüber hinaus die Warengruppen Polystyrol, Schaumstoffplatten sowie Fertigputz, -estrich und Fliesenkleber beträchtliche Kostentreiber. Die Warengruppen bituminöses Mischgut sowie Diesel, Treibstoffe verzeichneten ebenfalls deutliche Kostenanstiege gegenüber dem Vorjahresmonat, was sich vor allem auf die Tiefbausparten, insbesondere den Straßenbau, auswirkte. Zudem gab es in den Warengruppen Gusseisenwaren und -rohre, Kunststoffrohre sowie Betonrohre starke Kostenanstiege, was vor allem den Siedlungswasserbau beeinflusste.

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SVB-Bank ist nicht Lehman

Keine Angst vor Krise wie 2007/08

von Gerhard Rodler aus Cannes

Am vergangenen Freitag wurde die Silicon Valley Bank (SVB) von der FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation, dem amerikanischen Einlagensicherungsfonds) übernommen, nachdem eine Welle von Einlagenabflüssen zu verzeichnen war. Manche an den Finanzmärkten betrachteten das Ereignis als mögliches Systemrisiko für den US- und den globalen Bankensektor. Tatsächlich wurde dieses Ereignis auch hier in Cannes auf der MIPIM aufmerksam verfolgt. Vergleiche zur Lehman-Krise vor über eineinhalb Jahrzehnten wurden wach, zumal auch dieser Bankenzusammenbruch relativ zeitnah mit einer MIPIM zusammenfiel. Dennoch, so der mehrheitliche Tenor in Cannes, ist diesmal alles anders. Einerseits hatte die SVB eine völlig untypische Einlagenbasis, welche verlustreiche Notverkäufe nötig gemacht hatte. Andererseits ist die SVB-Bankenpleite nicht die Spitze des Eisberges, wie damals und schon gar nicht Ergebnis eines unseriösen Schacherns mit notleidenden Immobilienkrediten.
Allgemeine Aussage in den zurückliegenden eineinhalb Tagen: Eine Finanzkrise ist nicht in Sicht, die hohen Zinsen und steigende Eigenkapitalerfordernisse werden trotz der einen oder anderen Turbulenz zu einer sanften Ladung und damit Normalisierung des Marktes führen. Vor allem die 'alten Hasen' der Branche, welche derartige Konjunkturzyklen schon mehrfach erlebt hatten, sehen das Glas aktuell ganz klar 'halb voll mit Tendenz zu schon bald wieder ganz voll.'

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MIPIM - Tag 2

Sonniger als zuvor

von Stefan Posch und Gerhard Rodler aus Cannes

Die MIPIM lockert etwas auf. Es wird sonniger und auch das Gemüt entspannt sich. Aufgrund der aktuellen Situation ist jedoch den meisten klar, dass die Form der Casino-Mentalität der letzten Jahre vorerst ausgedient hat. All jene, die immer gut gerechnet haben und ausreichend Eigenkapital zurücklegen konnten, dürfen getrost in die Zukunft blicken.

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Branche unterstützt EHL Benefizkonzert

70.000 Euro für Sozialprojekt

von Anna Reiterer

Auch heuer unterstützte die Immobranche wieder mit einem Benefizkonzert ein soziales Projekt. Im großen Saal des Wiener Konzerthaus fand am Wochenende das EHL Benefizkonzert statt. Gesammelt wurden 70.000 Euro an Spenden für einen Hospiz-Neubau in Wien-Kalksburg. Das Konzertprogramm umfasste Rokoko-Variationen von Tschaikowsky und die 9. Sinfonie von Beethoven. Geleitet wurde das Orchester des EHL Benefizkonzerts von Emmanuel Tjeknavorian, einem weltbekannten Geiger. Prominente Unterstützung erhielt das Konzert durch Michael Ehlmaier, Geschäftsführer von EHL Immobilien, der an der Geige mitwirkt. Beim Benefizkonzert zugunsten dem Caritas Socialis Hospiz in Wien-Kalksburg wurden insgesamt Spenden von 70.000 Euro gesammelt.

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Office is back, Hotels im alten Glanz

Und zweigeteilter Retail-Markt

von Gerhard Rodler aus Cannes

Office is back, Hotels im alten Glanz © AdobeStockOffice is back, Hotels im alten Glanz © AdobeStock

Der Zins- und Ukraine-Krise getriebene Paradigmenwechsel bringt auch neue Chancen für spezielle Marktteilnehmer und eine Neubewertung aller Assetklassen mit sich. "Seit es die EHL gibt, haben wir bereits in zwei bis drei Krisen - je nach Sichtweise - unsere Kunden begleitet. Dass auch der letzte Boom irgendwann einmal zu Ende geht, wie jeder andere auch, war zu erwarten," sagt EHL-CEO Michael Ehlmaier am Rande eines Videodrehs mit immoflash.
Seit dem zweiten Halbjahr 2022 gab es europaweit einen deutlichen Transaktionsrückgang. Jetzt kommt aber absehbar wieder Bewegung auf den Markt. Es werden auf der MIPIM wieder verstärkt neue Geschäftsmöglichkeiten sondiert. "Das Umfeld ist zwar nach wie vor schwierig, aber mittlerweile werden die geänderten Rahmenbedingungen in die
Business-Pläne eingearbeitet und es beginnt sich ein neues Preisniveau abzuzeichnen. Derzeit ist allerdings die sowohl für Käufer- als auch für die Verkäuferseite akzeptable Schnittmenge noch nicht gefunden", erklärt Franz Pöltl, Geschäftsführer der EHL Investment Consulting.
Bürovermietungen sind dagegen jetzt wieder stark steigend, sagt Alexandra Bauer von EHL, denn Nachhaltigkeit und eine verstärkte Umsiedlungsbereitschaft aufgrund des wirtschaftlich volatilen Umfeldes seien hier echte Booster.
Stefan Wernhart verweist auch die Zweiteilung des Retailmarktes. Luxus und Diskonter seien stark nachgefragt mit steigender Tendenz.
Markus Mendel, Investmentexperte bei EHL, wiederum macht auf den interessanten Aspekt aufmerksam, dass Hotelinvestments in Richtung alten Glanzes unterwegs sind: "Die Hoteliers haben wir gute Auslastungen und wirtschaftliche Ergebnisse, das macht auch das Investmentprodukt Hotel wieder sehr interessant."
Am meisten Veränderungen unterworfen sind die Wohnimmobilien, so Karina Schunker, Geschäftsführerin der EHL Wohnen. "Aktuell sind zahlreiche Einflussfaktoren wie etwa die wirtschaftliche Belastung vieler Haushalte, die strengeren Finanzierungsvorschriften, neue Mobilitätsformen, geänderte Mieter- bzw. Käuferpräferenzen, Nachhaltigkeitsthemen etc. spürbar, die den Markt deutlich verändern. "
"Damit gewinnen das Know-How und die Vielzahl an Daten sowie Informationen, die Makler aus täglichen Kundenkontakten gewinnen, noch stärker an Bedeutung", so Schunker. "Dank zahlreicher innovativer Tools, die von vielen Proptechs angeboten werden, können wir unsere Daten in Zukunft noch besser nutzen und auswerten, um künftig unsere Kunden bei Projektkonzipierungen noch ausführlicher beraten und unterstützen zu können. Das steigert zugleich den späteren Vermarktungserfolg."

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Green Buildings auf Überholspur

Umsatz weiterhin auf Rekordkurs

von Gerhard Rodler aus Cannes

Vom Mauerblümchen zum Investmentstar: Das Investmentvolumen in zertifizierte Green Buildings ist 2022 in Deutschland mit ca. 11,2 Milliarden Euro weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Obwohl das Volumen damit, wie auch der Investmentmarkt insgesamt, absolut betrachtet im Vorjahresvergleich leicht rückläufig war, ist der relative Anteil der zertifizierten Assets am Investmentmarkt auf ein absolutes Rekordniveau von 30,6 Prozent gestiegen. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate, die im umfeld der MIPIM präserntiert wurde. Ganz generell ist das Thema ESG und Green Building in diesem Jahr in Cannes in echtes Hauptthema - vielleicht nicht unbedingt bei den Vorträgen, aber sehr wohl bei den Einzelgesprächen.
"In einer unübersichtlichen und verunsichernden Situation wird das Zertifikat als verlässliches Signal für ESG und Nachhaltigkeit wahrgenommen. ESG-Kriterien haben mit der neuen Regulatorik der Taxonomie- und der Offenlegungsverordnung der EU in einem kurzen Zeitraum einen sehr hohen Stellenwert im Asset Management und bei Investitionsentscheidungen erreicht", so Hermann Horster, Head of Sustainability von BNP Paribas Real Estate. "Allerdings lösen diese Verordnungen bei vielen noch eher Verunsicherung als Klarheit in Bezug auf zu erfüllende ESG-Anforderungen aus. Einige Fragen wurden mit einer Veröffentlichung aus Brüssel im Dezember 2022 beantwortet, vieles bleibt jedoch weiterhin offen." So wurde etwa die soziale Taxonomie im letzten Jahr im Entwurf erst vor- und dann zurückgestellt. Für die Einordnung und Anerkennung eines Publikumsfonds als Artikel-8- oder -9-Fonds fehlt nicht wenigen ein klarer Rahmen. Obwohl Zertifikate wie BREEAM, DGNB oder LEED mit den ESG-Kriterien der Taxonomie nicht kongruent sind, werden sie als ein wesentlicher Hinweis auf eine Berücksichtigung von ESG-Kriterien verstanden.
Erneut präsentierten sich auch im Jahr 2022 insbesondere die institutionellen Core-Anleger sehr aktiv im Marktsegment der Green Building-Investments. Während institutionelle Anleger 2021 zwischen 50 Prozent und 59 Prozent ihres Anlagevolumens in zertifizierte Green Buildings investiert hatten, betrug diese Quote 2022 über 60 Prozent. Bei Versicherungen belief sich der Anteil der Green Investments sogar auf über 72 Prozent.

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Noch weitere Zinsschritte in diesem Jahr

Branche sieht das aber relativ gelassen

von Gerhard Rodler aus Cannes

LBBW-Vorstand Thorsten Schönenberger glaubt das das Zinsniveau lange nicht mehr auf das Niveau der letzten Jahre gehen wird. (c) LBBWLBBW-Vorstand Thorsten Schönenberger glaubt das das Zinsniveau lange nicht mehr auf das Niveau der letzten Jahre gehen wird. (c) LBBW

Der Normalzustand auf der Zinsenfront, der seit einigen Monaten wieder eingetreten ist, dürfte auch die tatsächlich nun das langfristig neue Niveau sein und bleiben. LBBW-Bank Immobilienvorstand Thorsten Schönenberger ging bei einem im Vorfeld der MIPIM stattgefundenen Presseempfang davon aus, das Zinsniveau lange nicht mehr auf das Niveau der letzten Jahre zurück gehen wird. Rund 3,5 bis vier Prozent sei das neue Zielniveau meinte er. Sein Kollege von der bf direkt Bankengründer und CEO Francesco Fedele pflichtete ihm bei. Dass es in diesem Jahr noch zwei bis drei, allerdings kleinere Zinsschritte geben wird, war man sich ebenfalls einig.
Gleichzeitig sieht er die Immobilienpreise aber recht stabil. Die Hamborner COO Sarah Verheyen berichtete von der kürzlichen Portfolio-Neubewertung: Mit einer minimalen Abwertung von zwei Prozent - und damit weit innerhalb der Bewertungsbandbreiten - zeigte sich das Portfolio als felsenfest.
Viel grösser als die Zinsenentwicklung wird übrigens das Gefahrenpotenzial für die gesamte Branche durch ESG gesehen. Nur ein kleiner Bruchteil der Branche sei darauf bereits vorbereitet, ja sogar das Problembewußtsein fehle über weite Strecken. Dabei sei ESG Realität und in ganz wenigen Jahren das zentrale Thema.
Einen interessanten Aspekt brachte am selben Abend der Münchner Bauträger Becken ein: Es seien weniger die Zinsen und auch nicht die wohl nie wieder auf das "Normalniveau" zurückkehrende Niveau der Baupreise, sondern vielmehr das mögliche Niveau der Rendite beim Verkauf, welches den Developern aktuell Sorgen machen würde. Hier sei man derzeit mehr oder weniger im Blindflug unterwegs.

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Überforderung durch EU-Energierichtlinie

ZIA sieht es positiv, mahnt zur Vorsicht

von Gerhard Rodler aus Cannes

ZIA-Präsident Andreas Mattner (c) ZIA/Laurence Chaperon ZIA-Präsident Andreas Mattner (c) ZIA/Laurence Chaperon

Der Spitzenverband der Immobilienbranche, ZIA, sieht in der gestrigen Verabschiedung der Position des Europäischen Parlaments zur Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie die Chance, der europäische Klimaneutralität bis 2050 entscheidend näher zu kommen. Der ZIA weist am Rande der MIPIM in Cannes zugleich jedoch auf die Gefahr hin, dass bei der Ausgestaltung der EPBD (Energy Performance of Buildings Directive) beim Anforderungsniveau Augenmaß verlorengeht.
Die ZIA sind aktuell Probleme, wenn die Fristen für die Mindesteffizienzstandards (MEPS) zu schnell kommen und zu ambitioniert sind. "Die EPBD greift mit den Mindesteffizienzstandards umfassend in den Gebäudebestand ein. Das erfordert eine differenzierte und sachgerechte Ausgestaltung - in ökonomischen Krisenzeiten gilt das erst recht", mahnt Mattner. Besonders kritisiert der ZIA die ungleiche Behandlung von Gewerbeimmobilien gegenüber den Wohnimmobilien bei den Mindesteffizienzstandards (MEPS). "Es wird suggeriert, dass die Einhaltung der MEPS bei Nichtwohngebäuden einfacher ist als bei Wohngebäuden", sagt Mattner. "Das ist aber aufgrund der Komplexität und Heterogenität der Nichtwohngebäude nicht der Fall." Das müsse "unbedingt geändert werden".

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Auris übernimmt Objekt für Mandat

22 Wohnungen mit Kindergarten in Penzing

von Leon Protz

Auris übernimmt Objekt für Mandat © AURIS Immo Solutions GmbH  Auris übernimmt Objekt für Mandat © AURIS Immo Solutions GmbH

Auris Immo Solutions hat in der Cumberlandstrasse 38, im Rahmen der Wiener Wohnbauinitiative, ein neues Objekt für ein institutionelles Mandat übernommen. Es handelt sich dabei um einen Neubau im 14. Wiener Gemeindebezirk mit 22 Wohnungen, sowie einen Kindergarten. Auf einer Wohnnutzfläche von 1.348 m2 verfügen die Wohnungen über private Freibereiche in Form von Balkonen, Terrassen oder Loggien. Der im Objekt befindliche Kindergarten, mit sechs Kindergruppen, umfasst eine Fläche von 1.350m2 und ist direkt an einen Freibereich angeschlossen.
"Im Rahmen unseres sozialen Engagements ist für uns leistbares Wohnen grundlegend. In Hinblick auf die steigenden Preisentwicklungen, sehen wir uns sowohl unseren Mietern als auch unseren Investoren gegenüber verpflichtet, nicht nur ökonomisch, sondern auch sozial nachhaltig zu agieren." - so Christian Schön, geschäftsführender Gesellschafter Auris Immo Solutions.

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Smart Parks und -Sticks in Vermittlung

Trovato vermittelt neue Objekte in der "My Smart City Graz"

von Leon Protz

Smart Stick © WesiakSmart Stick © Wesiak

Im ehemaligen Industriegebiet nördlich des Grazer Hauptbahnhofs entsteht die "My Smart City Graz". Auf 8,2 Hektar Fläche entstehen Wohn-, Büro- und Gewerbeflächen sowie öffentliche Plätze mit Grün- und Parkanlagen. Mit dem Grazer Immobiliendienstleister und Partner Wesiak startet trovato.immo nun die Vermittlung von Wohnungen des Smart Parks und Smart Sticks. Beide Gebäude befinden sich im nördlichen Teil der Smart City Graz. Mit Photovoltaikanlagen ausgestattet gibt es die Wohneinheiten in den Größen zwischen 53 und 80 m² mit Freiflächen, Tiefgaragenparkplätzen, E-Ladestationen und Fahrradabstellplätzen. Mietinteressent:innen können über trovato.immo von der Buchung des Besichtigungszeitfensters sowie der Selbstbesichtigung via Airkey-Code bis hin zur Online-Abgabe des Mietanbots alles über das Smartphone abwickeln. Timur Jelinek, Geschäftsführender Gesellschafter der Wesiak: "Die digitale Vermittlung von trovato hat uns beeindruckt. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und sind schon sehr neugierig, wie effizient der Vermietungsprozess ablaufen wird!"

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Value One setzt auf Digitalisierung

Value One mit Fokus ESG auf der MIPIM

von Leon Protz

Value One präsentiert sich auf der Immobilienmesse MIPIM 2023 zum Motto "Better Places - Greater Impact - Stronger Business" mit neuen digitalen Services, ESG und internationalen Entwicklungen rund um die servicierte Immobilie. "Der Einsatz der Digitalisierung wird sehr spannend, wenn es um Nachhaltigkeit und ESG geht. Da steckt viel Potenzial drin", sagt Andreas Köttl, CEO Value One. "Seit zwei Jahren beschäftigt sich ein ganz neuer Geschäftsbereich ausschließlich mit digitalen Dienstleistungen rund um die Immobilie." Dabei steht stets der Aspekt der Effizienz, des Komforts und der Sicherheit für Kund:innen im Vordergrund, sowie der Nutzen für eine nachhaltigere Zukunft.
Ein Beispiel dafür ist re:mory - ein Start-up der Value One, das sich darauf konzentriert, Immobilien zu digitalisieren und Daten sichtbar, steuerbar und nachhaltig zu machen. Das Unternehmen unterstützt dabei, den Energieverbrauch als auch die CO2-Emissionen von Gebäuden zu bewerten, um festzustellen, ob sie mit der EU-Taxonomie vereinbar sind.
"Wir glauben, dass Umwelt-, Sozial- und Governance-Prinzipien die Grundlage, für eine nachhaltigere Zukunft sind. ESG ist unser Kompass und leitet alle unsere Entscheidungen - von der Frage, wo wir in neue Projekte investieren, bis hin zu der Frage, wie wir unser bestehendes Gebäude betreiben.", so Köttl weiter.

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Görgl wirbt für Geberit

Die ehemalige Ski-Rennläuferin Lizz Görgl wirbt für das Dusch-WC Aqua Clean

von Franz Artner

Geberit hat eine neue Markenbotschafterin. (c) GeberitGeberit hat eine neue Markenbotschafterin. (c) Geberit

Die Ski-Doppelweltmeisterin, Sängerin, Speakerin und Trainerin ist bereits seit 2010 glückliche Besitzerin eines Dusch-WCs - und möchte nun auch andere davon überzeugen: "Als erklärter Fan und langjährige Nutzerin weiß ich, wovon ich spreche, und trage sehr gerne dazu bei, diese innovative Form der Intimhygiene mit Geberit AquaClean noch bekannter zu machen", sagt Lizz Görgl.
Die vielfältigen Vorteile der sanften Reinigung mit Wasser sowie das einmalige Frischegefühl nach jedem Toilettengang sind die zentralen Botschaften der österreichweiten Print- und Onlinekampagne, deren neues Testimonial Görgl ist. "Lizz Görgl ist eine Powerfrau, die nach ihrer erfolgreichen Karriere als Skifahrerin nun ihren Traum vom Singen verwirklicht. Sie ist mit ihrer Zielstrebigkeit ein Vorbild für viele. Wir freuen uns sehr, sie als Markenbotschafterin gewonnen zu haben." freut sich Guido Salentinig, Geschäftsführer der Geberit Vertriebsgesellschaft.

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Keine Angst vor Krise wie 2007/08

SVB-Bank ist nicht Lehman

von Gerhard Rodler aus Cannes

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag wur­de die Si­li­con Val­ley Bank (SVB) von der FDIC (Fe­deral De­po­sit In­suran­ce Cor­po­ra­ti­on, dem ame­ri­ka­ni­schen Ein­la­gen­si­che­rungs­fonds) über­nom­men, nach­dem ei­ne Wel­le von Ein­la­gen­ab­flüs­sen zu ver­zeich­nen war. Man­che an den Fi­nanz­märk­ten be­trach­te­ten das Er­eig­nis als mög­li­ches Sys­tem­ri­si­ko für den US- und den glo­ba­len Ban­ken­sek­tor. Tat­säch­lich wur­de die­ses Er­eig­nis auch hier in Can­nes auf der MI­PIM auf­merk­sam ver­folgt. Ver­glei­che zur Leh­man-Kri­se vor über ein­ein­halb Jahr­zehn­ten wur­den wach, zu­mal auch die­ser Ban­ken­zu­sam­men­bruch re­la­tiv zeit­nah mit ei­ner MI­PIM zu­sam­men­fiel. Den­noch, so der mehr­heit­li­che Te­nor in Can­nes, ist dies­mal al­les an­ders. Ei­ner­seits hat­te die SVB ei­ne völ­lig un­ty­pi­sche Ein­la­gen­ba­sis, wel­che ver­lust­rei­che Not­ver­käu­fe nö­tig ge­macht hat­te. An­de­rer­seits ist die SVB-Ban­ken­plei­te nicht die Spit­ze des Eis­ber­ges, wie da­mals und schon gar nicht Er­geb­nis ei­nes un­se­riö­sen Scha­cherns mit not­lei­den­den Im­mo­bi­li­en­kre­di­ten.
All­ge­mei­ne Aus­sa­ge in den zu­rück­lie­gen­den ein­ein­halb Ta­gen: Ei­ne Fi­nanz­kri­se ist nicht in Sicht, die ho­hen Zin­sen und stei­gen­de Ei­gen­ka­pi­tal­er­for­der­nis­se wer­den trotz der ei­nen oder an­de­ren Tur­bu­lenz zu ei­ner sanf­ten La­dung und da­mit Nor­ma­li­sie­rung des Mark­tes füh­ren. Vor al­lem die 'al­ten Ha­sen' der Bran­che, wel­che der­ar­ti­ge Kon­junk­tur­zy­klen schon mehr­fach er­lebt hat­ten, se­hen das Glas ak­tu­ell ganz klar 'halb voll mit Ten­denz zu schon bald wie­der ganz voll.'

Sonniger als zuvor

MIPIM - Tag 2

von Stefan Posch und Gerhard Rodler aus Cannes

Die MI­PIM lo­ckert et­was auf. Es wird son­ni­ger und auch das Ge­müt ent­spannt sich. Auf­grund der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on ist je­doch den meis­ten klar, dass die Form der Ca­si­no-Men­ta­li­tät der letz­ten Jah­re vor­erst aus­ge­dient hat. All je­ne, die im­mer gut ge­rech­net ha­ben und aus­rei­chend Ei­gen­ka­pi­tal zu­rück­le­gen konn­ten, dür­fen ge­trost in die Zu­kunft bli­cken.
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70.000 Euro für Sozialprojekt

Branche unterstützt EHL Benefizkonzert

von Anna Reiterer

Auch heu­er un­ter­stütz­te die Im­mo­bran­che wie­der mit ei­nem Be­ne­fiz­kon­zert ein so­zia­les Pro­jekt. Im gro­ßen Saal des Wie­ner Kon­zert­haus fand am Wo­chen­en­de das EHL Be­ne­fiz­kon­zert statt. Ge­sam­melt wur­den 70.000 Eu­ro an Spen­den für ei­nen Hos­piz-Neu­bau in Wien-Kalks­burg. Das Kon­zert­pro­gramm um­fass­te Ro­ko­ko-Va­ria­tio­nen von Tschai­kow­sky und die 9. Sin­fo­nie von Beet­ho­ven. Ge­lei­tet wur­de das Or­ches­ter des EHL Be­ne­fiz­kon­zerts von Em­ma­nu­el Tje­kna­vo­ri­an, ei­nem welt­be­kann­ten Gei­ger. Pro­mi­nen­te Un­ter­stüt­zung er­hielt das Kon­zert durch Mi­cha­el Ehl­mai­er, Ge­schäfts­füh­rer von EHL Im­mo­bi­li­en, der an der Gei­ge mit­wirkt. Beim Be­ne­fiz­kon­zert zu­guns­ten dem Ca­ri­tas So­cia­lis Hos­piz in Wien-Kalks­burg wur­den ins­ge­samt Spen­den von 70.000 Eu­ro ge­sam­melt.

Und zweigeteilter Retail-Markt

Office is back, Hotels im alten Glanz

von Gerhard Rodler aus Cannes

Office is back, Hotels im alten Glanz © AdobeStockOffice is back, Hotels im alten Glanz © AdobeStock
Der Zins- und Ukrai­ne-Kri­se ge­trie­be­ne Pa­ra­dig­men­wech­sel bringt auch neue Chan­cen für spe­zi­el­le Markt­teil­neh­mer und ei­ne Neu­be­wer­tung al­ler As­set­klas­sen mit sich. "Seit es die EHL gibt, ha­ben wir be­reits in zwei bis drei Kri­sen - je nach Sicht­wei­se - un­se­re Kun­den be­glei­tet. Dass auch der letz­te Boom ir­gend­wann ein­mal zu En­de geht, wie je­der an­de­re auch, war zu er­war­ten," sagt EHL-CEO Mi­cha­el Ehl­mai­er am Ran­de ei­nes Vi­deo­drehs mit im­mof­lash.
Seit dem zwei­ten Halb­jahr 2022 gab es eu­ro­pa­weit ei­nen deut­li­chen Trans­ak­ti­ons­rück­gang. Jetzt kommt aber ab­seh­bar wie­der Be­we­gung auf den Markt. Es wer­den auf der MI­PIM wie­der ver­stärkt neue Ge­schäfts­mög­lich­kei­ten son­diert. "Das Um­feld ist zwar nach wie vor schwie­rig, aber mitt­ler­wei­le wer­den die ge­än­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen in die
Busi­ness-Plä­ne ein­ge­ar­bei­tet und es be­ginnt sich ein neu­es Preis­ni­veau ab­zu­zeich­nen. Der­zeit ist al­ler­dings die so­wohl für Käu­fer- als auch für die Ver­käu­fer­sei­te ak­zep­ta­ble Schnitt­men­ge noch nicht ge­fun­den", er­klärt Franz Pöltl, Ge­schäfts­füh­rer der EHL In­vest­ment Con­sul­ting.
Bü­ro­ver­mie­tun­gen sind da­ge­gen jetzt wie­der stark stei­gend, sagt Alex­an­dra Bau­er von EHL, denn Nach­hal­tig­keit und ei­ne ver­stärk­te Um­sied­lungs­be­reit­schaft auf­grund des wirt­schaft­lich vo­la­ti­len Um­fel­des sei­en hier ech­te Boos­ter.
Ste­fan Wern­hart ver­weist auch die Zwei­tei­lung des Re­tail­mark­tes. Lu­xus und Dis­kon­ter sei­en stark nach­ge­fragt mit stei­gen­der Ten­denz.
Mar­kus Men­del, In­vest­ment­ex­per­te bei EHL, wie­der­um macht auf den in­ter­es­san­ten As­pekt auf­merk­sam, dass Ho­tel­in­vest­ments in Rich­tung al­ten Glan­zes un­ter­wegs sind: "Die Ho­te­liers ha­ben wir gu­te Aus­las­tun­gen und wirt­schaft­li­che Er­geb­nis­se, das macht auch das In­vest­ment­pro­dukt Ho­tel wie­der sehr in­ter­es­sant."
Am meis­ten Ver­än­de­run­gen un­ter­wor­fen sind die Wohn­im­mo­bi­li­en, so Ka­ri­na Schun­ker, Ge­schäfts­füh­re­rin der EHL Woh­nen. "Ak­tu­ell sind zahl­rei­che Ein­fluss­fak­to­ren wie et­wa die wirt­schaft­li­che Be­las­tung vie­ler Haus­hal­te, die stren­ge­ren Fi­nan­zie­rungs­vor­schrif­ten, neue Mo­bi­li­täts­for­men, ge­än­der­te Mie­ter- bzw. Käu­fer­prä­fe­ren­zen, Nach­hal­tig­keits­the­men etc. spür­bar, die den Markt deut­lich ver­än­dern. "
"Da­mit ge­win­nen das Know-How und die Viel­zahl an Da­ten so­wie In­for­ma­tio­nen, die Mak­ler aus täg­li­chen Kun­den­kon­tak­ten ge­win­nen, noch stär­ker an Be­deu­tung", so Schun­ker. "Dank zahl­rei­cher in­no­va­ti­ver Tools, die von vie­len Proptechs an­ge­bo­ten wer­den, kön­nen wir un­se­re Da­ten in Zu­kunft noch bes­ser nut­zen und aus­wer­ten, um künf­tig un­se­re Kun­den bei Pro­jekt­kon­zi­pie­run­gen noch aus­führ­li­cher be­ra­ten und un­ter­stüt­zen zu kön­nen. Das stei­gert zu­gleich den spä­te­ren Ver­mark­tungs­er­folg."
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Umsatz weiterhin auf Rekordkurs

Green Buildings auf Überholspur

von Gerhard Rodler aus Cannes

Vom Mau­er­blüm­chen zum In­vest­ment­star: Das In­vest­ment­vo­lu­men in zer­ti­fi­zier­te Green Buil­dings ist 2022 in Deutsch­land mit ca. 11,2 Mil­li­ar­den Eu­ro wei­ter­hin auf ei­nem sehr ho­hen Ni­veau. Ob­wohl das Vo­lu­men da­mit, wie auch der In­vest­ment­markt ins­ge­samt, ab­so­lut be­trach­tet im Vor­jah­res­ver­gleich leicht rück­läu­fig war, ist der re­la­ti­ve An­teil der zer­ti­fi­zier­ten As­sets am In­vest­ment­markt auf ein ab­so­lu­tes Re­kord­ni­veau von 30,6 Pro­zent ge­stie­gen. Dies er­gibt die Ana­ly­se von BNP Pa­ri­bas Re­al Es­ta­te, die im um­feld der MI­PIM prä­sern­tiert wur­de. Ganz ge­ne­rell ist das The­ma ESG und Green Buil­ding in die­sem Jahr in Can­nes in ech­tes Haupt­the­ma - viel­leicht nicht un­be­dingt bei den Vor­trä­gen, aber sehr wohl bei den Ein­zel­ge­sprä­chen.
"In ei­ner un­über­sicht­li­chen und ver­un­si­chern­den Si­tua­ti­on wird das Zer­ti­fi­kat als ver­läss­li­ches Si­gnal für ESG und Nach­hal­tig­keit wahr­ge­nom­men. ESG-Kri­te­ri­en ha­ben mit der neu­en Re­gu­la­to­rik der Ta­xo­no­mie- und der Of­fen­le­gungs­ver­ord­nung der EU in ei­nem kur­zen Zeit­raum ei­nen sehr ho­hen Stel­len­wert im As­set Ma­nage­ment und bei In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen er­reicht", so Her­mann Hors­ter, Head of Sustaina­bi­li­ty von BNP Pa­ri­bas Re­al Es­ta­te. "Al­ler­dings lö­sen die­se Ver­ord­nun­gen bei vie­len noch eher Ver­un­si­che­rung als Klar­heit in Be­zug auf zu er­fül­len­de ESG-An­for­de­run­gen aus. Ei­ni­ge Fra­gen wur­den mit ei­ner Ver­öf­fent­li­chung aus Brüs­sel im De­zem­ber 2022 be­ant­wor­tet, vie­les bleibt je­doch wei­ter­hin of­fen." So wur­de et­wa die so­zia­le Ta­xo­no­mie im letz­ten Jahr im Ent­wurf erst vor- und dann zu­rück­ge­stellt. Für die Ein­ord­nung und An­er­ken­nung ei­nes Pu­bli­kums­fonds als Ar­ti­kel-8- oder -9-Fonds fehlt nicht we­ni­gen ein kla­rer Rah­men. Ob­wohl Zer­ti­fi­ka­te wie BREE­AM, DGNB oder LEED mit den ESG-Kri­te­ri­en der Ta­xo­no­mie nicht kon­gru­ent sind, wer­den sie als ein we­sent­li­cher Hin­weis auf ei­ne Be­rück­sich­ti­gung von ESG-Kri­te­ri­en ver­stan­den.
Er­neut prä­sen­tier­ten sich auch im Jahr 2022 ins­be­son­de­re die in­sti­tu­tio­nel­len Co­re-An­le­ger sehr ak­tiv im Markt­seg­ment der Green Buil­ding-In­vest­ments. Wäh­rend in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger 2021 zwi­schen 50 Pro­zent und 59 Pro­zent ih­res An­la­ge­vo­lu­mens in zer­ti­fi­zier­te Green Buil­dings in­ves­tiert hat­ten, be­trug die­se Quo­te 2022 über 60 Pro­zent. Bei Ver­si­che­run­gen be­lief sich der An­teil der Green In­vest­ments so­gar auf über 72 Pro­zent.
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Branche sieht das aber relativ gelassen

Noch weitere Zinsschritte in diesem Jahr

von Gerhard Rodler aus Cannes

LBBW-Vorstand Thorsten Schönenberger glaubt das das Zinsniveau lange nicht mehr auf das Niveau der letzten Jahre gehen wird. (c) LBBWLBBW-Vorstand Thorsten Schönenberger glaubt das das Zinsniveau lange nicht mehr auf das Niveau der letzten Jahre gehen wird. (c) LBBW
Der Nor­mal­zu­stand auf der Zin­sen­front, der seit ei­ni­gen Mo­na­ten wie­der ein­ge­tre­ten ist, dürf­te auch die tat­säch­lich nun das lang­fris­tig neue Ni­veau sein und blei­ben. LBBW-Bank Im­mo­bi­li­en­vor­stand Thors­ten Schö­nen­ber­ger ging bei ei­nem im Vor­feld der MI­PIM statt­ge­fun­de­nen Pres­se­emp­fang da­von aus, das Zins­ni­veau lan­ge nicht mehr auf das Ni­veau der letz­ten Jah­re zu­rück ge­hen wird. Rund 3,5 bis vier Pro­zent sei das neue Ziel­ni­veau mein­te er. Sein Kol­le­ge von der bf di­rekt Ban­ken­grün­der und CEO Fran­ces­co Fe­de­le pflich­te­te ihm bei. Dass es in die­sem Jahr noch zwei bis drei, al­ler­dings klei­ne­re Zins­schrit­te ge­ben wird, war man sich eben­falls ei­nig.
Gleich­zei­tig sieht er die Im­mo­bi­li­en­prei­se aber recht sta­bil. Die Ham­bor­ner COO Sa­rah Ver­he­yen be­rich­te­te von der kürz­li­chen Port­fo­lio-Neu­be­wer­tung: Mit ei­ner mi­ni­ma­len Ab­wer­tung von zwei Pro­zent - und da­mit weit in­ner­halb der Be­wer­tungs­band­brei­ten - zeig­te sich das Port­fo­lio als fel­sen­fest.
Viel grös­ser als die Zin­sen­ent­wick­lung wird üb­ri­gens das Ge­fah­ren­po­ten­zi­al für die ge­sam­te Bran­che durch ESG ge­se­hen. Nur ein klei­ner Bruch­teil der Bran­che sei dar­auf be­reits vor­be­rei­tet, ja so­gar das Pro­blem­be­wußt­sein feh­le über wei­te Stre­cken. Da­bei sei ESG Rea­li­tät und in ganz we­ni­gen Jah­ren das zen­tra­le The­ma.
Ei­nen in­ter­es­san­ten As­pekt brach­te am sel­ben Abend der Münch­ner Bau­trä­ger Be­cken ein: Es sei­en we­ni­ger die Zin­sen und auch nicht die wohl nie wie­der auf das "Nor­mal­ni­veau" zu­rück­keh­ren­de Ni­veau der Bau­prei­se, son­dern viel­mehr das mög­li­che Ni­veau der Ren­di­te beim Ver­kauf, wel­ches den De­ve­l­opern ak­tu­ell Sor­gen ma­chen wür­de. Hier sei man der­zeit mehr oder we­ni­ger im Blind­flug un­ter­wegs.

ZIA sieht es positiv, mahnt zur Vorsicht

Überforderung durch EU-Energierichtlinie

von Gerhard Rodler aus Cannes

ZIA-Präsident Andreas Mattner (c) ZIA/Laurence Chaperon ZIA-Präsident Andreas Mattner (c) ZIA/Laurence Chaperon
Der Spit­zen­ver­band der Im­mo­bi­li­en­bran­che, ZIA, sieht in der gest­ri­gen Ver­ab­schie­dung der Po­si­ti­on des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments zur Ge­bäu­de­ener­gie­ef­fi­zi­enz­richt­li­nie die Chan­ce, der eu­ro­päi­sche Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2050 ent­schei­dend nä­her zu kom­men. Der ZIA weist am Ran­de der MI­PIM in Can­nes zu­gleich je­doch auf die Ge­fahr hin, dass bei der Aus­ge­stal­tung der EPBD (En­er­gy Per­for­mance of Buil­dings Di­rec­tive) beim An­for­de­rungs­ni­veau Au­gen­maß ver­lo­ren­geht.
Die ZIA sind ak­tu­ell Pro­ble­me, wenn die Fris­ten für die Min­destef­fi­zi­enz­stan­dards (MEPS) zu schnell kom­men und zu am­bi­tio­niert sind. "Die EPBD greift mit den Min­destef­fi­zi­enz­stan­dards um­fas­send in den Ge­bäu­de­be­stand ein. Das er­for­dert ei­ne dif­fe­ren­zier­te und sach­ge­rech­te Aus­ge­stal­tung - in öko­no­mi­schen Kri­sen­zei­ten gilt das erst recht", mahnt Matt­ner. Be­son­ders kri­ti­siert der ZIA die un­glei­che Be­hand­lung von Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en ge­gen­über den Wohn­im­mo­bi­li­en bei den Min­destef­fi­zi­enz­stan­dards (MEPS). "Es wird sug­ge­riert, dass die Ein­hal­tung der MEPS bei Nicht­w­ohn­ge­bäu­den ein­fa­cher ist als bei Wohn­ge­bäu­den", sagt Matt­ner. "Das ist aber auf­grund der Kom­ple­xi­tät und He­te­ro­ge­ni­tät der Nicht­w­ohn­ge­bäu­de nicht der Fall." Das müs­se "un­be­dingt ge­än­dert wer­den".
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22 Wohnungen mit Kindergarten in Penzing

Auris übernimmt Objekt für Mandat

von Leon Protz

Auris übernimmt Objekt für Mandat © AURIS Immo Solutions GmbH  Auris übernimmt Objekt für Mandat © AURIS Immo Solutions GmbH
Au­ris Im­mo So­lu­ti­ons hat in der Cum­ber­land­stras­se 38, im Rah­men der Wie­ner Wohn­bau­initia­ti­ve, ein neu­es Ob­jekt für ein in­sti­tu­tio­nel­les Man­dat über­nom­men. Es han­delt sich da­bei um ei­nen Neu­bau im 14. Wie­ner Ge­mein­de­be­zirk mit 22 Woh­nun­gen, so­wie ei­nen Kin­der­gar­ten. Auf ei­ner Wohn­nutz­flä­che von 1.348 m2 ver­fü­gen die Woh­nun­gen über pri­va­te Frei­be­rei­che in Form von Bal­ko­nen, Ter­ras­sen oder Log­gi­en. Der im Ob­jekt be­find­li­che Kin­der­gar­ten, mit sechs Kin­der­grup­pen, um­fasst ei­ne Flä­che von 1.350m2 und ist di­rekt an ei­nen Frei­be­reich an­ge­schlos­sen.
"Im Rah­men un­se­res so­zia­len En­ga­ge­ments ist für uns leist­ba­res Woh­nen grund­le­gend. In Hin­blick auf die stei­gen­den Preis­ent­wick­lun­gen, se­hen wir uns so­wohl un­se­ren Mie­tern als auch un­se­ren In­ves­to­ren ge­gen­über ver­pflich­tet, nicht nur öko­no­misch, son­dern auch so­zi­al nach­hal­tig zu agie­ren." - so Chris­ti­an Schön, ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter Au­ris Im­mo So­lu­ti­ons.

Trovato vermittelt neue Objekte in der "My Smart City Graz"

Smart Parks und -Sticks in Vermittlung

von Leon Protz

Smart Stick © WesiakSmart Stick © Wesiak
Im ehe­ma­li­gen In­dus­trie­ge­biet nörd­lich des Gra­zer Haupt­bahn­hofs ent­steht die "My Smart Ci­ty Graz". Auf 8,2 Hekt­ar Flä­che ent­ste­hen Wohn-, Bü­ro- und Ge­wer­be­flä­chen so­wie öf­fent­li­che Plät­ze mit Grün- und Park­an­la­gen. Mit dem Gra­zer Im­mo­bi­li­en­dienst­leis­ter und Part­ner We­si­ak star­tet tro­va­to.im­mo nun die Ver­mitt­lung von Woh­nun­gen des Smart Parks und Smart Sticks. Bei­de Ge­bäu­de be­fin­den sich im nörd­li­chen Teil der Smart Ci­ty Graz. Mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen aus­ge­stat­tet gibt es die Wohn­ein­hei­ten in den Grö­ßen zwi­schen 53 und 80 m² mit Frei­flä­chen, Tief­ga­ra­gen­park­plät­zen, E-La­de­sta­tio­nen und Fahr­ra­dab­stell­plät­zen. Miet­in­ter­es­sent:in­nen kön­nen über tro­va­to.im­mo von der Bu­chung des Be­sich­ti­gungs­zeit­fens­ters so­wie der Selbst­be­sich­ti­gung via Air­key-Code bis hin zur On­line-Ab­ga­be des Miet­an­bots al­les über das Smart­pho­ne ab­wi­ckeln. Ti­mur Je­linek, Ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter der We­si­ak: "Die di­gi­ta­le Ver­mitt­lung von tro­va­to hat uns be­ein­druckt. Wir freu­en uns über die Zu­sam­men­ar­beit und sind schon sehr neu­gie­rig, wie ef­fi­zi­ent der Ver­mie­tungs­pro­zess ab­lau­fen wird!"
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Value One mit Fokus ESG auf der MIPIM

Value One setzt auf Digitalisierung

von Leon Protz

Va­lue One prä­sen­tiert sich auf der Im­mo­bi­li­en­mes­se MI­PIM 2023 zum Mot­to "Bet­ter Pla­ces - Grea­ter Im­pact - Stron­ger Busi­ness" mit neu­en di­gi­ta­len Ser­vices, ESG und in­ter­na­tio­na­len Ent­wick­lun­gen rund um die ser­vicier­te Im­mo­bi­lie. "Der Ein­satz der Di­gi­ta­li­sie­rung wird sehr span­nend, wenn es um Nach­hal­tig­keit und ESG geht. Da steckt viel Po­ten­zi­al drin", sagt An­dre­as Köttl, CEO Va­lue One. "Seit zwei Jah­ren be­schäf­tigt sich ein ganz neu­er Ge­schäfts­be­reich aus­schließ­lich mit di­gi­ta­len Dienst­leis­tun­gen rund um die Im­mo­bi­lie." Da­bei steht stets der As­pekt der Ef­fi­zi­enz, des Kom­forts und der Si­cher­heit für Kund:in­nen im Vor­der­grund, so­wie der Nut­zen für ei­ne nach­hal­ti­ge­re Zu­kunft.
Ein Bei­spiel da­für ist re:mo­ry - ein Start-up der Va­lue One, das sich dar­auf kon­zen­triert, Im­mo­bi­li­en zu di­gi­ta­li­sie­ren und Da­ten sicht­bar, steu­er­bar und nach­hal­tig zu ma­chen. Das Un­ter­neh­men un­ter­stützt da­bei, den En­er­gie­ver­brauch als auch die CO2-Emis­sio­nen von Ge­bäu­den zu be­wer­ten, um fest­zu­stel­len, ob sie mit der EU-Ta­xo­no­mie ver­ein­bar sind.
"Wir glau­ben, dass Um­welt-, So­zi­al- und Go­ver­nan­ce-Prin­zi­pi­en die Grund­la­ge, für ei­ne nach­hal­ti­ge­re Zu­kunft sind. ESG ist un­ser Kom­pass und lei­tet al­le un­se­re Ent­schei­dun­gen - von der Fra­ge, wo wir in neue Pro­jek­te in­ves­tie­ren, bis hin zu der Fra­ge, wie wir un­ser be­ste­hen­des Ge­bäu­de be­trei­ben.", so Köttl wei­ter.

Die ehemalige Ski-Rennläuferin Lizz Görgl wirbt für das Dusch-WC Aqua Clean

Görgl wirbt für Geberit

von Franz Artner

Geberit hat eine neue Markenbotschafterin. (c) GeberitGeberit hat eine neue Markenbotschafterin. (c) Geberit
Die Ski-Dop­pel­welt­meis­te­rin, Sän­ge­rin, Spea­ke­rin und Trai­ne­rin ist be­reits seit 2010 glück­li­che Be­sit­ze­rin ei­nes Dusch-WCs - und möch­te nun auch an­de­re da­von über­zeu­gen: "Als er­klär­ter Fan und lang­jäh­ri­ge Nut­ze­rin weiß ich, wo­von ich spre­che, und tra­ge sehr ger­ne da­zu bei, die­se in­no­va­ti­ve Form der In­tim­hy­gie­ne mit Ge­be­rit AquaCle­an noch be­kann­ter zu ma­chen", sagt Lizz Görgl.
Die viel­fäl­ti­gen Vor­tei­le der sanf­ten Rei­ni­gung mit Was­ser so­wie das ein­ma­li­ge Fri­sche­ge­fühl nach je­dem Toi­let­ten­gang sind die zen­tra­len Bot­schaf­ten der ös­ter­reich­wei­ten Print- und On­line­kam­pa­gne, de­ren neu­es Testi­mo­ni­al Görgl ist. "Lizz Görgl ist ei­ne Power­frau, die nach ih­rer er­folg­rei­chen Kar­rie­re als Ski­fah­re­rin nun ih­ren Traum vom Sin­gen ver­wirk­licht. Sie ist mit ih­rer Ziel­stre­big­keit ein Vor­bild für vie­le. Wir freu­en uns sehr, sie als Mar­ken­bot­schaf­te­rin ge­won­nen zu ha­ben." freut sich Gui­do Sa­len­ti­nig, Ge­schäfts­füh­rer der Ge­be­rit Ver­triebs­ge­sell­schaft.
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