Hotellerie: langfristig positiver Ausblick

Trotz Herausforderungen für die Stadthotellerie

von Stefan Posch

Langfristig gesehen ist der Ausblick für die europäischen Hotellerie durchaus positiv. Auch wenn die Branche auch im Jahr 2022 mit Herausforderungen zu kämpfen hat. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von mrp hotels.
Demnach herrscht zum Jahresanfang 2022 - auch bedingt durch die Nachwehen der 4. Welle und der neuen Omikron-Variante - in fast allen Ländern Europas Unsicherheit bezüglich der aktuellen und kommenden Maßnahmen durch die unterschiedlichen länderspezifischen und teilweise auch lokalen Herangehensweisen.
"Impfen zeigt sich als einzig wirkliche Lösung, aber die Impfquoten sind europaweit nicht hoch genug, um Stabilisierung zu erreichen", kommentiert Martin Schaffer, Geschäftsführender Partner bei mrp hotels, die aktuelle Situation. Schaffer weiter: "Einen kleinen Hoffnungsschimmer könnte nun in den allgemein sich manifestierenden milderen Krankheitsverläufen liegen. Damit könnte die Omikronwelle ein wenig den ganz großen Schrecken verloren haben. Regierungen in ganz Europa sehen sich bemüßigt, vorsichtige Öffnungsschritte beispielsweise bei großen Veranstaltungen oder im Einzelhandel in die Wege zu leiten."
Trotzdem bleibt es dabei, dass nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt einheitliche Regelungen zwischen den Ländern fehlen, um internationales Reisen zu vereinfachen. Impfstoffe, wie Sputnik aus Russland, aber auch die Vakzine aus China und vielen anderen Staaten in der Welt, werden in Kontinental-Europa weiterhin nicht anerkannt und hemmen das Reisen.
Nahmärkte und erdgebundene Ziele werden auch 2022 weiter boomen - in der Auslastung wie auch bei den Preisen. "Die Saisonverlängerung setzt sich weiter durch - und das ist per se nichts Schlechtes", identifiziert mrp hotels einen Trend. Die Ferienhotellerie erwartet auch 2022 ähnliche Auslastungen und Raten wie 2021. Solange internationales Reisen erschwert bleibt, profitiert die heimische Ferienhotellerie.
Anders sieht es in den Städten aus: Eine Rückkehr der Übernachtungszahlen von 2019 wird in der Stadthotellerie frühestens 2024 erwartet. Vor allem das 1. Quartal 2022 wird (abermals) eine große Herausforderung, Interkontinentalreisen, MICE und Business-Events fehlen. Damit können auch die ursprünglichen Prognosen aus dem Oktober 2021 (80% der Übernachtungen aus 2019) für das Q1 2022 nicht gehalten werden.
Martin Schaffer: "Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass sich die B-Städte sogar schneller erholen werden als A-Städte. Insgesamt geht es darum, dass die Branche jetzt kreative, unkonventionelle Produkte finden muss, die attraktiv sind und so den Recovery-Prozess beschleunigen."

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Kaufmann verstorben

Architekt Wolfgang Kaufmann verstarb mit 75

von Stefan Posch

Wolfgang KaufmannWolfgang Kaufmann

Der bekannte Linzer Architekt Wolfgang Kaufmann ist kürzlich im 75. Lebensjahr im Krankenhaus der Elisabethinen verstorben,
Am 08.03.1947 in Horn geboren und von jeher mit einer Leidenschaft für Architektur ausgestattet, zog es Kaufmann 1966 zum Architektur-Studium nach München. 1972 gründete er mit seiner damaligen Frau und Mutter der beiden Söhne Philipp und Fabian, Veronika Kaufmann, das Architekturbüro "Kaufmann, Haas und Partner", welches an mehr als 500 Projekten im In- und Ausland beteiligt war. Mit seinen bekanntesten Gebäuden, unter anderem dem Landesdienstleistungszentrum (LDZ) des Landes Oberösterreich, dem Power Tower der Energie AG, dem RLB OÖ-Gebäude am Linzer Südbahnhof, dem Hotel Courtyard Marriott am Europaplatz prägte er die Linzer Skyline und das Stadtbild entscheidend mit. Fußball spielte eine große Rolle in seinem Leben und er durfte als Architekt die Fußballstadien des SV Ried und SV Pasching planen.
2020 übergab er das Architekturbüro an seinen langjährigen Partner Matthias Haas. Die Leidenschaft für Architektur und Immobilien behielt er sich bis zum Schluss und war bis kurz vor seinem Ableben in seinem "geliebten" Büro anzutreffen. Kaufmann verstarb am 06.02.2022 im 75. Lebensjahr im Krankenhaus der Elisabethinen. "Mein Vater hinterlässt eine große Lücke", sagt Sohn Philipp Kaufmann und ergänzt: "Ich vermisse ihn schon jetzt und mir fehlt nicht nur mein Vater, sondern auch mein Vorbild, das ich um Rat fragen kann. Er hat uns gezeigt, wie wir uns in der Gesellschaft bewegen können, welche Tugenden notwendig sind und was es braucht, um unternehmerisch erfolgreich zu sein. Er lehrte und leitete uns an und war für uns ein Vater, der immer für uns da war. Eine seiner vielen Stärken war es, dass wir seine Anspannung, Stress und Sorgen nie gespürt haben, denn für uns war er immer ruhig und greifbar. Daran kann und will ich mir ein Beispiel nehmen. Er bleibt für immer in meinem Herzen und ich werde mit der KaBB, die ich mit meiner Mutter und meinem Partner Oliver Strauss gegründet habe, seine mir vermittelten unternehmerischen Tugenden bestmöglich versuchen, umzusetzen."

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AK fordert Mietanpassung-Aussetzung

Wohnungspolitischen Stillstand soll beendet werden

von Stefan Posch

Die Arbeiterkammer fordert, genauso wie zuvor die SPÖ, auch heuer die Aussetzung der Anpassung der Richtwert-Mieten
Zudem sollte, so die AK, die Regierung den wohnungspolitischen Stillstand beenden und den lang angekündigten Mietrechtskonvent einberufen. Auch dürften befristete Verträge nicht länger der Regelfall im privaten Sektor sein, so die Forderung.
Die SPÖ plant zu dem Thema, wie von Parteichefin Pamela Rendi-Wagner am Wochenende angekündigt, einen Antrag im Parlament. Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch sagte am Dienstag, eine Erhöhung der Richtwertmieten mit April müsse verhindert werden. SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher kritisierte, dass sich die Mieteinnahmen von 2008 bis 2020 verdoppelt hätten, während zugleich das nominelle Bruttoinlandsprodukt nur um knapp 30 Prozent gestiegen sei.
AK-Wohnexperte Thomas Ritt forderte von der Regierung außerdem noch, wie im Regierungsübereinkommen verankert, eine Neuregelung der Maklerprovision in Richtung Bestellerprinzip, die Mobilisierung bundeseigener Grundstücke für den gemeinnützigen Wohnbau sowie die Mobilisierung leer stehender Wohnungen. Obwohl das eine Bundeskompetenz sei, könne man hier bisher nichts sehen. Auch das Thema von Wohnungen, die via Airbnb vermietet werden, werde wohl schlagend, wenn wieder viele Touristen kommen. Auch hier sei von einer Neuregelung trotz früherer Ankündigungen bisher nichts zu merken.

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Änderung bei Vorsteuerabzug

Entscheid des EuGH

von Gudrun Angerer

Seit dem 1. Jänner 2022 müssen ausländische Vermieter in Österreich ihre Rechnungen an eingemietete Unternehmen ohne Umsatzsteuer ausstellen, wenn sie in Österreich über kein Personal verfügen. Bleibt dies unberücksichtigt, können die Mieter ihrerseits keine Vorsteuer geltend machen. Viele Beratungsfälle des Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmens Mazars zeigen, dass diese Regelung noch nicht in der Praxis angekommen ist.
Verena Ziegler, Prokuristin bei Mazars Austria: "Wir sehen, dass es in dem Zusammenhang noch viel Informationsbedarf gibt. Problematisch ist dies nicht nur für den Aussteller der Rechnung, der, wenn er sie wie bisher üblich legt, die fälschlich ausgewiesene Steuer schuldet, sondern auch für den Rechnungsempfänger, da dieser eine solche Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abziehen kann." Das vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gefällte Urteil namens "Titanium" brachte eine Änderung der Ansicht der österreichischen Finanzverwaltung. Und die hat weitreichende Folgen für gewerbliche Mieter ausländischer Immobilienanbieter, die in Österreich über kein eigenes Personal für die Leistungserbringung bei der Vermietung verfügen. Sämtliche steuerpflichtige Vermietungsumsätze eines ausländischen Unternehmers an andere Unternehmer unterliegen deshalb ab sofort einem sogenannten "Reverse-Charge-Verfahren", wonach die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger übergeht. Ausländische Vermieter müssen Mietvorschreibungen an gewerbliche Mieter konsequenterweise ohne Umsatzsteuer ausstellen und in ihren Rechnungen ab sofort darauf hinweisen, dass die Steuerschuld auf ihren Vertragspartner übergeht.

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Philipp Pfeiffer verstärkt EHL Wohnen

Neuzugang im Team Mietwohnungen der EHL

von Stefan Posch

Philipp PfeifferPhilipp Pfeiffer

Philipp Pfeiffer, 36, verstärkt ab sofort das Vertriebsteam Mietwohnungen bei der zur EHL Gruppe zählenden EHL Wohnen Er ist seit sechs Jahren in der Immobilienbranche tätig und hat in mehreren Karrierestationen eine breite Kompetenz im Immobilienvertrieb mit Schwerpunkt Wohnen aufgebaut.
Die EHL Wohnen GmbH ist in den Bereichen Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Vorsorgewohnungen und Bauträgergrundstücke tätig. 2021 vermittelte sie rund 1.500 Wohneinheiten. Neben der Vermittlungstätigkeit ist einer ihrer Schwerpunkte die Beratung von Entwicklern bei der Konzeption und Optimierung von Neubau- und Sanierungsprojekten.

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Schwarz wird Head of Research bei BNP

Wolfgang Schneider fokussiert sich auf die Geschäftsführung

von Gudrun Angerer

Inga SchwarzInga Schwarz

Bei BNP gibt es einen Neuzugang in der Research-Abteilung: Inga Schwarz wurde kürzlich zum Head of Research Deutschland ernannt. Die Position übernahm sie von Wolfgang Schneider, dessen Schwerpunkt künftig insbesondere auf seinen Aufgaben in der Geschäftsführung liegen wird. Schwarz wird die Research-Aktivitäten gemeinsam mit dem in Hamburg ansässigen Research-Team forcieren und die Analyse und Aufbereitung strategischer Themen vorantreiben, wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilt. Sie kehrte 2020 als Co-Head of Research zu BNP zurück, wo sie vor über 20 Jahren ihren beruflichen Werdegang in der Immobilienwirtschaft begann. Vor ihrem Wechsel zu BNP verantwortete sie von 2005 bis 2015 als Head of Research den gleichen Bereich bei Cushman & Wakefield in Deutschland und arbeitete dabei eng mit dem internationalen Team zusammen. Anschließend begleitete sie knapp fünf Jahre lang ebenfalls als Head of Research den Markteintritt von Avison Young in Deutschland.

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Union bringt Radisson Blu nach Barcelona

Erwerb des Radisson Blu Barcelona Sagrada Familia

von Gudrun Angerer

Union hat ein Hotel in Barcelona erworben. Es eröffnete im November 2018 unter der Marke Barcelona 1882 und wird im Zuge des Erwerbs in ein Radisson Blu umgewandelt. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe der Sehenswürdigkeit Sagrada Familia, die in wenigen Jahren - nach einer Bauzeit von 144 Jahren - fertiggestellt wird. Der Ankauf erfolgt für den Offenen Immobilien-Publikumsfonds UniImmo: Europa. "Barcelona gilt seit jeher als einer der attraktivsten Hotelmärkte Europas mit hohen Markteintrittsbarrieren für Investoren. Mit dieser Transaktion hat Union Investment die Hotelmarke Radisson Blu nach Barcelona gebracht und damit erneut ihre Kompetenz in der aktiven Deal-Strukturierung im Hotelbereich bewiesen", so Andreas Löcher, Leiter Investment Management Hospitality bei Union Investment.
"Bei dieser komplexen Share Deal-Transaktion musste der Hotelbetrieb mit seinen Mitarbeitern zunächst aus der Zielgesellschaft herausgelöst und separat auf die Radisson Hotel Group übertragen werden", erklärt Christoph Eichbaum, Senior Investment Manager Hospitality bei Union Investment und Deal Head der Transaktion. Valerie Schuermans, Vice President, Business Development bei Radisson, ergänzt: "Diese Vertragsunterzeichnung markiert einen wichtigen Moment für unser Unternehmen, weil wir unser erstes Hotel in Barcelona eröffnen und gleichzeitig unsere Partnerschaft mit Union Investment stärken." Das Radisson Blu Barcelona Sagrada Familia verfügt über 182 Gästezimmer sowie ein Restaurant, eine Bar, zwei Meeting-Räume, einen Fitnessraum und einen Pool auf der Dachterrasse. Der Mietvertrag mit Radisson Hotels läuft über 25 Jahre. Es ist bereits das zweite Hotel in Barcelona von Union Investment und im Bestand des UniImmo: Europa. Im Jahr 2013 hat der Hamburger Immobilien Investmentmanager bereits das Barcelo Raval erworben.

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Catella erwirbt soziales Quartier

Neubau mit sozialem Nutzungsfokus in Wittenberg für Nachhaltigkeitsfonds

von Gudrun Angerer

Catella hat für den Spezial-AIF "KCD-Catella Immobilien mit sozialer Verantwortung" ein Quartier bestehend aus zwei Objekten für Menschen mit Beeinträchtigung im deutschen Wittenberg erworben. Das Quartier stellt das vierte Investment des Sondervermögens dar. Bei den Ankaufsobjekten handelt es sich um zwei Grundstücke mit gesamt ca. 18.500 m². Beide sind jeweils mit einem Wohngebäude (24 Wohneinheiten) und einem Sozialgebäude (Betreuung der Bewohner) sowie jeweils sieben Stellplätzen bebaut. Die Fertigstellung der vier Gebäude mit einer Gesamt-BGF von ca. 3.300 m² ist im vierten Quartal 2021 erfolgt. Das Quartier soll Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zur Verfügung stehen und die Akzeptanz für die Belange der Menschen mit Beeinträchtigung stärken. Die Sozialflächen beider Liegenschaften werden fest für 20 Jahre vom Augustinuswerk e.V. angemietet und bieten den Bewohnern der Wohngebäude unterschiedliche Betreuungsangebote. "Der Ankauf des Quartiers wird die sozial geprägte Fondsstrategie weiter umsetzen. Durch die Nutzungsarten Wohnen (Wohnungen für Menschen mit Beeinträchtigung) sowie Sozialnutzung (Multifunktionsgebäude mit unterschiedlichen ambulanten Betreuungsangeboten) werden die bestehenden Nutzungsarten weiter ausgebaut," sagt Thomas Kübler, Head of Portfolio Management und Portfolio Manager des "KCD-Catella Immobilien mit sozialer Verantwortung". Verkäufer ist die Pro Secur Vermögensberatung und -verwaltung. .

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Düsseldorfer Investmentmarkt belebter

Aber im Vorjahr spürbarer Rückgang

von Gerhard Rodler

Nachdem der Düsseldorfer Investmentmarkt 2020 der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Unsicherheiten mit einem starken Ergebnis getrotzt hat, konnte er mit einem Transaktionsvolumen von rund 2,4 Mrd. Euro im Gesamtjahr 2021 nicht an diese Entwicklung anknüpfen. Das Resultat liegt rund 34 Prozent unter dem Vorjahresresultat, und auch der langjährige Durchschnitt wurde um rund 15 Prozent verfehlt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate. Jetzt soll es aber wieder bergauf gehen.
„Verantwortlich für das moderate Marktgeschehen ist besonders das fehlende Angebot an den besonders von Investoren nachgefragten Core-Objekten innerhalb des Marktgebiets der Landeshauptstadt. Ungeachtet dessen konnte zum Ende des Jahres eine deutliche Marktbelebung festgestellt werden. Das überdurchschnittlich dynamische Schlussquartal, in dem rund 944 Mio. Euro erzielt wurden und damit doppelt so viel wie im dritten Quartal, verdeutlicht diesen positiven Trend“, erläutert Philip Bellenbaum, Düsseldorfer Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate.
Ein weiterer Grund, warum der Düsseldorfer Investmentmarkt das Transaktionsniveau der vergangenen Jahre 2021 nicht erreichen konnte, zeigt sich bei der Analyse der Investments nach Größenklassen. Vor dem Hintergrund der generellen hohen Nachfrage nach Core-Objekten und dem begrenzten Angebot sind die Spitzenrenditen für Büro- und Logistikobjekte auch im Schlussquartal 2021 weiter gesunken. Die Spitzenrendite für Büroimmobilien notiert aktuell bei 2,75 Prozent und damit 10 Basispunkte unter dem Niveau von Ende September. Noch deutlicher ist der Rückgang bei Logistik-Assets, deren Spitzenrendite zum Ende des Jahres bei 3,00 Prozent liegt (‑20 Basispunkte). Die Rendite von Geschäftshäusern ist stabil bei 3,20 Prozent.
„Trotz des etwas moderateren Marktgeschehens im Jahr 2021 kann aus heutiger Sicht grundsätzlich optimistisch auf 2022 geblickt werden. Hierfür spricht neben der generell hohen Nachfrage nach Düsseldorfer Gewerbeimmobilien auch die Aussicht auf ein sich im Laufe des Jahres deutlich beschleunigendes Wirtschaftswachstum mit entsprechenden Impulsen für die Vermietungsmärkte. Auch die Bereitstellung neuer Produkte aufgrund von umfangreichen Fertigstellungen dürfte sich positiv auf das Investmentgeschehen auswirken, sodass ein Transaktionsvolumen im Bereich des langjährigen Durchschnitts das wahrscheinlichste Szenario für 2022 ist“, fasst Philip Bellenbaum die Aussichten zusammen.

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Zusatz-Funktion für Corestate-CEO

René Parmantier übernimmt Leitung des Real Estate Debt Geschäfts

von Gudrun Angerer

Bei Corestate gibt es einen Wechsel in der Vorstandsebene: René Parmantier übernimmt neben seiner Funktion als CEO von Corestate nun zusätzlich die Verantwortung für das Segment Real Estate Debt und damit auch die Geschäftsführung der Corestate Bank. Der Aufsichtsrat der Corestate hat die Herren Johannes Märklin und Sebastian Ernst mit Wirkung zum 7. Februar 2022 aus dem Vorstand der Corestate Capital Holding und allen weiteren Funktionen in der Gruppe abberufen. Stavros Efremidis, Vorsitzender des Aufsichtsrats dankt Parmantier für die Übernahme der zusätzlichen Verantwortung und unterstreicht, dass "die strategische Ausrichtung der Corestate als Manager von Real Estate Debt & Equity davon unberührt bleiben wird."

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Union konnte Leerstand abbauen

Positive Vermietungsbilanz gegenüber dem Vorjahr

von Gudrun Angerer

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Union Investment hat im Jahr 2021 deutlich mehr gewerbliche Immobilienflächen neu vermietet als in den Vorjahren und konnte damit trotz der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie Leerstand abbauen. Insgesamt 275.921 m² wurden im vergangenen Jahr neu vermietet, - 45 Prozent mehr als im Vorjahr und rund 14 Prozent mehr als im Jahr 2019 und damit vor Ausbruch der Pandemie.
"Das ist eine Spitzenleistung unseres gesamten Vermietungs- und Asset Managementteams. Zumal auch Mietvertragsverlängerungen und Anschlussvermietungen, die nach wie vor den Großteil der Vermietungsbilanz stellen, in dem aktuell schwierigen und wettbewerbsintensiven Umfeld mindestens genauso aufwändig sind. Wir konnten damit die Vermietungsquote nach Ertrag unserer aktiv gemanagten Immobilienfonds auf dem hohen Niveau von rund 95 Prozent stabilisieren", so Volker Noack, Mitglied der Geschäftsführung der Union. Insgesamt hat die Union im Jahr 2021 gewerbliche Immobilienflächen im Umfang von rund 1,3 Millionen m² neu- und nachvermietet. Das sind rund 13 Prozent des aktuell verwalteten Flächenbestands. Aus Fondsperspektive entspricht das einer jährlichen Nettomiete von 320 Millionen Euro. Mit 79 Prozent oder rund einer Million m² entfällt der Großteil der Vermietungsleistungen des vergangenen Jahres erneut auf Nachvermietungen. 34 Prozent der gesamten Vermietungsleistungen des Jahres 2021 erfolgten in Büroimmobilien, weitere 34 Prozent im Einzelhandel. Die restliche Vermietungsleistung verteilt sich vor allem auf Hotel- und Logistikimmobilien.

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Rothschild Real Estate kauft Logistikanlage

Logistikanlage am Amsterdamer Flughafen Schiphol

von Gerhard Rodler

Edmond de Rothschild Real Estate Investment Management hat eine Logistikanlage am Amsterdamer Flughafen Schiphol erworben.
Die Anlage am Fokkerweg 165-167 (Oude Meer), ein multimodaler Logistik-Hotspot mit hervorragender Verkehrsanbindung an die A4, A9 und N201, wurde von der Kroonenberg Groep für den Edmond de Rothschild Euro Industrial Real Estate Fund (EIREF) erworben. Das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 4.355 m² ist an das Transportunternehmen R. Nagel und das Logistikunternehmen Ritra Cargo vermietet. Die Akquisition wurde vom niederländischen Team von Edmond de Rothschild REIM durchgeführt, das von Wallstone Capital, CDL Real Estate, VBC Notarissen und SGS Search beraten wurde. Die Kroonenberg Groep wurde von Houthoff beraten.
Robbert Bakhuijsen, Head of Investment Benelux bei Edmond de Rothschild REIM, sagte: „Diese Akquisition stellt eine strategische Erweiterung des Fonds an einem begehrten Standort in der Nähe des Amsterdamer Flughafens Schiphol dar. Das Objekt passt perfekt in die Strategie des Fonds, und wir werden weiterhin Light Industrial und (kleine) Logistikobjekte in gut erreichbaren, städtischen Lagen mit ausgezeichneter Verkehrsanbindung erwerben.“ Der Edmond de Rothschild Euro Industrial Real Estate Fund, der ein Core-Plus-Risikoprofil aufweist, strebt stabile Ausschüttungen an. Der Fonds ist als FCP-RAIF strukturiert und hat seinen Sitz in Luxemburg. Pancura SA ist der Alternative Investment Fund Manager (AIFM).

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Rekord für reconcept

Höchststand bei Anlegerkapital

von Gerhard Rodler

Die reconcept, Anbieter und Asset Manager nachhaltiger Geldanlagen sowie Projektentwickler im Bereich Erneuerbare Energien, hat rund 33 Mio. Euro für grüne Projekte des Hamburger Erneuerbare-Energien-Experten eingeworen – so viel wie noch nie zuvor seit Gründung der reconcept vor 24 Jahren. Aufgrund der Nachfrage nach den beiden börsennotierten Green Bonds, wurde der Green Bond I von 10 Mio. Euro auf letztlich 13,5 Mio. Euro aufgestockt. Ähnlich erfolgreich verläuft die Platzierung des Green Bond II (ISIN: DE000A3E5WT0), der bereits zu 10,7 Mio. Euro gezeichnet wurde und deshalb auf bis zu 15 Mio. Euro aufgestockt werden soll. Zusätzlich zur Zeichnungsmöglichkeit über Partner und das Unternehmen können interessierte Anleger den reconcept Green Bond II noch bis zum 21. Januar 2022 (12 Uhr) über die Zeichnungsfunktionalität „DirectPlace“ der Deutsche Börse im Handelssystem XETRA mittels ihrer depotführenden Bank zeichnen.
Neben der Emissionshaus-Tätigkeit entwickelte sich im Geschäftsjahr 2021 auch das Projektentwicklungsgeschäft erfreulich. So hat reconcept das Portfolio um mehrere Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen erweitert sowie eine Windpark-Transaktion in Frankreich abgeschlossen.

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Wohnungspolitischen Stillstand soll beendet werden

AK fordert Mietanpassung-Aussetzung

von Stefan Posch

Die Ar­bei­ter­kam­mer for­dert, ge­nau­so wie zu­vor die SPÖ, auch heu­er die Aus­set­zung der An­pas­sung der Richt­wert-Mie­ten
Zu­dem soll­te, so die AK, die Re­gie­rung den woh­nungs­po­li­ti­schen Still­stand be­en­den und den lang an­ge­kün­dig­ten Miet­rechts­kon­vent ein­be­ru­fen. Auch dürf­ten be­fris­te­te Ver­trä­ge nicht län­ger der Re­gel­fall im pri­va­ten Sek­tor sein, so die For­de­rung.
Die SPÖ plant zu dem The­ma, wie von Par­tei­che­fin Pa­me­la Ren­di-Wag­ner am Wo­chen­en­de an­ge­kün­digt, ei­nen An­trag im Par­la­ment. Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Chris­ti­an Deutsch sag­te am Diens­tag, ei­ne Er­hö­hung der Richt­wert­mie­ten mit April müs­se ver­hin­dert wer­den. SPÖ-Wohn­bau­spre­che­rin Ruth Be­cher kri­ti­sier­te, dass sich die Miet­ein­nah­men von 2008 bis 2020 ver­dop­pelt hät­ten, wäh­rend zu­gleich das no­mi­nel­le Brut­to­in­lands­pro­dukt nur um knapp 30 Pro­zent ge­stie­gen sei.
AK-Wohn­ex­per­te Tho­mas Ritt for­der­te von der Re­gie­rung au­ßer­dem noch, wie im Re­gie­rungs­über­ein­kom­men ver­an­kert, ei­ne Neu­re­ge­lung der Mak­ler­pro­vi­si­on in Rich­tung Be­stel­ler­prin­zip, die Mo­bi­li­sie­rung bun­des­ei­ge­ner Grund­stü­cke für den ge­mein­nüt­zi­gen Wohn­bau so­wie die Mo­bi­li­sie­rung leer ste­hen­der Woh­nun­gen. Ob­wohl das ei­ne Bun­des­kom­pe­tenz sei, kön­ne man hier bis­her nichts se­hen. Auch das The­ma von Woh­nun­gen, die via Airb­nb ver­mie­tet wer­den, wer­de wohl schla­gend, wenn wie­der vie­le Tou­ris­ten kom­men. Auch hier sei von ei­ner Neu­re­ge­lung trotz frü­he­rer An­kün­di­gun­gen bis­her nichts zu mer­ken.

Entscheid des EuGH

Änderung bei Vorsteuerabzug

von Gudrun Angerer

Seit dem 1. Jän­ner 2022 müs­sen aus­län­di­sche Ver­mie­ter in Ös­ter­reich ih­re Rech­nun­gen an ein­ge­mie­te­te Un­ter­neh­men oh­ne Um­satz­steu­er aus­stel­len, wenn sie in Ös­ter­reich über kein Per­so­nal ver­fü­gen. Bleibt dies un­be­rück­sich­tigt, kön­nen die Mie­ter ih­rer­seits kei­ne Vor­steu­er gel­tend ma­chen. Vie­le Be­ra­tungs­fäl­le des Steu­er­be­ra­tungs- und Wirt­schafts­prü­fungs­un­ter­neh­mens Ma­zars zei­gen, dass die­se Re­ge­lung noch nicht in der Pra­xis an­ge­kom­men ist.
Ve­re­na Zieg­ler, Pro­ku­ris­tin bei Ma­zars Aus­tria: "Wir se­hen, dass es in dem Zu­sam­men­hang noch viel In­for­ma­ti­ons­be­darf gibt. Pro­ble­ma­tisch ist dies nicht nur für den Aus­stel­ler der Rech­nung, der, wenn er sie wie bis­her üb­lich legt, die fälsch­lich aus­ge­wie­se­ne Steu­er schul­det, son­dern auch für den Rech­nungs­emp­fän­ger, da die­ser ei­ne sol­che Um­satz­steu­er nicht als Vor­steu­er ab­zie­hen kann." Das vom Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof (EuGH) ge­fäll­te Ur­teil na­mens "Ti­ta­ni­um" brach­te ei­ne Än­de­rung der An­sicht der ös­ter­rei­chi­schen Fi­nanz­ver­wal­tung. Und die hat weit­rei­chen­de Fol­gen für ge­werb­li­che Mie­ter aus­län­di­scher Im­mo­bi­li­en­an­bie­ter, die in Ös­ter­reich über kein ei­ge­nes Per­so­nal für die Leis­tungs­er­brin­gung bei der Ver­mie­tung ver­fü­gen. Sämt­li­che steu­er­pflich­ti­ge Ver­mie­tungs­um­sät­ze ei­nes aus­län­di­schen Un­ter­neh­mers an an­de­re Un­ter­neh­mer un­ter­lie­gen des­halb ab so­fort ei­nem so­ge­nann­ten "Re­ver­se-Char­ge-Ver­fah­ren", wo­nach die Steu­er­schuld auf den Leis­tungs­emp­fän­ger über­geht. Aus­län­di­sche Ver­mie­ter müs­sen Miet­vor­schrei­bun­gen an ge­werb­li­che Mie­ter kon­se­quen­ter­wei­se oh­ne Um­satz­steu­er aus­stel­len und in ih­ren Rech­nun­gen ab so­fort dar­auf hin­wei­sen, dass die Steu­er­schuld auf ih­ren Ver­trags­part­ner über­geht.
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Neuzugang im Team Mietwohnungen der EHL

Philipp Pfeiffer verstärkt EHL Wohnen

von Stefan Posch

Philipp PfeifferPhilipp Pfeiffer
Phil­ipp Pfeif­fer, 36, ver­stärkt ab so­fort das Ver­triebsteam Miet­woh­nun­gen bei der zur EHL Grup­pe zäh­len­den EHL Woh­nen Er ist seit sechs Jah­ren in der Im­mo­bi­li­en­bran­che tä­tig und hat in meh­re­ren Kar­rie­re­sta­tio­nen ei­ne brei­te Kom­pe­tenz im Im­mo­bi­li­en­ver­trieb mit Schwer­punkt Woh­nen auf­ge­baut.
Die EHL Woh­nen GmbH ist in den Be­rei­chen Miet­woh­nun­gen, Ei­gen­tums­woh­nun­gen, Vor­sor­ge­woh­nun­gen und Bau­trä­ger­grund­stü­cke tä­tig. 2021 ver­mit­tel­te sie rund 1.500 Wohn­ein­hei­ten. Ne­ben der Ver­mitt­lungs­tä­tig­keit ist ei­ner ih­rer Schwer­punk­te die Be­ra­tung von Ent­wick­lern bei der Kon­zep­ti­on und Op­ti­mie­rung von Neu­bau- und Sa­nie­rungs­pro­jek­ten.

Wolfgang Schneider fokussiert sich auf die Geschäftsführung

Schwarz wird Head of Research bei BNP

von Gudrun Angerer

Inga SchwarzInga Schwarz
Bei BNP gibt es ei­nen Neu­zu­gang in der Re­se­arch-Ab­tei­lung: In­ga Schwarz wur­de kürz­lich zum Head of Re­se­arch Deutsch­land er­nannt. Die Po­si­ti­on über­nahm sie von Wolf­gang Schnei­der, des­sen Schwer­punkt künf­tig ins­be­son­de­re auf sei­nen Auf­ga­ben in der Ge­schäfts­füh­rung lie­gen wird. Schwarz wird die Re­se­arch-Ak­ti­vi­tä­ten ge­mein­sam mit dem in Ham­burg an­säs­si­gen Re­se­arch-Team for­cie­ren und die Ana­ly­se und Auf­be­rei­tung stra­te­gi­scher The­men vor­an­trei­ben, wie das Un­ter­neh­men in ei­ner Aus­sen­dung mit­teilt. Sie kehr­te 2020 als Co-Head of Re­se­arch zu BNP zu­rück, wo sie vor über 20 Jah­ren ih­ren be­ruf­li­chen Wer­de­gang in der Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft be­gann. Vor ih­rem Wech­sel zu BNP ver­ant­wor­te­te sie von 2005 bis 2015 als Head of Re­se­arch den glei­chen Be­reich bei Cush­man & Wake­field in Deutsch­land und ar­bei­te­te da­bei eng mit dem in­ter­na­tio­na­len Team zu­sam­men. An­schlie­ßend be­glei­te­te sie knapp fünf Jah­re lang eben­falls als Head of Re­se­arch den Markt­ein­tritt von Avi­son Young in Deutsch­land.
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Erwerb des Radisson Blu Barcelona Sagrada Familia

Union bringt Radisson Blu nach Barcelona

von Gudrun Angerer

Uni­on hat ein Ho­tel in Bar­ce­lo­na er­wor­ben. Es er­öff­ne­te im No­vem­ber 2018 un­ter der Mar­ke Bar­ce­lo­na 1882 und wird im Zu­ge des Er­werbs in ein Ra­dis­son Blu um­ge­wan­delt. Das Ho­tel liegt in un­mit­tel­ba­rer Nä­he der Se­hens­wür­dig­keit Sagra­da Fa­mi­lia, die in we­ni­gen Jah­ren - nach ei­ner Bau­zeit von 144 Jah­ren - fer­tig­ge­stellt wird. Der An­kauf er­folgt für den Of­fe­nen Im­mo­bi­li­en-Pu­bli­kums­fonds Un­i­Im­mo: Eu­ro­pa. "Bar­ce­lo­na gilt seit je­her als ei­ner der at­trak­tivs­ten Ho­tel­märk­te Eu­ro­pas mit ho­hen Markt­ein­tritts­bar­rie­ren für In­ves­to­ren. Mit die­ser Trans­ak­ti­on hat Uni­on In­vest­ment die Ho­tel­mar­ke Ra­dis­son Blu nach Bar­ce­lo­na ge­bracht und da­mit er­neut ih­re Kom­pe­tenz in der ak­ti­ven Deal-Struk­tu­rie­rung im Ho­tel­be­reich be­wie­sen", so An­dre­as Lö­cher, Lei­ter In­vest­ment Ma­nage­ment Hos­pi­ta­li­ty bei Uni­on In­vest­ment.
"Bei die­ser kom­ple­xen Sha­re Deal-Trans­ak­ti­on muss­te der Ho­tel­be­trieb mit sei­nen Mit­ar­bei­tern zu­nächst aus der Ziel­ge­sell­schaft her­aus­ge­löst und se­pa­rat auf die Ra­dis­son Ho­tel Group über­tra­gen wer­den", er­klärt Chris­toph Eich­baum, Se­ni­or In­vest­ment Ma­na­ger Hos­pi­ta­li­ty bei Uni­on In­vest­ment und Deal Head der Trans­ak­ti­on. Va­le­rie Schu­er­m­ans, Vice Pre­si­dent, Busi­ness De­ve­lop­ment bei Ra­dis­son, er­gänzt: "Die­se Ver­trags­un­ter­zeich­nung mar­kiert ei­nen wich­ti­gen Mo­ment für un­ser Un­ter­neh­men, weil wir un­ser ers­tes Ho­tel in Bar­ce­lo­na er­öff­nen und gleich­zei­tig un­se­re Part­ner­schaft mit Uni­on In­vest­ment stär­ken." Das Ra­dis­son Blu Bar­ce­lo­na Sagra­da Fa­mi­lia ver­fügt über 182 Gäs­te­zim­mer so­wie ein Re­stau­rant, ei­ne Bar, zwei Mee­ting-Räu­me, ei­nen Fit­ness­raum und ei­nen Pool auf der Dach­ter­ras­se. Der Miet­ver­trag mit Ra­dis­son Ho­tels läuft über 25 Jah­re. Es ist be­reits das zwei­te Ho­tel in Bar­ce­lo­na von Uni­on In­vest­ment und im Be­stand des Un­i­Im­mo: Eu­ro­pa. Im Jahr 2013 hat der Ham­bur­ger Im­mo­bi­li­en In­vest­ment­ma­na­ger be­reits das Bar­ce­lo Ra­val er­wor­ben.
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Neubau mit sozialem Nutzungsfokus in Wittenberg für Nachhaltigkeitsfonds

Catella erwirbt soziales Quartier

von Gudrun Angerer

Ca­tel­la hat für den Spe­zi­al-AIF "KCD-Ca­tel­la Im­mo­bi­li­en mit so­zia­ler Ver­ant­wor­tung" ein Quar­tier be­ste­hend aus zwei Ob­jek­ten für Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung im deut­schen Wit­ten­berg er­wor­ben. Das Quar­tier stellt das vier­te In­vest­ment des Son­der­ver­mö­gens dar. Bei den An­kaufs­ob­jek­ten han­delt es sich um zwei Grund­stü­cke mit ge­samt ca. 18.500 m². Bei­de sind je­weils mit ei­nem Wohn­ge­bäu­de (24 Wohn­ein­hei­ten) und ei­nem So­zi­al­ge­bäu­de (Be­treu­ung der Be­woh­ner) so­wie je­weils sie­ben Stell­plät­zen be­baut. Die Fer­tig­stel­lung der vier Ge­bäu­de mit ei­ner Ge­samt-BGF von ca. 3.300 m² ist im vier­ten Quar­tal 2021 er­folgt. Das Quar­tier soll Men­schen mit un­ter­schied­li­chen Be­dürf­nis­sen zur Ver­fü­gung ste­hen und die Ak­zep­tanz für die Be­lan­ge der Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung stär­ken. Die So­zi­al­flä­chen bei­der Lie­gen­schaf­ten wer­den fest für 20 Jah­re vom Au­gus­ti­nus­werk e.V. an­ge­mie­tet und bie­ten den Be­woh­nern der Wohn­ge­bäu­de un­ter­schied­li­che Be­treu­ungs­an­ge­bo­te. "Der An­kauf des Quar­tiers wird die so­zi­al ge­präg­te Fonds­stra­te­gie wei­ter um­set­zen. Durch die Nut­zungs­ar­ten Woh­nen (Woh­nun­gen für Men­schen mit Be­ein­träch­ti­gung) so­wie So­zi­al­nut­zung (Mul­ti­funk­ti­ons­ge­bäu­de mit un­ter­schied­li­chen am­bu­lan­ten Be­treu­ungs­an­ge­bo­ten) wer­den die be­ste­hen­den Nut­zungs­ar­ten wei­ter aus­ge­baut," sagt Tho­mas Küb­ler, Head of Port­fo­lio Ma­nage­ment und Port­fo­lio Ma­na­ger des "KCD-Ca­tel­la Im­mo­bi­li­en mit so­zia­ler Ver­ant­wor­tung". Ver­käu­fer ist die Pro Se­cur Ver­mö­gens­be­ra­tung und -ver­wal­tung. .

Aber im Vorjahr spürbarer Rückgang

Düsseldorfer Investmentmarkt belebter

von Gerhard Rodler

Nach­dem der Düs­sel­dor­fer In­vest­ment­markt 2020 der Co­ro­na-Pan­de­mie und den da­mit ver­bun­de­nen Un­si­cher­hei­ten mit ei­nem star­ken Er­geb­nis ge­trotzt hat, konn­te er mit ei­nem Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men von rund 2,4 Mrd. Eu­ro im Ge­samt­jahr 2021 nicht an die­se Ent­wick­lung an­knüp­fen. Das Re­sul­tat liegt rund 34 Pro­zent un­ter dem Vor­jah­res­re­sul­tat, und auch der lang­jäh­ri­ge Durch­schnitt wur­de um rund 15 Pro­zent ver­fehlt. Dies er­gibt die Ana­ly­se von BNP Pa­ri­bas Re­al Es­ta­te. Jetzt soll es aber wie­der berg­auf ge­hen.
„Ver­ant­wort­lich für das mo­de­ra­te Markt­ge­sche­hen ist be­son­ders das feh­len­de An­ge­bot an den be­son­ders von In­ves­to­ren nach­ge­frag­ten Co­re-Ob­jek­ten in­ner­halb des Markt­ge­biets der Lan­des­haupt­stadt. Un­ge­ach­tet des­sen konn­te zum En­de des Jah­res ei­ne deut­li­che Markt­be­le­bung fest­ge­stellt wer­den. Das über­durch­schnitt­lich dy­na­mi­sche Schluss­quar­tal, in dem rund 944 Mio. Eu­ro er­zielt wur­den und da­mit dop­pelt so viel wie im drit­ten Quar­tal, ver­deut­licht die­sen po­si­ti­ven Trend“, er­läu­tert Phi­lip Bel­len­baum, Düs­sel­dor­fer Nie­der­las­sungs­lei­ter der BNP Pa­ri­bas Re­al Es­ta­te.
Ein wei­te­rer Grund, war­um der Düs­sel­dor­fer In­vest­ment­markt das Trans­ak­ti­ons­ni­veau der ver­gan­ge­nen Jah­re 2021 nicht er­rei­chen konn­te, zeigt sich bei der Ana­ly­se der In­vest­ments nach Grö­ßen­klas­sen. Vor dem Hin­ter­grund der ge­ne­rel­len ho­hen Nach­fra­ge nach Co­re-Ob­jek­ten und dem be­grenz­ten An­ge­bot sind die Spit­zen­ren­di­ten für Bü­ro- und Lo­gis­tik­ob­jek­te auch im Schluss­quar­tal 2021 wei­ter ge­sun­ken. Die Spit­zen­ren­di­te für Bü­ro­im­mo­bi­li­en no­tiert ak­tu­ell bei 2,75 Pro­zent und da­mit 10 Ba­sis­punk­te un­ter dem Ni­veau von En­de Sep­tem­ber. Noch deut­li­cher ist der Rück­gang bei Lo­gis­tik-As­sets, de­ren Spit­zen­ren­di­te zum En­de des Jah­res bei 3,00 Pro­zent liegt (‑20 Ba­sis­punk­te). Die Ren­di­te von Ge­schäfts­häu­sern ist sta­bil bei 3,20 Pro­zent.
„Trotz des et­was mo­de­ra­te­ren Markt­ge­sche­hens im Jahr 2021 kann aus heu­ti­ger Sicht grund­sätz­lich op­ti­mis­tisch auf 2022 ge­blickt wer­den. Hier­für spricht ne­ben der ge­ne­rell ho­hen Nach­fra­ge nach Düs­sel­dor­fer Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en auch die Aus­sicht auf ein sich im Lau­fe des Jah­res deut­lich be­schleu­ni­gen­des Wirt­schafts­wachs­tum mit ent­spre­chen­den Im­pul­sen für die Ver­mie­tungs­märk­te. Auch die Be­reit­stel­lung neu­er Pro­duk­te auf­grund von um­fang­rei­chen Fer­tig­stel­lun­gen dürf­te sich po­si­tiv auf das In­vest­ment­ge­sche­hen aus­wir­ken, so­dass ein Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men im Be­reich des lang­jäh­ri­gen Durch­schnitts das wahr­schein­lichs­te Sze­na­rio für 2022 ist“, fasst Phi­lip Bel­len­baum die Aus­sich­ten zu­sam­men.
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René Parmantier übernimmt Leitung des Real Estate Debt Geschäfts

Zusatz-Funktion für Corestate-CEO

von Gudrun Angerer

Bei Co­re­sta­te gibt es ei­nen Wech­sel in der Vor­stands­ebe­ne: Re­né Par­man­tier über­nimmt ne­ben sei­ner Funk­ti­on als CEO von Co­re­sta­te nun zu­sätz­lich die Ver­ant­wor­tung für das Seg­ment Re­al Es­ta­te Debt und da­mit auch die Ge­schäfts­füh­rung der Co­re­sta­te Bank. Der Auf­sichts­rat der Co­re­sta­te hat die Her­ren Jo­han­nes Märk­lin und Se­bas­ti­an Ernst mit Wir­kung zum 7. Fe­bru­ar 2022 aus dem Vor­stand der Co­re­sta­te Ca­pi­tal Hol­ding und al­len wei­te­ren Funk­tio­nen in der Grup­pe ab­be­ru­fen. Stav­ros Efre­mi­dis, Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­rats dankt Par­man­tier für die Über­nah­me der zu­sätz­li­chen Ver­ant­wor­tung und un­ter­streicht, dass "die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung der Co­re­sta­te als Ma­na­ger von Re­al Es­ta­te Debt & Equi­ty da­von un­be­rührt blei­ben wird."

Positive Vermietungsbilanz gegenüber dem Vorjahr

Union konnte Leerstand abbauen

von Gudrun Angerer

BroadwayBroadway
Uni­on In­vest­ment hat im Jahr 2021 deut­lich mehr ge­werb­li­che Im­mo­bi­li­en­flä­chen neu ver­mie­tet als in den Vor­jah­ren und konn­te da­mit trotz der Ein­schrän­kun­gen im Zu­ge der Co­ro­na-Pan­de­mie Leer­stand ab­bau­en. Ins­ge­samt 275.921 m² wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr neu ver­mie­tet, - 45 Pro­zent mehr als im Vor­jahr und rund 14 Pro­zent mehr als im Jahr 2019 und da­mit vor Aus­bruch der Pan­de­mie.
"Das ist ei­ne Spit­zen­leis­tung un­se­res ge­sam­ten Ver­mie­tungs- und As­set Ma­nage­ment­teams. Zu­mal auch Miet­ver­trags­ver­län­ge­run­gen und An­schluss­ver­mie­tun­gen, die nach wie vor den Groß­teil der Ver­mie­tungs­bi­lanz stel­len, in dem ak­tu­ell schwie­ri­gen und wett­be­werbs­in­ten­si­ven Um­feld min­des­tens ge­nau­so auf­wän­dig sind. Wir konn­ten da­mit die Ver­mie­tungs­quo­te nach Er­trag un­se­rer ak­tiv ge­ma­nag­ten Im­mo­bi­li­en­fonds auf dem ho­hen Ni­veau von rund 95 Pro­zent sta­bi­li­sie­ren", so Vol­ker Noack, Mit­glied der Ge­schäfts­füh­rung der Uni­on. Ins­ge­samt hat die Uni­on im Jahr 2021 ge­werb­li­che Im­mo­bi­li­en­flä­chen im Um­fang von rund 1,3 Mil­lio­nen m² neu- und nach­ver­mie­tet. Das sind rund 13 Pro­zent des ak­tu­ell ver­wal­te­ten Flä­chen­be­stands. Aus Fonds­per­spek­ti­ve ent­spricht das ei­ner jähr­li­chen Net­to­mie­te von 320 Mil­lio­nen Eu­ro. Mit 79 Pro­zent oder rund ei­ner Mil­li­on m² ent­fällt der Groß­teil der Ver­mie­tungs­leis­tun­gen des ver­gan­ge­nen Jah­res er­neut auf Nach­ver­mie­tun­gen. 34 Pro­zent der ge­sam­ten Ver­mie­tungs­leis­tun­gen des Jah­res 2021 er­folg­ten in Bü­ro­im­mo­bi­li­en, wei­te­re 34 Pro­zent im Ein­zel­han­del. Die rest­li­che Ver­mie­tungs­leis­tung ver­teilt sich vor al­lem auf Ho­tel- und Lo­gis­ti­k­im­mo­bi­li­en.
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Logistikanlage am Amsterdamer Flughafen Schiphol

Rothschild Real Estate kauft Logistikanlage

von Gerhard Rodler

Ed­mond de Roth­schild Re­al Es­ta­te In­vest­ment Ma­nage­ment hat ei­ne Lo­gis­tik­an­la­ge am Ams­ter­da­mer Flug­ha­fen Schip­hol er­wor­ben.
Die An­la­ge am Fok­ker­weg 165-167 (Ou­de Meer), ein mul­ti­moda­ler Lo­gis­tik-Hot­spot mit her­vor­ra­gen­der Ver­kehrs­an­bin­dung an die A4, A9 und N201, wur­de von der Kroo­nen­berg Gro­ep für den Ed­mond de Roth­schild Eu­ro In­dus­tri­al Re­al Es­ta­te Fund (EI­REF) er­wor­ben. Das Ge­bäu­de mit ei­ner Ge­samt­flä­che von 4.355 m² ist an das Trans­port­un­ter­neh­men R. Na­gel und das Lo­gis­tik­un­ter­neh­men Ri­tra Car­go ver­mie­tet. Die Ak­qui­si­ti­on wur­de vom nie­der­län­di­schen Team von Ed­mond de Roth­schild REIM durch­ge­führt, das von Walls­to­ne Ca­pi­tal, CDL Re­al Es­ta­te, VBC No­ta­ris­sen und SGS Se­arch be­ra­ten wur­de. Die Kroo­nen­berg Gro­ep wur­de von Hout­hoff be­ra­ten.
Rob­bert Bak­hui­j­sen, Head of In­vest­ment Be­ne­lux bei Ed­mond de Roth­schild REIM, sag­te: „Die­se Ak­qui­si­ti­on stellt ei­ne stra­te­gi­sche Er­wei­te­rung des Fonds an ei­nem be­gehr­ten Stand­ort in der Nä­he des Ams­ter­da­mer Flug­ha­fens Schip­hol dar. Das Ob­jekt passt per­fekt in die Stra­te­gie des Fonds, und wir wer­den wei­ter­hin Light In­dus­tri­al und (klei­ne) Lo­gis­tik­ob­jek­te in gut er­reich­ba­ren, städ­ti­schen La­gen mit aus­ge­zeich­ne­ter Ver­kehrs­an­bin­dung er­wer­ben.“ Der Ed­mond de Roth­schild Eu­ro In­dus­tri­al Re­al Es­ta­te Fund, der ein Co­re-Plus-Ri­si­ko­pro­fil auf­weist, strebt sta­bi­le Aus­schüt­tun­gen an. Der Fonds ist als FCP-RAIF struk­tu­riert und hat sei­nen Sitz in Lu­xem­burg. Pan­cu­ra SA ist der Al­ter­na­ti­ve In­vest­ment Fund Ma­na­ger (AIFM).

Höchststand bei Anlegerkapital

Rekord für reconcept

von Gerhard Rodler

Die re­con­cept, An­bie­ter und As­set Ma­na­ger nach­hal­ti­ger Geld­an­la­gen so­wie Pro­jekt­ent­wick­ler im Be­reich Er­neu­er­ba­re En­er­gi­en, hat rund 33 Mio. Eu­ro für grü­ne Pro­jek­te des Ham­bur­ger Er­neu­er­ba­re-En­er­gi­en-Ex­per­ten ein­ge­wo­ren – so viel wie noch nie zu­vor seit Grün­dung der re­con­cept vor 24 Jah­ren. Auf­grund der Nach­fra­ge nach den bei­den bör­sen­no­tier­ten Green Bonds, wur­de der Green Bond I von 10 Mio. Eu­ro auf letzt­lich 13,5 Mio. Eu­ro auf­ge­stockt. Ähn­lich er­folg­reich ver­läuft die Plat­zie­rung des Green Bond II (ISIN: DE000A3E5WT0), der be­reits zu 10,7 Mio. Eu­ro ge­zeich­net wur­de und des­halb auf bis zu 15 Mio. Eu­ro auf­ge­stockt wer­den soll. Zu­sätz­lich zur Zeich­nungs­mög­lich­keit über Part­ner und das Un­ter­neh­men kön­nen in­ter­es­sier­te An­le­ger den re­con­cept Green Bond II noch bis zum 21. Ja­nu­ar 2022 (12 Uhr) über die Zeich­nungs­funk­tio­na­li­tät „Di­rect­Place“ der Deut­sche Bör­se im Han­dels­sys­tem XE­TRA mit­tels ih­rer de­pot­füh­ren­den Bank zeich­nen.
Ne­ben der Emis­si­ons­haus-Tä­tig­keit ent­wi­ckel­te sich im Ge­schäfts­jahr 2021 auch das Pro­jekt­ent­wick­lungs­ge­schäft er­freu­lich. So hat re­con­cept das Port­fo­lio um meh­re­re Wind­ener­gie- und Pho­to­vol­ta­ik-An­la­gen er­wei­tert so­wie ei­ne Wind­park-Trans­ak­ti­on in Frank­reich ab­ge­schlos­sen.
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