Angst vor drohender Kreditklemme

Regionalbanken preschen vor

von Gerhard Rodler

Die drohende Kreditklemme stellt nicht nur Kreditinstitute, sondern auch vor allem auch die Immobilienbranche vor massiven Herausforderungen. Vor allem der Start neuer Projekte ist derzeit zumindest teilweise deutlich schwieriger als noch vor sechs Monaten, ergab ein stichprobenartiger Rundruf bei Wiener Bauträgern heute Vormittag von immoflash.
Überraschenderweise betrifft dies nicht nur Hotel- und Retailprojekte (wo man so etwas noch am ehesten erwartet hätte), sondern auch Büro- und sogar Wohnbauprojekte.
Als eines der Hauptprobleme dabei wird angeführt, dass die Bewerter, die ja vor jeder Kreditvergabe im Auftrag der Banken entsprechende Wertgutachten erstellen, aktuell sehr verunsichert sind und daher die Immobilienwerte weiter heruntersetzen, als dies eigentlich der aktuellen (und mittlerweile absehbar künftigen) Marktentwicklung entsprechen würde. Vor allem bei Neukundenbeziehungen würden demnach die Banken derzeit eher auf der Bremse stehen.
Vorwiegend Großbanken sind da aktuell eher bremsend, so war heute beim Rundruf zu hören. Ins Bild passt da auch eine kürzliche Meldung der italienischen Großbank UniCredit S.p.A., die mit ihrer Tochter UniCredit Bank Austria AG auch in Österreich eine bedeutende Marktstellung hat. Sie meldete einen Verlust von 2,7 Milliarden Euro für das 1. Quartal 2020. Zudem wurde ein Stellenabbau von 2.500 Mitarbeitern für die Tochterunternehmen in Österreich und Deutschland angekündigt. Diese zumindest von der Immobilienbranche wahrgenommene Vakuum auf Seiten der Großbanken nutzen umgekehrt aber aktuell die Regionalbanken. Während einige Institute das Neugeschäftsvolumen im Kreditbereich reduzieren oder Einschränkungen vornehmen, nutzen bereits einzelne Kreditinstitute die Chance, das Volumen im Bereich vor allem bei der Wohnbaufinanzierung auszubauen.
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s Immo muss abschreiben

Starkes operatives Ergebnis, aber:

von Gerhard Rodler

Die s Immo zieht zum Ende des ersten Quartals 2020 auf operativer Seite eine erfolgreiche Bilanz - obwohl das Immobilienunternehmen seit Mitte März auch von der COVID-19-Krise getroffen ist. So wurden vor allem die Mieterlöse um rund 10 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 31,1 Millionen Euro gesteigert werden. Dem steht freilich - immoflash berichtete bereits - eine Abwertung des Immobilienbestandes gegenüber. Auf Grund der COVID-19-Pandemie betrug diese -31,5 Millionen Euro. Das entspricht in etwa 1,3 Prozent des IFRS-Immobilienvermögens. Für das erste Quartal ergab sich damit ein Periodenverlust von 21,4 Millionen Euro.
Vorstandsvorsitzender Ernst Vejdovszky: „Natürlich geht diese Krise an uns nicht spurlos vorüber, aber es sind nicht alle Regionen und vor allem nicht alle Nutzungsarten im gleichen Ausmaß betroffen. Der Mai war sicherlich noch kein Wonnemonat, aber wir sehen zunehmend positive Signale, eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen und einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Darüber hinaus sind Wohnimmobilien - die immerhin beinahe 30 Prozent unseres Portfolios ausmachen - kaum betroffen und könnten in den nächsten Monaten sogar von den allgemeinen Unsicherheiten profitieren.“ Die Gesamterlöse der Gesellschaft verzeichneten im ersten Quartal 2020 einen Anstieg von 5,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum und betrugen 50,6 Millionen Euro. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine Steigerung der Mieterlöse zurückzuführen, während sich die Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung nach dem Rekordjahr 2019 auf Grund von COVID-19 auf 9,9 Millionen Euroreduzierten.
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UBM mit Rekordergebnis im 1. Quartal

Aber Corona-Ergebniseffekte bleiben abzuwarten:

von Gerhard Rodler

Die UBM meldet auch (noch) für das 1. Quartal 2020 ein neuerliches Rekordergebnis - und bleibt dennoch vorsichtig. Denn die Auswirkungen der Pandemie auf das Jahresergebnis 2020 bleibe noch abzuwarten, gibt man sich heute Vormittag bei UBM betont vorsichtig.
Das Positive zuerst: "Mit einer Vervierfachung des Gewinns zeigen wir, welches Potential in der UBM steckt", sagt Thomas G. Winkler, CEO der UBM. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg auf 39,3 Millionen Euro und der Nettogewinn auf 22,9 Millionen Euro an. Dabei war das Ergebnis insbesondere von erheblich negativen Währungseffekten und einer hohen Steuerquote auch außergewöhnlich beeinflusst. Der Einfluss der Corona-Krise sowohl auf das Hotelbetriebsgeschäft als auch, im geringeren Ausmaß, durch Mietausfälle würden darüber hinaus erst im Jahresverlauf in der Gewinn- und Verlustrechnung sichtbar. Auch der Einfluss der Pandemie auf die Wertansätze in der Bilanz könne erst bei mehr Klarheit über die Parameter festgestellt werden.
Trotz oder gerade wegen des schwierigen Marktumfelds wurde eine strategische Partnerschaft mit der ARE (Austrian Real Estate) finalisiert, die für beide Seiten eine absolute Win-Win-Situation darstellt. UBM beteiligt sich an einem der größten Stadtentwicklungsprojekte im Herzen Wiens und ARE am größten UBM-Projekt in Deutschland in München. immoflash berichtete.
Auch finanziell stehe UBM mit Ende des ersten Quartals 2020 gut da: Das Eigenkapital kratzt mit 483,3 Millionen Euro an der halben Milliarde, die Eigenkapitalquote lag bei hohen 36 Prozent. Die Nettoverschuldung war mit einem Loan-to-Value Ratio von 34 Prozent weiterhin vergleichsweise gering. UBM verfügte Ende März über liquide Mittel von knapp 190 Millionen Euro Im ersten Quartal 2020 erwirtschaftete UBM eine Gesamtleistung von 86,3 Millionen Euro, nach 71,6 Millionen Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Gesamtleistung der Berichtsperiode war vor allem auf den Baufortschritt bereits verkaufter Immobilienprojekte zurückzuführen. Den größten Beitrag leisteten dabei das Mitte 2019 forward verkaufte Büroprojekt QBC 1&2 in Wien sowie ein Hotel- und Wohnbauprojekt im ehemaligen Mainzer Zollhafen. Außerdem fanden früh im ersten Quartal 2020 Forward-Verkäufe eines Wohnprojekts in Wien und eines Büroprojekts in Prag statt.
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High Noon für Ferienhotels

mrp: Gäste pochen auf flexiblere Stornos

von Robert Rosner

Mit ihrer Wiedereröffnung atmet die Hotellerie merklich auf. MRP hotels hat die Herausforderungen analysiert und in einem neuen Resort-Paper mögliche Lösungswege erarbeitet.
Martin Schaffer, Geschäftsführer und Partner von MRP hotels, sieht zunächst einmal starke Einwirkungen durch die externen Rahmenbedingungen: „Die Hotellerie wird auch langfristig mit den Folgen des Virus umgehen müssen. Neben den behördlichen Vorschriften bei Einreisen, den Kapazitätsbeschränkungen und der Hygeniethematik, haben natürlich auch die globalen wirtschaftlichen Konsequenzen aus der Krise und die emotionale Unsicherheit bei Reisenden einen enormen Einfluss.“ Martin Schaffer sieht jene Betriebe klar im Vorteil, die sich in der Zeit der Schließung mit Zukunftsszenarien auseinandergesetzt haben: „Die Gäste werden ihr Such- und Buchungsverhalten ändern. Sicherheit, Vertrauen und Hygenie haben emotional einen großen Einfluss. Auf der Hard-Facts Seite sind möglichst flexible Buchungs- und Stornobedingungen gefragt.“ Allerdings, so schränkt der Branchenprofi ein, darf der Urlaub im Hotel trotz aller Hygenie- und Vorsichtsmaßnahmen keinen sterilen Spitalscharakter bekommen, Individualität und persönlicher Service müssen auch weiterhin im Tourismus und der Hotellerie einen wichtigen Stellenwert einnehmen.
„Die Krise hat vor allem eines ganz deutlich gemacht: Die Digitalisierung ist kein Zukunftsthema, sondern im Mittelpunkt der Gesellschaft, quer durch alle Altersschichten, angekommen. Für die Hotellerie bedeutet das eine “no excuses„-Strategie fahren zu müssen, neben den Online Buchungsthemen, sollten auch die digitalen Services vor Ort, wie zum Beispiel Online-Check-Ins, mobile Zimmerservices, Sprachsteuerungen und Kommunikationskanäle umgesetzt werden.“, so Martin Schaffer.
Neben den digitalen Konzepten im Vertrieb, beim Aufenthalt und im Marketing, gilt es auch, die Persönlichkeit und die individuelle Betreuung nicht aus den Augen zu verlieren. Die „Gästereise“ während des Aufenthalts muss von Grund auf überdacht und den Rahmenbedingungen angepasst werden - auch hier sind Innovationen notwendig.
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In Deutschland steigen die Wohnpreise

Zum Teil plus zehn Prozent im März und April 2020:

von Gerhard Rodler

Ob es jetzt lediglich ein Schönreden oder bereits tatsächlich ein neuer sich verfestigender, positiver Trend ist, wird man wohl erst in den kommenden Quartalen sehen. Balsam für die Immobilienseele ist es jedenfalls: Nach neuesten Erhebungen der „Immowelt“, welche die Preise für Bestandswohnungen aus dem Frühjahr 2019 mit den Preisen des aktuellen Frühjahrs (bis April 2020) verglichen hat, steigen die Preise für derartige Immobilien weiterhin stetig an. Diese aktuelle Untersuchung wurde zwar für Deutschland angestellt, man darf aber davon ausgehen, dass es für Österreich eine durchaus vergleichbare Entwicklung gibt.
Verglichen wurden Wohnungen mit 40 bis 120 m² bis zum Baujahr 2016. Während die Preisanstiege in den teuren Großstädten wie München, Frankfurt und den nordrheinwestfälischen Metropolen Köln und Düsseldorf moderat anstiegen, sind diese in den mittleren Großstädten und Kreisstädten bundesweit deutlich stärker angestiegen. Städte am Niederrhein wie Mönchengladbach, im Bergischen Land, Solingen, aber auch in Westfalen, Paderborn, haben Zuwächse nahe der 10%-Marke. Nach den durchgeführten Analysen geht „Immowelt“ davon aus, dass die Auswirkungen der Corona-Beschränkungen in diesem Bereich der Immobilienanlagen die weitere Entwicklung nicht nachhaltig stören werden. Hierbei wird allerdings von einer weiteren Abnahme der Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie ausgegangen und dies ist nach der aktuellen Situation das wahrscheinlichste Szenario.
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Neues WEG ist da - in Deutschland

Ladestationen für E-Autos vereinfacht:

von Gerhard Rodler

Die deutsche Bundesregierung veröffentlichte nun den Gesetzesentwurf zur Förderung der Elektromobilität, zur Modernisierung des Wohneigentumsgesetztes und zur Änderung von kosten- und grundbuchrechtlichen Vorschriften. Damit reagiert der Gesetzgeber nun endlich auf die bisher komplizierten und veralteten Verfahren, wenn ein Eigentümer auf gemeinschaftlich genutzten Stellflächen eine Ladestation installieren will. Die (deutsche) Bundesregierung dazu: „Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) wurde im Jahr 1951 erlassen, um den dringend notwendigen Wohnungsbau zu stärken und breiten Bevölkerungsschichten den Erwerb eines “Eigenheims„ zu ermöglichen. Diese Ziele haben nichts an ihrer Aktualität verloren. Jedoch haben sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die umweltpolitischen Herausforderungen und die technischen Möglichkeiten seit Schaffung des WEG verändert: Aufgrund des demografischen Wandels steigt das Bedürfnis, Wohnungen barrierereduzierend aus- und umzubauen. Für die Erreichung der Klimaziele ist die energetische Sanierung von Bestandgebäuden unerlässlich. Neben den Maßnahmen zur Barrierereduzierung und zur energetischen Sanierung verlangt auch die Errichtung von Lademöglichkeiten zur Förderung der Elektromobilität Eingriffe in die Bausubstanz.“ Der Entwurf tritt voraussichtlich bereits im Herbst 2020 in Kraft und bestätigt dann den Anspruch des Eigentümers auf die Installation einer Ladestation. Bisher mussten die Miteigentümer im Rahmen der Eigentümerversammlung einer Installation zustimmen, was die Umsetzung als mühsam und das Vorhaben oftmals erfolglos gestaltet hat. Auch Mieter sollen laut des Entwurfs „... im Grundsatz einen Anspruch darauf haben, dass ... der Einbau einer Lademöglichkeit für ein Elektrofahrzeug ...“ gestattet wird.
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IFA plaziert weitere Wohnbauprojekt

Projekt Buchengasse startet jetzt

von Gerhard Rodler

Investments in Wohnimmobilien erfreuen sich höchster Nachfrage. Die IFA,sieht das erneut mit dem Projekt "Buchengasse", das zu 100 Prozent platziert ist, bewiesen. Die Beteiligung der privaten Investoren erfolgte durch ein Bauherrenmodell (KG-Beteiligungsmodell). Insgesamt schafft IFA mit einem Investitionsvolumen von über 13 Millionen Euro 43 hochwertige und leistbare Neubauwohnungen in single- und familienfreundlichen Größen von 30 bis 83 m². Geplanter Baustart ist noch in diesem Jahr, die Fertigstellung ist für 2022 geplant.
Anleger des Immobilieninvestments "Buchengasse" sollen von soliden Erträgen profitieren, steuerlichen Begünstigungen, Förderungen, Inflationsschutz durch Indexierung der Mieteinnahmen, der Stärke der Bauherrengemeinschaft - etwa durch Minimierung des Leerstandrisikos durch gemeinsame Vermietung - sowie Sicherheit durch Eintrag der gezeichneten Anteile an der Kommanditgesellschaft im Firmenbuch. Bei dieser Form des Bauherrenmodells entfallen bei späterer Übertragung der Anteile - etwa bei Verkauf, Vererbung oder Verschenkung -zusätzlich die Eintragungsgebühr ins Grundbuch sowie die Grunderwerbsteuer. Das Investment überzeugt darüber hinaus durch beste Verkehrsanbindung und Infrastruktur, großzügige Freiflächen und langfristige Vermietbarkeit durch hohe Mieternachfrage im geförderten Wohnbau.
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Bundesforste boosten Immobereich

Betriebsleistung verdreifacht

von Gerhard Rodler

Der Geschäftsbereich Immobilien hat 2019 bei den Österreichischen Bundesforsten (öbf) deutlich zugelegt - und damit das Gesamtergebnis der öbf „gerettet“. „Insgesamt hat sich die Betriebsleistung seit der Neugründung 1997 von 13,7 Millionen Euro auf 48,7 Millionen Euro mehr als verdreifacht“, sagt Georg Schöppl, Vorstand für Immobilien und Finanzen, heute, Dienstag, mittag bei der Präsentation der Gesschäftsergenbnisse. Mit einem Anteil an der gesamten Betriebsleistung von fast einem Viertel ist der Bereich Immobilien neben dem Kerngeschäft Forst/Holz nicht nur der zweitwichtigste, sondern 2019 auch der größte Ergebnisbringer. Ob das 2020 nochmals gelingt, ist noch offen. Für das laufende Jahre wäre aus heutiger Sicht pandemiebedingt auch ein insgesamt negatives Ergebnis möglich, heißt es heute.
„Im letzten Jahr war die Nachfrage nach Baurechts- und Baupachtverträgen ungebrochen hoch. Die Anzahl kletterte 2019 erstmals über 800 Verträge“, berichtet Schöppl. Auch die Entwicklung betriebseigener Immobilienprojekte im Wohn- und Bürobau wurde 2019 weiter forciert. So wurde im Frühjahr 2020 in St. Johann im Pongau (Salzburg) beispielsweise eine neue Öko-Wohnanlage auf ÖBf-Flächen mit neun Mieteinheiten, davon eine für einen sozialen Verein, fertiggestellt. Der Neubau, der anstelle des alten Wohngebäudes entsteht, wurde in Massivholzbauweise errichtet. Das Projekt inklusive Photovoltaik-Anlage und E-Tankstelle vor dem Haus wurde nach nur einem Jahr Bauzeit fertiggestellt, das Investitionsvolumen betrug rund 2,7 Millionen Euro.
Im Frühsommer bezugsfertig sind auch die Wohnungen des neuen Wohnparks in Loibichl-Mondsee (Oberösterreich), den die Bundesforste - ebenso ausgeführt als Massivholzbau - auf eigenen Flächen errichtet haben. Der Wohnpark ist an eine Pelletsheizung angeschlossen und die 12 Wohneinheiten inklusive Revierleiterzentrum sind mit großzügigen Holzflächen ausgestattet. Baubeginn war 2019, das Bauvolumen betrug rund 3,9 Millionen Euro. Insgesamt betreuen die Bundesforste rund 4.100 Objekte und rund 30.000 Immobilien-Verträge.
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CO2-freies mieten im "The House"

Mühlviertler Firma bringt grüne Vermögens-Pool-Anleihe

von Gerhard Rodler

Das Mühlviertler Unternehmen The House hat eine grüne Vermögens-Pool-Anleihe „The House“ aufgelegt. Der Green New Deal im Bereich des Wohnens rechne sich, schaffe Arbeitsplätze und komme völlig ohne Emissionen aus - zumindest in der Miete, wirbt Johann Aschauer für sein Angebot.
1997 hat Aschauer mit dem sogenannten „Net Zero Wohnen“ begonnen.
Seit 2 Jahren gibt es das Konzept des ökologischen, emissionsfreien Wohnens unter der Marke „The House“ serienfertig zum Mieten. Ein Konzept das die Mieter überzeugt, wie die BewohnerIn Lisa Tengg bestätigt. Um die Nachfrage am Markt decken zu können legt das Familien-Unternehmen aus dem Mühlviertel nun die Vermögenspool-Anleihe „The House“ auf. Der Vermögenspool sei ein solidarischer Vermögenskreislauf: Menschen die ihr Erspartes gerade nicht brauchen, investieren wertgesichert in ein sinnvolles Projekt. Immer mehr Menschen wollen im Bereich Wohnen ihren Beitrag für aktiven Klimaschutz und damit für unsere Natur leisten. Allerdings gibt es in diesem Bereich noch kaum Angebote. Wir haben uns auf unabhängiges, nachhaltiges und ökologisches vermieten spezialisiert.
Es ist Europas erstes ökologisches Plus-Energiehaus mit einer Energie-Garantie. Das Konzept dahinter ist der eingesetzte - und der Natur abgeschaute Baustoff - der Solarwabe. Damit können Dämmwerte erzielt werden - die mit klassischen Dämmstoffen mit bis zu 3 Meter Dicke nicht erreicht würde, so das Unternehmen.
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FCR mit erfolgreichem Jahresstart

Weiterer Ausbau des Immobilienbestands geplant:

von Gerhard Rodler

Die FCR Immobilien ist profitabel in das Geschäftsjahr 2020 gestartet. Gemäß IFRS-Zahlen lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA, bei 3,5 Millionen Euro, der IFRS-Vergleichswert des Vorjahreszeitraums betrug 1,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, EBT, betrug 1,5 Millionen Euro. Der EPRA-NAV verbesserte sich von 84,5 Mio. Euro per Ende März 2019 auf 101,4 Millionen Euro per Ende des ersten Quartals 2020. Dies entspricht 11,08 Euro je Aktie (Q1/2019: Split bereinigt 9,23 Euro), ein Plus von 20 Prozent.
Im 1. Quartal 2020 hat die FCR Immobilien AG zwei Objekte verkauft. Die erzielten Verkaufspreise lagen dabei über den gutachterlich ermittelten bilanziellen Wertansätzen, so dass hieraus ein Ergebnisbeitrag von 0,2 Millionen Euro resultierte. Die Mieterträge stiegen im Quartal um 37,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rd. 5,2mMillionen Euro ohne Nebenkosten. Damit war die FCR Immobilien AG im 1. Quartal bereits allein aus der Bestandshaltung profitabel. Der FFO1 lag bei 1,1 Millionen Euro im ersten Quartal 2020, der FFO2 (inkl. Verkaufsgewinne) bei 1,8 Millionen Euro. Der Anstieg in den Mieterträgen resultiert zugleich aus dem zugekauften Immobilienbestand sowie den Vermieterfolgen aus dem Asset Management. Auch hat sich die Rückzahlung der aus der Vergangenheit teuren 2014er-Anleihen erheblich positiv auf den FFO1 ausgewirkt.
Bei allen Zahlen macht sich die Ausrichtung auf Nahversorger mit einem Lebensmittelmarkt als Ankermieter positiv bemerkbar, so dass die Corona-Krise das Geschäft nur sehr moderat beeinträchtigt hat. Mit dem vorhandenen Kapitalrahmen und der aktuellen Liquidität sieht sich die FCR Immobilien AG im derzeitigen Umfeld hervorragend aufgestellt und verfügt über den finanziellen Spielraum für einen weiteren Ausbau des Immobilienportfolios mit weiterhin steigender Profitabilität.
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Marchtrenk setzt auf Nachhaltigkeit

Schrittweiser Einsatz von E-Mobilität

von Gerhard Rodler

Marchtrenk setzt immer mehr auf nachhaltige Lösungen in Bau-, Verkehrs- und Umweltbereichen. In der nachhaltigen Vollholzbauweise mit der Bindung von sehr viel CO2-Schadstoffen bei öffentlichen Bauten (Schulen, Horte, und Kindergärten) gehört die Stadt zu den Spitzenreitern im Bundesland. Durch den schrittweisen Einsatz von E-Mobilität im städtischen Bauhof bzw. durch den Ankauf eines Elektro-Kleinbusses als Beginn einer innerstädtischen Verkehrslösung verzichtet man bereits auf sehr viele Schadstoffe. Auf öffentlichen Bauten sollen weitere Bürgerkraftwerke, sprich Photovoltaikanlagen zur umweltfreundlichen Stromerzeugung installiert werden. Durch großflächige Aufforstungen, Verteilung von kostenfreien Blumensamen für Bienenwiesen, Erhaltung und Ausbau von Grünflächen trägt Marchtrenk sehr viel zur eigenen Umweltverbesserung bei. Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!

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AEW und Catella verkaufen in Dresden

Privater Investor ist Käufer:

von Gerhard Rodler

AEW hat den zweiten Exit für seinen Fonds „Europe Value Partners“, eine paneuropäische Value-Add-Strategie, abgeschlossen. Das Bürogebäude wurde im Dezember 2018 in einem Joint Venture mit Catella Asset Management Deutschland (CAM) erworben und an einen privaten deutschen Investor verkauft.
Die Immobilie befindet sich in der Blasewitzer Straße, östlich des Dresdner Stadtzentrums. Die Strategie hat sich auf die Wachstumsdynamik des Dresdner Marktes konzentriert. Das Gebäude mit flexiblem Büroflächenzuschnitt befindet sich 10 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Stadtzentrum entfernt. Das Objekt war gut positioniert, um die steigende Nachfrage nach Büros aufgrund der schnell wachsenden lokalen Wirtschaft in Dresden zu befriedigen.
Die Gesamtmietfläche der Immobilie umfasst ca. 16.200 m² auf fünf Etagen sowie 170 Tiefgaragenplätze. Das Objekt war zum Zeitpunkt des Erwerbs deutlich unter Markt vermietet, so dass die kurze WAULT Potenzial für Mietsteigerungen erwarten lies. Während der 15-monatigen Haltedauer konnten 70 Prozent der Mietverträge neu verhandelt, die durchschnittliche Mietvertragsdauer von 3,5 auf 5 Jahre erhöht und die Mieten um gute 50 Prozent höher abgeschlossen werden.
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Aber Corona-Ergebniseffekte bleiben abzuwarten:

UBM mit Rekordergebnis im 1. Quartal

von Gerhard Rodler

Die UBM mel­det auch (noch) für das 1. Quar­tal 2020 ein neu­er­li­ches Re­kord­er­geb­nis - und bleibt den­noch vor­sich­tig. Denn die Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie auf das Jah­res­er­geb­nis 2020 blei­be noch ab­zu­war­ten, gibt man sich heu­te Vor­mit­tag bei UBM be­tont vor­sich­tig.
Das Po­si­ti­ve zu­erst: "Mit ei­ner Ver­vier­fa­chung des Ge­winns zei­gen wir, wel­ches Po­ten­ti­al in der UBM steckt", sagt Tho­mas G. Wink­ler, CEO der UBM. Das Er­geb­nis vor Steu­ern (EBT) stieg auf 39,3 Mil­lio­nen Eu­ro und der Net­to­ge­winn auf 22,9 Mil­lio­nen Eu­ro an. Da­bei war das Er­geb­nis ins­be­son­de­re von er­heb­lich ne­ga­ti­ven Wäh­rungs­ef­fek­ten und ei­ner ho­hen Steu­er­quo­te auch au­ßer­ge­wöhn­lich be­ein­flusst. Der Ein­fluss der Co­ro­na-Kri­se so­wohl auf das Ho­tel­be­triebs­ge­schäft als auch, im ge­rin­ge­ren Aus­maß, durch Miet­aus­fäl­le wür­den dar­über hin­aus erst im Jah­res­ver­lauf in der Ge­winn- und Ver­lust­rech­nung sicht­bar. Auch der Ein­fluss der Pan­de­mie auf die Wert­an­sät­ze in der Bi­lanz kön­ne erst bei mehr Klar­heit über die Pa­ra­me­ter fest­ge­stellt wer­den.
Trotz oder ge­ra­de we­gen des schwie­ri­gen Markt­um­felds wur­de ei­ne stra­te­gi­sche Part­ner­schaft mit der ARE (Aus­tri­an Re­al Es­ta­te) fi­na­li­siert, die für bei­de Sei­ten ei­ne ab­so­lu­te Win-Win-Si­tua­ti­on dar­stellt. UBM be­tei­ligt sich an ei­nem der größ­ten Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­te im Her­zen Wiens und ARE am größ­ten UBM-Pro­jekt in Deutsch­land in Mün­chen. im­mof­lash be­rich­te­te.
Auch fi­nan­zi­ell ste­he UBM mit En­de des ers­ten Quar­tals 2020 gut da: Das Ei­gen­ka­pi­tal kratzt mit 483,3 Mil­lio­nen Eu­ro an der hal­ben Mil­li­ar­de, die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te lag bei ho­hen 36 Pro­zent. Die Net­to­ver­schul­dung war mit ei­nem Lo­an-to-Va­lue Ra­tio von 34 Pro­zent wei­ter­hin ver­gleichs­wei­se ge­ring. UBM ver­füg­te En­de März über li­qui­de Mit­tel von knapp 190 Mil­lio­nen Eu­ro Im ers­ten Quar­tal 2020 er­wirt­schaf­te­te UBM ei­ne Ge­samt­leis­tung von 86,3 Mil­lio­nen Eu­ro, nach 71,6 Mil­lio­nen Eu­ro in der Ver­gleichs­pe­ri­ode des Vor­jah­res. Die Ge­samt­leis­tung der Be­richts­pe­ri­ode war vor al­lem auf den Bau­fort­schritt be­reits ver­kauf­ter Im­mo­bi­li­en­pro­jek­te zu­rück­zu­füh­ren. Den größ­ten Bei­trag leis­te­ten da­bei das Mit­te 2019 for­ward ver­kauf­te Bü­ro­pro­jekt QBC 1&2 in Wien so­wie ein Ho­tel- und Wohn­bau­pro­jekt im ehe­ma­li­gen Main­zer Zoll­ha­fen. Au­ßer­dem fan­den früh im ers­ten Quar­tal 2020 For­ward-Ver­käu­fe ei­nes Wohn­pro­jekts in Wien und ei­nes Bü­ro­pro­jekts in Prag statt.
Au­ßer­dem gilt: Ge­mein­sam schaf­fen wir das!

mrp: Gäste pochen auf flexiblere Stornos

High Noon für Ferienhotels

von Robert Rosner

Mit ih­rer Wie­der­er­öff­nung at­met die Ho­tel­le­rie merk­lich auf. MRP ho­tels hat die Her­aus­for­de­run­gen ana­ly­siert und in ei­nem neu­en Re­sort-Pa­per mög­li­che Lö­sungs­we­ge er­ar­bei­tet.
Mar­tin Schaf­fer, Ge­schäfts­füh­rer und Part­ner von MRP ho­tels, sieht zu­nächst ein­mal star­ke Ein­wir­kun­gen durch die ex­ter­nen Rah­men­be­din­gun­gen: „Die Ho­tel­le­rie wird auch lang­fris­tig mit den Fol­gen des Vi­rus um­ge­hen müs­sen. Ne­ben den be­hörd­li­chen Vor­schrif­ten bei Ein­rei­sen, den Ka­pa­zi­täts­be­schrän­kun­gen und der Hy­ge­nie­the­ma­tik, ha­ben na­tür­lich auch die glo­ba­len wirt­schaft­li­chen Kon­se­quen­zen aus der Kri­se und die emo­tio­na­le Un­si­cher­heit bei Rei­sen­den ei­nen enor­men Ein­fluss.“ Mar­tin Schaf­fer sieht je­ne Be­trie­be klar im Vor­teil, die sich in der Zeit der Schlie­ßung mit Zu­kunfts­sze­na­ri­en aus­ein­an­der­ge­setzt ha­ben: „Die Gäs­te wer­den ihr Such- und Bu­chungs­ver­hal­ten än­dern. Si­cher­heit, Ver­trau­en und Hy­ge­nie ha­ben emo­tio­nal ei­nen gro­ßen Ein­fluss. Auf der Hard-Facts Sei­te sind mög­lichst fle­xi­ble Bu­chungs- und Stor­no­be­din­gun­gen ge­fragt.“ Al­ler­dings, so schränkt der Bran­chen­pro­fi ein, darf der Ur­laub im Ho­tel trotz al­ler Hy­ge­nie- und Vor­sichts­maß­nah­men kei­nen ste­ri­len Spi­tal­s­cha­rak­ter be­kom­men, In­di­vi­dua­li­tät und per­sön­li­cher Ser­vice müs­sen auch wei­ter­hin im Tou­ris­mus und der Ho­tel­le­rie ei­nen wich­ti­gen Stel­len­wert ein­neh­men.
„Die Kri­se hat vor al­lem ei­nes ganz deut­lich ge­macht: Die Di­gi­ta­li­sie­rung ist kein Zu­kunfts­the­ma, son­dern im Mit­tel­punkt der Ge­sell­schaft, quer durch al­le Al­ters­schich­ten, an­ge­kom­men. Für die Ho­tel­le­rie be­deu­tet das ei­ne “no ex­cu­ses„-Stra­te­gie fah­ren zu müs­sen, ne­ben den On­line Bu­chungs­the­men, soll­ten auch die di­gi­ta­len Ser­vices vor Ort, wie zum Bei­spiel On­line-Check-Ins, mo­bi­le Zim­mer­ser­vices, Sprach­steue­run­gen und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le um­ge­setzt wer­den.“, so Mar­tin Schaf­fer.
Ne­ben den di­gi­ta­len Kon­zep­ten im Ver­trieb, beim Auf­ent­halt und im Mar­ke­ting, gilt es auch, die Per­sön­lich­keit und die in­di­vi­du­el­le Be­treu­ung nicht aus den Au­gen zu ver­lie­ren. Die „Gäs­te­rei­se“ wäh­rend des Auf­ent­halts muss von Grund auf über­dacht und den Rah­men­be­din­gun­gen an­ge­passt wer­den - auch hier sind In­no­va­tio­nen not­wen­dig.
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Zum Teil plus zehn Prozent im März und April 2020:

In Deutschland steigen die Wohnpreise

von Gerhard Rodler

Ob es jetzt le­dig­lich ein Schön­re­den oder be­reits tat­säch­lich ein neu­er sich ver­fes­ti­gen­der, po­si­ti­ver Trend ist, wird man wohl erst in den kom­men­den Quar­ta­len se­hen. Bal­sam für die Im­mo­bi­li­en­see­le ist es je­den­falls: Nach neu­es­ten Er­he­bun­gen der „Im­mo­welt“, wel­che die Prei­se für Be­stands­woh­nun­gen aus dem Früh­jahr 2019 mit den Prei­sen des ak­tu­el­len Früh­jahrs (bis April 2020) ver­gli­chen hat, stei­gen die Prei­se für der­ar­ti­ge Im­mo­bi­li­en wei­ter­hin ste­tig an. Die­se ak­tu­el­le Un­ter­su­chung wur­de zwar für Deutsch­land an­ge­stellt, man darf aber da­von aus­ge­hen, dass es für Ös­ter­reich ei­ne durch­aus ver­gleich­ba­re Ent­wick­lung gibt.
Ver­gli­chen wur­den Woh­nun­gen mit 40 bis 120 m² bis zum Bau­jahr 2016. Wäh­rend die Preis­an­stie­ge in den teu­ren Groß­städ­ten wie Mün­chen, Frank­furt und den nord­rhein­west­fä­li­schen Me­tro­po­len Köln und Düs­sel­dorf mo­de­rat an­stie­gen, sind die­se in den mitt­le­ren Groß­städ­ten und Kreis­städ­ten bun­des­weit deut­lich stär­ker an­ge­stie­gen. Städ­te am Nie­der­rhein wie Mön­chen­glad­bach, im Ber­gi­schen Land, So­lin­gen, aber auch in West­fa­len, Pa­der­born, ha­ben Zu­wäch­se na­he der 10%-Mar­ke. Nach den durch­ge­führ­ten Ana­ly­sen geht „Im­mo­welt“ da­von aus, dass die Aus­wir­kun­gen der Co­ro­na-Be­schrän­kun­gen in die­sem Be­reich der Im­mo­bi­li­en­an­la­gen die wei­te­re Ent­wick­lung nicht nach­hal­tig stö­ren wer­den. Hier­bei wird al­ler­dings von ei­ner wei­te­ren Ab­nah­me der Be­schrän­kun­gen zur Ein­däm­mung der Pan­de­mie aus­ge­gan­gen und dies ist nach der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on das wahr­schein­lichs­te Sze­na­rio.
Au­ßer­dem gilt: Ge­mein­sam schaf­fen wir das!

Ladestationen für E-Autos vereinfacht:

Neues WEG ist da - in Deutschland

von Gerhard Rodler

Die deut­sche Bun­des­re­gie­rung ver­öf­fent­lich­te nun den Ge­set­zes­ent­wurf zur För­de­rung der Elek­tro­mo­bi­li­tät, zur Mo­der­ni­sie­rung des Wohn­ei­gen­tums­ge­setz­tes und zur Än­de­rung von kos­ten- und grund­buch­recht­li­chen Vor­schrif­ten. Da­mit re­agiert der Ge­setz­ge­ber nun end­lich auf die bis­her kom­pli­zier­ten und ver­al­te­ten Ver­fah­ren, wenn ein Ei­gen­tü­mer auf ge­mein­schaft­lich ge­nutz­ten Stell­flä­chen ei­ne La­de­sta­ti­on in­stal­lie­ren will. Die (deut­sche) Bun­des­re­gie­rung da­zu: „Das Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­setz (WEG) wur­de im Jahr 1951 er­las­sen, um den drin­gend not­wen­di­gen Woh­nungs­bau zu stär­ken und brei­ten Be­völ­ke­rungs­schich­ten den Er­werb ei­nes “Ei­gen­heims„ zu er­mög­li­chen. Die­se Zie­le ha­ben nichts an ih­rer Ak­tua­li­tät ver­lo­ren. Je­doch ha­ben sich die ge­sell­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen, die um­welt­po­li­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen und die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten seit Schaf­fung des WEG ver­än­dert: Auf­grund des de­mo­gra­fi­schen Wan­dels steigt das Be­dürf­nis, Woh­nun­gen bar­rie­re­re­du­zie­rend aus- und um­zu­bau­en. Für die Er­rei­chung der Kli­ma­zie­le ist die en­er­ge­ti­sche Sa­nie­rung von Be­stand­ge­bäu­den un­er­läss­lich. Ne­ben den Maß­nah­men zur Bar­rie­re­re­du­zie­rung und zur en­er­ge­ti­schen Sa­nie­rung ver­langt auch die Er­rich­tung von La­de­mög­lich­kei­ten zur För­de­rung der Elek­tro­mo­bi­li­tät Ein­grif­fe in die Bau­sub­stanz.“ Der Ent­wurf tritt vor­aus­sicht­lich be­reits im Herbst 2020 in Kraft und be­stä­tigt dann den An­spruch des Ei­gen­tü­mers auf die In­stal­la­ti­on ei­ner La­de­sta­ti­on. Bis­her muss­ten die Mit­ei­gen­tü­mer im Rah­men der Ei­gen­tü­mer­ver­samm­lung ei­ner In­stal­la­ti­on zu­stim­men, was die Um­set­zung als müh­sam und das Vor­ha­ben oft­mals er­folg­los ge­stal­tet hat. Auch Mie­ter sol­len laut des Ent­wurfs „... im Grund­satz ei­nen An­spruch dar­auf ha­ben, dass ... der Ein­bau ei­ner La­de­mög­lich­keit für ein Elek­tro­fahr­zeug ...“ ge­stat­tet wird.
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Projekt Buchengasse startet jetzt

IFA plaziert weitere Wohnbauprojekt

von Gerhard Rodler

In­vest­ments in Wohn­im­mo­bi­li­en er­freu­en sich höchs­ter Nach­fra­ge. Die IFA,sieht das er­neut mit dem Pro­jekt "Bu­chen­gas­se", das zu 100 Pro­zent plat­ziert ist, be­wie­sen. Die Be­tei­li­gung der pri­va­ten In­ves­to­ren er­folg­te durch ein Bau­her­ren­mo­dell (KG-Be­tei­li­gungs­mo­dell). Ins­ge­samt schafft IFA mit ei­nem In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men von über 13 Mil­lio­nen Eu­ro 43 hoch­wer­ti­ge und leist­ba­re Neu­bau­woh­nun­gen in sin­gle- und fa­mi­li­en­freund­li­chen Grö­ßen von 30 bis 83 m². Ge­plan­ter Bau­start ist noch in die­sem Jahr, die Fer­tig­stel­lung ist für 2022 ge­plant.
An­le­ger des Im­mo­bi­li­en­in­vest­ments "Bu­chen­gas­se" sol­len von so­li­den Er­trä­gen pro­fi­tie­ren, steu­er­li­chen Be­güns­ti­gun­gen, För­de­run­gen, In­fla­ti­ons­schutz durch In­de­xie­rung der Miet­ein­nah­men, der Stär­ke der Bau­her­ren­ge­mein­schaft - et­wa durch Mi­ni­mie­rung des Leer­stan­d­ri­si­kos durch ge­mein­sa­me Ver­mie­tung - so­wie Si­cher­heit durch Ein­trag der ge­zeich­ne­ten An­tei­le an der Kom­man­dit­ge­sell­schaft im Fir­men­buch. Bei die­ser Form des Bau­her­ren­mo­dells ent­fal­len bei spä­te­rer Über­tra­gung der An­tei­le - et­wa bei Ver­kauf, Ver­er­bung oder Ver­schen­kung -zu­sätz­lich die Ein­tra­gungs­ge­bühr ins Grund­buch so­wie die Grund­er­werb­steu­er. Das In­vest­ment über­zeugt dar­über hin­aus durch bes­te Ver­kehrs­an­bin­dung und In­fra­struk­tur, groß­zü­gi­ge Frei­flä­chen und lang­fris­ti­ge Ver­miet­bar­keit durch ho­he Mie­ter­nach­fra­ge im ge­för­der­ten Wohn­bau.
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Betriebsleistung verdreifacht

Bundesforste boosten Immobereich

von Gerhard Rodler

Der Ge­schäfts­be­reich Im­mo­bi­li­en hat 2019 bei den Ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­fors­ten (öbf) deut­lich zu­ge­legt - und da­mit das Ge­samt­er­geb­nis der öbf „ge­ret­tet“. „Ins­ge­samt hat sich die Be­triebs­leis­tung seit der Neu­grün­dung 1997 von 13,7 Mil­lio­nen Eu­ro auf 48,7 Mil­lio­nen Eu­ro mehr als ver­drei­facht“, sagt Ge­org Schöppl, Vor­stand für Im­mo­bi­li­en und Fi­nan­zen, heu­te, Diens­tag, mit­tag bei der Prä­sen­ta­ti­on der Ges­schäfts­er­genbnis­se. Mit ei­nem An­teil an der ge­sam­ten Be­triebs­leis­tung von fast ei­nem Vier­tel ist der Be­reich Im­mo­bi­li­en ne­ben dem Kern­ge­schäft Forst/Holz nicht nur der zweit­wich­tigs­te, son­dern 2019 auch der größ­te Er­geb­nis­brin­ger. Ob das 2020 noch­mals ge­lingt, ist noch of­fen. Für das lau­fen­de Jah­re wä­re aus heu­ti­ger Sicht pan­de­mie­be­dingt auch ein ins­ge­samt ne­ga­ti­ves Er­geb­nis mög­lich, heißt es heu­te.
„Im letz­ten Jahr war die Nach­fra­ge nach Bau­rechts- und Bau­pacht­ver­trä­gen un­ge­bro­chen hoch. Die An­zahl klet­ter­te 2019 erst­mals über 800 Ver­trä­ge“, be­rich­tet Schöppl. Auch die Ent­wick­lung be­triebs­ei­ge­ner Im­mo­bi­li­en­pro­jek­te im Wohn- und Bü­ro­bau wur­de 2019 wei­ter for­ciert. So wur­de im Früh­jahr 2020 in St. Jo­hann im Pon­gau (Salz­burg) bei­spiels­wei­se ei­ne neue Öko-Wohn­an­la­ge auf ÖBf-Flä­chen mit neun Miet­ein­hei­ten, da­von ei­ne für ei­nen so­zia­len Ver­ein, fer­tig­ge­stellt. Der Neu­bau, der an­stel­le des al­ten Wohn­ge­bäu­des ent­steht, wur­de in Mas­siv­holz­bau­wei­se er­rich­tet. Das Pro­jekt in­klu­si­ve Pho­to­vol­ta­ik-An­la­ge und E-Tank­stel­le vor dem Haus wur­de nach nur ei­nem Jahr Bau­zeit fer­tig­ge­stellt, das In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men be­trug rund 2,7 Mil­lio­nen Eu­ro.
Im Früh­som­mer be­zugs­fer­tig sind auch die Woh­nun­gen des neu­en Wohn­parks in Loi­bichl-Mond­see (Ober­ös­ter­reich), den die Bun­des­fors­te - eben­so aus­ge­führt als Mas­siv­holz­bau - auf ei­ge­nen Flä­chen er­rich­tet ha­ben. Der Wohn­park ist an ei­ne Pel­lets­hei­zung an­ge­schlos­sen und die 12 Wohn­ein­hei­ten in­klu­si­ve Re­vier­lei­ter­zen­trum sind mit groß­zü­gi­gen Holz­flä­chen aus­ge­stat­tet. Bau­be­ginn war 2019, das Bau­vo­lu­men be­trug rund 3,9 Mil­lio­nen Eu­ro. Ins­ge­samt be­treu­en die Bun­des­fors­te rund 4.100 Ob­jek­te und rund 30.000 Im­mo­bi­li­en-Ver­trä­ge.
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Mühlviertler Firma bringt grüne Vermögens-Pool-Anleihe

CO2-freies mieten im "The House"

von Gerhard Rodler

Das Mühl­viert­ler Un­ter­neh­men The Hou­se hat ei­ne grü­ne Ver­mö­gens-Pool-An­lei­he „The Hou­se“ auf­ge­legt. Der Green New Deal im Be­reich des Woh­nens rech­ne sich, schaf­fe Ar­beits­plät­ze und kom­me völ­lig oh­ne Emis­sio­nen aus - zu­min­dest in der Mie­te, wirbt Jo­hann Aschau­er für sein An­ge­bot.
1997 hat Aschau­er mit dem so­ge­nann­ten „Net Ze­ro Woh­nen“ be­gon­nen.
Seit 2 Jah­ren gibt es das Kon­zept des öko­lo­gi­schen, emis­si­ons­frei­en Woh­nens un­ter der Mar­ke „The Hou­se“ se­ri­en­fer­tig zum Mie­ten. Ein Kon­zept das die Mie­ter über­zeugt, wie die Be­woh­ne­rIn Li­sa Tengg be­stä­tigt. Um die Nach­fra­ge am Markt de­cken zu kön­nen legt das Fa­mi­li­en-Un­ter­neh­men aus dem Mühl­vier­tel nun die Ver­mö­gen­spool-An­lei­he „The Hou­se“ auf. Der Ver­mö­gen­spool sei ein so­li­da­ri­scher Ver­mö­gens­kreis­lauf: Men­schen die ihr Er­spar­tes ge­ra­de nicht brau­chen, in­ves­tie­ren wert­ge­si­chert in ein sinn­vol­les Pro­jekt. Im­mer mehr Men­schen wol­len im Be­reich Woh­nen ih­ren Bei­trag für ak­ti­ven Kli­ma­schutz und da­mit für un­se­re Na­tur leis­ten. Al­ler­dings gibt es in die­sem Be­reich noch kaum An­ge­bo­te. Wir ha­ben uns auf un­ab­hän­gi­ges, nach­hal­ti­ges und öko­lo­gi­sches ver­mie­ten spe­zia­li­siert.
Es ist Eu­ro­pas ers­tes öko­lo­gi­sches Plus-En­er­gie­haus mit ei­ner En­er­gie-Ga­ran­tie. Das Kon­zept da­hin­ter ist der ein­ge­setz­te - und der Na­tur ab­ge­schau­te Bau­stoff - der So­lar­wa­be. Da­mit kön­nen Dämm­wer­te er­zielt wer­den - die mit klas­si­schen Dämm­stof­fen mit bis zu 3 Me­ter Di­cke nicht er­reicht wür­de, so das Un­ter­neh­men.
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Weiterer Ausbau des Immobilienbestands geplant:

FCR mit erfolgreichem Jahresstart

von Gerhard Rodler

Die FCR Im­mo­bi­li­en ist pro­fi­ta­bel in das Ge­schäfts­jahr 2020 ge­star­tet. Ge­mäß IFRS-Zah­len lag das Er­geb­nis vor Zin­sen, Steu­ern und Ab­schrei­bun­gen, EBIT­DA, bei 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro, der IFRS-Ver­gleichs­wert des Vor­jah­res­zeit­raums be­trug 1,4 Mil­lio­nen Eu­ro. Das Er­geb­nis vor Steu­ern, EBT, be­trug 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro. Der EPRA-NAV ver­bes­ser­te sich von 84,5 Mio. Eu­ro per En­de März 2019 auf 101,4 Mil­lio­nen Eu­ro per En­de des ers­ten Quar­tals 2020. Dies ent­spricht 11,08 Eu­ro je Ak­tie (Q1/2019: Split be­rei­nigt 9,23 Eu­ro), ein Plus von 20 Pro­zent.
Im 1. Quar­tal 2020 hat die FCR Im­mo­bi­li­en AG zwei Ob­jek­te ver­kauft. Die er­ziel­ten Ver­kaufs­prei­se la­gen da­bei über den gut­ach­ter­lich er­mit­tel­ten bi­lan­zi­el­len Wert­an­sät­zen, so dass hier­aus ein Er­geb­nis­bei­trag von 0,2 Mil­lio­nen Eu­ro re­sul­tier­te. Die Miet­erträ­ge stie­gen im Quar­tal um 37,3 Pro­zent ge­gen­über dem Vor­jahr auf rd. 5,2mMil­lio­nen Eu­ro oh­ne Ne­ben­kos­ten. Da­mit war die FCR Im­mo­bi­li­en AG im 1. Quar­tal be­reits al­lein aus der Be­stand­shal­tung pro­fi­ta­bel. Der FFO1 lag bei 1,1 Mil­lio­nen Eu­ro im ers­ten Quar­tal 2020, der FFO2 (inkl. Ver­kaufs­ge­win­ne) bei 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro. Der An­stieg in den Miet­erträ­gen re­sul­tiert zu­gleich aus dem zu­ge­kauf­ten Im­mo­bi­li­en­be­stand so­wie den Ver­mieter­fol­gen aus dem As­set Ma­nage­ment. Auch hat sich die Rück­zah­lung der aus der Ver­gan­gen­heit teu­ren 2014er-An­lei­hen er­heb­lich po­si­tiv auf den FFO1 aus­ge­wirkt.
Bei al­len Zah­len macht sich die Aus­rich­tung auf Nah­ver­sor­ger mit ei­nem Le­bens­mit­tel­markt als An­ker­mie­ter po­si­tiv be­merk­bar, so dass die Co­ro­na-Kri­se das Ge­schäft nur sehr mo­de­rat be­ein­träch­tigt hat. Mit dem vor­han­de­nen Ka­pi­tal­rah­men und der ak­tu­el­len Li­qui­di­tät sieht sich die FCR Im­mo­bi­li­en AG im der­zei­ti­gen Um­feld her­vor­ra­gend auf­ge­stellt und ver­fügt über den fi­nan­zi­el­len Spiel­raum für ei­nen wei­te­ren Aus­bau des Im­mo­bi­li­en­port­fo­li­os mit wei­ter­hin stei­gen­der Pro­fi­ta­bi­li­tät.
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Schrittweiser Einsatz von E-Mobilität

Marchtrenk setzt auf Nachhaltigkeit

von Gerhard Rodler

March­trenk setzt im­mer mehr auf nach­hal­ti­ge Lö­sun­gen in Bau-, Ver­kehrs- und Um­welt­be­rei­chen. In der nach­hal­ti­gen Voll­holz­bau­wei­se mit der Bin­dung von sehr viel CO2-Schad­stof­fen bei öf­fent­li­chen Bau­ten (Schu­len, Hor­te, und Kin­der­gär­ten) ge­hört die Stadt zu den Spit­zen­rei­tern im Bun­des­land. Durch den schritt­wei­sen Ein­satz von E-Mo­bi­li­tät im städ­ti­schen Bau­hof bzw. durch den An­kauf ei­nes Elek­tro-Klein­bus­ses als Be­ginn ei­ner in­ner­städ­ti­schen Ver­kehrs­lö­sung ver­zich­tet man be­reits auf sehr vie­le Schad­stof­fe. Auf öf­fent­li­chen Bau­ten sol­len wei­te­re Bür­ger­kraft­wer­ke, sprich Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen zur um­welt­freund­li­chen Strom­er­zeu­gung in­stal­liert wer­den. Durch groß­flä­chi­ge Auf­fors­tun­gen, Ver­tei­lung von kos­ten­frei­en Blu­men­sa­men für Bie­nen­wie­sen, Er­hal­tung und Aus­bau von Grün­flä­chen trägt March­trenk sehr viel zur ei­ge­nen Um­welt­ver­bes­se­rung bei. Au­ßer­dem gilt: Ge­mein­sam schaf­fen wir das!

Privater Investor ist Käufer:

AEW und Catella verkaufen in Dresden

von Gerhard Rodler

AEW hat den zwei­ten Exit für sei­nen Fonds „Eu­ro­pe Va­lue Part­ners“, ei­ne pan­eu­ro­päi­sche Va­lue-Add-Stra­te­gie, ab­ge­schlos­sen. Das Bü­ro­ge­bäu­de wur­de im De­zem­ber 2018 in ei­nem Joint Ven­ture mit Ca­tel­la As­set Ma­nage­ment Deutsch­land (CAM) er­wor­ben und an ei­nen pri­va­ten deut­schen In­ves­tor ver­kauft.
Die Im­mo­bi­lie be­fin­det sich in der Bla­se­wit­zer Stra­ße, öst­lich des Dresd­ner Stadt­zen­trums. Die Stra­te­gie hat sich auf die Wachs­tums­dy­na­mik des Dresd­ner Mark­tes kon­zen­triert. Das Ge­bäu­de mit fle­xi­blem Bü­ro­flä­chen­zu­schnitt be­fin­det sich 10 Mi­nu­ten mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln vom Stadt­zen­trum ent­fernt. Das Ob­jekt war gut po­si­tio­niert, um die stei­gen­de Nach­fra­ge nach Bü­ros auf­grund der schnell wach­sen­den lo­ka­len Wirt­schaft in Dres­den zu be­frie­di­gen.
Die Ge­samt­miet­flä­che der Im­mo­bi­lie um­fasst ca. 16.200 m² auf fünf Eta­gen so­wie 170 Tief­ga­ra­gen­plät­ze. Das Ob­jekt war zum Zeit­punkt des Er­werbs deut­lich un­ter Markt ver­mie­tet, so dass die kur­ze WAULT Po­ten­zi­al für Miet­stei­ge­run­gen er­war­ten lies. Wäh­rend der 15-mo­na­ti­gen Hal­te­dau­er konn­ten 70 Pro­zent der Miet­ver­trä­ge neu ver­han­delt, die durch­schnitt­li­che Miet­ver­trags­dau­er von 3,5 auf 5 Jah­re er­höht und die Mie­ten um gu­te 50 Pro­zent hö­her ab­ge­schlos­sen wer­den.
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Ludwig Hoffman Quartier –
eine Verwandlung

Ber­li­ner Stadt­quar­tier­s­ent­wick­lung im Al­lein­gang - das ist nicht all­täg­lich. In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren, staat­li­che För­de­run­gen so­wie Pro­jekt-Rie­sen wie BU­WOG und Co wür­de man nor­ma­ler­wei­se mit Me­ga-Wohn­bau­pro­jek­ten der deut­schen Haupt­stadt in Ver­bin­dung brin­gen. An­dre­as Dah­l­ke, ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter und Kopf der SI­TUS GmbH Grund­stück + Pro­jekt, des Pro­jekt­ent­wick­lers, zeigt - zu­ge­ge­ben - auf ein­drucks­vol­le Art und Wei­se, dass es auch an­ders geht. Zur Aus­gangs­la­ge: Das Are­al, auf dem sich das Lud­wig Hoff­mann Quar­tier be­fin­det, liegt im "ho­hen Nor­den" von Ber­lin, im Stadt­teil Buch. Buch wur­de erst 1898 in die Ver­wal­tung der Me­tro­po­le ein­ge­glie­dert - mit dem er­klär­ten Ziel, die Rand­la­ge zur Ent­las­tung der städ­ti­schen Kli­ni­ken zu nut­zen. Zwi­schen 1909 und 1915 wur­de in der Fol­ge das da­mals größ­te eu­ro­päi­sche Kran­ken­haus­pro­jekt un­ter Stadt­bau­rat Lud­wig Hoff­mann in An­griff ge­nom­men. Die­ses war dann fast hun­dert Jah­re ei­ne wich­ti­ge Ver­sor­gungs­ein­heit für me­di­zi­ni­sche Leis­tun­gen. Die An­la­ge wur­de im Cha­rak­ter ei­ner Gar­ten­stadt ent­wi­ckelt, mit 33 neo­klas­si­zis­ti­schen Ge­bäu­den. Die An­ord­nung in Pa­vil­lons war da­mals ei­ne gän­gi­ge Lö­sung, um dem Keim­über­tritt zwi­schen den Sta­tio­nen ent­ge­gen­zu­wir­ken. Ein Um­stand der von Be­ginn an, bei der Ent­wick­lung von Um­nut­zungs­kon­zep­ten des denk­mal­ge­schütz­ten Are­als, sehr für Wohn­bau ge­spro­chen hat. Buch hat sich zu­dem ak­tu­ell zu ei­nem sehr auf­stre­ben­den Stadt­teil von Ber­lin ent­wi­ckelt. Nach ei­ner kur­zen schwie­ri­ge­ren Um­bruch­pha­se kurz nach der Wen­de, prä­sen­tiert sich Buch nun wie­der als in­ter­na­tio­nal be­deu­ten­der Ge­sund­heits- und For­schungs­stand­ort. Das He­li­os-Kli­ni­kum, der Bu­cher Bio­Tech Park, das Leib­nitz-In­sti­tut für Mo­le­ku­la­re Phar­ma­ko­lo­gie, das Max-Del­brück-Cen­trum so­wie ver­schie­de­ne For­schungs­ein­rich­tun­gen der Ber­li­ner Cha­rité füh­ren das Feld an. Par­al­lel zu der Viel­zahl an High-Tech-Ar­beits­plät­zen steigt na­tur­ge­mäß auch der Be­darf an ei­nem mo­der­nen Woh­nungs­an­ge­bot - das Er­for­der­nis ei­ner Lö­sung steht da­her be­reits län­ger im Raum. Zu­mal die Woh­nungs­prei­se im 20 Au­to­mi­nu­ten ent­fernt ge­le­ge­nen Hot­spot Prenz­lau­er Berg in den letz­ten Jah­ren na­he­zu ex­plo­diert sind. Das Pro­jekt An­dre­as Dah­l­ke wur­de auf das Lud­wig Hoff­mann Quar­tier auf­merk­sam, als er - be­reits als Mit­wir­ken­der an ei­ner Im­mo­bi­li­en­ent­wick­lung - in Buch, in dem ver­gleich­ba­ren, aber we­sent­lich klei­ne­ren Pro­jekt "Lud­wig­park", zu tun hat­te. Dah­l­kes Back­ground lag näm­lich nicht von An­fang an im Im­mo­bi­li­en­be­reich - son­dern der Phi­lo­so­phie. Erst mit der Wie­der­ver­ei­ni­gung Deutsch­lands hat er sei­ne be­ruf­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten in die Bran­che ge­lenkt. Mit ei­ni­gen Jah­ren Er­fah­rung und vom Are­al des ehe­ma­li­gen Kran­ken­hau­ses fas­zi­niert, ent­wi­ckel­te er für die brach lie­gen­den 28 Hekt­ar ein Nut­zungs­kon­zept, dass ne­ben Wohn­bau auch ei­nen Schwer­punkt auf so­zia­le In­fra­struk­tur und Quar­tier­s­ent­wick­lung legt. Das Kon­zept fand bei der Be­zirks­ver­wal­tung Pan­kow An­klang und wur­de schließ­lich frei­ge­ge­ben. 2012 konn­te er den Grund - nicht zu­letzt we­gen der stren­gen Auf­la­gen - re­la­tiv güns­tig von ei­nem Lie­gen­schafts­fonds des Lan­des er­wer­ben und mit sei­nen Ak­ti­vi­tä­ten im Rah­men der ei­gens ge­grün­de­ten Pro­jekt­ge­sell­schaft star­ten. Mitt­ler­wei­le wiegt das Vor­ha­ben be­reits an die 300 Mil­lio­nen Eu­ro In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men. Bei Fer­tig­stel­lung 2020 wer­den über 280.000 Qua­drat­me­ter mit 900 Woh­nun­gen so­wie zwei Schu­len, drei Kin­der­gär­ten, ei­ner Sport­hal­le und wei­te­ren so­zia­len Ein­rich­tun­gen, wie ein Se­nio­ren­wohn­heim und be­treu­te Wohn­mög­lich­kei­ten für Men­schen mit be­son­de­ren Be­dürf­nis­sen, ent­wi­ckelt sein. Wie geht das? Am Be­ginn steht laut Dah­l­ke das Bren­nen für ei­ne Idee. Die Ent­wick­lung der kauf­män­ni­schen Lö­sung muss in der Fol­ge dar­auf zu­ge­schnit­ten wer­den. In Dah­l­kes Fall war das ein stren­ges aber ste­tig schritt­wei­ses Vor­ge­hen bei der Ent­wick­lung. Die ers­ten Wohn­ge­bäu­de wur­den ein­zeln als Roh­lin­ge an Bau­trä­ger ver­kauft, die nach den stren­gen Vor­ga­ben des Ge­samt­pro­jek­tes die Sub­stanz sa­nier­ten, im Rah­men der Denk­mahl­schutz-Auf­la­gen Woh­nun­gen ent­wi­ckel­te, und die­se dann ein­zeln ab­ver­kauf­ten. Mit den Er­lö­sen hat Dah­l­ke dann Ge­bäu­de für Ge­bäu­de in An­griff ge­nom­men und ins­be­son­de­re die schu­li­schen Ver­sor­gungs­ein­hei­ten quer­sub­ven­tio­niert. Ei­ne be­mer­kens­wer­te Zu­satz­in­fo ist in die­sem Zu­sam­men­hang, dass das Vor­ha­ben bis­lang auch ent­lang der Zeit­ach­se plan­mä­ßig rea­li­siert wer­den konn­te. 2012 war der al­ler­ers­te Spa­ten­stich. Über 500 Woh­nun­gen sind in der Zwi­schen­zeit fer­tig­ge­stellt und be­zo­gen wor­den und au­ßer­dem sind bis­lang kei­ne ver­zö­gern­den Fak­to­ren für das Pro­jek­ten­de 2020 er­kenn­bar. Dem Er­for­der­nis sämt­li­che Lei­tun­gen zu sa­nie­ren - von der Elek­trik bis zur ge­sam­ten Ver­roh­rung - und nicht zu­letzt auch dem, des Ein­brin­gens mo­der­ner Stan­dards ge­gen­über­ge­stellt, war ein wich­ti­ger wirt­schaft­li­cher Fak­tor, dass auch Neu­bau­ten am Grund­stück mög­lich ge­macht wur­den. Die Groß­zü­gig­keit der An­la­ge wird da­durch aber nicht be­ein­träch­tigt, das ge­sam­te Pro­jekt wird von den weit­läu­fig an­ge­leg­ten Gar­ten­an­la­gen do­mi­niert. Die Park­plät­ze der Be­woh­ner fin­den sich auch aus­schließ­lich am Ran­de des Ge­län­des, wo­bei für ei­ne ent­spre­chen­de An­lie­fe­rungs- und Ver­sor­gungs­struk­tur ge­sorgt ist. Das Teil­kon­zept für den Neu­bau­be­reich des Lud­wig Hoff­mann Quar­tiers be­zieht ver­schie­de­ne In­no­va­tio­nen für das "Woh­nen der Zu­kunft" ein. So fin­det bei­spiels­wei­se zur En­er­gie­ver­sor­gung nur mo­derns­te Tech­nik An­wen­dung. Nach sei­ner fast hun­dert­jäh­ri­gen Ver­gan­gen­heit im Diens­te der Ge­sund­heit hat das Lud­wig Hoff­mann Quar­tier nun zu ei­ner neu­en Be­stim­mung ge­fun­den, die sich ge­wis­ser­ma­ßen auch in den Dienst der All­ge­mein­heit stellt. Ein schö­nes Bei­spiel für die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten in der Im­mo­bi­li­en­bran­che. [ci­te1] In­ter­viewWie kommt es, dass qua­si "ein Ein­zel­kämp­fer" zu so ei­nem gro­ßen Pro­jekt fin­det? An­dre­as Dah­l­ke: Mit Si­cher­heit lässt sich sa­gen, dass ich für die­ses Pro­jekt den idea­len Zeit­punkt er­wischt ha­be. Fünf Jah­re frü­her hät­ten sich nicht die nö­ti­gen Ver­mark­tungs­chan­cen im Um­feld als Aus­gangs­la­ge für so ein am­bi­tio­nier­tes Pro­jekt ge­zeigt, fünf Jah­re spä­ter hät­te be­stimmt ei­ne der gro­ßen und nam­haf­ten Pro­jekt­ge­sell­schaf­ten die Ent­wick­lungs­chan­ce für sich ge­won­nen.Wä­re das nur ein Nach­teil für Sie - oder auch ge­ne­rell ei­ner für das Quar­tier ge­we­sen? An­dre­as Dah­l­ke: Im Lud­wig Hoff­mann Quar­tier, kurz LHQ, wird das der­zeit viel zi­tier­te "leist­ba­re Woh­nen" groß­ge­schrie­ben. In dem Pro­jekt steckt au­ßer­dem kein Cent För­der­geld und den­noch wer­den zu­künf­tig über 1000 Schü­ler hier ih­re Bil­dung er­hal­ten. Die Er­rich­tung der Montes­so­ri-Ge­mein­schafts­schu­le und der Ge­bäu­de für die Evan­ge­li­sche Grund­schu­le Buch wur­de aus den Er­lö­sen des Ge­samt­pro­jek­tes ge­tra­gen. Das wä­re so be­stimmt nicht mög­lich ge­we­sen, wenn sämt­li­che Pro­jekt­stu­fen hart kal­ku­liert wä­ren - wie es in Rah­men von ren­di­te­ge­trie­be­ner Fonds und In­ves­tors Re­la­ti­ons üb­lich ist. Ich woll­te von An­fang zu­sätz­lich zu den Woh­nun­gen auch ei­ne So­zi­al­struk­tur schaf­fen.Das klingt fast nach Weih­nach­ten und ist wohl eher un­üb­lich in der Bran­che? An­dre­as Dah­l­ke: Ich bin Ge­schäfts­mann und lei­te ein Un­ter­neh­men, das auf Ge­winn aus­ge­rich­tet ist. Kei­ne von uns ar­bei­tet um­sonst. Aber ich bin da­von über­zeugt, dass man ge­leich­zei­tig zum pro­fit­ori­en­tie­ren Wirt­schaf­ten auch et­was für die All­ge­mein­heit tun kann, ja muss. Mit dem Lud­wig Hoff­mann Quar­tier ist es uns, mei­nen zehn Mit­ar­bei­tern und mir, ge­lun­gen, sehr un­ter­schied­li­chen Be­dürf­nis­sen ge­recht zu wer­den.Wei­te­re Vor­tei­le? An­dre­as Dah­l­ke: Das Nut­zungs­kon­zept mit der so­zia­len In­fra­struk­tur ist in der Um­ge­ben sehr gut an­ge­kom­men und wird un­ter­stützt. Nicht zu­letzt, weil wir früh­zei­tig al­le um­ge­ben­den Play­er in­for­miert und mit­ein­be­zo­gen ha­ben. Und auch die be­reits im LHQ an­säs­si­gen Be­woh­ner sind Feu­er und Flam­me für das Pro­jekt. Die Ge­mein­schaft fie­bert und lebt mit den Ent­wick­lun­gen des Pro­jek­tes mit, es men­schelt. Wir ma­chen dar­über hin­aus re­gel­mä­ßig Ver­an­stal­tun­gen um das Ge­mein­schafts­ge­fühl zu stär­ken. Zu­letzt der Kunst-Event #48 LHQ wo sich un­ter­schied­lichs­te Künst­ler mit Ver­gan­gen­heit, Ge­gen­wart und Zu­kunft des Are­als ein­drucks­voll aus­ein­an­der­ge­setzt und den Blick auf his­to­ri­sche An­la­gen "auf­ge­bro­chen" ha­ben. Wir be­trei­ben so­zu­sa­gen ak­ti­ves "Cam­pus­ma­nag­ment". Das gan­ze Pro­jekt stößt auf größ­ten Zu­spruch und der ist für die Um­set­zung von un­schätz­ba­ren Wert.Hat Ih­nen der Denk­mal­schutz Kopf­zer­bre­chen be­rei­tet? An­dre­as Dah­l­ke: Der Woh­nungs­kauf im Denk­mal­schutz hat steu­er­li­che Vor­tei­le. Die meis­ten Woh­nun­gen sind im Ei­gen­tum rea­li­siert und wer­den von den Be­sit­zern ver­mie­tet. Auf Grund der Steu­er­vor­tei­le ist es mög­lich, die Mie­ten ge­ring zu hal­ten, was für das Ge­samt­kon­zept maß­geb­lich ist. Der Miet­preis liegt durch­schnitt­lich bei € 10,50 pro Qua­drat­me­ter. Der Kauf­preis ist al­ler­dings auf Grund der Markt­ent­wick­lun­gen mitt­ler­wei­le von an­fangs € 2.900,- auf et­wa € 4.400,- ge­stie­gen. Wir könn­ten mitt­ler­wei­le je­de Woh­nung fünf­mal ver­kau­fen. Na­tür­lich ge­hen mit Denk­mal­schutz auch spe­zi­el­le Auf­wen­dun­gen ein­her. Aber ei­ner­seits wa­ren die Grund­ris­se der ur­sprüng­li­chen Sub­stanz gut für Wohn­bau ge­eig­net und an­de­rer­seits über­wie­gen die Vor­tei­le aus dem spe­zi­el­len Cha­rak­ter und dem da­durch mit­ge­form­ten Image.Apro­pos Image - Sie sel­ber sind Bu­cher ge­wor­den und ste­hen au­then­tisch hin­ter dem Stadt­teil. Es heißt, Sie ha­ben ana­log da­zu das Pro­jekt und die Er­rich­tung gänz­lich der Stadt Ber­lin ver­schrie­ben. An­dre­as Dah­l­ke: Da­mit ist wohl die Aus­wahl der Ge­wer­ke ge­meint. Ab­ge­se­hen von der pol­ni­schen Fir­ma, die uns mit Fens­tern ver­sorgt, sind al­le un­se­re Lie­fe­ran­ten aus­schließ­lich aus der Re­gi­on. Dan­ke für das Ge­spräch. [ci­te2]

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Witt-Dörring ist auf Rechtssachen der Projektentwicklung und auf Bauträger spezialisiert.Witt-Dörring ist auf Rechtssachen der Projektentwicklung und auf Bauträger spezialisiert.

Rechtssachen im Salon Real

Die Im­mo­bi­li­en­welt zu er­obern, war nicht lang­fris­tig ge­plan­te Stra­te­gie von Rechts­an­wäl­tin Da­nie­la Witt-Dör­ring. Mit ei­nem aus­ge­spro­che­nen Ta­lent für recht­lich kom­ple­xe An­ge­le­gen­hei­ten aus­ge­stat­tet, hat sie sich aber die­se Spe­zia­li­sie­rung schließ­lich aus­ge­sucht und ih­re her­aus­ra­gen­de Ex­per­ti­se er­ar­bei­tet. Das kann man über die CÄ­SAR-Sie­ge­rin 2014 im Be­reich 'Re­al Es­ta­te Con­sul­tin­g' ge­trost so sa­gen. So kam es auch nicht von un­ge­fähr, dass die lang­jäh­ri­ge Part­ne­rin der Kanz­lei We­ber & Co, Da­nie­la Witt-Dör­ring, von Mar­g­ret Funk an­ge­spro­chen wur­de, um in die Grün­dungs­rie­ge des Frau­en­netz­wer­kes Sa­lon Re­al ein­zu­stei­gen und dort die Wei­chen mit­zu­stel­len. Das Erst­ge­spräch zu die­sem Pro­jekt fand be­zeich­nen­der Wei­se in der früh­lings­haf­ten Al­lee zur Glo­ri­et­te, am Weg zum jähr­li­chen Früh­stück des Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zins statt. Witt-Dör­ring war so­fort Feu­er und Flam­me für die­se Auf­ga­be und wirk­te tat­kräf­tig mit, als die Idee ei­ni­ge Mo­na­te spä­ter schließ­lich be­gann, For­men an­zu­neh­men. Die Ju­ris­tin ver­riet im Ge­spräch, dass sie sich da­mals sehr ge­schmei­chelt ge­fühlt hat. Es wun­dert aber nicht. Witt-Dör­ring hat nach Be­en­di­gung ih­rer bei­den Stu­di­en Jus und BWL so­fort das Schick­sal in die ei­ge­ne Hand ge­nom­men und ge­mein­sam mit ei­ner Stu­di­en­kol­le­gin ei­ne Kanz­lei ge­grün­det. "Ich wuss­te zu die­sem Zeit­punkt ein­fach schon, dass ich kei­ne be­son­ders gro­ße Eig­nung für Hier­ar­chi­en ha­be. Nicht, dass ich mich nicht auch in gro­ßen Struk­tu­ren zu­recht­fin­de - aber ich dach­te von An­fang an, dass mir mit mei­ner Aus­bil­dung, mei­ner gu­ten Ver­net­zung und mei­nem Kopf die Welt of­fen­steht." Die bei­den Ab­sol­ven­tin­nen be­gan­nen ih­re ers­ten Spo­ren dann prak­tisch mit al­lem zu ver­die­nen, was sich ak­qui­rie­ren ließ - ge­richt­li­che Tä­tig­kei­ten, Scha­dens­er­satz­fäl­le für Man­dan­ten aus der C-Schicht, Frau­en­be­ra­tung - und je­de Men­ge Or­ga­ni­sa­ti­ons­leis­tung. Bis ei­nes Ta­ges der Kanz­lei der ers­te Im­mo­bi­li­en­auf­trag er­teilt wur­de - ei­ne his­to­ri­sche Markt­hal­le in Bra­tis­la­va. Witt-Dör­ring er­ar­bei­te­te sich das nö­ti­ge Know-how für die­ses Pro­jekt im Al­lein­gang, re­cher­chier­te und büf­fel­te - und war am En­de er­staunt, dass al­le Be­tei­lig­ten mit der Leis­tung hoch­zu­frie­den wa­ren. So zu­frie­den, dass als Fol­ge­auf­trag die Ab­wick­lung ei­nes wei­te­ren Deals in der Slo­wa­kei be­auf­tragt wur­de, näm­lich Kauf ei­ner gro­ßen Braue­rei. Und so nahm die Emp­feh­lungs­schlei­fe ih­ren Lauf. "In den 90ern wur­de in der Im­mo­bi­li­en­welt ein 'wil­der Stil' ge­pflegt. Die Trans­ak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit und das Ad­re­na­lin, ob al­les gut geht und die Kli­en­ten be­kom­men, was sie wol­len - das hat mich sehr ge­prägt." so Witt-Dör­ring über ihr En­ga­ge­ment. Stra­te­gi­sches Busi­ness De­ve­lop­ment gab es da­mals nicht in der Kanz­lei, die Spe­zia­li­sie­rung auf Zins­häu­ser und Bau­trä­ger kam dann von selbst. Mitt­ler­wei­le ist das an­ders. Nach der Tren­nung von ih­rer ers­ten Kanz­lei­part­ne­rin, die ein Rich­ter­amt über­nahm, kam die nächs­te Sta­ti­on mit Ste­fan We­ber. Sei­ne Wirt­schafts­kanz­lei bil­de­te den per­fek­ten Rah­men für Witt-Dör­rin­g's wei­te­re Schrit­te. Sie fand dort ge­nau das rich­ti­ge Um­feld, um sich ganz auf ih­re gro­ße Stär­ke zu fo­kus­sie­ren: Die Ver­trags­er­rich­tung. "Ein gu­ter Ver­trag ist die Ge­stal­tung ei­ner Win-Win-Si­tua­ti­on. So kön­nen spä­te­re Strei­tig­kei­ten weit­ge­hend vor­weg­ge­nom­men wer­den", sagt die Ex­per­tin aus jah­re­lan­ger Er­fah­rung. Ihr Be­rufs­le­ben be­reits in jun­gen Jah­ren selbst in die Hand zu neh­men, be­deu­te­te für die Rechts­an­wäl­tin, nicht zu zö­gern, die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len: "Die Kunst ist, sich die Ant­wor­ten auch wirk­lich an­zu­hö­ren und dann dar­aus die ei­ge­nen Schlüs­se zu zie­hen." Und nicht zu­letzt ist auch für die Be­ant­wor­tung von spe­zi­fi­schen Fra­gen der Bran­chen­kol­le­gin­nen der Sa­lon Re­al ins Le­ben ge­ru­fen wor­den. Für Witt-Dör­ring geht die Mis­si­on des Sa­lons aber dar­über hin­aus: "Der Sa­lon Re­al hat sich der ak­ti­ven För­de­rung der Mit­glie­der ver­schrei­ben. Wir er­mög­li­chen, dass auch je­ne mit In­for­ma­tio­nen ver­sorgt wer­den, die sonst zu­rück­hal­ten­der sind und wo­mög­lich nicht ak­tiv um Un­ter­stüt­zung bit­ten."

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