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Neue Widmung geförderter Wohnbau

Grundkostenlimit und Veräußerungsverbot in Wien

von Stefan Posch und Charles Steiner

Die neue Bauordnung, die ab nächsten Jahr in Wien gelten soll, bringt auch eine neue Flächenwidmungskategorie. Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal und der Planungssprecher der Grünen Christoph Chorherr stellten heute einige Eckpunkte der Widmung „geförderter Wohnbau“ vor.
So soll etwa ein Nachweis über Angemessenheit der Grundstückskosten erforderlich sein und entsprechend der bisherigen jahrzehntelangen Praxis im Wohnbauförderungsrecht mit 188 Euro pro m² oberirdischer Bruttogrundfläche limitiert werden. Auf Förderungsdauer (40 Jahre) soll dieses Grundkostenlimit eingefroren und die Wohnungen weder gewinnbringend vermietet noch veräußert werden können. Zudem bedarf es im Verkaufsfall die Zustimmung der Stadt Wien. Durch die Förderungsdauer soll im Zusammenhang mit dem Veräußerungsverbot zu Gunsten des Landes Wien sichergestellt werden, dass die Käuferin bzw. der Käufer der Wohnung auch anlässlich des Mietkaufs (z.B. nach 10 Jahren wird Eigentum an der Mietwohnung erworben) durch einen Weiterverkauf keinen Spekulationsgewinn erwirtschaftet bzw. die Wohnung nur im Sinn des Förderungsrechtes weiter vermietet werden darf (aktuell zu 4,87 Euro pro m² WNFl).
Vonseiten des Österreichischen Haus- und Grundbesitzerbunds (ÖHGB) heißt es, dass man erst die Begutachtung der neuen Bauordnung abwarten wolle. Sollte durch die neue Widmungskategorie zu Teilenteignungen von Privateigentümern von Grundstücken kommen, wolle man sich jedenfalls dagegen wehren, so der ÖHGB gegenüber dem immoflash. Der Bauträgersprecher der WKO, Hans Jörg Ulreich, erklärte dem immoflash in einer Stellungnahme, dass man sich das Regelwerk noch genau ansehen werde: „Maßnahmen für sozial gerechten Wohnbau sind keine Maßnahmen gegen Spekulanten, man darf diese Themen nicht immer miteinander vermischen. Und zweitens wäre es toll, wenn man mindestens genauso vorrangig innerstädtische Nachverdichtung endlich in der Flächenwidmung Neu berücksichtigt werden.“ Man könne, so Ulreich, ganze Städte auf den Dächern unterbringen, ohne einen Cent für Bauland oder Infrastruktur ausgeben zu müssen.
Der ÖVI zeigt sich vorbehaltlich der legistischen Umsetzung vorsichtig positiv. ÖVI Bauträgersprecher und Vizepräsident Klaus Wolfinger sagt, dass man davon ausgehe, dass das Instrument der neuen Widmungskategorie nur bei Stadtentwicklung- und erweiterung geschaffen werde, dort also, wo erstmals Bauland entstehen wird. Er nimmt an, dass die Stadt Wien vermeiden werde, die Wert von Bauland in Privatbesitz durch Widmungsmaßnahmen zu senken. „Wenn diese Prämissen erfüllt werden, kann sich der ÖVI eine Unterstützung dieser Maßnahme gut vorstellen.Wie so oft wird es auf die praktische Umsetzung ankommen. Auch bei der Handhabung der Abbruchsvoraussetzungen für vor 1945 errichteten Gebäude wird es darum gehen, dass diese ad hoc-Maßnahme sachlich und transparent gelebt wird und sich die Stadt Wien in der sensiblen Übergangsphase um pragmatische Übergangslösungen bemüht“, so Wolfinger.

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Garage am Hof verkauft

Uni Credit trennt sich von weiterem Asset

von Sophie Schoeller und Stefan Posch

Wie der immoflash exklusiv in Erfahrung bringen konnte, hat die Best in Parking-Holding der Familie Breiteneder die Parkgarage „Garage am Hof“ in der Wiener Innenstadt von der Uni Credit Bank Austria gekauft. Die UniCredit Bank Austria bestätigt dem immoflash, dass die Immobilien Holding GmbH, eine 100-prozentiges Tochterunternehmen der UniCredit Bank Austria, ihre Beteiligung an der „Garage am Hof“ Gesellschaft m.b.H. an die TGP-Beteiligungs, ein Tochterunternehmen der Best in Parking-Holding veräußert hat. Das Closing erfolgte bereits Ende Juni. Über die Transaktionsdetails und den Kaufpreis wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.
Vonseiten der Breiteneder Immobilien Parking wurde zudem bestätigt, dass alle Dauerparkverträge mit Ende August gekündigt werden. Neue Verträge sollen dann mit einem Aufschlag von fast 20 Prozent vergeben werden. Ursprünglich im Gespräch für den Erwerb der Garage am Hof war laut Branchengerüchten der 52-jährige Ex-Banker, Immobilienentwickler und Investor Thomas Hönigsberger. Hönigsberger, der Stief-Schwiegersohn des verstorbenen Billa-Gründers und Immobilien-Tycoons Karl Wlaschek, verunglückte im März des vergangenen Jahres bei einem Lawinenunglück in Kanada tödlich.

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Erneuter Krach um WBV-GÖD

Deal in Schwebe, Abberufungen stehen im Raum

von Charles Steiner

Der Schlagabtausch um den Kauf der 3.000 WBV-GÖD-Wohnungen (jetzt WBV-GWF) durch Christian Hosp reißt nicht ab. Nachdem sich jetzt der Stadtrechnungshof auf Antrag der FPÖ der Sache annehmen wird, hat auch Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) anklingen lassen, den Deal um die Anteilsübertragungen zur WBV-GFW nicht genehmigen zu wollen. Grundlage dieser Entscheidung seien mehrere Stellungnahmen von Revisionsverband (Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen) und von der Finanzbehörde, die schwerwiegende Bedenken gegen die besagten Anteilsübertragungen geäußert hatten und eine Rückabwicklung als erforderlich betrachten. Denn fraglich sei in dem Zusammenhang, ob die Anteilsübertragung der 3.000 gemeinnützigen Wohnungen an den jetzigen Eigentümer Hosp rechtmäßig gewesen sei, einerseits aufgrund fehlender Genehmigungen, andererseits, weil im Raum steht, der Eigentümer sei im Baugewerbe tätig, was allerdings laut Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz untersagt ist. Hosp bestreitet das, er sei, so eine Stellungnahme, lediglich Assetmanager und habe Funktionen in Aufsichtsräten inne.
In der WBV-GFW brodelt es indes ebenfalls: Nachdem WBV-GFW-Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Gregorich Christian Hosp in einer Aussendung als „Strohmann Michael Tojners“ bezichtigt hatte und im Falle einer Nicht-Rückabwicklung des Deals rechtliche Schritte in Aussicht stellt, kündigte die WBV-GFW eine Gesellschafterversammlung für die zweite Augusthälfte an. Auf der Tagesordnung steht dabei die Abberufung des derzeitigen Mitgeschäftsführers Michael Baumgartner sowie von Stefan Gregorich. Hosp als Gesellschafter sehe sich aufgrund der jüngsten Entwicklungen „gezwungen, die beiden ehemaligen WBV-GÖD-Eigentümer, von denen er das Unternehmen im Jahr 2015 kaufte, ihrer Funktionen in der Wohnbaugesellschaft früher als ursprünglich vorgesehen zu entheben“. Hosp, der den AR-Vorsitz übernehmen wird, kommentiert: „Mit Geschäftsführer Christoph Schäffer, der seit März 2018 im Unternehmen arbeitet, ist die reibungslose Weiterführung der Geschäfte sichergestellt.“

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Millionenklage gegen Wienwert-Gründer

Masseverwalter will insgesamt bis zu 6 Millionen Euro

von Stefan Posch

In der Causa Wienwert fährt Masseverwalter Norbert Abel schwerere Geschütze auf. Dem immoflash liegt eine Klage des Masserverwalters an das Handelsgericht Wien vor. Beklagte Parteien sind die Wienwert-Gründer Nikos Bakirzoglu und Wolfgang Sedelmayer sowie die Wienwert L144 HHM Beta Immobilienhandel KG. Bakirzoglu und Sedelmayer übernahmen laut einem Artikel des Nachrichtenmagazin Profil vom Februar rund ein Drittel der Liegenschaft Lerchenfelder Straße 144 von der WW Holding. Aus diesem Deal entstanden den beiden (als unbeschränkt haftende Gesellschafter der L144-Gesellschaften) Verbindlichkeiten in Höhe von 1,3 Millionen Euro gegenüber der WW Holding, heißt es im Artikel weiter.
Der Masseverwalter begehrt mit der Klage nun die Rückzahlung des Darlehens. Die Liegenschaft ist zusätzlich mit Bankdarlehen belastet. Eine Verwertung im Sinne der Gläubiger der WW Holding ist somit ausgeschlossen.
Mitte 2017 wurde zwischen der Wienwert Holding und der erstbeklagten Partei eine Rückführungsvereinbarung für das streitgegenständliche Darlehen getroffen, heißt es in der Klagsschrift. Es sei auch eine Rückführung bis 30. September 2017 vereinbart worden. Zudem habe es seitens der WW Holding auch bereits mehrfache Zahlungsaufforderungen an die Beklagten gegeben, die jedoch erfolglos geblieben seien. Darüber hinaus seien zahlreiche weitere Verfahren insbesondere gegenüber der Gesellschaftersphäre absehbar, heißt es weiter. Es sollen laut der Klagsschrift weitere Forderungen von schätzungsweise 5 Millionen Euro gegen Bakirzoglu und Sedelmayer geltend gemacht werden.
Ewald Scheucher, Rechtsvertreter von Bakirzoglu und Sedelmayer, argumentiert gegenüber dem immoflash, dass seine Mandanten die Anteile an der L 144 HHM Beta nur treuhändisch für die WW Holding halten. Eine mündliche Treuhandvereinbarung sei im Jahr 2012 zwischen den Wienwert-Gründern und der heutigen WW Holding sowie einem damaligen Wienwert-Angestellten, der als erster Komplementär der L 144 HHM Beta fungierte, geschlossen worden, so Scheucher. Auch Firmenorganigramme würden das untermauern. „Somit klagt sich der Masseverwalter als Vertreter der WW Holding selbst“, so die Sichtweise des Rechtsanwalt.

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cube berlin lernt denken

Brain von CA Immo-Gebäude wird getestet

von Charles Steiner aus Aachen

Eine komplett vernetzte Immobilie wie the cube berlin, das gerade von der CA Immo nahe des Berliner Hauptbahnhofs entwickelt wird, erfordert eine komplett andere Herangehensweise. Denn die künstliche Intelligenz hinter dem Gebäude, genannt „Brain“, die den Betrieb ermöglichen soll, muss noch während der Bauarbeiten entwickelt werden - denn wenn der cube fertiggestellt wird, muss bereits alles funktionieren.
Der immoflash war bei einem Lokalaugenschein im Demozentrum Cluster Smarkt Logistik auf dem Campus der RTWH Aachen, wo der Brain getestet wird, dabei. Zwei Jahre vor der Fertigstellung hat nämlich die CA Immo mit Unterstützung des Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmens Drees & Sommer die Hard- und Software für den cube begonnen, in Betrieb zu setzen - heißt, das Gehirn des cube existiert bereits und wird sukzessive für den tatsächlichen Betrieb in Berlin auf - und ausgebaut. Dabei untersuchen Digitalisierungsexperten unter anderem die Kompatibilität mit den verschiedenen Produkten, die vernetzt werden sollen, sagt Matthias Schmidt, Leiter Development Deutschland bei CA Immo. Schließlich werden 3.750 Sensoren in die Immobilie verbaut, die über Künstliche Intelligenz miteinander verbunden sein werden. Diese müssen zueinander passen. Klaus Dederichs, Head of ICT und Associate Partner von Drees & Sommer erklärt: „Bei der digitalen Konzeption ist der Mensch das Vorbild. Während die Sensoren den Sinnesorganen entsprechen, ist die Kl-fähige Systemplattform cube Brain das Gehirn.“ Die smarten, digitalen Technologien werden je nach Gebäude bzw. Projekt individuell kombiniert und erleichtern Nutzern die Bedienung des Gebäudes. Sie bieten neue Nutzungsmöglichkeiten wie Inhouse Navigation, das Tracking von Personen oder Gegenständen oder Zugangskontrolle durch Personenerkennung. Gesteuert kann das Gebäude dann via App werden.
Ebenfalls die Cyber Security, wobei Hacker auf den Brain angesetzt werden. Schafft es ein solcher, in das System einzudringen, ist ein Preisgeld ausgesetzt - schließlich soll der cube, wenn er im kommenden Jahr in Betrieb geht, vor Cyberangriffen absolut sicher sein.
Der cube berlin wird im kommenden Jahr fertiggestellt werden, erst im Mai wurde die Gleichenfeier begangen. Das rund 100 Millionen Euro Investmentvolumen umfassende Gebäude wurde bereits via Forward Sale an die TH Real Estate veräußert worden.

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Chemnitz als Geheimtipp

Günstige Kaufpreise und steigende Mieten

von Stefan Posch

„Während Leipzig hip und Dresden schön wurde, geriet Chemnitz in Vergessenheit“, konnte man noch vor einigen Jahren in der Tageszeitung FAZ lesen. Doch heute zeigen Wirtschafts- und Bevölkerungszahlen, dass Chemnitz viel Potenzial für Renditeimmobilien birgt. Auch die Kaufkraft der drittgrößten Stadt in Ostdeutschen steigt. Große und mittelständische Firmen, wie Thyssen-Krupp, Siemens, Volkswagen, Niles-Simmons, IBM, Komsa, Union Werkzeugmaschinen, um nur einige zu nennen, haben sich in und um Chemnitz niedergelassen und in die Neugestaltung der Innenstadt wurden in den letzten 25 Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro investiert.
Das zeigt sich auch auf dem Immobilienmarkt. Nach den Jahren der Stagnation ziehen die Preise für Mieten und Wohneigentum laut einer Analyse von Hartrampf Grundinvest allmählich an. Von vielen noch unbemerkt hat ein regelrechter Boom eingesetzt. Die noch vergleichsweise günstigen Kaufpreise machen Immobilien in Chemnitz zu einem attraktiven Investment. In Chemnitz bietet sie ausgewählte Bestandsimmobilien an, schwerpunktmäßig zwischen 50.000 und 120.000 Euro. Dabei ist eine Rendite p.a. von bis zu 4,8 Prozent zu erzielen.

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Atrium zieht positive Bilanz

Finanzbericht des ersten Halbjahres 2018 veröffentlicht

von Sophie Schoeller

Die Atrium European Real Estate, Eigentümer, Verwalter und Neuentwickler von Einkaufszentren und Einzelhandelsimmobilien in Zentraleuropa, gab seine Ergebnisse für das erste Halbjahr 2018 bekannt. Die Atrium konnte eine 3-Prozent-Steigerung der Nettomieterlöse auf Vergleichsbasis mit Wachstum in allen operativen Märkten verzeichnen. Die Gesamt-Nettomieterlöse der Gruppe betrugen 91,8 Millionen Euro (H1 2017: 95,5 Millionen Euro), was auf einen Rückgang von Erlösen in Höhe von 3,5 Millionen Euro, verursacht durch Veräußerungen von Vermögenswerten sowie einen Ertragsrückgang von 2,5 Millionen Euro, zurückzuführen ist.
Die operative Umsatzrendite blieb mit einem Anstieg auf 97,3 Prozent (H1 2017: 96,6 Prozent) stark.
Die EBITDA-Rendite stieg um 4 Prozentpunkte auf 88 Prozent (2017: 84 Prozent) und das EBITDA stieg um 1,1 Prozent, was auf das Kosteneinsparungsprogramm zurückzuführen ist, mit dem die Verwaltungskosten gegenüber 2017 um 30 Prozent (bzw. 4,4 Millionen Euro) gesenkt werden konnten. Liad Barzilai, Chief Executive Officer der Gruppe, kommentiert wie folgt: "Heute können wir erneut über ein robustes Netto-Mietertragswachstum berichten, ebenso über eine Senkung unserer Verwaltungskosten und eine Verbesserung unseres EBITDA. Ich glaube, dass dieses starke Ergebnis zeigt, dass unsere Strategie zur Neupositionierung des Portfolios und unser Kosteneffizienzprogramm Shareholder Value generieren und die Gesellschaft für weiteres Wachstum gut aufgestellt ist."

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MSD Animal Health erweitert in NÖ

Spatenstich für Umbau von Produktionszentrum

von Charles Steiner

Der Hersteller von Impfstoffen für Tiere, MSD Animal Health, wird seinen Standort im niederösterreichischen Krems umbauen und erweitern. Kürzlich fand der Spatenstich für die Umbauarbeiten statt, bei denen am bestehenden Firmengebäude ein verbundenes Logistikgebäude samt temperaturkontrolliertem Lager für die Produktion von Impfstoffen für Tiere entstehen wird. Bis 2022 sollen die Bauarbeiten fertiggestellt werden.Im bestehenden Produktionsgebäude wird ein Herstellbereich für Antigene eingerichtet, in dem bereits 2020 150 Arbeitsplätze entstehen sollen. Bis zum Vollausbau 2022 sollen 300 bis 350 Mitarbeiter am Standort tätig sein.
Hans Dittrich (Vorstand von MSD Animal Health für Europa, Russland, Nordafrika und den Naher Osten) betonte, dass man mit Krems einen idealen Standort gefunden habe , der über mehrere renommierte Universitäten verfügt und auf eine lange Tradition als Wirtschaftszentrum für Biotechnologie zurückblickt.

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Karriere zum Tag: Neu bei Drooms

Daniel Weiskopf neuer Vice President Finance

von Charles Steiner

Daniel WeiskopfDaniel Weiskopf

Neuzugang auf der Managementebene des Secure-Cloud-Anbieters Drooms: Wie Drooms mitteilen lässt wurde Daniel Weiskopf zum neuen Vice President Finance ernannt. Als solcher unterstützt er den Anbieter von virtuellen Datenraumlösungen bei der laufenden Internationalisierung und der Erschließung neuer Märkte. Weiteres Augenmerk seiner Tätigkeit wird im Ausbau des Controllings und der Digitalisierung interner Prozesse liegen.
Daniel Weiskopf (40) verfügt laut Drooms über zehn Jahre Erfahrung im Bereich der alternativen Investmentfonds. In seiner vorherigen Position arbeitete er fünf Jahre als Senior Private Equity Portfolio Manager bei Assicurazioni Generali S.p.A. in Mailand.
Jan Hoffmeister, Managing Director und Gründer von Drooms, lässt mitteilen: „Wir freuen uns sehr, einen so erfahrenen und international profilierten Manager wie Daniel Weiskopf bei Drooms begrüßen zu dürfen. Mit seinem tiefen Verständnis für Alternative Investments- und Software-as-a-Service (SaaS) -Unternehmen verfügt Herr Weiskopf über einen exzellenten Blick für die gesamte Wertschöpfungskette von High-value Assets.“

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Deal in Schwebe, Abberufungen stehen im Raum

Erneuter Krach um WBV-GÖD

von Charles Steiner

Der Schlag­ab­tausch um den Kauf der 3.000 WBV-GÖD-Woh­nun­gen (jetzt WBV-GWF) durch Chris­ti­an Hosp reißt nicht ab. Nach­dem sich jetzt der Stadt­rech­nungs­hof auf An­trag der FPÖ der Sa­che an­neh­men wird, hat auch Wohn­bau­stadt­rä­tin Kath­rin Gaal (SPÖ) an­klin­gen las­sen, den Deal um die An­teils­über­tra­gun­gen zur WBV-GFW nicht ge­neh­mi­gen zu wol­len. Grund­la­ge die­ser Ent­schei­dung sei­en meh­re­re Stel­lung­nah­men von Re­vi­si­ons­ver­band (Ver­band ge­mein­nüt­zi­ger Bau­ver­ei­ni­gun­gen) und von der Fi­nanz­be­hör­de, die schwer­wie­gen­de Be­den­ken ge­gen die be­sag­ten An­teils­über­tra­gun­gen ge­äu­ßert hat­ten und ei­ne Rück­ab­wick­lung als er­for­der­lich be­trach­ten. Denn frag­lich sei in dem Zu­sam­men­hang, ob die An­teils­über­tra­gung der 3.000 ge­mein­nüt­zi­gen Woh­nun­gen an den jet­zi­gen Ei­gen­tü­mer Hosp recht­mä­ßig ge­we­sen sei, ei­ner­seits auf­grund feh­len­der Ge­neh­mi­gun­gen, an­de­rer­seits, weil im Raum steht, der Ei­gen­tü­mer sei im Bau­ge­wer­be tä­tig, was al­ler­dings laut Woh­nungs­ge­mein­nüt­zig­keits­ge­setz un­ter­sagt ist. Hosp be­strei­tet das, er sei, so ei­ne Stel­lung­nah­me, le­dig­lich As­set­ma­na­ger und ha­be Funk­tio­nen in Auf­sichts­rä­ten in­ne.
In der WBV-GFW bro­delt es in­des eben­falls: Nach­dem WBV-GFW-Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Ste­fan Gre­go­rich Chris­ti­an Hosp in ei­ner Aus­sen­dung als „Stroh­mann Mi­cha­el To­j­ners“ be­zich­tigt hat­te und im Fal­le ei­ner Nicht-Rück­ab­wick­lung des Deals recht­li­che Schrit­te in Aus­sicht stellt, kün­dig­te die WBV-GFW ei­ne Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung für die zwei­te Au­gust­hälf­te an. Auf der Ta­ges­ord­nung steht da­bei die Ab­be­ru­fung des der­zei­ti­gen Mit­ge­schäfts­füh­rers Mi­cha­el Baum­gart­ner so­wie von Ste­fan Gre­go­rich. Hosp als Ge­sell­schaf­ter se­he sich auf­grund der jüngs­ten Ent­wick­lun­gen „ge­zwun­gen, die bei­den ehe­ma­li­gen WBV-GÖD-Ei­gen­tü­mer, von de­nen er das Un­ter­neh­men im Jahr 2015 kauf­te, ih­rer Funk­tio­nen in der Wohn­bau­ge­sell­schaft frü­her als ur­sprüng­lich vor­ge­se­hen zu ent­he­ben“. Hosp, der den AR-Vor­sitz über­neh­men wird, kom­men­tiert: „Mit Ge­schäfts­füh­rer Chris­toph Schäf­fer, der seit März 2018 im Un­ter­neh­men ar­bei­tet, ist die rei­bungs­lo­se Wei­ter­füh­rung der Ge­schäf­te si­cher­ge­stellt.“

Masseverwalter will insgesamt bis zu 6 Millionen Euro

Millionenklage gegen Wienwert-Gründer

von Stefan Posch

In der Cau­sa Wien­wert fährt Mas­se­ver­wal­ter Nor­bert Abel schwe­re­re Ge­schüt­ze auf. Dem im­mof­lash liegt ei­ne Kla­ge des Mas­ser­ver­wal­ters an das Han­dels­ge­richt Wien vor. Be­klag­te Par­tei­en sind die Wien­wert-Grün­der Ni­kos Ba­k­ir­zog­lu und Wolf­gang Se­del­may­er so­wie die Wien­wert L144 HHM Be­ta Im­mo­bi­li­en­han­del KG. Ba­k­ir­zog­lu und Se­del­may­er über­nah­men laut ei­nem Ar­ti­kel des Nach­rich­ten­ma­ga­zin Pro­fil vom Fe­bru­ar rund ein Drit­tel der Lie­gen­schaft Ler­chen­fel­der Stra­ße 144 von der WW Hol­ding. Aus die­sem Deal ent­stan­den den bei­den (als un­be­schränkt haf­ten­de Ge­sell­schaf­ter der L144-Ge­sell­schaf­ten) Ver­bind­lich­kei­ten in Hö­he von 1,3 Mil­lio­nen Eu­ro ge­gen­über der WW Hol­ding, heißt es im Ar­ti­kel wei­ter.
Der Mas­se­ver­wal­ter be­gehrt mit der Kla­ge nun die Rück­zah­lung des Dar­le­hens. Die Lie­gen­schaft ist zu­sätz­lich mit Bank­dar­le­hen be­las­tet. Ei­ne Ver­wer­tung im Sin­ne der Gläu­bi­ger der WW Hol­ding ist so­mit aus­ge­schlos­sen.
Mit­te 2017 wur­de zwi­schen der Wien­wert Hol­ding und der erst­be­klag­ten Par­tei ei­ne Rück­füh­rungs­ver­ein­ba­rung für das streit­ge­gen­ständ­li­che Dar­le­hen ge­trof­fen, heißt es in der Klags­schrift. Es sei auch ei­ne Rück­füh­rung bis 30. Sep­tem­ber 2017 ver­ein­bart wor­den. Zu­dem ha­be es sei­tens der WW Hol­ding auch be­reits mehr­fa­che Zah­lungs­auf­for­de­run­gen an die Be­klag­ten ge­ge­ben, die je­doch er­folg­los ge­blie­ben sei­en. Dar­über hin­aus sei­en zahl­rei­che wei­te­re Ver­fah­ren ins­be­son­de­re ge­gen­über der Ge­sell­schaf­ter­s­phä­re ab­seh­bar, heißt es wei­ter. Es sol­len laut der Klags­schrift wei­te­re For­de­run­gen von schät­zungs­wei­se 5 Mil­lio­nen Eu­ro ge­gen Ba­k­ir­zog­lu und Se­del­may­er gel­tend ge­macht wer­den.
Ewald Scheu­cher, Rechts­ver­tre­ter von Ba­k­ir­zog­lu und Se­del­may­er, ar­gu­men­tiert ge­gen­über dem im­mof­lash, dass sei­ne Man­dan­ten die An­tei­le an der L 144 HHM Be­ta nur treu­hän­disch für die WW Hol­ding hal­ten. Ei­ne münd­li­che Treu­hand­ver­ein­ba­rung sei im Jahr 2012 zwi­schen den Wien­wert-Grün­dern und der heu­ti­gen WW Hol­ding so­wie ei­nem da­ma­li­gen Wien­wert-An­ge­stell­ten, der als ers­ter Kom­ple­men­tär der L 144 HHM Be­ta fun­gier­te, ge­schlos­sen wor­den, so Scheu­cher. Auch Fir­me­n­or­ga­ni­gram­me wür­den das un­ter­mau­ern. „So­mit klagt sich der Mas­se­ver­wal­ter als Ver­tre­ter der WW Hol­ding selbst“, so die Sicht­wei­se des Rechts­an­walt.
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Brain von CA Immo-Gebäude wird getestet

cube berlin lernt denken

von Charles Steiner aus Aachen

Ei­ne kom­plett ver­netz­te Im­mo­bi­lie wie the cu­be ber­lin, das ge­ra­de von der CA Im­mo na­he des Ber­li­ner Haupt­bahn­hofs ent­wi­ckelt wird, er­for­dert ei­ne kom­plett an­de­re Her­an­ge­hens­wei­se. Denn die künst­li­che In­tel­li­genz hin­ter dem Ge­bäu­de, ge­nannt „Brain“, die den Be­trieb er­mög­li­chen soll, muss noch wäh­rend der Bau­ar­bei­ten ent­wi­ckelt wer­den - denn wenn der cu­be fer­tig­ge­stellt wird, muss be­reits al­les funk­tio­nie­ren.
Der im­mof­lash war bei ei­nem Lo­kal­au­gen­schein im De­mo­zen­trum Clus­ter Smarkt Lo­gis­tik auf dem Cam­pus der RT­WH Aa­chen, wo der Brain ge­tes­tet wird, da­bei. Zwei Jah­re vor der Fer­tig­stel­lung hat näm­lich die CA Im­mo mit Un­ter­stüt­zung des Be­ra­tungs-, Pla­nungs- und Pro­jekt­ma­nage­men­t­un­ter­neh­mens Drees & Som­mer die Hard- und Soft­ware für den cu­be be­gon­nen, in Be­trieb zu set­zen - heißt, das Ge­hirn des cu­be exis­tiert be­reits und wird suk­zes­si­ve für den tat­säch­li­chen Be­trieb in Ber­lin auf - und aus­ge­baut. Da­bei un­ter­su­chen Di­gi­ta­li­sie­rungs­ex­per­ten un­ter an­de­rem die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit den ver­schie­de­nen Pro­duk­ten, die ver­netzt wer­den sol­len, sagt Mat­thi­as Schmidt, Lei­ter De­ve­lop­ment Deutsch­land bei CA Im­mo. Schließ­lich wer­den 3.750 Sen­so­ren in die Im­mo­bi­lie ver­baut, die über Künst­li­che In­tel­li­genz mit­ein­an­der ver­bun­den sein wer­den. Die­se müs­sen zu­ein­an­der pas­sen. Klaus De­de­richs, Head of ICT und As­so­cia­te Part­ner von Drees & Som­mer er­klärt: „Bei der di­gi­ta­len Kon­zep­ti­on ist der Mensch das Vor­bild. Wäh­rend die Sen­so­ren den Sin­nes­or­ga­nen ent­spre­chen, ist die Kl-fä­hi­ge Sys­tem­platt­form cu­be Brain das Ge­hirn.“ Die smar­ten, di­gi­ta­len Tech­no­lo­gi­en wer­den je nach Ge­bäu­de bzw. Pro­jekt in­di­vi­du­ell kom­bi­niert und er­leich­tern Nut­zern die Be­die­nung des Ge­bäu­des. Sie bie­ten neue Nut­zungs­mög­lich­kei­ten wie In­hou­se Na­vi­ga­ti­on, das Tracking von Per­so­nen oder Ge­gen­stän­den oder Zu­gangs­kon­trol­le durch Per­so­nen­er­ken­nung. Ge­steu­ert kann das Ge­bäu­de dann via App wer­den.
Eben­falls die Cy­ber Se­cu­ri­ty, wo­bei Ha­cker auf den Brain an­ge­setzt wer­den. Schafft es ein sol­cher, in das Sys­tem ein­zu­drin­gen, ist ein Preis­geld aus­ge­setzt - schließ­lich soll der cu­be, wenn er im kom­men­den Jahr in Be­trieb geht, vor Cy­ber­an­grif­fen ab­so­lut si­cher sein.
Der cu­be ber­lin wird im kom­men­den Jahr fer­tig­ge­stellt wer­den, erst im Mai wur­de die Glei­chen­fei­er be­gan­gen. Das rund 100 Mil­lio­nen Eu­ro In­vest­ment­vo­lu­men um­fas­sen­de Ge­bäu­de wur­de be­reits via For­ward Sa­le an die TH Re­al Es­ta­te ver­äu­ßert wor­den.

Günstige Kaufpreise und steigende Mieten

Chemnitz als Geheimtipp

von Stefan Posch

„Wäh­rend Leip­zig hip und Dres­den schön wur­de, ge­riet Chem­nitz in Ver­ges­sen­heit“, konn­te man noch vor ei­ni­gen Jah­ren in der Ta­ges­zei­tung FAZ le­sen. Doch heu­te zei­gen Wirt­schafts- und Be­völ­ke­rungs­zah­len, dass Chem­nitz viel Po­ten­zi­al für Ren­dit­e­im­mo­bi­li­en birgt. Auch die Kauf­kraft der dritt­größ­ten Stadt in Ost­deut­schen steigt. Gro­ße und mit­tel­stän­di­sche Fir­men, wie Thys­sen-Krupp, Sie­mens, Volks­wa­gen, Ni­les-Sim­mons, IBM, Kom­sa, Uni­on Werk­zeug­ma­schi­nen, um nur ei­ni­ge zu nen­nen, ha­ben sich in und um Chem­nitz nie­der­ge­las­sen und in die Neu­ge­stal­tung der In­nen­stadt wur­den in den letz­ten 25 Jah­ren mehr als ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Eu­ro in­ves­tiert.
Das zeigt sich auch auf dem Im­mo­bi­li­en­markt. Nach den Jah­ren der Sta­gna­ti­on zie­hen die Prei­se für Mie­ten und Wohn­ei­gen­tum laut ei­ner Ana­ly­se von Hart­rampf Grun­din­vest all­mäh­lich an. Von vie­len noch un­be­merkt hat ein re­gel­rech­ter Boom ein­ge­setzt. Die noch ver­gleichs­wei­se güns­ti­gen Kauf­prei­se ma­chen Im­mo­bi­li­en in Chem­nitz zu ei­nem at­trak­ti­ven In­vest­ment. In Chem­nitz bie­tet sie aus­ge­wähl­te Be­stands­im­mo­bi­li­en an, schwer­punkt­mä­ßig zwi­schen 50.000 und 120.000 Eu­ro. Da­bei ist ei­ne Ren­di­te p.a. von bis zu 4,8 Pro­zent zu er­zie­len.
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Finanzbericht des ersten Halbjahres 2018 veröffentlicht

Atrium zieht positive Bilanz

von Sophie Schoeller

Die Atri­um Eu­ro­pean Re­al Es­ta­te, Ei­gen­tü­mer, Ver­wal­ter und Neu­ent­wick­ler von Ein­kaufs­zen­tren und Ein­zel­han­dels­im­mo­bi­li­en in Zen­tral­eu­ro­pa, gab sei­ne Er­geb­nis­se für das ers­te Halb­jahr 2018 be­kannt. Die Atri­um konn­te ei­ne 3-Pro­zent-Stei­ge­rung der Net­to­mie­t­er­lö­se auf Ver­gleichs­ba­sis mit Wachs­tum in al­len ope­ra­ti­ven Märk­ten ver­zeich­nen. Die Ge­samt-Net­to­mie­t­er­lö­se der Grup­pe be­tru­gen 91,8 Mil­lio­nen Eu­ro (H1 2017: 95,5 Mil­lio­nen Eu­ro), was auf ei­nen Rück­gang von Er­lö­sen in Hö­he von 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro, ver­ur­sacht durch Ver­äu­ße­run­gen von Ver­mö­gens­wer­ten so­wie ei­nen Er­trags­rück­gang von 2,5 Mil­lio­nen Eu­ro, zu­rück­zu­füh­ren ist.
Die ope­ra­ti­ve Um­satz­ren­di­te blieb mit ei­nem An­stieg auf 97,3 Pro­zent (H1 2017: 96,6 Pro­zent) stark.
Die EBIT­DA-Ren­di­te stieg um 4 Pro­zent­punk­te auf 88 Pro­zent (2017: 84 Pro­zent) und das EBIT­DA stieg um 1,1 Pro­zent, was auf das Kos­ten­ein­spa­rungs­pro­gramm zu­rück­zu­füh­ren ist, mit dem die Ver­wal­tungs­kos­ten ge­gen­über 2017 um 30 Pro­zent (bzw. 4,4 Mil­lio­nen Eu­ro) ge­senkt wer­den konn­ten. Li­ad Bar­zi­lai, Chief Exe­cu­ti­ve Of­fi­cer der Grup­pe, kom­men­tiert wie folgt: "Heu­te kön­nen wir er­neut über ein ro­bus­tes Net­to-Miet­ertrags­wachs­tum be­rich­ten, eben­so über ei­ne Sen­kung un­se­rer Ver­wal­tungs­kos­ten und ei­ne Ver­bes­se­rung un­se­res EBIT­DA. Ich glau­be, dass die­ses star­ke Er­geb­nis zeigt, dass un­se­re Stra­te­gie zur Neu­po­si­tio­nie­rung des Port­fo­li­os und un­ser Kos­ten­ef­fi­zi­enz­pro­gramm Share­hol­der Va­lue ge­ne­rie­ren und die Ge­sell­schaft für wei­te­res Wachs­tum gut auf­ge­stellt ist."
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Spatenstich für Umbau von Produktionszentrum

MSD Animal Health erweitert in NÖ

von Charles Steiner

Der Her­stel­ler von Impf­stof­fen für Tie­re, MSD Ani­mal Health, wird sei­nen Stand­ort im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Krems um­bau­en und er­wei­tern. Kürz­lich fand der Spa­ten­stich für die Um­bau­ar­bei­ten statt, bei de­nen am be­ste­hen­den Fir­men­ge­bäu­de ein ver­bun­de­nes Lo­gis­tik­ge­bäu­de samt tem­pe­ra­tur­kon­trol­lier­tem La­ger für die Pro­duk­ti­on von Impf­stof­fen für Tie­re ent­ste­hen wird. Bis 2022 sol­len die Bau­ar­bei­ten fer­tig­ge­stellt wer­den.Im be­ste­hen­den Pro­duk­ti­ons­ge­bäu­de wird ein Her­stell­be­reich für An­ti­ge­ne ein­ge­rich­tet, in dem be­reits 2020 150 Ar­beits­plät­ze ent­ste­hen sol­len. Bis zum Voll­aus­bau 2022 sol­len 300 bis 350 Mit­ar­bei­ter am Stand­ort tä­tig sein.
Hans Dittrich (Vor­stand von MSD Ani­mal Health für Eu­ro­pa, Russ­land, Nord­afri­ka und den Na­her Os­ten) be­ton­te, dass man mit Krems ei­nen idea­len Stand­ort ge­fun­den ha­be , der über meh­re­re re­nom­mier­te Uni­ver­si­tä­ten ver­fügt und auf ei­ne lan­ge Tra­di­ti­on als Wirt­schafts­zen­trum für Bio­tech­no­lo­gie zu­rück­blickt.

Daniel Weiskopf neuer Vice President Finance

Karriere zum Tag: Neu bei Drooms

von Charles Steiner

Daniel WeiskopfDaniel Weiskopf
Neu­zu­gang auf der Ma­nage­ment­ebe­ne des Se­cu­re-Cloud-An­bie­ters Drooms: Wie Drooms mit­tei­len lässt wur­de Da­ni­el Weis­kopf zum neu­en Vice Pre­si­dent Fi­nan­ce er­nannt. Als sol­cher un­ter­stützt er den An­bie­ter von vir­tu­el­len Da­ten­raum­lö­sun­gen bei der lau­fen­den In­ter­na­tio­na­li­sie­rung und der Er­schlie­ßung neu­er Märk­te. Wei­te­res Au­gen­merk sei­ner Tä­tig­keit wird im Aus­bau des Con­trol­lings und der Di­gi­ta­li­sie­rung in­ter­ner Pro­zes­se lie­gen.
Da­ni­el Weis­kopf (40) ver­fügt laut Drooms über zehn Jah­re Er­fah­rung im Be­reich der al­ter­na­ti­ven In­vest­ment­fonds. In sei­ner vor­he­ri­gen Po­si­ti­on ar­bei­te­te er fünf Jah­re als Se­ni­or Pri­va­te Equi­ty Port­fo­lio Ma­na­ger bei As­si­cu­ra­zio­ni Ge­ne­ra­li S.p.A. in Mai­land.
Jan Hoff­meis­ter, Ma­na­ging Di­rec­tor und Grün­der von Drooms, lässt mit­tei­len: „Wir freu­en uns sehr, ei­nen so er­fah­re­nen und in­ter­na­tio­nal pro­fi­lier­ten Ma­na­ger wie Da­ni­el Weis­kopf bei Drooms be­grü­ßen zu dür­fen. Mit sei­nem tie­fen Ver­ständ­nis für Al­ter­na­ti­ve In­vest­ments- und Soft­ware-as-a-Ser­vice (SaaS) -Un­ter­neh­men ver­fügt Herr Weis­kopf über ei­nen ex­zel­len­ten Blick für die ge­sam­te Wert­schöp­fungs­ket­te von High-va­lue As­sets.“
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Zahlreiche Vertreter der Immobilienwirtschaft lauschten gespannt den Vorträgen.Zahlreiche Vertreter der Immobilienwirtschaft lauschten gespannt den Vorträgen.

Schöne neue Proptech-Welt

Nir­gend­wo sonst klaf­fen Schein und Sein (noch) so sehr aus­ein­an­der wie bei der Di­gi­ta­li­sie­rung. Die­se heißt neu­er­dings Proptech, ist cool und mo­dern und macht da­her Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen an In­ves­to­ren­gel­dern lo­cker. Den Pra­xis­test ha­ben in­des­sen erst we­ni­ge be­stan­den. Am En­de das Ta­ges war den Teil­neh­mern die Er­mü­dung schon an­zu­se­hen. Trotz DJs und der klas­si­schen Par­ty­lo­ca­ti­on in den So­fi­en­sä­len stand man lie­ber zu­sam­men und lüm­mel­te an der Bar, als ab­zu­ro­cken. Kein Wun­der: Im­mer­hin wa­ren an die­sem Tag 45 Spre­cher und 350 Er­folgs­ge­schich­ten rund um Proptech geis­tig zu ver­ar­bei­ten. Und die 20 Pit­ches in der obe­ren Eta­ge wa­ren mehr als nur über­lau­fen. In all dem Ge­drän­ge strahlt ein Mensch ganz be­son­ders: Ju­lia Arlt freut sich, und das sieht man ihr an. Ih­re ers­te Proptech-Ver­an­stal­tung in den Wie­ner So­fi­en­sä­len war, ab­ge­se­hen von der et­was schwie­ri­gen Akus­tik dort, so per­fekt, dass es nicht bes­ser hät­te sein kön­nen. Die meh­re­ren hun­dert Teil­neh­mer ka­men - und das war schon be­acht­lich - aus ganz Eu­ro­pa und den USA. Ein wirk­lich tol­ler Er­folg für die In­itia­to­rin der AP­TI, der Aus­tri­an Prop Tech In­itia­ti­ve - im­mer­hin kann die­ser Wie­ner Event gleich beim ers­ten mal mit zum Teil schon eta­blier­ten ähn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen in New York, Lon­don und Ber­lin lo­cker mit­hal­ten. Den­noch. Ja­mes Ab­bert­hun­der lehnt ge­müt­lich in ei­ner Ecke, ein Glas in der Hand, und bringt es im Ge­spräch auf den Punkt: "Coo­ler Event, kei­ne Fra­ge, und fast le­bens­not­wen­dig für ei­ne neue Bran­che, um In­ves­to­ren und Star­tups zu­sam­men­zu­brin­gen und al­len ei­nen groß­ar­ti­gen Über­blick zu ge­ben. Aber was zum Teu­fel ist jetzt ei­gent­lich wirk­lich neu bei der Boom­bran­che Proptech?" Da­mit hat er nicht un­recht. In ge­wis­ser Wei­se ist die Proptech-Bran­che so et­was wie "al­ter Wein in neu­en Schläu­chen". Das, was heu­te Proptech heißt, gibt es in Wahr­heit seit Jahr­zehn­ten. Im­mo­bi­li­en.net war so et­was sei­ner­zeit, und al­le dar­auf fol­gen­den Im­mo­bi­li­en­bör­sen wie will­ha­ben.at, cont­haus oder die On­line Haus­ver­wal­tung eben­so. Und dann na­tür­lich das mit größ­ter Wahr­schein­lich­keit (zu­min­dest in Ös­ter­reich) er­folg­reichs­te Star­t­up in die­ser Hin­sicht, Im­moU­ni­ted mit sei­nen zahl­rei­chen Schwes­ter­un­ter­neh­men der Ro­land Schmid Group, die mitt­ler­wei­le nicht nur Ös­ter­reich, son­dern auch schon Deutsch­land im Sturm er­obern. Oder das ge­ra­de in Um­bau be­find­li­che Star­t­up zoomsqua­re mit dem wahr­schein­lich am in­ten­sivs­ten ak­qui­rier­ten Ri­si­ko­ka­pi­tal. Da­bei hat man fast den Ein­druck, dass Ri­si­ko­ka­pi­tal oh­ne En­de auf der Su­che nach In­vest­ments ist, und zwar nach der Ra­sen­mä­her­me­tho­de: Wenn in vie­le Pro­jek­te in­ves­tiert wird und es über­le­ben zu­min­dest zehn Pro­zent, ist es schon ein Ge­schäft für den Ka­pi­tal­ge­ber. Proptech, das ist ei­ne an­de­re, durch und durch ame­ri­ka­ni­sier­te Welt, wo auch das Schei­tern da­zu ge­hört und per se nichts Tra­gi­sches ist. In­ves­to­ren­gel­der wer­den aber auch in un­se­ren Brei­ten sehr ger­ne lo­cker ge­macht für die neue Boom­bran­che Proptech. In­ves­to­ren hor­chen auf Ein Bei­spiel aus Deutsch­land: Wund­er­flats, die On­line-Platt­form für mö­blier­te Apart­ments, ge­winnt Cre­a­t­hor Ven­ture, den VC Fonds Krea­tiv­wirt­schaft der IBB Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft, ECO­NA AG und Fa­mi­ly Of­fices als In­ves­to­ren und sam­melt 3 Mil­lio­nen Eu­ro ein. Die Fi­nan­zie­rungs­run­de dient neu­en Pro­dukt­in­no­va­tio­nen und wei­te­rem Wachs­tum. In den letz­ten vier Jah­ren hat sich die An­zahl mö­blier­ter Woh­nun­gen in Deutsch­land ver­dop­pelt. Da­mit man die­se Apart­ments ein­fach on­line mie­ten und ver­mie­ten kann, ha­ben Jan Ha­se und Ar­ka­di Jam­pol­ski 2015 das Proptech-Un­ter­neh­men Wund­er­flats ge­grün­det. Über Wund­er­flats kann man ei­ne mö­blier­te Woh­nung mit we­ni­gen Klicks für ei­nen Mo­nat oder län­ger mie­ten. Die Sharing Eco­no­my wird auch die Im­mo­bi­li­en­bran­che ver­än­dern. Chris­ti­an We­ni­ger, Part­ner bei Cre­a­t­hor: "Ähn­lich wie das Car-Sharing mehr und mehr den Au­to­kauf ab­löst, wird die lang­fris­ti­ge Bin­dung an ei­ne Woh­nung durch tem­po­rä­res Woh­nen, Hou­sing as a Ser­vice, er­setzt." Das gilt auch für den Bü­ro­be­reich, wo der US-An­bie­ter We­Work ei­ne ähn­li­che Ent­wick­lung ge­schafft hat wie Uber und Airb­nb: "Nur" mit ei­ner cle­ve­ren Um­set­zung der Sharing Eco­no­my-Idee ein Un­ter­neh­men mit ei­nem Mil­li­ar­den-Bör­se­wert bin­nen we­ni­ger Quar­ta­le aus dem Bo­den zu stamp­fen und welt­weit zu ex­pan­die­ren. Doug Cham­bers hat sein Star­t­up Field­Lens an We­Work gut ver­kauft und ist bei We­Work heu­te Vice Pre­si­dent: "Es geht im­mer um den Nut­zer und des­sen Wohl­be­fin­den. Wenn Sie heu­te zu We­Work kom­men, spü­ren Sie die Vi­bra­tio­nen. Es summt, die Nut­zer ma­chen auch un­ter­ein­an­der Ge­schäf­te, aber vor al­lem mo­ti­vie­ren sie sich ge­gen­sei­tig." Tat­säch­lich bie­tet We­Work nicht sehr viel an­de­res, als an­de­re Ser­vice Of­fice Pro­vi­der, nur zu ei­nem in al­ler Re­gel deut­lich hö­he­ren Miet­preis und mit ei­ner zwar hip­pen, aber al­les an­de­re als teu­er ge­bau­ten Aus­stat­tung. Den Un­ter­schied bei We­Work macht im Grun­de die ge­mein­sa­me Ideo­lo­gie des ge­gen­sei­ti­gen Hel­fens und Be­fruch­tens und der welt­wei­ten Ver­net­zung. Das hat We­Work zu ei­nem der bis jetzt in der PropTech-Sze­ne ganz we­ni­gen Mil­li­ar­den-Un­ter­neh­men ge­macht. Das ist die ei­ne Sei­te. Die an­de­re ist die­se: Auch wenn man ge­ra­de nach sol­chen Events wie­der Fu­ture:Proptech an­ders wahr­nimmt, auch wenn In­ves­to­ren und Star­tups glei­cher­ma­ßen das nicht so se­hen: Die Di­gi­ta­li­sie­rung der Im­mo­bi­li­en-Wirt­schaft be­schäf­tigt Ös­ter­reichs Füh­rungs­kräf­te in ho­hem Ma­ße, die Um­set­zung in stra­te­gi­sche Un­ter­neh­mens­kon­zep­te ist da­bei bis­lang aber deut­lich zu kurz ge­kom­men. Dies geht auch aus ei­ner ak­tu­el­len Um­fra­ge her­vor, die das Wie­ner Be­ra­tungs­un­ter­neh­men Ad­vi­cum Con­sul­ting durch­führ­te. Wäh­rend sich mehr als drei Vier­tel der Be­frag­ten aus Dienst­leis­tung, Han­del und In­dus­trie mit dem The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung ak­tiv be­schäf­ti­gen und 43 Pro­zent de­ren Po­ten­zi­al für die Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit als hoch ein­stu­fen, ge­ben nur 10 Pro­zent an, dass Di­gi­ta­li­sie­rung in der Un­ter­neh­mens­stra­te­gie be­reits wei­test­ge­hend be­rück­sich­tigt wur­de. Die be­ste­hen­de di­gi­ta­le In­fra­struk­tur wird im Schnitt als bes­ten­falls mit­tel­mä­ßig ein­ge­stuft. Hin­sicht­lich der Re­le­vanz ver­schie­de­ner Tech­no­lo­gi­en gibt es sek­to­ren­spe­zi­fisch un­ter­schied­li­che Ein­schät­zun­gen. Im­mer­hin wer­den 3D-Druck und Aug­men­ted Rea­li­ty in der In­dus­trie schon jetzt als sehr re­le­vant ein­ge­stuft, wo­mit die Bau- und Im­mo­bi­li­en­bran­che hier so­gar ei­ne Vor­rei­ter­rol­le hat. Aber selbst in der Bau­bran­che lie­gen zwi­schen wahr­ge­nom­me­nem Hand­lungs­be­darf und tat­säch­li­chem Han­deln noch Wel­ten. Erst 6 % der Bau­un­ter­neh­men ver­wen­den bei­spiels­wei­se di­gi­ta­le Pla­nungs­in­stru­men­te. Und das in ei­ner Bran­che, wo je­der über BIM spricht und BIM bis da­to auch ei­ne der ganz we­ni­gen Proptech-Tech­no­lo­gi­en ist, die schon heu­te ei­ne ge­wis­se flä­chen­de­cken­de Re­le­vanz ha­ben. "Für die Ma­schi­nen­in­dus­trie, die Bau­bran­che und auch an­de­re mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men ist die Di­gi­ta­li­sie­rung der ak­tu­ell wich­tigs­te Trei­ber von Wachs­tum, In­no­va­ti­on und Pro­duk­ti­vi­tät. Im Wett­ren­nen um die Da­ten­ho­heit ist ein ho­hes In­no­va­ti­ons­tem­po ge­for­dert", be­ton­te Eli­sa­bet­ta Cas­tiglio­ni, CEO von A1 Di­gi­tal In­ter­na­tio­nal. Der Lei­ter des Be­reichs Ver­ti­cal Mar­ke­ting So­lu­ti­ons bei A1 Di­gi­tal, Fran­cis Ce­pe­ro, un­ter­strich die Not­wen­dig­keit von Di­gi­ta­li­sie­rung in der Bau­bran­che an­hand ei­nes prak­ti­schen Bei­spiels: "Die Kos­ten­op­ti­mie­rung des Fuhr­parks ei­ner Fir­ma, bei gleich­blei­ben­der Ge­samt­fahr­leis­tung, kann nach­weis­lich über 30 Pro­zent lie­gen. Die Mög­lich­kei­ten der Di­gi­ta­li­sie­rung in der Bau­bran­che ste­hen je­doch ak­tu­ell in star­kem Kon­trast zu der An­zahl der im­ple­men­tier­ten di­gi­ta­len In­itia­ti­ven." Die Re­le­vanz der Di­gi­ta­li­sie­rung für ihr Un­ter­neh­men wä­re zwar mitt­ler­wei­le beim Groß­teil der Bau­fir­men an­ge­kom­men, den­noch sei­en es erst sechs Pro­zent der Bau­un­ter­neh­men, die di­gi­ta­le Pla­nungs­in­stru­men­te der­zeit tat­säch­lich nutz­ten. Theo­re­tisch sind sich da al­le ei­nig: Un­ter­neh­men müs­sen sich mit Künst­li­cher In­tel­li­genz (KI) aus­ein­an­der­set­zen, sonst ver­lie­ren sie den An­schluss. In Deutsch­land hat sich die RICS da­mit de­tail­liert aus­ein­an­der­ge­setzt. Fa­zit: Wer sich nicht jetzt da­mit aus­ein­an­der­setzt, ris­kiert die ei­ge­ne Zu­kunft. Denn die Zu­kunft wird we­ni­ger von mensch­li­cher Ar­beits­kraft und stär­ker durch Tech­no­lo­gie ge­prägt sein. Das Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment (FM) ist ins­be­son­de­re da­von be­trof­fen. Das ist vor al­lem auf ar­beits­in­ten­si­ve, sich wie­der­ho­len­de Tä­tig­kei­ten zu­rück­zu­füh­ren, die den Be­reich für die Au­to­ma­ti­sie­rung prä­des­ti­nie­ren. Der Be­richt be­leuch­tet so­wohl die po­si­ti­ven als auch die ne­ga­ti­ven Sei­ten die­ser Ent­wick­lung und gibt Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Un­ter­neh­men. Chan­cen durch künst­li­che In­tel­li­genz Ralf Pil­ger, Ge­schäfts­füh­rer der WI­SAG Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment Hes­sen GmbH & Co. KG: "Wie bei der Ein­füh­rung des Smart­pho­nes ist der­zeit noch nicht ab­seh­bar, wel­che Um­wäl­zun­gen sich für die Bran­che er­ge­ben. Fest steht al­ler­dings, dass für Teil­be­rei­che hö­her qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter be­nö­tigt wer­den. Ei­ne Viel­zahl von Tä­tig­kei­ten wird ef­fi­zi­en­ter und ver­läss­li­cher aus­ge­führt. Ob Leis­tun­gen auf­grund der er­for­der­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen auch we­sent­lich güns­ti­ger wer­den, bleibt ab­zu­war­ten." Und Pil­ger wei­ter: "Das FM-Ser­vice­an­ge­bot wird durch neue Tech­no­lo­gi­en aus­ge­baut und da­mit für Kun­den at­trak­ti­ver. Ein Bei­spiel da­für ist der Ein­satz von KI bei der Aus­wer­tung ver­bau­ter Sen­so­rik für das so ge­nann­te 'preven­ti­ve main­ten­an­ce' oder 'on de­man­d'. Da­bei wer­den auch An­pas­sun­gen bei Nor­men oder ge­setz­li­chen Vor­ga­ben nö­tig sein. Wie wer­den z.B. Ge­währ­leis­tungs­an­sprü­che ge­si­chert, wenn kei­ne zy­kli­sche In­stand­hal­tung er­folgt? Auch be­darf es der Klä­rung, wer Ei­gen­tü­mer der durch den Ein­satz von KI ver­füg­ba­ren oder ge­won­ne­nen Da­ten ist. Nicht zu­letzt müs­sen sich die Markt­teil­neh­mer dar­über im Kla­ren sein, dass es mög­li­cher In­ves­ti­tio­nen in die Im­mo­bi­li­en selbst, aber auch auf Sei­ten der be­tei­lig­ten Dienst­leis­ter be­darf. Es bie­ten sich je­doch zahl­rei­che Chan­cen für un­se­re Bran­che. Da­her müs­sen die Un­ter­neh­men - un­ab­hän­gig von ih­rer Grö­ße - jetzt ak­tiv wer­den." Chris Ho­ar, Mit­grün­der von AI in FM: "Ge­mäß un­se­rer Stu­die soll­ten sich Un­ter­neh­men auf die Chan­cen kon­zen­trie­ren, die KI bie­tet, und dar­aus den größt­mög­li­chen Nut­zen zie­hen, bei gleich­zei­ti­ger Mi­ni­mie­rung von Ri­si­ken. So kön­nen sie Stra­te­gi­en, Zie­le und Fi­nanz­la­ge des Un­ter­neh­mens bes­ser steu­ern und kon­trol­lie­ren." Welt­weit in­des­sen schwillt die Flut an Ri­si­ko­ka­pi­tal wei­ter an. Bei der in die­sem Jahr zum zwei­ten Mal durch­ge­führ­ten MI­PIM PropTech Sum­mit in New York - das Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin war als ein­zi­ges deutsch­spra­chi­ges Me­di­um mit ei­nem Team da­bei - wur­de be­kannt, dass al­lein 2017 gan­ze 2,6 Mil­li­ar­den Dol­lar in PropTech-Start- ups flie­ßen. Laut CBIn­sights wa­ren das ge­ra­de ein­mal 277 Trans­ak­tio­nen. Da­bei sind das nur die gro­ßen Proptech-Fi­sche, die klei­nen Ein­per­so­nen-Grün­dun­gen (die frei­lich so­gar ei­nen Groß­teil der Mas­se aus­ma­chen dürf­ten) sind da na­tur­ge­mäß noch gar nicht er­fasst. Ös­ter­rei­cher Welt­spit­ze Da­bei sind Ös­ter­reichs cle­ve­re Proptech-Köp­fe üb­ri­gens Welt­spit­ze. Was Ro­land Schmid be­reits mit sat­ten Ge­win­nen be­le­gen konn­te (auch wenn es zur Zeit sei­ner Un­ter­neh­mens­grün­dung den Aus­druck Proptech noch gar nicht ge­ge­ben hat­te), be­wei­sen an­de­re wie­der­um auf in­ter­na­tio­na­ler Award-Ebe­ne. So schaff­te es bei dem US-PropTech Award nur ein US-Un­ter­neh­men auf den Sto­ckerl­platz, näm­lich Re­al Atom, ei­ne Fi­nan­zie­rungs­platt­form. Die an­de­ren bei­den: Aca­sa aus Groß­bri­tan­ni­en, das ei­ne Ad­mi­nis­tra­ti­ons­platt­form zur Be­triebs­kos­ten­ver­wal­tung für pri­va­te Haus­hal­te an­bie­tet - und die ös­ter­rei­chi­sche Fir­ma Plan­Ra­dar mit ih­rer Ge­bäu­de­do­ku­men­ta­ti­ons­soft­ware. Das ist in­so­fern be­mer­kens­wert, weil die Fi­nan­zie­rung von Proptech-Start-ups nir­gend­wo bes­ser or­ga­ni­siert ist als in den USA. Markt­füh­rer ist hier die New Yor­ker Me­ta­Prop. Grün­der und Ma­na­ging Di­rec­tor Aa­ron Block zum Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin: "Die Zahl der Star­tups im Proptech-Seg­ment ver­viel­facht sich von Mo­nat zu Mo­nat." Im Ge­gen­satz zu den meis­ten ös­ter­rei­chi­schen Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men (be­mer­kens­wer­te Aus­nah­men sind et­wa die Bu­wog oder der Zins­haus­mak­ler Hu­dej) sind die klas­si­schen US-Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men aber ex­trem tech­ni­kaf­fin. Da­zu ge­hört auch der Im­mo­bi­li­en­rie­se Sil­ver­stein Pro­per­ties (be­kannt als ehe­ma­li­ger Ei­gen­tü­mer des New Yor­ker World Tra­de Cen­ters). Des­sen CEO Mar­ty Bur­ger sagt dem Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin: "Im­mo­bi­li­en sind heu­te nicht mehr nur Ge­bäu­de, son­dern auch Da­ten über de­ren Nut­zer und Be­woh­ner und wie sie das Ge­bäu­de nut­zen und wie sie le­ben." Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft sei heu­te letzt­lich ein Dienst­leis­tungs­ge­wer­be, die Be­reit­stel­lung von Miet- oder Ei­gen­tums­flä­che nur noch ein klei­ner Teil der tat­säch­li­chen Wert­schöp­fung selbst bei Ent­wick­lern und Bau­trä­gern. Chris Grigg, CEO of Bri­tish Land, sieht das ganz ähn­lich: "Goog­le und Face­book zei­gen uns den Weg vor: Es dreht sich al­les um Big Da­ta, um das gro­ße Bild. Und wir be­fin­den uns an ei­ner Weg­ga­be­lung mit dem Ri­si­ko der rich­ti­gen Ent­schei­dung über die ein­ge­setz­ten Tech­no­lo­gi­en. Wer das jetzt rich­tig macht, wird ge­win­nen - egal ob er heu­te groß oder kein ist. Und um­ge­kehrt." Üb­ri­gens: Beim New Yor­ker PropTech-Event kam mitt­ler­wei­le je­der Vier­te aus Eu­ro­pa. Wir sind welt­weit am Auf­ho­len.

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Ludwig Hoffman Quartier –
eine Verwandlung

Ber­li­ner Stadt­quar­tier­s­ent­wick­lung im Al­lein­gang - das ist nicht all­täg­lich. In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren, staat­li­che För­de­run­gen so­wie Pro­jekt-Rie­sen wie BU­WOG und Co wür­de man nor­ma­ler­wei­se mit Me­ga-Wohn­bau­pro­jek­ten der deut­schen Haupt­stadt in Ver­bin­dung brin­gen. An­dre­as Dah­l­ke, ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter und Kopf der SI­TUS GmbH Grund­stück + Pro­jekt, des Pro­jekt­ent­wick­lers, zeigt - zu­ge­ge­ben - auf ein­drucks­vol­le Art und Wei­se, dass es auch an­ders geht. Zur Aus­gangs­la­ge: Das Are­al, auf dem sich das Lud­wig Hoff­mann Quar­tier be­fin­det, liegt im "ho­hen Nor­den" von Ber­lin, im Stadt­teil Buch. Buch wur­de erst 1898 in die Ver­wal­tung der Me­tro­po­le ein­ge­glie­dert - mit dem er­klär­ten Ziel, die Rand­la­ge zur Ent­las­tung der städ­ti­schen Kli­ni­ken zu nut­zen. Zwi­schen 1909 und 1915 wur­de in der Fol­ge das da­mals größ­te eu­ro­päi­sche Kran­ken­haus­pro­jekt un­ter Stadt­bau­rat Lud­wig Hoff­mann in An­griff ge­nom­men. Die­ses war dann fast hun­dert Jah­re ei­ne wich­ti­ge Ver­sor­gungs­ein­heit für me­di­zi­ni­sche Leis­tun­gen. Die An­la­ge wur­de im Cha­rak­ter ei­ner Gar­ten­stadt ent­wi­ckelt, mit 33 neo­klas­si­zis­ti­schen Ge­bäu­den. Die An­ord­nung in Pa­vil­lons war da­mals ei­ne gän­gi­ge Lö­sung, um dem Keim­über­tritt zwi­schen den Sta­tio­nen ent­ge­gen­zu­wir­ken. Ein Um­stand der von Be­ginn an, bei der Ent­wick­lung von Um­nut­zungs­kon­zep­ten des denk­mal­ge­schütz­ten Are­als, sehr für Wohn­bau ge­spro­chen hat. Buch hat sich zu­dem ak­tu­ell zu ei­nem sehr auf­stre­ben­den Stadt­teil von Ber­lin ent­wi­ckelt. Nach ei­ner kur­zen schwie­ri­ge­ren Um­bruch­pha­se kurz nach der Wen­de, prä­sen­tiert sich Buch nun wie­der als in­ter­na­tio­nal be­deu­ten­der Ge­sund­heits- und For­schungs­stand­ort. Das He­li­os-Kli­ni­kum, der Bu­cher Bio­Tech Park, das Leib­nitz-In­sti­tut für Mo­le­ku­la­re Phar­ma­ko­lo­gie, das Max-Del­brück-Cen­trum so­wie ver­schie­de­ne For­schungs­ein­rich­tun­gen der Ber­li­ner Cha­rité füh­ren das Feld an. Par­al­lel zu der Viel­zahl an High-Tech-Ar­beits­plät­zen steigt na­tur­ge­mäß auch der Be­darf an ei­nem mo­der­nen Woh­nungs­an­ge­bot - das Er­for­der­nis ei­ner Lö­sung steht da­her be­reits län­ger im Raum. Zu­mal die Woh­nungs­prei­se im 20 Au­to­mi­nu­ten ent­fernt ge­le­ge­nen Hot­spot Prenz­lau­er Berg in den letz­ten Jah­ren na­he­zu ex­plo­diert sind. Das Pro­jekt An­dre­as Dah­l­ke wur­de auf das Lud­wig Hoff­mann Quar­tier auf­merk­sam, als er - be­reits als Mit­wir­ken­der an ei­ner Im­mo­bi­li­en­ent­wick­lung - in Buch, in dem ver­gleich­ba­ren, aber we­sent­lich klei­ne­ren Pro­jekt "Lud­wig­park", zu tun hat­te. Dah­l­kes Back­ground lag näm­lich nicht von An­fang an im Im­mo­bi­li­en­be­reich - son­dern der Phi­lo­so­phie. Erst mit der Wie­der­ver­ei­ni­gung Deutsch­lands hat er sei­ne be­ruf­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten in die Bran­che ge­lenkt. Mit ei­ni­gen Jah­ren Er­fah­rung und vom Are­al des ehe­ma­li­gen Kran­ken­hau­ses fas­zi­niert, ent­wi­ckel­te er für die brach lie­gen­den 28 Hekt­ar ein Nut­zungs­kon­zept, dass ne­ben Wohn­bau auch ei­nen Schwer­punkt auf so­zia­le In­fra­struk­tur und Quar­tier­s­ent­wick­lung legt. Das Kon­zept fand bei der Be­zirks­ver­wal­tung Pan­kow An­klang und wur­de schließ­lich frei­ge­ge­ben. 2012 konn­te er den Grund - nicht zu­letzt we­gen der stren­gen Auf­la­gen - re­la­tiv güns­tig von ei­nem Lie­gen­schafts­fonds des Lan­des er­wer­ben und mit sei­nen Ak­ti­vi­tä­ten im Rah­men der ei­gens ge­grün­de­ten Pro­jekt­ge­sell­schaft star­ten. Mitt­ler­wei­le wiegt das Vor­ha­ben be­reits an die 300 Mil­lio­nen Eu­ro In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men. Bei Fer­tig­stel­lung 2020 wer­den über 280.000 Qua­drat­me­ter mit 900 Woh­nun­gen so­wie zwei Schu­len, drei Kin­der­gär­ten, ei­ner Sport­hal­le und wei­te­ren so­zia­len Ein­rich­tun­gen, wie ein Se­nio­ren­wohn­heim und be­treu­te Wohn­mög­lich­kei­ten für Men­schen mit be­son­de­ren Be­dürf­nis­sen, ent­wi­ckelt sein. Wie geht das? Am Be­ginn steht laut Dah­l­ke das Bren­nen für ei­ne Idee. Die Ent­wick­lung der kauf­män­ni­schen Lö­sung muss in der Fol­ge dar­auf zu­ge­schnit­ten wer­den. In Dah­l­kes Fall war das ein stren­ges aber ste­tig schritt­wei­ses Vor­ge­hen bei der Ent­wick­lung. Die ers­ten Wohn­ge­bäu­de wur­den ein­zeln als Roh­lin­ge an Bau­trä­ger ver­kauft, die nach den stren­gen Vor­ga­ben des Ge­samt­pro­jek­tes die Sub­stanz sa­nier­ten, im Rah­men der Denk­mahl­schutz-Auf­la­gen Woh­nun­gen ent­wi­ckel­te, und die­se dann ein­zeln ab­ver­kauf­ten. Mit den Er­lö­sen hat Dah­l­ke dann Ge­bäu­de für Ge­bäu­de in An­griff ge­nom­men und ins­be­son­de­re die schu­li­schen Ver­sor­gungs­ein­hei­ten quer­sub­ven­tio­niert. Ei­ne be­mer­kens­wer­te Zu­satz­in­fo ist in die­sem Zu­sam­men­hang, dass das Vor­ha­ben bis­lang auch ent­lang der Zeit­ach­se plan­mä­ßig rea­li­siert wer­den konn­te. 2012 war der al­ler­ers­te Spa­ten­stich. Über 500 Woh­nun­gen sind in der Zwi­schen­zeit fer­tig­ge­stellt und be­zo­gen wor­den und au­ßer­dem sind bis­lang kei­ne ver­zö­gern­den Fak­to­ren für das Pro­jek­ten­de 2020 er­kenn­bar. Dem Er­for­der­nis sämt­li­che Lei­tun­gen zu sa­nie­ren - von der Elek­trik bis zur ge­sam­ten Ver­roh­rung - und nicht zu­letzt auch dem, des Ein­brin­gens mo­der­ner Stan­dards ge­gen­über­ge­stellt, war ein wich­ti­ger wirt­schaft­li­cher Fak­tor, dass auch Neu­bau­ten am Grund­stück mög­lich ge­macht wur­den. Die Groß­zü­gig­keit der An­la­ge wird da­durch aber nicht be­ein­träch­tigt, das ge­sam­te Pro­jekt wird von den weit­läu­fig an­ge­leg­ten Gar­ten­an­la­gen do­mi­niert. Die Park­plät­ze der Be­woh­ner fin­den sich auch aus­schließ­lich am Ran­de des Ge­län­des, wo­bei für ei­ne ent­spre­chen­de An­lie­fe­rungs- und Ver­sor­gungs­struk­tur ge­sorgt ist. Das Teil­kon­zept für den Neu­bau­be­reich des Lud­wig Hoff­mann Quar­tiers be­zieht ver­schie­de­ne In­no­va­tio­nen für das "Woh­nen der Zu­kunft" ein. So fin­det bei­spiels­wei­se zur En­er­gie­ver­sor­gung nur mo­derns­te Tech­nik An­wen­dung. Nach sei­ner fast hun­dert­jäh­ri­gen Ver­gan­gen­heit im Diens­te der Ge­sund­heit hat das Lud­wig Hoff­mann Quar­tier nun zu ei­ner neu­en Be­stim­mung ge­fun­den, die sich ge­wis­ser­ma­ßen auch in den Dienst der All­ge­mein­heit stellt. Ein schö­nes Bei­spiel für die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten in der Im­mo­bi­li­en­bran­che. [ci­te1] In­ter­viewWie kommt es, dass qua­si "ein Ein­zel­kämp­fer" zu so ei­nem gro­ßen Pro­jekt fin­det? An­dre­as Dah­l­ke: Mit Si­cher­heit lässt sich sa­gen, dass ich für die­ses Pro­jekt den idea­len Zeit­punkt er­wischt ha­be. Fünf Jah­re frü­her hät­ten sich nicht die nö­ti­gen Ver­mark­tungs­chan­cen im Um­feld als Aus­gangs­la­ge für so ein am­bi­tio­nier­tes Pro­jekt ge­zeigt, fünf Jah­re spä­ter hät­te be­stimmt ei­ne der gro­ßen und nam­haf­ten Pro­jekt­ge­sell­schaf­ten die Ent­wick­lungs­chan­ce für sich ge­won­nen.Wä­re das nur ein Nach­teil für Sie - oder auch ge­ne­rell ei­ner für das Quar­tier ge­we­sen? An­dre­as Dah­l­ke: Im Lud­wig Hoff­mann Quar­tier, kurz LHQ, wird das der­zeit viel zi­tier­te "leist­ba­re Woh­nen" groß­ge­schrie­ben. In dem Pro­jekt steckt au­ßer­dem kein Cent För­der­geld und den­noch wer­den zu­künf­tig über 1000 Schü­ler hier ih­re Bil­dung er­hal­ten. Die Er­rich­tung der Montes­so­ri-Ge­mein­schafts­schu­le und der Ge­bäu­de für die Evan­ge­li­sche Grund­schu­le Buch wur­de aus den Er­lö­sen des Ge­samt­pro­jek­tes ge­tra­gen. Das wä­re so be­stimmt nicht mög­lich ge­we­sen, wenn sämt­li­che Pro­jekt­stu­fen hart kal­ku­liert wä­ren - wie es in Rah­men von ren­di­te­ge­trie­be­ner Fonds und In­ves­tors Re­la­ti­ons üb­lich ist. Ich woll­te von An­fang zu­sätz­lich zu den Woh­nun­gen auch ei­ne So­zi­al­struk­tur schaf­fen.Das klingt fast nach Weih­nach­ten und ist wohl eher un­üb­lich in der Bran­che? An­dre­as Dah­l­ke: Ich bin Ge­schäfts­mann und lei­te ein Un­ter­neh­men, das auf Ge­winn aus­ge­rich­tet ist. Kei­ne von uns ar­bei­tet um­sonst. Aber ich bin da­von über­zeugt, dass man ge­leich­zei­tig zum pro­fit­ori­en­tie­ren Wirt­schaf­ten auch et­was für die All­ge­mein­heit tun kann, ja muss. Mit dem Lud­wig Hoff­mann Quar­tier ist es uns, mei­nen zehn Mit­ar­bei­tern und mir, ge­lun­gen, sehr un­ter­schied­li­chen Be­dürf­nis­sen ge­recht zu wer­den.Wei­te­re Vor­tei­le? An­dre­as Dah­l­ke: Das Nut­zungs­kon­zept mit der so­zia­len In­fra­struk­tur ist in der Um­ge­ben sehr gut an­ge­kom­men und wird un­ter­stützt. Nicht zu­letzt, weil wir früh­zei­tig al­le um­ge­ben­den Play­er in­for­miert und mit­ein­be­zo­gen ha­ben. Und auch die be­reits im LHQ an­säs­si­gen Be­woh­ner sind Feu­er und Flam­me für das Pro­jekt. Die Ge­mein­schaft fie­bert und lebt mit den Ent­wick­lun­gen des Pro­jek­tes mit, es men­schelt. Wir ma­chen dar­über hin­aus re­gel­mä­ßig Ver­an­stal­tun­gen um das Ge­mein­schafts­ge­fühl zu stär­ken. Zu­letzt der Kunst-Event #48 LHQ wo sich un­ter­schied­lichs­te Künst­ler mit Ver­gan­gen­heit, Ge­gen­wart und Zu­kunft des Are­als ein­drucks­voll aus­ein­an­der­ge­setzt und den Blick auf his­to­ri­sche An­la­gen "auf­ge­bro­chen" ha­ben. Wir be­trei­ben so­zu­sa­gen ak­ti­ves "Cam­pus­ma­nag­ment". Das gan­ze Pro­jekt stößt auf größ­ten Zu­spruch und der ist für die Um­set­zung von un­schätz­ba­ren Wert.Hat Ih­nen der Denk­mal­schutz Kopf­zer­bre­chen be­rei­tet? An­dre­as Dah­l­ke: Der Woh­nungs­kauf im Denk­mal­schutz hat steu­er­li­che Vor­tei­le. Die meis­ten Woh­nun­gen sind im Ei­gen­tum rea­li­siert und wer­den von den Be­sit­zern ver­mie­tet. Auf Grund der Steu­er­vor­tei­le ist es mög­lich, die Mie­ten ge­ring zu hal­ten, was für das Ge­samt­kon­zept maß­geb­lich ist. Der Miet­preis liegt durch­schnitt­lich bei € 10,50 pro Qua­drat­me­ter. Der Kauf­preis ist al­ler­dings auf Grund der Markt­ent­wick­lun­gen mitt­ler­wei­le von an­fangs € 2.900,- auf et­wa € 4.400,- ge­stie­gen. Wir könn­ten mitt­ler­wei­le je­de Woh­nung fünf­mal ver­kau­fen. Na­tür­lich ge­hen mit Denk­mal­schutz auch spe­zi­el­le Auf­wen­dun­gen ein­her. Aber ei­ner­seits wa­ren die Grund­ris­se der ur­sprüng­li­chen Sub­stanz gut für Wohn­bau ge­eig­net und an­de­rer­seits über­wie­gen die Vor­tei­le aus dem spe­zi­el­len Cha­rak­ter und dem da­durch mit­ge­form­ten Image.Apro­pos Image - Sie sel­ber sind Bu­cher ge­wor­den und ste­hen au­then­tisch hin­ter dem Stadt­teil. Es heißt, Sie ha­ben ana­log da­zu das Pro­jekt und die Er­rich­tung gänz­lich der Stadt Ber­lin ver­schrie­ben. An­dre­as Dah­l­ke: Da­mit ist wohl die Aus­wahl der Ge­wer­ke ge­meint. Ab­ge­se­hen von der pol­ni­schen Fir­ma, die uns mit Fens­tern ver­sorgt, sind al­le un­se­re Lie­fe­ran­ten aus­schließ­lich aus der Re­gi­on. Dan­ke für das Ge­spräch. [ci­te2]

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Vertriebsmitarbeiter/in – Slowakei

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