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Hudej Zinshäuser gründet neue Prime Z

Professionelle Hilfe bei Parifizierung und Abverkauf

von Gerhard Rodler

Viele Investoren kaufen Zinshäuser, um sie zu parifizieren und die so geschaffenen Eigentumswohnungen einzeln zu verkaufen. Um sie bei dieser Verwertung zu unterstützen, wurde Hudej Prime Z als Teil der Hudej-Firmengruppe neu gegründet. Geschäftsführerin und Gründungspartnerin ist Maria-Theresia Zieger, Immobilientreuhänderin und Expertin in der Vermarktung hochwertigen Wohnungseigentums Wien sowie Salzburg. Immer mehr Investoren sehen im Parifizieren und Abverkaufen eine bessere Möglichkeit, ein Zinshaus zu verwerten, als im Halten und Vermieten. „Die Entscheidung über den Zinshaus-Kauf hängt stark davon ab, welche zukünftige Nutzung bzw. Verwertung dem Investor vorschwebt,“ erklärt Gerhard Hudej, der Hudej Prime Z gemeinsam mit Maria-Theresia Zieger gegründet hat. „Zinshaus-Kunden bekommen mehr Sicherheit bei der Kaufentscheidung, wenn Sie schon vor der Investition absehen können, dass die Rentabilität gegeben ist,“ erklärt Maria-Theresia Zieger. Eine Möglichkeit, diese Gewissheit herzustellen, bestehe darin, den Investoren neben der Vermittlung des richtigen Zinshauses auch gleich den Verkauf des Wohnungseigentums nach der Parifizierung anzubieten.
Die Leistungen des neuen Unternehmens sollen nicht nur den eigenen Zinshaus-Investoren offenstehen. Zieger war vor ihrem Einstieg in der Hudej-Firmengruppe mehrere Jahre bei einem anderen, bekannten Maklerunternehmen in leitender Position für die Wohnungsvermarktung im Luxusbereich verantwortlich. Dort hat sie wesentlich zum Ausbau des Luxussegmentes beigetragen.

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Villenmarkt mit Rekorden

Mittlere Kaufpreise schon bei rund 2 Millionen Euro

von Gerhard Rodler

Der Wiener Villenmarkt im 18. und 19. Bezirk ist derzeit im Aufwind - mit einem Höchststand bei Umsatz und Angebot. Dies geht aus dem neuen Villenreport von Otto Immobilien hervor, der als Neuauflage mit aktualisierten Daten nun vorliegt. „2017 war wir mit 175 Millionen Euro Transaktionsvolumen und 64 Verkäufen ein absolutes Rekordjahr und lag um 40 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt“, so Elfie Zipper, Villenexpertin von Otto Immobilien. Im Zehnjahres-Schnitt werden in Währing und Döbling pro Jahr 46 Villen veräußert.
In Bewegung sind auch die Kaufpreise: Das mittlere Preisniveau* für Villen im 18. und 19. Bezirk ist seit dem Jahre 2009 kontinuierlich von 1,2 Millionen Euro auf knapp über 2 Millionen Euro im Jahr 2017 gestiegen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Preissteigerung von 6,6 Prozent, heißt es im Villenreport. In Grinzing und Pötzleinsdorf, wo das Angebot am größten ist, liegen die Preise im Mittel zwischen rund 3 und 5 Millionen Euro. „Die Erfahrung zeigt, dass oft die konkrete Mikrolage, wie einzelne Straßenzüge oder die Entwicklungsmöglichkeit der Liegenschaft über die Höhe des Kaufpreises entscheiden“, so Sonja Kaspar von Otto Immobilien. Die Expertin für Wohnimmobilien und Teamleiterin der Otto Immobilienboutique wird sich künftig auch dem Villenbereich widmen.
Derzeit umfasst das relevante Villenangebot im 18. und 19. Wiener Gemeindebezirk exakt 53 Häuser. Rund 45 Prozent davon konzentrieren sich mit Stichtag (8.5.2018) auf die Katastralgemeinden Grinzing und Pötzleinsdorf. Der Rest des Angebotes verteilt sich auf die anderen Bezirksteile, wobei im oberen Preissegment Untersievering und Währing liegen. Dominiert wird der Villenmarkt auf Verkäufer wie auch auf Käuferseite von Privatpersonen: mit rund 55 Prozent bei den Käufen und knapp 72 Prozent bei den Verkäufen. Erst in den letzten zwei Jahren haben Unternehmen begonnen, verstärkt in Villen zu investieren.
Insgesamt gibt es in den Bezirken 18. und 19 2.918 Villen laut Otto-Definition. Als Grundlage für die Bestandserhebung der Villen im 18. und 19. Bezirk diente der Wiener Kulturgüterkataster für die Kategorien „freistehende Villen“ bzw. „Villen in Randbebauung“, Daten von IMMOunited sowie eine von Otto Immobilien entwickelte Methodik und Kategorisierung.

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Union Investment kauft am Hauptbahnhof

Projektierte StudentenApartmentanlage für Spezialfonds

von Gerhard Rodler

Wie der immoflash bereits vor zwei Wochen exklusiv berichtete, hat sich die Union Investment im Rahmen eines Forward Purchase Agreements frühzeitig das erst in der Projektphase befindliche Studentenwohnhaus "The Fizz Wien Hauptbahnhof" für ihren Spezialfonds Urban Living Nr. 1 gesichert. Die Immobilie wird über 195 Apartments in einer der gefragtesten Universitätsstädte Europas verfügen und soll bis zum Herbst 2019 fertiggestellt sein. Verkäufer ist ein Joint Venture aus der International Campus Group, CORAG sowie Kollitsch & Reichstamm. Über den Kaufpreis wurde zwischen den beteiligten Transaktionspartnern Stillschweigen vereinbart.
Das Studentenwohnhaus "The Fizz Wien Hauptbahnhof" wird insgesamt eine Mietfläche von rund 4.300 m² umfassen. Von den 195 Wohneinheiten werden 190 als Standardapartments mit einer Größe von 21 bis 22 m² ausgeführt. Darüber hinaus wird es fünf Doppelapartments mit einer Größe von 30 bis 35 m² geben.
Für den Spezialfonds Urban Living Nr.1 ist das Objekt "THE FIZZ Wien Hauptbahnhof" der zweite Ankauf für das aufzubauende Portfolio und gleichzeitig der zweite Ankauf in Österreich.
Mit der 378 Wohneinheiten umfassenden Mikro-Apartmentanlage Milestone Graz ist ein weiterer prominenter Betreiber studentisch geprägter Wohnanlagen im Fonds vertreten.
Union Investment wurde bei der Transaktion beraten von Vavrovsky Heine Marth Rechtsanwälte, TPA Steuerberatung sowie Drees & Sommer. Die Beratung der Verkäuferseite übernahmen Cabjolsky + Partner in Rechtsfragen, die Kanzlei Greyer & Greyer bei Steuerthemen sowie das Architekturbüro HNP architects.

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Neue Software für Bauträger gelauncht

Exploreal startet mit über 3.600 Wohneinheiten

von Charles Steiner

Mit einer neuen Online-Bauträgerdatenbank lassen jetzt Alexander Bosak und der Immobiliendatenexperte Matthias Grosse aufhorchen. Wie der immoflash exklusiv in Erfahrung bringen konnte, wird heute Abend das Tool Exploreal gelauncht. Dabei handelt es sich um eine Bauträgersoftware, mittels derer umfangreiche Daten über aktuelle Neubauprojekte aufbereitet und zugänglich gemacht werden. Exploreal sieht sich dabei als „einzige Datenbank in Österreich, in der alle Projektinformationen vom Ankauf der Liegenschaft über die Angebote bis hin zum Verkauf der letzten Wohnungen gesammelt und aufbereitet werden“. Ziel hinter dem Tool ist es, Bauträgern Informationen darüber zu geben, welche Wohnungen in welchen Lagen am ehesten gekauft würden. Als Zielgruppe wurden Bauträger, Banken und Investoren definiert. „Das hilft, einen Überblick zu jenen Objekten und Wohnungen zu geben, die am meisten nachgefragt werden. Außerdem können so weitere Informationen zu bestehenden und zukünftigen Projekten auf Bezirksebene sowie zu den Käufern abgerufen werden. Damit könne man fortan zielgerichteter bauen. Zudem werde in der Datenbank auch der Grundkostenanteil für jedes Projekt ermittelt“, sagt Bosak. In die Datenbank eingepflegt werden Wohnungen in einem Neubau, Zu- oder Ausbau sowie nach durchgreifender Sanierung mit mindestens fünf neu geschaffenen Wohneinheiten, die zum Beobachtungszeitpunkt aktuell zum Verkauf angeboten werden.
Derzeit seien, so Bosak in einem Hintergrundgespräch 3.652 Neubaueigentumswohnungen in der Datenbank gelistet. Durchschnittlich errechneter m²-Preis: 4.401 Euro. Abgedeckt werde derzeit der Wiener Bauträgermarkt, eine Erweiterung in den Speckgürtel sowie in ausgewählte Landeshauptstädte ist geplant. Die Einführungsphase für Exploreal dauert noch bis September, bis dahin haben interessierte Bauträger auch die Möglichkeit, als Pilotkunden mit günstigeren Abopreisen zu profitieren.

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Termin zum Tag: CCC Award

VZI zeichnet Qualität bei Teamwork aus

von Charles Steiner

Für erfolgreiche Bauprojekte ist Teamwork zwischen den Akteuren sehr wichtig. Allerdings scheitern nicht wenige Bauprojekte daran, weil die Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten und den am Bauprozess beteiligten Gewerken nicht funktioniert. Der Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe will in diese Richtung sensibilisieren und hat dazu den CCC Award ins Leben gerufen, um Einzelpersonen auszuzeichnen, sie „sich in besonderer Art und Weise für die Qualität der Zusammenarbeit bei Immobilien- und Infrastrukturprojekten (von der Projektidee bis zur fertigen Errichtung und Übergabe an den Betrieb) in Österreich engagiert haben.“ Der CCC Award findet morgen im Rahmen des Festaktes zum 30-jährigen Jubiläum des VZI am 23. Mai im Kursalon in Wien statt, ausgezeichnet wird in den Kategorien Bauherren & Auftraggeber, Architekten, Planer und Projektsteuerer, Ausführende und Sonderbeteiligte (Konsulenten, Behörden, Journalisten, Rechtsanwälte, Mediatoren, Politiker).
Die Preisträger der vier genannten Gruppen erhalten als Symbol für eine außerordentliche Qualität der Zusammenarbeit bei Immobilien- und Infrastrukturprojekten eine Trophäe in Form eines Erdmännchens. Zusätzlich dürfen sich die Preisträger über eine einjährige Erdmännchenpatenschaft sowie eine Namenstafel beim Gehege im Tiergarten Schönbrunn und zwei Jahreskartengutscheine im Wert von 960 Euro freuen

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Karriere zum Tag: Neu bei Soravia

Hannes Gutmeier neuer CIO

von Gerhard Rodler

Hannes GutmeierHannes Gutmeier

Der „CIO des Jahres 2016“ übernimmt die IT-Leitung bei Soravia. Seine beiden letzten Positionen als IT-Stratege und Digitalchef bekleidete er bereits bei namhaften Playern der Immobilienbranche. Gutmeier übernimmt als Chief Information Officer (CIO) die IT-Verantwortung in der SORAVIA Gruppe, zu der neben dem Kerngeschäft der Immobilien-Projektentwicklung auch diverse Tochterunternehmen, wie z.B. die ifa Institut für Anlageberatung AG, gehören. Der gebürtige Steirer zählt zu den bekanntesten und besten IT-Köpfen des Landes und konnte in der Funktion als CIO bei prominenten Unternehmen (Buwog Gruppe, Immofinanz Group, conwert Immobilien Invest SE) die besonderen Herausforderungen der Immobilienentwicklung und deren Digitalisierung auf ein neues Niveau heben. 2015 mit dem „SAP Innovation Award“ ausgezeichnet, folgte im Jahr darauf die Auszeichnung zum „CIO des Jahres 2016“ im Rahmen des Confare CIO Awards.

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Projektierte StudentenApartmentanlage für Spezialfonds

Union Investment kauft am Hauptbahnhof

von Gerhard Rodler

Wie der im­mof­lash be­reits vor zwei Wo­chen ex­klu­siv be­rich­te­te, hat sich die Uni­on In­vest­ment im Rah­men ei­nes For­ward Purcha­se Agree­ments früh­zei­tig das erst in der Pro­jekt­pha­se be­find­li­che Stu­den­ten­wohn­haus "The Fizz Wien Haupt­bahn­hof" für ih­ren Spe­zi­al­fonds Ur­ban Li­ving Nr. 1 ge­si­chert. Die Im­mo­bi­lie wird über 195 Apart­ments in ei­ner der ge­frag­tes­ten Uni­ver­si­täts­städ­te Eu­ro­pas ver­fü­gen und soll bis zum Herbst 2019 fer­tig­ge­stellt sein. Ver­käu­fer ist ein Joint Ven­ture aus der In­ter­na­tio­nal Cam­pus Group, CO­R­AG so­wie Kol­litsch & Reich­stamm. Über den Kauf­preis wur­de zwi­schen den be­tei­lig­ten Trans­ak­ti­ons­part­nern Still­schwei­gen ver­ein­bart.
Das Stu­den­ten­wohn­haus "The Fizz Wien Haupt­bahn­hof" wird ins­ge­samt ei­ne Miet­flä­che von rund 4.300 m² um­fas­sen. Von den 195 Wohn­ein­hei­ten wer­den 190 als Stan­darda­part­ments mit ei­ner Grö­ße von 21 bis 22 m² aus­ge­führt. Dar­über hin­aus wird es fünf Dop­pel­apart­ments mit ei­ner Grö­ße von 30 bis 35 m² ge­ben.
Für den Spe­zi­al­fonds Ur­ban Li­ving Nr.1 ist das Ob­jekt "THE FIZZ Wien Haupt­bahn­hof" der zwei­te An­kauf für das auf­zu­bau­en­de Port­fo­lio und gleich­zei­tig der zwei­te An­kauf in Ös­ter­reich.
Mit der 378 Wohn­ein­hei­ten um­fas­sen­den Mi­kro-Apart­ment­an­la­ge Mi­les­to­ne Graz ist ein wei­te­rer pro­mi­nen­ter Be­trei­ber stu­den­tisch ge­präg­ter Wohn­an­la­gen im Fonds ver­tre­ten.
Uni­on In­vest­ment wur­de bei der Trans­ak­ti­on be­ra­ten von Vav­rovs­ky Hei­ne Marth Rechts­an­wäl­te, TPA Steu­er­be­ra­tung so­wie Drees & Som­mer. Die Be­ra­tung der Ver­käu­fer­sei­te über­nah­men Cab­jols­ky + Part­ner in Rechts­fra­gen, die Kanz­lei Grey­er & Grey­er bei Steu­er­the­men so­wie das Ar­chi­tek­tur­bü­ro HNP ar­chi­tects.

Exploreal startet mit über 3.600 Wohneinheiten

Neue Software für Bauträger gelauncht

von Charles Steiner

Mit ei­ner neu­en On­line-Bau­trä­ger­da­ten­bank las­sen jetzt Alex­an­der Bo­sak und der Im­mo­bi­li­en­da­ten­ex­per­te Mat­thi­as Gros­se auf­hor­chen. Wie der im­mof­lash ex­klu­siv in Er­fah­rung brin­gen konn­te, wird heu­te Abend das Tool Ex­plo­re­al ge­launcht. Da­bei han­delt es sich um ei­ne Bau­trä­ger­soft­ware, mit­tels de­rer um­fang­rei­che Da­ten über ak­tu­el­le Neu­bau­pro­jek­te auf­be­rei­tet und zu­gäng­lich ge­macht wer­den. Ex­plo­re­al sieht sich da­bei als „ein­zi­ge Da­ten­bank in Ös­ter­reich, in der al­le Pro­jek­t­in­for­ma­tio­nen vom An­kauf der Lie­gen­schaft über die An­ge­bo­te bis hin zum Ver­kauf der letz­ten Woh­nun­gen ge­sam­melt und auf­be­rei­tet wer­den“. Ziel hin­ter dem Tool ist es, Bau­trä­gern In­for­ma­tio­nen dar­über zu ge­ben, wel­che Woh­nun­gen in wel­chen La­gen am ehes­ten ge­kauft wür­den. Als Ziel­grup­pe wur­den Bau­trä­ger, Ban­ken und In­ves­to­ren de­fi­niert. „Das hilft, ei­nen Über­blick zu je­nen Ob­jek­ten und Woh­nun­gen zu ge­ben, die am meis­ten nach­ge­fragt wer­den. Au­ßer­dem kön­nen so wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu be­ste­hen­den und zu­künf­ti­gen Pro­jek­ten auf Be­zirks­ebe­ne so­wie zu den Käu­fern ab­ge­ru­fen wer­den. Da­mit kön­ne man fort­an ziel­ge­rich­te­ter bau­en. Zu­dem wer­de in der Da­ten­bank auch der Grund­kos­ten­an­teil für je­des Pro­jekt er­mit­telt“, sagt Bo­sak. In die Da­ten­bank ein­ge­pflegt wer­den Woh­nun­gen in ei­nem Neu­bau, Zu- oder Aus­bau so­wie nach durch­grei­fen­der Sa­nie­rung mit min­des­tens fünf neu ge­schaf­fe­nen Wohn­ein­hei­ten, die zum Be­ob­ach­tungs­zeit­punkt ak­tu­ell zum Ver­kauf an­ge­bo­ten wer­den.
Der­zeit sei­en, so Bo­sak in ei­nem Hin­ter­grund­ge­spräch 3.652 Neu­bau­ei­gen­tums­woh­nun­gen in der Da­ten­bank ge­lis­tet. Durch­schnitt­lich er­rech­ne­ter m²-Preis: 4.401 Eu­ro. Ab­ge­deckt wer­de der­zeit der Wie­ner Bau­trä­ger­markt, ei­ne Er­wei­te­rung in den Speck­gür­tel so­wie in aus­ge­wähl­te Lan­des­haupt­städ­te ist ge­plant. Die Ein­füh­rungs­pha­se für Ex­plo­re­al dau­ert noch bis Sep­tem­ber, bis da­hin ha­ben in­ter­es­sier­te Bau­trä­ger auch die Mög­lich­keit, als Pi­lot­kun­den mit güns­ti­ge­ren Abo­prei­sen zu pro­fi­tie­ren.
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VZI zeichnet Qualität bei Teamwork aus

Termin zum Tag: CCC Award

von Charles Steiner

Für er­folg­rei­che Bau­pro­jek­te ist Team­work zwi­schen den Ak­teu­ren sehr wich­tig. Al­ler­dings schei­tern nicht we­ni­ge Bau­pro­jek­te dar­an, weil die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Pro­jekt­be­tei­lig­ten und den am Bau­pro­zess be­tei­lig­ten Ge­wer­ken nicht funk­tio­niert. Der Ver­band der Zi­vil­tech­ni­ker- und In­ge­nieur­be­trie­be will in die­se Rich­tung sen­si­bi­li­sie­ren und hat da­zu den CCC Award ins Le­ben ge­ru­fen, um Ein­zel­per­so­nen aus­zu­zeich­nen, sie „sich in be­son­de­rer Art und Wei­se für die Qua­li­tät der Zu­sam­men­ar­beit bei Im­mo­bi­li­en- und In­fra­struk­tur­pro­jek­ten (von der Pro­jekt­idee bis zur fer­ti­gen Er­rich­tung und Über­ga­be an den Be­trieb) in Ös­ter­reich en­ga­giert ha­ben.“ Der CCC Award fin­det mor­gen im Rah­men des Fest­ak­tes zum 30-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um des VZI am 23. Mai im Kur­sa­lon in Wien statt, aus­ge­zeich­net wird in den Ka­te­go­ri­en Bau­her­ren & Auf­trag­ge­ber, Ar­chi­tek­ten, Pla­ner und Pro­jekt­steue­rer, Aus­füh­ren­de und Son­der­be­tei­lig­te (Kon­su­len­ten, Be­hör­den, Jour­na­lis­ten, Rechts­an­wäl­te, Me­dia­to­ren, Po­li­ti­ker).
Die Preis­trä­ger der vier ge­nann­ten Grup­pen er­hal­ten als Sym­bol für ei­ne au­ßer­or­dent­li­che Qua­li­tät der Zu­sam­men­ar­beit bei Im­mo­bi­li­en- und In­fra­struk­tur­pro­jek­ten ei­ne Tro­phäe in Form ei­nes Erd­männ­chens. Zu­sätz­lich dür­fen sich die Preis­trä­ger über ei­ne ein­jäh­ri­ge Erd­männ­chen­pa­ten­schaft so­wie ei­ne Na­men­s­ta­fel beim Ge­he­ge im Tier­gar­ten Schön­brunn und zwei Jah­res­kar­ten­gut­schei­ne im Wert von 960 Eu­ro freu­en

Hannes Gutmeier neuer CIO

Karriere zum Tag: Neu bei Soravia

von Gerhard Rodler

Hannes GutmeierHannes Gutmeier
Der „CIO des Jah­res 2016“ über­nimmt die IT-Lei­tung bei Sora­via. Sei­ne bei­den letz­ten Po­si­tio­nen als IT-Stra­te­ge und Di­gi­tal­chef be­klei­de­te er be­reits bei nam­haf­ten Play­ern der Im­mo­bi­li­en­bran­che. Gut­mei­er über­nimmt als Chief In­for­ma­ti­on Of­fi­cer (CIO) die IT-Ver­ant­wor­tung in der SORA­VIA Grup­pe, zu der ne­ben dem Kern­ge­schäft der Im­mo­bi­li­en-Pro­jekt­ent­wick­lung auch di­ver­se Toch­ter­un­ter­neh­men, wie z.B. die ifa In­sti­tut für An­la­ge­be­ra­tung AG, ge­hö­ren. Der ge­bür­ti­ge Stei­rer zählt zu den be­kann­tes­ten und bes­ten IT-Köp­fen des Lan­des und konn­te in der Funk­ti­on als CIO bei pro­mi­nen­ten Un­ter­neh­men (Bu­wog Grup­pe, Im­mo­fi­nanz Group, con­wert Im­mo­bi­li­en In­vest SE) die be­son­de­ren Her­aus­for­de­run­gen der Im­mo­bi­li­en­ent­wick­lung und de­ren Di­gi­ta­li­sie­rung auf ein neu­es Ni­veau he­ben. 2015 mit dem „SAP In­no­va­ti­on Award“ aus­ge­zeich­net, folg­te im Jahr dar­auf die Aus­zeich­nung zum „CIO des Jah­res 2016“ im Rah­men des Con­fa­re CIO Awards.
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Die Architektur mit der niedrigen Bauhöhe passt zum Landschaftsbild der Umgebung. Das schmale Grundstück eignet sich zudem für kleine, zusammenlegbare Wohneinheiten.Die Architektur mit der niedrigen Bauhöhe passt zum Landschaftsbild der Umgebung. Das schmale Grundstück eignet sich zudem für kleine, zusammenlegbare Wohneinheiten.

Stadt und Land über dem Fluss

Im­mer mehr Wohn­pro­jek­te wer­den in Wien jen­seits der Do­nau ver­wirk­licht. Denn vie­le La­gen in Flo­rids­dorf und in der Do­nau­stadt bie­ten ei­nen at­trak­ti­ven Mix aus Ur­ba­ni­tät und be­schau­li­chem Land­le­ben. Ein Bei­spiel ist die neue Wohn­haus­an­la­ge Sie­ges­platz 17 von Hart & Hart Bau­trä­ger. Einst war Trans­da­nu­bi­en bei Woh­nungs­su­chen­den eher un­be­liebt. Doch die ver­bes­ser­te In­fra­struk­tur und schnel­le Ver­kehrs­ver­bin­dun­gen in die Stadt sor­gen für ei­ne im­mer grö­ße­re Nach­fra­ge. Ak­tu­ell wer­den in Wien nir­gend­wo so vie­le Wohn­pro­jek­te ver­wirk­licht wie in Flo­rids­dorf und in der Do­nau­stadt. "Wien wächst, und die Stadt­tei­le dies-seits und jen­seits der Do­nau wach­sen zu­sam­men. Eins­ti­ge Rand­la­gen ha­ben sich zu neu­en Stadt­la­gen ent­wi­ckelt, die im­mer mehr an Wert ge­win­nen", er­klärt Ro­ma­na Klet­zer-Debski, Mar­ke­ting­lei­te­rin bei Hart & Hart Bau­trä­ger, de­ren Wohn­haus­an­la­ge am Sie­ges­platz im 22. Wie­ner Ge­mein­de­be­zirk gut zeigt, wel­chen Trends die Pro­jek­te in Trans­da­nu­bi­en fol­gen. Kom­pak­te Grund­ris­se "Die ein­stö­cki­ge Ar­chi­tek­tur passt ins Land­schafts­bild der Um­ge­bung, in der über­wie­gend nied­ri­ge Häu­ser den be­schau­li­chen Vor­stadt­cha­rak­ter be­wah­ren", so Klet­zer-Debski über das Pro­jekt. Zu­dem wür­de sich das schma­le Grund­stück per­fekt für klei­ne, auch zu­sam­men­leg­ba­re Wohn­ein­hei­ten eig­nen, die in ei­ner lan­gen Rei­he dis­kret ne­ben­ein­an­der­lie­gen. "Im­mer mehr Men­schen wol­len in der Stadt woh­nen. Des­halb wird Wohn­raum kon­ti­nu­ier­lich knap­per und teu­rer", er­klärt Klet­zer-Debski, die ei­nen lang­fris­ti­gen Trend in Rich­tung kom­pak­te Grund­ris­se sieht. Die­se stel­len aber die Pla­nung vor neue Her­aus­for­de­run­gen. "Wir ent­wi­ckel­ten Lö­sun­gen, die sich ge­räu­mig an­füh­len, weil sie den Raum raf­fi­niert nut­zen und im All­tag per­fekt funk­tio­nie­ren", so die Mar­ke­ting­lei­te­rin. Gu­te An­bin­dung zum Zen­trum Wohn­pro­jek­te in der Do­nau­stadt pro­fi­tie­ren auch von der Ver­län­ge­rung der U2 in Rich­tung der See­stadt As­pern. "Am Sie­ges­platz hält der Au­to­bus 26A, der bis zur U2-Sta­ti­on As­pern­stra­ße nur drei Mi­nu­ten be­nö­tigt", so Klet­zer- Debski. Von dort fah­re die U2 ins Zen­trum bis zum Schot­ten­ring 16 Mi­nu­ten, bis zur Wirt­schafts­uni be­nö­ti­ge man nur zehn Mi­nu­ten. Die Wohn­ein­hei­ten sind süd­lich und süd­öst­lich zur Son­ne aus­ge­rich­tet. An den bei­den stra­ßen­sei­ti­gen En­den er­he­ben sich zwei­stö­cki­ge Bau­ten mit grö­ße­ren Ter­ras­sen-Woh­nun­gen. Im Erd­ge­schoß er­mög­li­chen un­ein­seh­ba­re Ei­gen­gär­ten ein of­fe­nes, na­tur­na­hes Woh­nen. In den obe­ren Stock­wer­ken er­wei­tern Ter­ras­sen, Log­gi­en und Bal­ko­ne mit Grün­blick die raum­hoch ver­glas­ten Wohn­räu­me. Zu­dem bie­tet der Neu­bau 49 Au­to-Ab­stell­plät­ze, tro­cke­ne La­ger­räu­me und Tech­nik­raum im Un­ter­ge­schoß so­wie Kin­der­wa­gen- und Fahr­ra­dab­stell­räu­me im Erd­ge­schoß, Müll­räu­me bei je­der Stie­ge, Lift­an­la­ge und ei­nen Klein­kin­der-Spiel­platz. Ins­ge­samt ste­hen 41 frei­fi­nan­zier­te Ei­gen­tums­woh­nun­gen in Grö­ßen zwi­schen 34 m² und 102 m² zum Ver­kauf. En­de 2019 kön­nen sie be­zo­gen wer­den. Die Wohn­ein­hei­ten wür­den sich laut Klet­zer-Debski auch sehr gut als An­la­ge­woh­nung eig­nen. "Als Spe­zia­list für Vor­sor­ge­woh­nun­gen ach­ten wir bei un­se­ren Bau­pro­jek­ten stets auf die Eig­nung zum si­che­ren und pro­fi­ta­blen An­la­ge­ob­jekt", er­klärt sie.

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Zahlreiche Vertreter der Immobilienwirtschaft lauschten gespannt den Vorträgen.Zahlreiche Vertreter der Immobilienwirtschaft lauschten gespannt den Vorträgen.

Schöne neue Proptech-Welt

Nir­gend­wo sonst klaf­fen Schein und Sein (noch) so sehr aus­ein­an­der wie bei der Di­gi­ta­li­sie­rung. Die­se heißt neu­er­dings Proptech, ist cool und mo­dern und macht da­her Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen an In­ves­to­ren­gel­dern lo­cker. Den Pra­xis­test ha­ben in­des­sen erst we­ni­ge be­stan­den. Am En­de das Ta­ges war den Teil­neh­mern die Er­mü­dung schon an­zu­se­hen. Trotz DJs und der klas­si­schen Par­ty­lo­ca­ti­on in den So­fi­en­sä­len stand man lie­ber zu­sam­men und lüm­mel­te an der Bar, als ab­zu­ro­cken. Kein Wun­der: Im­mer­hin wa­ren an die­sem Tag 45 Spre­cher und 350 Er­folgs­ge­schich­ten rund um Proptech geis­tig zu ver­ar­bei­ten. Und die 20 Pit­ches in der obe­ren Eta­ge wa­ren mehr als nur über­lau­fen. In all dem Ge­drän­ge strahlt ein Mensch ganz be­son­ders: Ju­lia Arlt freut sich, und das sieht man ihr an. Ih­re ers­te Proptech-Ver­an­stal­tung in den Wie­ner So­fi­en­sä­len war, ab­ge­se­hen von der et­was schwie­ri­gen Akus­tik dort, so per­fekt, dass es nicht bes­ser hät­te sein kön­nen. Die meh­re­ren hun­dert Teil­neh­mer ka­men - und das war schon be­acht­lich - aus ganz Eu­ro­pa und den USA. Ein wirk­lich tol­ler Er­folg für die In­itia­to­rin der AP­TI, der Aus­tri­an Prop Tech In­itia­ti­ve - im­mer­hin kann die­ser Wie­ner Event gleich beim ers­ten mal mit zum Teil schon eta­blier­ten ähn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen in New York, Lon­don und Ber­lin lo­cker mit­hal­ten. Den­noch. Ja­mes Ab­bert­hun­der lehnt ge­müt­lich in ei­ner Ecke, ein Glas in der Hand, und bringt es im Ge­spräch auf den Punkt: "Coo­ler Event, kei­ne Fra­ge, und fast le­bens­not­wen­dig für ei­ne neue Bran­che, um In­ves­to­ren und Star­tups zu­sam­men­zu­brin­gen und al­len ei­nen groß­ar­ti­gen Über­blick zu ge­ben. Aber was zum Teu­fel ist jetzt ei­gent­lich wirk­lich neu bei der Boom­bran­che Proptech?" Da­mit hat er nicht un­recht. In ge­wis­ser Wei­se ist die Proptech-Bran­che so et­was wie "al­ter Wein in neu­en Schläu­chen". Das, was heu­te Proptech heißt, gibt es in Wahr­heit seit Jahr­zehn­ten. Im­mo­bi­li­en.net war so et­was sei­ner­zeit, und al­le dar­auf fol­gen­den Im­mo­bi­li­en­bör­sen wie will­ha­ben.at, cont­haus oder die On­line Haus­ver­wal­tung eben­so. Und dann na­tür­lich das mit größ­ter Wahr­schein­lich­keit (zu­min­dest in Ös­ter­reich) er­folg­reichs­te Star­t­up in die­ser Hin­sicht, Im­moU­ni­ted mit sei­nen zahl­rei­chen Schwes­ter­un­ter­neh­men der Ro­land Schmid Group, die mitt­ler­wei­le nicht nur Ös­ter­reich, son­dern auch schon Deutsch­land im Sturm er­obern. Oder das ge­ra­de in Um­bau be­find­li­che Star­t­up zoomsqua­re mit dem wahr­schein­lich am in­ten­sivs­ten ak­qui­rier­ten Ri­si­ko­ka­pi­tal. Da­bei hat man fast den Ein­druck, dass Ri­si­ko­ka­pi­tal oh­ne En­de auf der Su­che nach In­vest­ments ist, und zwar nach der Ra­sen­mä­her­me­tho­de: Wenn in vie­le Pro­jek­te in­ves­tiert wird und es über­le­ben zu­min­dest zehn Pro­zent, ist es schon ein Ge­schäft für den Ka­pi­tal­ge­ber. Proptech, das ist ei­ne an­de­re, durch und durch ame­ri­ka­ni­sier­te Welt, wo auch das Schei­tern da­zu ge­hört und per se nichts Tra­gi­sches ist. In­ves­to­ren­gel­der wer­den aber auch in un­se­ren Brei­ten sehr ger­ne lo­cker ge­macht für die neue Boom­bran­che Proptech. In­ves­to­ren hor­chen auf Ein Bei­spiel aus Deutsch­land: Wund­er­flats, die On­line-Platt­form für mö­blier­te Apart­ments, ge­winnt Cre­a­t­hor Ven­ture, den VC Fonds Krea­tiv­wirt­schaft der IBB Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft, ECO­NA AG und Fa­mi­ly Of­fices als In­ves­to­ren und sam­melt 3 Mil­lio­nen Eu­ro ein. Die Fi­nan­zie­rungs­run­de dient neu­en Pro­dukt­in­no­va­tio­nen und wei­te­rem Wachs­tum. In den letz­ten vier Jah­ren hat sich die An­zahl mö­blier­ter Woh­nun­gen in Deutsch­land ver­dop­pelt. Da­mit man die­se Apart­ments ein­fach on­line mie­ten und ver­mie­ten kann, ha­ben Jan Ha­se und Ar­ka­di Jam­pol­ski 2015 das Proptech-Un­ter­neh­men Wund­er­flats ge­grün­det. Über Wund­er­flats kann man ei­ne mö­blier­te Woh­nung mit we­ni­gen Klicks für ei­nen Mo­nat oder län­ger mie­ten. Die Sharing Eco­no­my wird auch die Im­mo­bi­li­en­bran­che ver­än­dern. Chris­ti­an We­ni­ger, Part­ner bei Cre­a­t­hor: "Ähn­lich wie das Car-Sharing mehr und mehr den Au­to­kauf ab­löst, wird die lang­fris­ti­ge Bin­dung an ei­ne Woh­nung durch tem­po­rä­res Woh­nen, Hou­sing as a Ser­vice, er­setzt." Das gilt auch für den Bü­ro­be­reich, wo der US-An­bie­ter We­Work ei­ne ähn­li­che Ent­wick­lung ge­schafft hat wie Uber und Airb­nb: "Nur" mit ei­ner cle­ve­ren Um­set­zung der Sharing Eco­no­my-Idee ein Un­ter­neh­men mit ei­nem Mil­li­ar­den-Bör­se­wert bin­nen we­ni­ger Quar­ta­le aus dem Bo­den zu stamp­fen und welt­weit zu ex­pan­die­ren. Doug Cham­bers hat sein Star­t­up Field­Lens an We­Work gut ver­kauft und ist bei We­Work heu­te Vice Pre­si­dent: "Es geht im­mer um den Nut­zer und des­sen Wohl­be­fin­den. Wenn Sie heu­te zu We­Work kom­men, spü­ren Sie die Vi­bra­tio­nen. Es summt, die Nut­zer ma­chen auch un­ter­ein­an­der Ge­schäf­te, aber vor al­lem mo­ti­vie­ren sie sich ge­gen­sei­tig." Tat­säch­lich bie­tet We­Work nicht sehr viel an­de­res, als an­de­re Ser­vice Of­fice Pro­vi­der, nur zu ei­nem in al­ler Re­gel deut­lich hö­he­ren Miet­preis und mit ei­ner zwar hip­pen, aber al­les an­de­re als teu­er ge­bau­ten Aus­stat­tung. Den Un­ter­schied bei We­Work macht im Grun­de die ge­mein­sa­me Ideo­lo­gie des ge­gen­sei­ti­gen Hel­fens und Be­fruch­tens und der welt­wei­ten Ver­net­zung. Das hat We­Work zu ei­nem der bis jetzt in der PropTech-Sze­ne ganz we­ni­gen Mil­li­ar­den-Un­ter­neh­men ge­macht. Das ist die ei­ne Sei­te. Die an­de­re ist die­se: Auch wenn man ge­ra­de nach sol­chen Events wie­der Fu­ture:Proptech an­ders wahr­nimmt, auch wenn In­ves­to­ren und Star­tups glei­cher­ma­ßen das nicht so se­hen: Die Di­gi­ta­li­sie­rung der Im­mo­bi­li­en-Wirt­schaft be­schäf­tigt Ös­ter­reichs Füh­rungs­kräf­te in ho­hem Ma­ße, die Um­set­zung in stra­te­gi­sche Un­ter­neh­mens­kon­zep­te ist da­bei bis­lang aber deut­lich zu kurz ge­kom­men. Dies geht auch aus ei­ner ak­tu­el­len Um­fra­ge her­vor, die das Wie­ner Be­ra­tungs­un­ter­neh­men Ad­vi­cum Con­sul­ting durch­führ­te. Wäh­rend sich mehr als drei Vier­tel der Be­frag­ten aus Dienst­leis­tung, Han­del und In­dus­trie mit dem The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung ak­tiv be­schäf­ti­gen und 43 Pro­zent de­ren Po­ten­zi­al für die Stei­ge­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit als hoch ein­stu­fen, ge­ben nur 10 Pro­zent an, dass Di­gi­ta­li­sie­rung in der Un­ter­neh­mens­stra­te­gie be­reits wei­test­ge­hend be­rück­sich­tigt wur­de. Die be­ste­hen­de di­gi­ta­le In­fra­struk­tur wird im Schnitt als bes­ten­falls mit­tel­mä­ßig ein­ge­stuft. Hin­sicht­lich der Re­le­vanz ver­schie­de­ner Tech­no­lo­gi­en gibt es sek­to­ren­spe­zi­fisch un­ter­schied­li­che Ein­schät­zun­gen. Im­mer­hin wer­den 3D-Druck und Aug­men­ted Rea­li­ty in der In­dus­trie schon jetzt als sehr re­le­vant ein­ge­stuft, wo­mit die Bau- und Im­mo­bi­li­en­bran­che hier so­gar ei­ne Vor­rei­ter­rol­le hat. Aber selbst in der Bau­bran­che lie­gen zwi­schen wahr­ge­nom­me­nem Hand­lungs­be­darf und tat­säch­li­chem Han­deln noch Wel­ten. Erst 6 % der Bau­un­ter­neh­men ver­wen­den bei­spiels­wei­se di­gi­ta­le Pla­nungs­in­stru­men­te. Und das in ei­ner Bran­che, wo je­der über BIM spricht und BIM bis da­to auch ei­ne der ganz we­ni­gen Proptech-Tech­no­lo­gi­en ist, die schon heu­te ei­ne ge­wis­se flä­chen­de­cken­de Re­le­vanz ha­ben. "Für die Ma­schi­nen­in­dus­trie, die Bau­bran­che und auch an­de­re mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men ist die Di­gi­ta­li­sie­rung der ak­tu­ell wich­tigs­te Trei­ber von Wachs­tum, In­no­va­ti­on und Pro­duk­ti­vi­tät. Im Wett­ren­nen um die Da­ten­ho­heit ist ein ho­hes In­no­va­ti­ons­tem­po ge­for­dert", be­ton­te Eli­sa­bet­ta Cas­tiglio­ni, CEO von A1 Di­gi­tal In­ter­na­tio­nal. Der Lei­ter des Be­reichs Ver­ti­cal Mar­ke­ting So­lu­ti­ons bei A1 Di­gi­tal, Fran­cis Ce­pe­ro, un­ter­strich die Not­wen­dig­keit von Di­gi­ta­li­sie­rung in der Bau­bran­che an­hand ei­nes prak­ti­schen Bei­spiels: "Die Kos­ten­op­ti­mie­rung des Fuhr­parks ei­ner Fir­ma, bei gleich­blei­ben­der Ge­samt­fahr­leis­tung, kann nach­weis­lich über 30 Pro­zent lie­gen. Die Mög­lich­kei­ten der Di­gi­ta­li­sie­rung in der Bau­bran­che ste­hen je­doch ak­tu­ell in star­kem Kon­trast zu der An­zahl der im­ple­men­tier­ten di­gi­ta­len In­itia­ti­ven." Die Re­le­vanz der Di­gi­ta­li­sie­rung für ihr Un­ter­neh­men wä­re zwar mitt­ler­wei­le beim Groß­teil der Bau­fir­men an­ge­kom­men, den­noch sei­en es erst sechs Pro­zent der Bau­un­ter­neh­men, die di­gi­ta­le Pla­nungs­in­stru­men­te der­zeit tat­säch­lich nutz­ten. Theo­re­tisch sind sich da al­le ei­nig: Un­ter­neh­men müs­sen sich mit Künst­li­cher In­tel­li­genz (KI) aus­ein­an­der­set­zen, sonst ver­lie­ren sie den An­schluss. In Deutsch­land hat sich die RICS da­mit de­tail­liert aus­ein­an­der­ge­setzt. Fa­zit: Wer sich nicht jetzt da­mit aus­ein­an­der­setzt, ris­kiert die ei­ge­ne Zu­kunft. Denn die Zu­kunft wird we­ni­ger von mensch­li­cher Ar­beits­kraft und stär­ker durch Tech­no­lo­gie ge­prägt sein. Das Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment (FM) ist ins­be­son­de­re da­von be­trof­fen. Das ist vor al­lem auf ar­beits­in­ten­si­ve, sich wie­der­ho­len­de Tä­tig­kei­ten zu­rück­zu­füh­ren, die den Be­reich für die Au­to­ma­ti­sie­rung prä­des­ti­nie­ren. Der Be­richt be­leuch­tet so­wohl die po­si­ti­ven als auch die ne­ga­ti­ven Sei­ten die­ser Ent­wick­lung und gibt Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Un­ter­neh­men. Chan­cen durch künst­li­che In­tel­li­genz Ralf Pil­ger, Ge­schäfts­füh­rer der WI­SAG Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment Hes­sen GmbH & Co. KG: "Wie bei der Ein­füh­rung des Smart­pho­nes ist der­zeit noch nicht ab­seh­bar, wel­che Um­wäl­zun­gen sich für die Bran­che er­ge­ben. Fest steht al­ler­dings, dass für Teil­be­rei­che hö­her qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter be­nö­tigt wer­den. Ei­ne Viel­zahl von Tä­tig­kei­ten wird ef­fi­zi­en­ter und ver­läss­li­cher aus­ge­führt. Ob Leis­tun­gen auf­grund der er­for­der­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen auch we­sent­lich güns­ti­ger wer­den, bleibt ab­zu­war­ten." Und Pil­ger wei­ter: "Das FM-Ser­vice­an­ge­bot wird durch neue Tech­no­lo­gi­en aus­ge­baut und da­mit für Kun­den at­trak­ti­ver. Ein Bei­spiel da­für ist der Ein­satz von KI bei der Aus­wer­tung ver­bau­ter Sen­so­rik für das so ge­nann­te 'preven­ti­ve main­ten­an­ce' oder 'on de­man­d'. Da­bei wer­den auch An­pas­sun­gen bei Nor­men oder ge­setz­li­chen Vor­ga­ben nö­tig sein. Wie wer­den z.B. Ge­währ­leis­tungs­an­sprü­che ge­si­chert, wenn kei­ne zy­kli­sche In­stand­hal­tung er­folgt? Auch be­darf es der Klä­rung, wer Ei­gen­tü­mer der durch den Ein­satz von KI ver­füg­ba­ren oder ge­won­ne­nen Da­ten ist. Nicht zu­letzt müs­sen sich die Markt­teil­neh­mer dar­über im Kla­ren sein, dass es mög­li­cher In­ves­ti­tio­nen in die Im­mo­bi­li­en selbst, aber auch auf Sei­ten der be­tei­lig­ten Dienst­leis­ter be­darf. Es bie­ten sich je­doch zahl­rei­che Chan­cen für un­se­re Bran­che. Da­her müs­sen die Un­ter­neh­men - un­ab­hän­gig von ih­rer Grö­ße - jetzt ak­tiv wer­den." Chris Ho­ar, Mit­grün­der von AI in FM: "Ge­mäß un­se­rer Stu­die soll­ten sich Un­ter­neh­men auf die Chan­cen kon­zen­trie­ren, die KI bie­tet, und dar­aus den größt­mög­li­chen Nut­zen zie­hen, bei gleich­zei­ti­ger Mi­ni­mie­rung von Ri­si­ken. So kön­nen sie Stra­te­gi­en, Zie­le und Fi­nanz­la­ge des Un­ter­neh­mens bes­ser steu­ern und kon­trol­lie­ren." Welt­weit in­des­sen schwillt die Flut an Ri­si­ko­ka­pi­tal wei­ter an. Bei der in die­sem Jahr zum zwei­ten Mal durch­ge­führ­ten MI­PIM PropTech Sum­mit in New York - das Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin war als ein­zi­ges deutsch­spra­chi­ges Me­di­um mit ei­nem Team da­bei - wur­de be­kannt, dass al­lein 2017 gan­ze 2,6 Mil­li­ar­den Dol­lar in PropTech-Start- ups flie­ßen. Laut CBIn­sights wa­ren das ge­ra­de ein­mal 277 Trans­ak­tio­nen. Da­bei sind das nur die gro­ßen Proptech-Fi­sche, die klei­nen Ein­per­so­nen-Grün­dun­gen (die frei­lich so­gar ei­nen Groß­teil der Mas­se aus­ma­chen dürf­ten) sind da na­tur­ge­mäß noch gar nicht er­fasst. Ös­ter­rei­cher Welt­spit­ze Da­bei sind Ös­ter­reichs cle­ve­re Proptech-Köp­fe üb­ri­gens Welt­spit­ze. Was Ro­land Schmid be­reits mit sat­ten Ge­win­nen be­le­gen konn­te (auch wenn es zur Zeit sei­ner Un­ter­neh­mens­grün­dung den Aus­druck Proptech noch gar nicht ge­ge­ben hat­te), be­wei­sen an­de­re wie­der­um auf in­ter­na­tio­na­ler Award-Ebe­ne. So schaff­te es bei dem US-PropTech Award nur ein US-Un­ter­neh­men auf den Sto­ckerl­platz, näm­lich Re­al Atom, ei­ne Fi­nan­zie­rungs­platt­form. Die an­de­ren bei­den: Aca­sa aus Groß­bri­tan­ni­en, das ei­ne Ad­mi­nis­tra­ti­ons­platt­form zur Be­triebs­kos­ten­ver­wal­tung für pri­va­te Haus­hal­te an­bie­tet - und die ös­ter­rei­chi­sche Fir­ma Plan­Ra­dar mit ih­rer Ge­bäu­de­do­ku­men­ta­ti­ons­soft­ware. Das ist in­so­fern be­mer­kens­wert, weil die Fi­nan­zie­rung von Proptech-Start-ups nir­gend­wo bes­ser or­ga­ni­siert ist als in den USA. Markt­füh­rer ist hier die New Yor­ker Me­ta­Prop. Grün­der und Ma­na­ging Di­rec­tor Aa­ron Block zum Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin: "Die Zahl der Star­tups im Proptech-Seg­ment ver­viel­facht sich von Mo­nat zu Mo­nat." Im Ge­gen­satz zu den meis­ten ös­ter­rei­chi­schen Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men (be­mer­kens­wer­te Aus­nah­men sind et­wa die Bu­wog oder der Zins­haus­mak­ler Hu­dej) sind die klas­si­schen US-Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men aber ex­trem tech­ni­kaf­fin. Da­zu ge­hört auch der Im­mo­bi­li­en­rie­se Sil­ver­stein Pro­per­ties (be­kannt als ehe­ma­li­ger Ei­gen­tü­mer des New Yor­ker World Tra­de Cen­ters). Des­sen CEO Mar­ty Bur­ger sagt dem Im­mo­bi­li­en Ma­ga­zin: "Im­mo­bi­li­en sind heu­te nicht mehr nur Ge­bäu­de, son­dern auch Da­ten über de­ren Nut­zer und Be­woh­ner und wie sie das Ge­bäu­de nut­zen und wie sie le­ben." Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft sei heu­te letzt­lich ein Dienst­leis­tungs­ge­wer­be, die Be­reit­stel­lung von Miet- oder Ei­gen­tums­flä­che nur noch ein klei­ner Teil der tat­säch­li­chen Wert­schöp­fung selbst bei Ent­wick­lern und Bau­trä­gern. Chris Grigg, CEO of Bri­tish Land, sieht das ganz ähn­lich: "Goog­le und Face­book zei­gen uns den Weg vor: Es dreht sich al­les um Big Da­ta, um das gro­ße Bild. Und wir be­fin­den uns an ei­ner Weg­ga­be­lung mit dem Ri­si­ko der rich­ti­gen Ent­schei­dung über die ein­ge­setz­ten Tech­no­lo­gi­en. Wer das jetzt rich­tig macht, wird ge­win­nen - egal ob er heu­te groß oder kein ist. Und um­ge­kehrt." Üb­ri­gens: Beim New Yor­ker PropTech-Event kam mitt­ler­wei­le je­der Vier­te aus Eu­ro­pa. Wir sind welt­weit am Auf­ho­len.

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