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Innsbruck teuerste Studentenstadt

Innsbruck bei Singlewohnungen vor Salzburg und Wien

von Stefan Posch

Studenten müssen für ihre Unterkünfte immer tiefer in die Kassa greifen. Am teuersten sind Studentenwohnungen laut dem Mietpreis-Check Unistädte von immowelt.at Innsbruck, wo für eine Wohneinheit bis 40 Quadratmeter 17,30 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden muss. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Salzburg (16,00 Euro) und Wien (15,40) Euro, wo die höchste Mietsteigerung innerhalb des vergangenen Jahres für Singlewohnungen beobachtet wurde (+9 Prozent).
Als Grund für die hohen Preise in der Tiroler Landeshauptstadt sieht immowelt.at die hohe Anzahl an Studenten. Rund jeder 4. Einwohner (30.000) Innsbrucks ist ein Student. Die Nachfrage nach kleinen Wohnungen sei deswegen enorm. Auch die Stadt an der Salzach locke mit ihren Hochschulen und dem vielseitigen Studienangebot immer mehr inländische, aber auch ausländische Studenten an - circa 25.000 Studenten würden die Unis inzwischen verzeichnen. In Wien würden Studenten in den äußeren Bezirken noch vergleichsweise günstige Wohnungen finden. In der Nähe der Innenstadt sind aber Preise jenseits der 20-Euro-Marke sind keine Seltenheit. Deutlich günstiger wohnen Studenten hingegen in Klagenfurt. Am Wörthersee kostet eine Studentenwohnung 11,30 Euro pro Quadratmeter. Damit ist Klagenfurt die günstigste aller untersuchten Städte.

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Knappe Logistikflächen

Das sorgt für Druck bei den Mieten

von Charles Steiner

Deutsche Logistikimmobilien sind bei Investoren nach wie vor der Renner - und auch hier zeigt sich, dass diese aufgrund der starken Marktdynamik immer knapper werden. Mehrere deutschlandweite Portfolio-Transaktionen mit hohen Volumina im Vorjahr sind der Beweis dafür. Zumindest lässt sich das aus dem Industrie- und Logistikimmobilien-Marktbericht der German Property Partners (GPP) herauslesen, der für das vergangene Jahr in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München gesamt erneut eine Steigerung des Flächenumsatz um fünf Prozent gegenüber 2016 auswies. Konkret lag der Flächenumsatz in den Big Seven 2017 auf nunmehr rund drei Millionen m². Guido Nabben, Sprecher der GPP, bemerkt, dass die sieben Top-Standorte mittlerweile mit einem sehr knappen Flächenangebot zu kämpfen hätten: „Die hohe Nachfrage konnte damit nicht bedient werden. Bislang hat sich das nur bedingt auf das Mietniveau ausgewirkt, doch der Druck nimmt zu. Im Jahr 2018 rechnen wir daher mit steigenden Mieten bei Logistik- und Industrieimmobilien. Auch im Umland der sieben Top-Standorte, allen voran Hamburg und München, waren im Jahr 2017 geeignete Flächen für Hallenneubauten knapp. “Darüber hinaus mangelt es an Projektentwicklungen, um dem Flächenbedarf der Unternehmen gerecht werden zu können." Und auch die Grundstückspreise stiegen - und zwar mehrheitlich um einen zweistelligen Prozentsatz.
Laut GPP lag die Logistikregion Frankfurt mit 659.000 m² umgesetzter Hallenfläche auf dem Spitzenplatz der sieben Top-Standorte und habe damit fast das Vorjahresniveau erreicht. Erhebliche Zuwächse zwischen 11 Prozent und 70 Prozent seien in Berlin, Köln, Düsseldorf und Stuttgart verzeichnet worden. Die um 32 Prozent bzw. 16 Prozent rückläufigen Flächenumsätze in Hamburg und München führt GPP auf einzelne Großvermietungen im Jahr 2016 sowie auf das knappe Angebot an Gewerbeflächen zurück.

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EHL Immobilien Management wächst

Knapp 20 Prozent mehr verwaltete Flächen als im Vorjahr

von Charles Steiner

Die EHL Immobilien Management, das Liegenschaftsverwaltungssegment der EHL, baut sukzessive aus. Wie das Unternehmen bekannt gab habe man von Ende 2016 bis zum ersten Quartal des heurigen Jahres sowohl bei der verwalteten Fläche als auch beim Umsatz um einen zweistelligen Prozentsatz zulegen konnte. Damit beträgt jetzt das Verwaltungsportfolio knapp zwei Millionen m², rund 20 Prozent mehr als Ende 2016.
Mittlerweile ist auch ein starker Überhang zu Gewerbeimmobilien bemerkbar: Laut EHL entfielen zwei Drittel der verwalteten Flächen auf den Gewerbebereich, ein Drittel auf Wohnimmobilien, wobei 70 Prozent des verwalteten Portfolios in Wien befindlich ist, 14 Prozent in Niederösterreich. 30 Prozent Zuwachs auf 1,2 Millionen m² seien im Gewerbebereich erzielt worden, auch habe man ein 40-prozentiges Flächenwachstum bei im WEG geregelten Wohnimmobilien verzeichnen können.
Sandra Bauernfeind, Geschäftsführerin von EHL Immobilien Management kommentiert: „Das vergangene Geschäftsjahr war das bisher erfolgreichste für EHL Immobilien Management. Dazu haben die weitere Optimierung unserer internen Abläufe, zahlreiche neue Leistungsangebote mit Unterstützung durch die Digitalisierung oder der weitere Ausbau unserer Abteilungen Bau- und Facility Management wesentlich beigetragen.“

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DHL erweitert in Oberösterreich

Spatenstich für neuen Standort in Linz

von Charles Steiner

Eines der wesentlichen Grundpfeiler für funktionierenden Onlinehandel ist ein entsprechend dichtes Distributionsnetzwerk an Botendiensten. Der Logistiker DHL errichtet jetzt einen neuen Standort in Oberösterreich, kürzlich erfolgte der Spatenstich für eine Niederlassung für mehr als 180 Mitarbeiter und 70 Kuriere am Blue Danube Airport in Linz. Rund 25 Millionen Euro wird in die Niederlassung investiert, durch effiziente Gebäudetechnik wolle man rund 10 Prozent an CO2-Emissionen einsparen. Entwickelt wird das Objekt von der Meir Immobiliengruppe, die bereits bei mehreren Standorten der DHL engagiert war. In dem kombinierten Gebäude, das im April 2019 fertiggestellt werden soll, könne man laut Angaben der DHL zukünftig auf rund 9.000 m² ein Sendungsvolumen von bis zu 22.000.000 Paketen pro Jahr bearbeitet werden. Somit entsteht in Hörsching das größte und leistungsfähigste Sortierzentrum für Expresssendungen in Österreich.

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MPC Capital verbessert sich

Konzernergebnis um 29 Prozent gestiegen

von Charles Steiner

Die MPC Capital Holding konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr noch einmal die Ergebnisse steigern. Wie der Hamburger Asset- und Investment-Manager mitteilt, sei nach vorläufigen Zahlen das Vorsteuerergebnis (EBT) des MPC Capital-Konzerns von 15,7 Millionen 2016 Euro um 11 Prozent auf 17,4 Millionen Euro verbessert werden. Das Konzernergebnis 2017 stieg um 29 Prozent auf 13,2 Millionen Euro (2016: 10,2 Millionen Euro). Der Konzernumsatz lag mit 47,3 Millionen Euro zwar unter dem des Vorjahres (53,8 Millionen Euro). Zusätzliche 12,3 MillionenEuro resultierten, wie die MPC erklärt, jedoch aus einer Transaktion, die aufgrund ihrer Struktur nicht als Umsatz sondern als sonstiger betrieblicher Ertrag zu klassifizieren waren.
Zudem habe sich MPC Capital im vergangenen Jahr mit rund 30 Millionen Euro als Co-Investor an verschiedenen Investitionsvorhaben beteiligt und hierüber neue Assets in den Bereichen Real Estate, Shipping und Infrastructure im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro angebunden. Das gesamte Transaktionsvolumen aus An- und Verkäufen lag 2017 bei rund 2,6 Milliarden Euro. Zum 31. Dezember 2017 lagen die Assets under Management der MPC Capital-Gruppe bei 5,1 Milliarden Euro.

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Gewerbe siedelt sich im Brauquartier an

Erste Betriebe kommen Mitte 2018

von Stefan Posch

Dorfplatz im Brauquartier PuntigamDorfplatz im Brauquartier Puntigam

Das Brauquartier Puntigam in Graz beginnt sich langsam zu füllen. Mitte 2018 werden sich im Projekt der C&P Immobilien mit rund 800 Wohnungen und 17.000 m² Gewerbe- und Büroflächen die ersten Betriebe ansiedeln. Dazu zählen unter anderem die IT-Firma Bechtle, das Fitnessstudio CFG Bodyfit Clever Fit sowie die Allianz Elementar Versicherungs-AG. Zudem eröffnet das „No way out - Premium Escape Game“ als das größte und modernste Live-Adventure-Game Österreichs auf rund 600 m². Darüber hinaus wird auch ein Nahversorger in das Brauquartier einziehen. „Das Brauquartier Puntigam und die C&P Immobilien AG setzen auf eine vielfältige Betriebsansiedlung mit hoher Wertschöpfung für die Standortentwicklung. Ausreichend Expertenwissen hinsichtlich der Finanzierung, Realisierung und Vermietung sind bei der Planung und im weiteren Entscheidungsprozess ausschlaggebend für einen erfolgreichen Abschluss“, erklärt Markus Ritter, Vorstandsvorsitzender der C&P Immobilien.

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Gorgeous Smiling Hotels bauen aus

GS Star und Gorgeous Smiling GmbH erworben

von Charles Steiner

Die Gorgeous Smiling Hotels Holding baut aus und hat dazu einige größere Zukäufe getätigt. Konkret hat das Unternehmen, das von Andreas Erben und Heiko Grote über einen von Auctus Capital Partners beratenen Fonds gegründet wurde, sämtliche Anteile an der GS Star GmbH sowie der Gorgeous Smiling GmbH übernommen. Darüber hinaus wurden die Markenrechte an der Arthotel ANA erworben. Derzeit hat die Holding 14 Häuser in Besitz, weitere 40 Hotels werden von ihr gemanagt. Zudem ist geplant, neben den bisherigen Standorten Deutschland, Österreich und den Niederlanden, nach Italien und Spanien zu expandieren, zudem sollen weitere Betriebsgesellschaften akquiriert werden.
Gegenstand der GS Star GmbH ist der eigene Betrieb von Hotels im 2- bis 3-Sterne Bereich insbesondere unter den Marken Hampton by Hilton, Holiday Inn, Holiday Inn Express und Super 8. Des Weiteren werden unter dem eigenen Markennamen ANA Art Hotels Häuser in interessanten Innenstadtlagen geführt. Unter der Gorgeous Smiling GmbH werden Services für fremde, nicht im Besitz der Unternehmensgruppe befindliche Häuser erbracht.
Jetzt will man mit dem Investor Auctus, den Betreibermarkt von Hotels weiter konsolidieren, wie einer Pressemeldung zu entnehmen war, Dabei sollen Lösungen für den Betrieb sowie Hotelimmobilien angeboten werden, eine ausschließliche Übernahme von Hotelobjekten sei nicht vorgesehen. Heiko Grote: Ziel ist es, mit den Marken Arthotel ANA, Hampton by Hilton, Holiday Inn, Holiday Inn Express und Super 8 weiter zu wachsen." Andreas Erben fügt hinzu: "Zusammen mit unserem Finanzpartner Auctus Capital Partners AG werden wir zukünftig weitere Hotelbetriebsgesellschaften übernehmen und eine eigene Hotelimmobiliensparte ausbauen."

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Quadoro Doric kauft wieder in Dublin

Bürogebäude nahe Google-Headquarter gekauft

von Charles Steiner

Der irische Immobilienmarkt entwickelt sich durchaus gut, besonders in Dublin. Aus diesem Grund hat die zur Doric Gruppe gehörende Quadoro Doric Real Estate in der irischen Hauptstadt eine zweite Immobilie für den offenen Spezial-AIF Sustainable Real Estate Europe erworben. Dabei handelt es sich um das „Two Haddington Buildings“ mit 2.600 m² vermietbarer Fläche, es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum europäischen Google-Hauptquartier. Es ist langfristig an ein internationales Medienunternehmen vermietet. Für Axel Wünnenberg, Geschäftsführer des Portfolioverwalters, seien laut Aussendung neben dem positiven wirtschaftlichen Ausblick für Irland, die nachgefragte Lage und die Objektqualität ausschlaggebend für den erneuten Kauf in Dublin gewesen. Für das Objekt sprechen die modernen, effizient gestalteten Flächen mit flexibler Nutzungsmöglichkeit, bei der grundsätzlich auch eine separate Vermietung der vier Stockwerke mit jeweils bis zu zwei Mieteinheiten möglich sei.

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Neue Mietwohnungen in Salzburg

Wohnhausanlage an Bewohnern übergeben

von Stefan Posch

Schlüsselübergabe in SalzburgSchlüsselübergabe in Salzburg

Die Stadt Salzburg gehört zu den teuersten Pflastern, was Mietwohnungen betrifft. Immerhin acht günstige Mietwohnungen wurde nun von der Salzburg Wohnbau im Stadtteil Morzg-Kleingmain an die Bewohner übergeben. Die Stadtgemeinde hat die Fläche auf einem ehemaligen Parkplatz der Salzburg Wohnbau im Baurecht zur Nachverdichtung zur Verfügung gestellt. Die 2-Zimmerwohnungen mit einer Größe von 40 m² wurden in einer Bauzeit von zehn Monaten realisiert. Das Projekt wurde mit einer Errichtungssumme von rund 670.000 Euro umgesetzt, rund ein Drittel davon wurde vom Land Salzburg gefördert.

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Betonfertigteilbranche weiter im Hoch

Hochbau beflügelt Auftragslage

von Stefan Posch

Der Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) geht von soliden Umsätze der Betonfertigteilbranche im Jahr 2018 aus. Beflügelt werde die Auftragslage vor allem durch den Hochbau: Die Bereiche Wohnbau sowie Gewerbe- und Industriebau hätten schon 2017 ein Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen, heißt es vom VÖB.
Die Stimmung der gesamten Baubranche spiegelt sich auch im aktuellen VÖB Konjunkturbarometer, der zweimal jährlich die Stimmung der österreichischen Beton- und Fertigteilbranche einfängt, wider: Im 1. Halbjahr 2018 rechnen gut 90 Prozent der Verbandsmitglieder mit einem mindestens zufriedenstellenden Ergebnis für ihr Unternehmen. Mit Blick auf die gesamte Branche stufen sie die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2018 weiterhin optimistisch ein: 63 Prozent gehen von einer Umsatzsteigerung aus, ein gutes Drittel erwartet sich zumindest einen gleichbleibenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. „Die Konjunktur in Österreich befindet sich auf einem Hoch. Auch der Betonfertigteilsektor profitiert davon massiv“, erklärt VÖB Präsident Franz Josef Eder, der aber auch zur Vorsicht mahnt: „Auch wenn die derzeitige Auslastung Anlass zur Freude gibt, kann sich die Situation in den kommenden Jahren durchaus verändern. Es wurden rund 55.000 neue Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. 40.000 bis 45.000 Genehmigungen werden von der Branche als vernünftiger, nachhaltiger Bedarf gesehen. Vor nicht allzu langer Zeit wurden lediglich 35.000 Baugenehmigungen statistisch erfasst.“

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HTIM erwirbt Neubauprojekt in Hamburg

57 frei finanzierten und 44 geförderten Wohnungen übernommen

von Stefan Posch

Die Hamburg Team Investment Management GmbH (HTIM) hat für den Fonds "Hamburg Team Urbane WohnWerte" Neubauobjekt Vogelweide in Hamburg-Barmbek übernommen. Verkäufer ist die Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklung. Die Transaktion erfolgt im Rahmen eines Share Deals. Das Wohnungspaket umfasst 57 frei finanzierten und 44 geförderten Wohnungen, die in vier Häusern entstehen. Bezugsfertig sollen sie im 2. Quartal 2020 sein. "Mit diesem Ankauf schließen wir ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 ab", sagt Nikolas Jorzick, Geschäftsführer von HTIM. "Insgesamt konnten wir 180 Millionen Euro in Wohnimmobilien der Top-7-Städte allokieren und unseren neuen Gewerbefonds direkt mit dem Ankauf eines Bestandsobjektes in Hamburg starten. Aufgrund des guten Akquisitionsfortschrittes haben die Investoren unseres Wohnungsfonds eine Erhöhung des Zielvolumens auf 350 Millionen Euro beschlossen", so Jorzick weiter.

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Knapp 20 Prozent mehr verwaltete Flächen als im Vorjahr

EHL Immobilien Management wächst

von Charles Steiner

Die EHL Im­mo­bi­li­en Ma­nage­ment, das Lie­gen­schafts­ver­wal­tungs­seg­ment der EHL, baut suk­zes­si­ve aus. Wie das Un­ter­neh­men be­kannt gab ha­be man von En­de 2016 bis zum ers­ten Quar­tal des heu­ri­gen Jah­res so­wohl bei der ver­wal­te­ten Flä­che als auch beim Um­satz um ei­nen zwei­stel­li­gen Pro­zent­satz zu­le­gen konn­te. Da­mit be­trägt jetzt das Ver­wal­tungs­port­fo­lio knapp zwei Mil­lio­nen m², rund 20 Pro­zent mehr als En­de 2016.
Mitt­ler­wei­le ist auch ein star­ker Über­hang zu Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en be­merk­bar: Laut EHL ent­fie­len zwei Drit­tel der ver­wal­te­ten Flä­chen auf den Ge­wer­be­be­reich, ein Drit­tel auf Wohn­im­mo­bi­li­en, wo­bei 70 Pro­zent des ver­wal­te­ten Port­fo­li­os in Wien be­find­lich ist, 14 Pro­zent in Nie­der­ös­ter­reich. 30 Pro­zent Zu­wachs auf 1,2 Mil­lio­nen m² sei­en im Ge­wer­be­be­reich er­zielt wor­den, auch ha­be man ein 40-pro­zen­ti­ges Flä­chen­wachs­tum bei im WEG ge­re­gel­ten Wohn­im­mo­bi­li­en ver­zeich­nen kön­nen.
San­dra Bau­ern­feind, Ge­schäfts­füh­re­rin von EHL Im­mo­bi­li­en Ma­nage­ment kom­men­tiert: „Das ver­gan­ge­ne Ge­schäfts­jahr war das bis­her er­folg­reichs­te für EHL Im­mo­bi­li­en Ma­nage­ment. Da­zu ha­ben die wei­te­re Op­ti­mie­rung un­se­rer in­ter­nen Ab­läu­fe, zahl­rei­che neue Leis­tungs­an­ge­bo­te mit Un­ter­stüt­zung durch die Di­gi­ta­li­sie­rung oder der wei­te­re Aus­bau un­se­rer Ab­tei­lun­gen Bau- und Fa­ci­li­ty Ma­nage­ment we­sent­lich bei­ge­tra­gen.“

Spatenstich für neuen Standort in Linz

DHL erweitert in Oberösterreich

von Charles Steiner

Ei­nes der we­sent­li­chen Grund­pfei­ler für funk­tio­nie­ren­den On­line­han­del ist ein ent­spre­chend dich­tes Dis­tri­bu­ti­ons­netz­werk an Bo­ten­diens­ten. Der Lo­gis­ti­ker DHL er­rich­tet jetzt ei­nen neu­en Stand­ort in Ober­ös­ter­reich, kürz­lich er­folg­te der Spa­ten­stich für ei­ne Nie­der­las­sung für mehr als 180 Mit­ar­bei­ter und 70 Ku­rie­re am Blue Da­nu­be Air­port in Linz. Rund 25 Mil­lio­nen Eu­ro wird in die Nie­der­las­sung in­ves­tiert, durch ef­fi­zi­en­te Ge­bäu­de­tech­nik wol­le man rund 10 Pro­zent an CO2-Emis­sio­nen ein­spa­ren. Ent­wi­ckelt wird das Ob­jekt von der Meir Im­mo­bi­li­en­grup­pe, die be­reits bei meh­re­ren Stand­or­ten der DHL en­ga­giert war. In dem kom­bi­nier­ten Ge­bäu­de, das im April 2019 fer­tig­ge­stellt wer­den soll, kön­ne man laut An­ga­ben der DHL zu­künf­tig auf rund 9.000 m² ein Sen­dungs­vo­lu­men von bis zu 22.000.000 Pa­ke­ten pro Jahr be­ar­bei­tet wer­den. So­mit ent­steht in Hör­sching das größ­te und leis­tungs­fä­higs­te Sor­tier­zen­trum für Ex­press­sen­dun­gen in Ös­ter­reich.
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Konzernergebnis um 29 Prozent gestiegen

MPC Capital verbessert sich

von Charles Steiner

Die MPC Ca­pi­tal Hol­ding konn­te im ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr noch ein­mal die Er­geb­nis­se stei­gern. Wie der Ham­bur­ger As­set- und In­vest­ment-Ma­na­ger mit­teilt, sei nach vor­läu­fi­gen Zah­len das Vor­steu­er­er­geb­nis (EBT) des MPC Ca­pi­tal-Kon­zerns von 15,7 Mil­lio­nen 2016 Eu­ro um 11 Pro­zent auf 17,4 Mil­lio­nen Eu­ro ver­bes­sert wer­den. Das Kon­zern­er­geb­nis 2017 stieg um 29 Pro­zent auf 13,2 Mil­lio­nen Eu­ro (2016: 10,2 Mil­lio­nen Eu­ro). Der Kon­zern­um­satz lag mit 47,3 Mil­lio­nen Eu­ro zwar un­ter dem des Vor­jah­res (53,8 Mil­lio­nen Eu­ro). Zu­sätz­li­che 12,3 Mil­lio­nen­Eu­ro re­sul­tier­ten, wie die MPC er­klärt, je­doch aus ei­ner Trans­ak­ti­on, die auf­grund ih­rer Struk­tur nicht als Um­satz son­dern als sons­ti­ger be­trieb­li­cher Er­trag zu klas­si­fi­zie­ren wa­ren.
Zu­dem ha­be sich MPC Ca­pi­tal im ver­gan­ge­nen Jahr mit rund 30 Mil­lio­nen Eu­ro als Co-In­ves­tor an ver­schie­de­nen In­ves­ti­ti­ons­vor­ha­ben be­tei­ligt und hier­über neue As­sets in den Be­rei­chen Re­al Es­ta­te, Ship­ping und In­fra­struc­tu­re im Wert von rund 1,1 Mil­li­ar­den Eu­ro an­ge­bun­den. Das ge­sam­te Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men aus An- und Ver­käu­fen lag 2017 bei rund 2,6 Mil­li­ar­den Eu­ro. Zum 31. De­zem­ber 2017 la­gen die As­sets un­der Ma­nage­ment der MPC Ca­pi­tal-Grup­pe bei 5,1 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Erste Betriebe kommen Mitte 2018

Gewerbe siedelt sich im Brauquartier an

von Stefan Posch

Dorfplatz im Brauquartier PuntigamDorfplatz im Brauquartier Puntigam
Das Brau­quar­tier Pun­ti­gam in Graz be­ginnt sich lang­sam zu fül­len. Mit­te 2018 wer­den sich im Pro­jekt der C&P Im­mo­bi­li­en mit rund 800 Woh­nun­gen und 17.000 m² Ge­wer­be- und Bü­ro­flä­chen die ers­ten Be­trie­be an­sie­deln. Da­zu zäh­len un­ter an­de­rem die IT-Fir­ma Becht­le, das Fit­ness­stu­dio CFG Bo­dy­fit Cle­ver Fit so­wie die Al­li­anz Ele­men­tar Ver­si­che­rungs-AG. Zu­dem er­öff­net das „No way out - Pre­mi­um Es­cape Ga­me“ als das größ­te und mo­derns­te Li­ve-Ad­ven­ture-Ga­me Ös­ter­reichs auf rund 600 m². Dar­über hin­aus wird auch ein Nah­ver­sor­ger in das Brau­quar­tier ein­zie­hen. „Das Brau­quar­tier Pun­ti­gam und die C&P Im­mo­bi­li­en AG set­zen auf ei­ne viel­fäl­ti­ge Be­triebs­an­sied­lung mit ho­her Wert­schöp­fung für die Stand­ort­ent­wick­lung. Aus­rei­chend Ex­per­ten­wis­sen hin­sicht­lich der Fi­nan­zie­rung, Rea­li­sie­rung und Ver­mie­tung sind bei der Pla­nung und im wei­te­ren Ent­schei­dungs­pro­zess aus­schlag­ge­bend für ei­nen er­folg­rei­chen Ab­schluss“, er­klärt Mar­kus Rit­ter, Vor­stands­vor­sit­zen­der der C&P Im­mo­bi­li­en.
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GS Star und Gorgeous Smiling GmbH erworben

Gorgeous Smiling Hotels bauen aus

von Charles Steiner

Die Gor­ge­ous Smi­ling Ho­tels Hol­ding baut aus und hat da­zu ei­ni­ge grö­ße­re Zu­käu­fe ge­tä­tigt. Kon­kret hat das Un­ter­neh­men, das von An­dre­as Er­ben und Hei­ko Gro­te über ei­nen von Auc­tus Ca­pi­tal Part­ners be­ra­te­nen Fonds ge­grün­det wur­de, sämt­li­che An­tei­le an der GS Star GmbH so­wie der Gor­ge­ous Smi­ling GmbH über­nom­men. Dar­über hin­aus wur­den die Mar­ken­rech­te an der Art­ho­tel ANA er­wor­ben. Der­zeit hat die Hol­ding 14 Häu­ser in Be­sitz, wei­te­re 40 Ho­tels wer­den von ihr ge­ma­nagt. Zu­dem ist ge­plant, ne­ben den bis­he­ri­gen Stand­or­ten Deutsch­land, Ös­ter­reich und den Nie­der­lan­den, nach Ita­li­en und Spa­ni­en zu ex­pan­die­ren, zu­dem sol­len wei­te­re Be­triebs­ge­sell­schaf­ten ak­qui­riert wer­den.
Ge­gen­stand der GS Star GmbH ist der ei­ge­ne Be­trieb von Ho­tels im 2- bis 3-Ster­ne Be­reich ins­be­son­de­re un­ter den Mar­ken Hamp­ton by Hil­ton, Ho­li­day Inn, Ho­li­day Inn Ex­press und Su­per 8. Des Wei­te­ren wer­den un­ter dem ei­ge­nen Mar­ken­na­men ANA Art Ho­tels Häu­ser in in­ter­es­san­ten In­nen­stadt­la­gen ge­führt. Un­ter der Gor­ge­ous Smi­ling GmbH wer­den Ser­vices für frem­de, nicht im Be­sitz der Un­ter­neh­mens­grup­pe be­find­li­che Häu­ser er­bracht.
Jetzt will man mit dem In­ves­tor Auc­tus, den Be­trei­ber­markt von Ho­tels wei­ter kon­so­li­die­ren, wie ei­ner Pres­se­mel­dung zu ent­neh­men war, Da­bei sol­len Lö­sun­gen für den Be­trieb so­wie Ho­tel­im­mo­bi­li­en an­ge­bo­ten wer­den, ei­ne aus­schließ­li­che Über­nah­me von Ho­tel­ob­jek­ten sei nicht vor­ge­se­hen. Hei­ko Gro­te: Ziel ist es, mit den Mar­ken Art­ho­tel ANA, Hamp­ton by Hil­ton, Ho­li­day Inn, Ho­li­day Inn Ex­press und Su­per 8 wei­ter zu wach­sen." An­dre­as Er­ben fügt hin­zu: "Zu­sam­men mit un­se­rem Fi­nanz­part­ner Auc­tus Ca­pi­tal Part­ners AG wer­den wir zu­künf­tig wei­te­re Ho­tel­be­triebs­ge­sell­schaf­ten über­neh­men und ei­ne ei­ge­ne Ho­tel­im­mo­bi­li­en­spar­te aus­bau­en."
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Bürogebäude nahe Google-Headquarter gekauft

Quadoro Doric kauft wieder in Dublin

von Charles Steiner

Der iri­sche Im­mo­bi­li­en­markt ent­wi­ckelt sich durch­aus gut, be­son­ders in Dub­lin. Aus die­sem Grund hat die zur Do­ric Grup­pe ge­hö­ren­de Qua­do­ro Do­ric Re­al Es­ta­te in der iri­schen Haupt­stadt ei­ne zwei­te Im­mo­bi­lie für den of­fe­nen Spe­zi­al-AIF Sustainable Re­al Es­ta­te Eu­ro­pe er­wor­ben. Da­bei han­delt es sich um das „Two Had­ding­ton Buil­dings“ mit 2.600 m² ver­miet­ba­rer Flä­che, es be­fin­det sich in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zum eu­ro­päi­schen Goog­le-Haupt­quar­tier. Es ist lang­fris­tig an ein in­ter­na­tio­na­les Me­di­en­un­ter­neh­men ver­mie­tet. Für Axel Wün­nen­berg, Ge­schäfts­füh­rer des Port­fo­li­o­ver­wal­ters, sei­en laut Aus­sen­dung ne­ben dem po­si­ti­ven wirt­schaft­li­chen Aus­blick für Ir­land, die nach­ge­frag­te La­ge und die Ob­jekt­qua­li­tät aus­schlag­ge­bend für den er­neu­ten Kauf in Dub­lin ge­we­sen. Für das Ob­jekt spre­chen die mo­der­nen, ef­fi­zi­ent ge­stal­te­ten Flä­chen mit fle­xi­bler Nut­zungs­mög­lich­keit, bei der grund­sätz­lich auch ei­ne se­pa­ra­te Ver­mie­tung der vier Stock­wer­ke mit je­weils bis zu zwei Miet­ein­hei­ten mög­lich sei.

Wohnhausanlage an Bewohnern übergeben

Neue Mietwohnungen in Salzburg

von Stefan Posch

Schlüsselübergabe in SalzburgSchlüsselübergabe in Salzburg
Die Stadt Salz­burg ge­hört zu den teu­ers­ten Pflas­tern, was Miet­woh­nun­gen be­trifft. Im­mer­hin acht güns­ti­ge Miet­woh­nun­gen wur­de nun von der Salz­burg Wohn­bau im Stadt­teil Morzg-Klein­g­main an die Be­woh­ner über­ge­ben. Die Stadt­ge­mein­de hat die Flä­che auf ei­nem ehe­ma­li­gen Park­platz der Salz­burg Wohn­bau im Bau­recht zur Nach­ver­dich­tung zur Ver­fü­gung ge­stellt. Die 2-Zim­mer­woh­nun­gen mit ei­ner Grö­ße von 40 m² wur­den in ei­ner Bau­zeit von zehn Mo­na­ten rea­li­siert. Das Pro­jekt wur­de mit ei­ner Er­rich­tungs­sum­me von rund 670.000 Eu­ro um­ge­setzt, rund ein Drit­tel da­von wur­de vom Land Salz­burg ge­för­dert.
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Hochbau beflügelt Auftragslage

Betonfertigteilbranche weiter im Hoch

von Stefan Posch

Der Ver­band Ös­ter­rei­chi­scher Be­ton- und Fer­tig­teil­wer­ke (VÖB) geht von so­li­den Um­sät­ze der Be­ton­fer­tig­teil­bran­che im Jahr 2018 aus. Be­flü­gelt wer­de die Auf­trags­la­ge vor al­lem durch den Hoch­bau: Die Be­rei­che Wohn­bau so­wie Ge­wer­be- und In­dus­trie­bau hät­ten schon 2017 ein Plus im Ver­gleich zum Vor­jahr ver­zeich­nen, heißt es vom VÖB.
Die Stim­mung der ge­sam­ten Bau­bran­che spie­gelt sich auch im ak­tu­el­len VÖB Kon­junk­tur­ba­ro­me­ter, der zwei­mal jähr­lich die Stim­mung der ös­ter­rei­chi­schen Be­ton- und Fer­tig­teil­bran­che ein­fängt, wi­der: Im 1. Halb­jahr 2018 rech­nen gut 90 Pro­zent der Ver­bands­mit­glie­der mit ei­nem min­des­tens zu­frie­den­stel­len­den Er­geb­nis für ihr Un­ter­neh­men. Mit Blick auf die ge­sam­te Bran­che stu­fen sie die Ent­wick­lun­gen im Ge­schäfts­jahr 2018 wei­ter­hin op­ti­mis­tisch ein: 63 Pro­zent ge­hen von ei­ner Um­satz­stei­ge­rung aus, ein gu­tes Drit­tel er­war­tet sich zu­min­dest ei­nen gleich­blei­ben­den Um­satz im Ver­gleich zum Vor­jahr. „Die Kon­junk­tur in Ös­ter­reich be­fin­det sich auf ei­nem Hoch. Auch der Be­ton­fer­tig­teil­sek­tor pro­fi­tiert da­von mas­siv“, er­klärt VÖB Prä­si­dent Franz Jo­sef Eder, der aber auch zur Vor­sicht mahnt: „Auch wenn die der­zei­ti­ge Aus­las­tung An­lass zur Freu­de gibt, kann sich die Si­tua­ti­on in den kom­men­den Jah­ren durch­aus ver­än­dern. Es wur­den rund 55.000 neue Bau­ge­neh­mi­gun­gen für Woh­nun­gen er­teilt. 40.000 bis 45.000 Ge­neh­mi­gun­gen wer­den von der Bran­che als ver­nünf­ti­ger, nach­hal­ti­ger Be­darf ge­se­hen. Vor nicht all­zu lan­ger Zeit wur­den le­dig­lich 35.000 Bau­ge­neh­mi­gun­gen sta­tis­tisch er­fasst.“

57 frei finanzierten und 44 geförderten Wohnungen übernommen

HTIM erwirbt Neubauprojekt in Hamburg

von Stefan Posch

Die Ham­burg Team In­vest­ment Ma­nage­ment GmbH (HTIM) hat für den Fonds "Ham­burg Team Ur­ba­ne Wohn­Wer­te" Neu­bau­ob­jekt Vo­gel­wei­de in Ham­burg-Barm­bek über­nom­men. Ver­käu­fer ist die Ham­burg Team Ge­sell­schaft für Pro­jekt­ent­wick­lung. Die Trans­ak­ti­on er­folgt im Rah­men ei­nes Sha­re Deals. Das Woh­nungs­pa­ket um­fasst 57 frei fi­nan­zier­ten und 44 ge­för­der­ten Woh­nun­gen, die in vier Häu­sern ent­ste­hen. Be­zugs­fer­tig sol­len sie im 2. Quar­tal 2020 sein. "Mit die­sem An­kauf schlie­ßen wir ein sehr er­folg­rei­ches Ge­schäfts­jahr 2017 ab", sagt Ni­ko­las Jor­zick, Ge­schäfts­füh­rer von HTIM. "Ins­ge­samt konn­ten wir 180 Mil­lio­nen Eu­ro in Wohn­im­mo­bi­li­en der Top-7-Städ­te al­lo­kie­ren und un­se­ren neu­en Ge­wer­be­fonds di­rekt mit dem An­kauf ei­nes Be­stands­ob­jek­tes in Ham­burg star­ten. Auf­grund des gu­ten Ak­qui­si­ti­ons­fort­schrit­tes ha­ben die In­ves­to­ren un­se­res Woh­nungs­fonds ei­ne Er­hö­hung des Ziel­vo­lu­mens auf 350 Mil­lio­nen Eu­ro be­schlos­sen", so Jor­zick wei­ter.
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Stockholm: Widerstand gebrochen

Stock­holm ist ein Bei­spiel, wie es geht. Der auf sie­ben Mo­na­te be­fris­te­te Pi­lot­ver­such ei­ner Ci­ty­maut mün­de­te in ei­ner Bür­ger­ab­stim­mung. Seit Au­gust 2007 ist das Pro­jekt wie­der ein­ge­führt. Der Ver­kehr ist seit­her um 25 % ge­sun­ken - ob­wohl die Re­gi­on von Stock­holm seit­her um 350.000 Men­schen ge­wach­sen ist. Gun­nar Sö­der­holm, Ab­tei­lungs­lei­ter Um­welt und Ge­sund­heit im Rat­haus, der auch als Spea­ker bei der Ur­ban Fu­ture Glo­bal Con­fe­rence 2018 in Wien auf­tre­ten wird, spricht über sei­ne Er­fah­run­gen.Wie of­fen war die Be­völ­ke­rung bei Pro­jekt­start? Gun­nar Sö­der­holm: Ei­nen Mo­nat vor der Test-Ein­füh­rung wa­ren 80 % da­ge­gen. Da­nach 53 % da­für.Wie geht das? Sö­der­holm: Ich den­ke, dass der Ver­such die Be­völ­ke­rung über­zeugt hat, dass das Le­ben we­ni­ger stress­reich, die Luft bes­ser und al­les ru­hi­ger wird. Wenn man da­vor ab­stimmt, be­kommt man 75 % Nein-Stim­men, wie in Edin­burgh.War die Ein­füh­rung für die Stadt teu­er? Sö­der­holm: Ja. Die Ge­samt­kos­ten la­gen bei 300 Mil­lio­nen Eu­ro, ein Drit­tel da­von ging in den Aus­bau des öf­fent­li­chen Ver­kehrs. 200 neue Bus­se, 20 neue Bus­li­ni­en, wei­te­rer U-Bahn-Aus­bau und Stadt­bah­nen. Das Sys­tem selbst kos­te­te 200 Mil­lio­nen Eu­ro. Schon wäh­rend der Ver­suchs­zeit ist gut die Hälf­te wie­der her­ein­ge­spielt wor­den. So ge­se­hen war es wohl der bil­ligs­te Weg, den Ver­kehr aus­zu­bau­en. Für den In­di­vi­du­al­ver­kehr hät­ten wir ver­gleich­bar viel­leicht hun­dert­mal mehr aus­ge­ben müs­sen. Die Kos­ten der Pi­lot­pha­se wur­den vom Staat ge­tra­gen.Die Ver­füg­bar­keit von La­de­sta­tio­nen ist ein kri­ti­scher Er­folgs­fak­tor. Ist das fi­nan­zier­bar? Sö­der­holm: La­de­sta­tio­nen sind ei­ne nö­ti­ge Res­sour­ce, die es zu fi­nan­zie­ren gilt.Sind Ein­nah­men aus La­de­sta­tio­nen zweck­ge­bun­den für den Aus­bau des öf­fent­li­chen Ver­kehrs? Sö­der­holm: Ja, das war auch das Er­geb­nis der Bür­ger­be­fra­gung. Zehn Jah­re ha­ben wir den Preis gleich ge­las­sen, An­fang 2016 um 75 % er­höht. Den­noch ist die Nach­fra­ge wei­ter um 2 bis 3 Pro­zent ge­stie­gen. Gleich­zei­tig ist die Ver­kehrs­be­las­tung beim In­di­vi­du­al­ver­kehr gleich ge­blie­ben, ob­wohl es im Raum Stock­holm 350.000 mehr Men­schen gibt.Wie lan­ge läuft das Pro­jekt? Sö­der­holm: Es gibt kein de­fi­nier­tes En­de. Je­de Re­gie­rung könn­te es so­fort stop­pen, so sie da­für ei­ne Mehr­heit hat. Zu­letzt ha­ben sich 65 % der Stock­hol­mer für die Bei­be­hal­tung des Sys­tems aus­ge­spro­chen.Ih­re Vi­si­on für Stock­holm? Sö­der­holm: Bis 2040 wol­len wir CO2-frei sein. Wir bau­en gro­ße Stra­ßen zu­rück und re­ser­vie­ren die Hälf­te für den öf­fent­li­chen Ver­kehr und Fahr­rä­der.

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Schön  ist es für Stadtentwickler, wenn Pläne richtig ausgedacht und umgesetzt werden können.Schön ist es für Stadtentwickler, wenn Pläne richtig ausgedacht und umgesetzt werden können.

Stadtentwicklung geht auch pragmatisch

Bei der Stadt­ent­wick­lung gilt es, ver­schie­dens­te In­ter­es­sen un­ter ei­nen Hut zu brin­gen und Kom­pro­mis­se zu fin­den. Wie schön ist es für Stadt­ent­wick­ler, wenn man sich nicht um Wah­len, Par­tei­en und In­ter­es­sens­ver­tre­ter küm­mern muss. Wenn Plä­ne rich­tig schön aus­ge­dacht und um­ge­setzt wer­den kön­nen. Chi­na ist so ein Bei­spiel. Wenn et­was schief­geht - ab­rei­ßen und neu bau­en. Wir le­ben in ei­ner De­mo­kra­tie, bei uns geht Stadt­ent­wick­lung nicht so ein­fach. Ver­schie­dens­te In­ter­es­sen sind un­ter ei­nen Hut zu brin­gen, es gilt, Kom­pro­mis­se zu fin­den, und am En­de des Pro­zes­ses soll et­was Sinn­vol­les her­aus­kom­men. Es gibt ei­ne Aus­nah­me, die die­se Re­gel be­stä­tigt: Wien. Welt­kul­tur­er­be futsch? Wurscht, brau­chen wir nicht. Tra­di­tio­nel­le Märk­te wie Kar­me­li­ter-, Vol­kert- oder Yp­pen­markt, Nah­ver­sor­ger und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­or­te der Stadt­be­völ­ke­rung wur­den Re­stau­rant­mei­len für die hip­pen Bo­b­os, die Nah­ver­sor­gung ging an die in­ter­na­tio­na­len Ket­ten. Egal. Und dann der Ver­kehr: Aus­schließ­li­che Kon­zen­tra­ti­on auf Rad und U-Bahn, al­les an­de­re wird ver­dammt, be­hin­dert, aus­ge­grenzt. Ob sinn­voll oder nicht, ob Geld ver­schwen­det wird oder nicht - al­les ist der Durch­set­zung ei­ner re­li­gi­ös an­mu­ten­den Mei­nung un­ter­ge­ord­net. Es geht doch an­ders, mit Über­zeu­gen. Wenn der öf­fent­li­che Ver­kehr und die "Park and ri­de"-An­la­gen sinn­voll ge­stal­tet sind, wer­den vie­le Men­schen auf den öf­fent­li­chen Ver­kehr um­stei­gen, und es wird ein sinn­vol­les Mit­ein­an­der ge­ben. Auch oh­ne künst­li­che Ver­knap­pung. Wir wer­den un­se­re in die Jah­re ge­kom­me­ne Bau­sub­stanz ver­dich­ten müs­sen, da gilt es, die be­ste­hen­de Bau­ord­nung an­zu­pas­sen, auch oh­ne Spen­den an Ent­wick­lungs­hil­fe­ver­ei­ne. Wir brau­chen ein Mit­ein­an­der von neu­en Stadt­tei­len und neu ge­stal­te­ten al­ten Stadt­tei­len, von öf­fent­li­chem und pri­va­tem Wohn­bau, dann wird es auch Durch­mi­schung und Ghet­to­ver­mei­dung oh­ne kom­mu­na­le Len­kungs­maß­nah­men ge­ben. Und bit­te: Leist­ba­res Woh­nen de­fi­niert sich als Mie­te inkl. Be­triebs­kos­ten, nur um Kalt­mie­te wohnt nie­mand! Nach der nächs­ten Wahl freu­en wir uns, wenn der er­ho­be­ne Zei­ge­fin­ger wie­der in die Ta­sche ge­packt ist, an­de­re Mei­nun­gen zu­las­sen wer­den und Stadt­ent­wick­lung im de­mo­kra­ti­schen, mü­he­vol­len Dia­log pas­siert. Wann ist Wahl?

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Vertriebsmitarbeiter/in – Zinshaus

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