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Immobilien Magazin kauft a3-Titel

Rechte an „a3 Building Technologies Solutions“ erworben

von Stefan Posch

Der Immobilien Magazin Verlag hat mit Anfang Februar die Titelrechte und damit auch die Abo-Adressen und die Kundendatei des „a3 Building Technologies Solutions“ Magazin aus der Konkursmasse des ehemaligen a3 Wirtschaftsverlags erworben.
Das Magazin existierte seit 2009 und entwickelte sich im Lauf der Jahre zum profunden medialen Begleiter für sämtliche Technik im Hochbau. Die neuen Eigentümer möchten an diese Erfolgsgeschichte anknüpfen und unter neuem Dach den Lesern bewährte Inhalte in neuem Gewand nahebringen. Neben der Printausgabe die zehnmal im Jahr erscheinen soll, wird es zudem eine Online-Zeitung und eine eigene Videoredaktion geben.
Der bisherige Chefredakteur Franz Artner wird auch in der neuen Konstellation das Magazin in dieser Funktion weiter verantworten. Ihn unterstützen dabei zahlreiche, teilweise aus dem bisherigen Team kommende redaktionelle Mitarbeiter. Gemeinsam werden sie ab sofort frischen Wind in das etablierte Branchenmagazin bringen. Die Neuauflage des „a3 Building Technologies Solutions“ wird nicht nur Informationen zeitgemäß und zielgruppengerecht für die Leser aufbereiten, sondern sich dabei auch neuer, innovativer Kommunikationswege bedienen.
Inhaltlich werden künftig die Segmente Gebäudetechnik, integrierte Planung, nachhaltiges Bauen und Facility Management abgedeckt. „Es freut mich, dass der Immobilien Magazin Verlag die Bedeutung der Gebäudetechnik und der integrierten Planung erkannt hat und mit frischem Elan die Weiterentwicklung des Mediums ermöglich“, kommentiert er das Engagement des neuen Eigentümers.
Für die Kundenbetreuung zeichnet mit Birgit Wilheim als Verkaufsleiterin des neuen Mediums eine langjährige Branchenkennerin verantwortlich, die sich mit Fachkenntnis und Feingefühl um die Bedürfnisse der Kunden bemühen wird. „Wir denken, dass dieses Magazin eine hervorragende Ergänzung unseres Produktportfolios darstellt. Mit der Erweiterung in die Branchen Bau und Gebäudetechnik erschließen wir eine weitere wichtige verwandte Branche zum Thema Immobilien. Wir freuen uns auf die bevorstehenden spannenden Monate und den Launch der ersten neuen Ausgabe mit 18. April mit unserem engagierten neuen Team.“ so die Eigentümer des Immobilien Magazin Verlags Iris Einwaller, Reinhard Einwaller und Gerhard Rodler unisono.

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Private wechseln Strategie

Deutsche Regierungspläne bringen mehr Verkäufe:

von Gerhard Rodler

Bei den privaten Investoren und Vermögensverwaltungen ist im Zuge der bislang bekannt gewordenen Pläne der sich abzeichnenden neuen deutschen Regierung ein spürbarer Strategiewechsel zu beobachten.
Sven Keussen, geschäftsführender Gesellschafter von Rohrer Immobilien in München: „Private Investoren denken langfristig. Daher spielen bei dieser Anlegergruppe auch nachhaltige Strategien eine größere Rolle. Aufgrund der von Union und SPD angekündigten Maßnahmen - wie unter anderem der Änderung der Modernisierungsumlage - und den kurz- bis mittelfristig zu erwartenden Zinserhöhungen konkretisieren sich derzeit verstärkt Verkäufe.“ „Deswegen gehen private Anleger in den kommenden zwei bis vier Jahren auch zumindest partiell von fallenden Kaufpreisfaktoren aus, zu denen sie dann jetzt realisierte Verkaufserlöse wieder ´günstiger´ investieren können“, ergänzt der geschäftsführende Gesellschafter von Rohrer Immobilien in Berlin, Corvin Tolle.
Besonders Mehrfamilienhäuser, die renovierungsbedürftig sind, werden nach Angaben von Rohrer Immobilien aktuell überprüft. Dementsprechend verzeichnet diese Immobilienklasse bereits erste neue Angebote.
Tolle und Keussen: „Hier bieten sich somit für erfahrene Investoren Chancen, das Entwicklungspotenzial solcher Immobilien zu optimieren.“

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Wienwert-Verkauf startet morgen

100 Prozent der Wienwert AG werden angeboten

von Stefan Posch

Morgen wird der Verkaufsprozess für die Wienwert AG, Tochter der WW Holding, gestartet. Das teilte kürzlich der Vorstand der WW Holding via Ad-hoc-Meldung mit. 100 Prozent der Anteile werden angeboten. Wie der immoflash vergangene Woche berichtete, haben Vorstand Stefan Gruze sowie die Aufsichtsräte Wolfgang Sedelmayer und Nikos Bakirzoglu ihren jeweiligen Anteilsschein an der der Wienwert AG dem Masseverwalter zur Verfügung gestellt. Der Verkaufsprozess erfolge in gemeinsamer Abstimmung mit dem Joint-Venture-Partner, teilt die Wienwert mit. Gemeinsam mit einem Fonds der Bundespensionskasse plant die Wienwert AG zwei Entwicklungsprojekte im Bereich leistbares Wohnen. Eines auf dem Gelände des ehemaligen Einkaufsspitz in Floridsdorf mit 7.859 m² Wohnnutzfläche und 2.693 m² Gewerbenutzfläche sowie 92 Tiefgaragenplätze und eines auf der Ödenburgerstraße, ebenfalls im 21. Wiener Gemeindebezirk, das 16.225 m² Gesamtnutzfläche und 166 Tiefgaragenplätzen umfassen soll. Zudem hat die Tochter vergangenes Jahr das Abrissobjekt Wiedner Hauptstraße 150 von der Mutter übernommen.
Kaufinteressenten können sich ab Dienstag, den 20. Februar 2018, über die Rahmenbedingungen des Verkaufsprozesses unter den Veröffentlichungen in der Ediktsdatei (www.ediktsdatei.justiz.gv.at) oder auf der Website des Insolvenzverwalters Norbert Abel (www.abel-legal.at) informieren.

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Premium-Concierge goes Austria

RAS eröffnet erste Dependance im Palais Schottenring

von Charles Steiner

Palais am SchottenringPalais am Schottenring

Mit dem Palais Schottenring entstehen derzeit 36 Luxuswohnungen auf vier Etagen samt vier Penthouses bis Ende 2018. Um die Exklusivität der Wohnungen, die laut des Entwicklers SRE Schottenring 18 Real Estate bereits zu 60 Prozent verwertet sind, herauszustreichen, hat man einen internationalen Concierge-Service an Bord geholt. Damit eröffnet die RAS - service at any time GmbH, die von Raffaele Sorrentino gegründet wurde, ihre erste Dependance in Österreich. 2009 von Sorrentino, der vor seiner Selbstständigkeit unter anderem Chef-Concierge im Berliner Hotel Adlon war, gegründet, sieht sich das Unternehmen als eines, das kompromisslose Qualität anbietet.
Patrizia Hunter, Managing Director bei SRE Schottenring 18 Real Estate, begründet die Entscheidung, die RAS nach Wien zu holen so: „Es gibt zwar in Österreich einige Unternehmen, die Concierge-Services anbieten, allerdings sind die meisten aus dem Security-Bereich. Wir wollten einen Service, der die Dienstleistung in den Vordergrund stellt.“ Raffaele Sorrentino, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der RAS, kennt den serviceorientierten Zugang aus seinen Zeiten in mehreren High-End Hotels: „Da bedarf es sehr viel Fingerspitzengefühl und absolute Diskretion, um die Bewohner optimal zu betreuen. Zudem müsse man auch schwierige Sonderwünsche erfüllen können, wie etwa (sehr rare) Tickets für das Neujahrskonzert organisieren zu können.“ Weltweit habe die RAS an die 50.000 Dienstleister, auf die sie bei Sonderwünschen zurückgreifen können. Um eine 24/7-Betreuung auch optimal gewährleisten zu können, gibt es für die Bewohner auch eine App, mittels derer sie mit den Concierges verbunden sind. 99 Prozent der rekrutierten Concierges kommen aus Vier- bzw. Fünfsternhotels und müssen sowohl von Regionalleiter, Geschäftsleiter als auch Raffaele Sorrentino selbst abgesegnet werden, um dort arbeiten zu können. Mit dem Einstieg in Österreich, den Sorrentino als perfekte Symbiose zwischen traditioneller Vergangenheit und innovativer Gegenwart bezeichnet, wolle man die Leistungen bei Bedarf auch auf weitere Objekte ausweiten.

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Real I.S. verkauft in Madrid

Büroobjekt mit knapp 8.000 m² an spanisches Investment-Vehikel

von Charles Steiner

Die Real I.S., der auf Immobilieninvestments spezialisierte Fondsdienstleister der BayernLB, hat für den Luxemburger Spezial-AIF „BGVIII“ ein Bürogebäude in Madrid verkauft. Die 1993 errichtete Immobilie mit dem Namen „Atos“ in der Calle Albarracín 25 wurde vom spanischen Investmentunternehmen Zambal Spain Socimi erworben. Das derzeit an das französischen IT-Unternehmen Atos SE volllvermietete Single-Tenant Objekt umfasst 7.840 m².
Georg Jewgrafow, Vorstandsvorsitzender der Real I.S. sagt zum Verkauf, dass die festgelegten Investmentziele für den „BGV III“ erreicht worden seien, weswegen die Immobilie veräußert wurde: „Neben dem aktuellen positiven Marktumfeld kamen die langfristige Mietvertragslaufzeit des Objekts und der gute Gebäudestandard zum Tragen.“ Real I.S. wurde bei der Transaktion rechtlich von Perez-Llorca beraten. Zudem waren auf Verkäuferseite der Makler Savills Aguirre Newman, die Hausverwaltung Cushman&Wakefield und die Finanzbuchhaltungsgesellschaft TMF beratend tätig. Die Käuferseite wurde rechtlich von E&Y beraten.
Die Zambal Spain Socimi ist ein 2013 gegründetes Investment-Vehikel, das sich auf Core-Immobilien an Top-Standorten in Madrid und Barcelona konzentriert. Bevorzugte Assetklassen sind laut deren Beschreibung Büroimmobilien und Einzelhandelsobjekte in Highstreets.

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Erster "Runder" für Immac Austria

Seit zehn Jahren Pflegeimmobiliien für Alternativ-Fonds

von Charles Steiner

24 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit 2.188 Pflegeplätzen, 122 angeschlossene betreubare Wohneinheiten und 70 weitere Service-Wohnungen in der Pipeline sowie eine Rehaklinik mit 260 Plätzen: Das ist die Bilanz, die die Immac Austria GmbH, ein Investmentunternehmen für Healthcare-Immobilien nach zehn Jahren zieht. Das Unternehmen erwirbt und errichtet seit 2018 für sogenannte Alternative Investmentfonds Sozialimmobilien in Österreich. Insgesamt umfasst das Portfolio 26 Immobilien, die von neun verschiedenen Betreibern gemanagt werden sowie ein von der Schwestergesellschaft EFV Beteiligungs GmbH erworbenes Viersterne-Hotel in Vorarlberg.
Die Muttergesellschaft Immac Holding AG ist bereits seit 20 Jahren aktiv und investiert in Pflegezentren, Kliniken und Seniorenwohnanlagen. Mit ihren spezialisierten Tochtergesellschaften, zu denen als Bauträger auch die Immac Sozialbau und die Immac Wohnbau gehören, hat Immac bisher über 1,5 Milliarden Euro in Bestands- und Neubauimmobilien investiert. Immac ist in Deutschland, Österreich, dem Vereinigten Königreich und Irland aktiv.

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Adler Real Estate will Brack Capital

Ex-Conwert-Gesellschafter investiert lieber in Deutschland

von Gerhard Rodler

Adler Real Estate - vielen noch als kurzzeit Conwert-Aktionär und hier durchaus nicht unumstritten unterwegs - will jetzt die auf dem deutschen Markt aktive Brack Capital Properties (BCP) kaufen. Das Unternehmen besitzt deutlich über 10.000 Wohnungen in deutschen Ballungsräumen (Leipzig, Bremen, Hannover, Kiel und Dortmund), weitere Wohn-Developments und auch eine Reihe von Retail-Immobilien.
Wie aus deutschen Medien zu erfahren ist, will Adler seinen Anteile vorerst auf 70 Prozent des an der isrealischen Börse gelisteten Unternehmens erwerben.
Laut Informationen von immoflash soll aber auf längere Sicht die Totalübernahme angedacht sein. Diesfalls wäre damit zu rechnen, dass die Retail-Immobilien zeitnah wieder gedreht werden.
Adler hat schon jetzt dort einen „Fuß in der Tür“: Über 40 Prozent (von den 70 Prozent) der Aktien hat Adler bereits vom BCP-Großaktionär Redzone gekauft, weitere 5,62 Prozent sollen zeitnah von den dren BCP-Managern kommen.
Für Adler würde das bedeuten, sein Wohnportfolio um gut ein Fünftel steigern zu können und den operativen Gewinn um 20 Millionen zu erhöhen.
BCP ist seit 2004 in Deutschland aktiv. Der britische Großaktionär Brack Capital Real Estate(BCRE) war im Juni 2017 ausgestiegen.
Finanziert wird die gut eine halbe Milliarde Euro schwere Übernahme unter anderem durch den Erlös aus dem Verkauf des Wohnungsentwicklers Accentro an den Finanzinvestor Vestigo Capital, der Adler 180 Millionen Euro brachte, und mit dem Verkauf anderer Immobilien.

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Event zum Tag: Investment Dialog

DLA Piper und PRICMA über neue Investmentplattform:

von Gerhard Rodler

Mit dem Immobilien Investment Dialog am 1.3.2018 in Wien führen PRICMA Immobilienberatung und DLA Piper ein neues Veranstaltungsformat im Immobilieninvestmentmarkt für Privatinvestoren ein. Der Event findet in den Büroräumlichkeiten von DLA Piper statt. Ziel sei es, dass sich Privatinvestoren und Investmentanbieter auf Augenhöhe begegnen können. Dadurch wird eine Vertrauensebene geschaffen, auf deren Basis Investoren gezielt das zu ihnen passende Investment finden können. Auf inhaltlicher Ebene stehen nicht nur aktuelle Investmentmöglichkeiten im Mittelpunkt, sondern vor allem auch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse im Immobilieninvestmentgeschäft für Privatinvestoren.
Die treibenden Kräfte hinter dem Immobilien Investment Dialog, der am Wiener Standort von DLA Piper stattfindet, sind PRICMA-CEO Florian Huber, der die Plattform als One-StopShop für Immobilieninvestments ins Leben gerufen hat, sowie Christoph Urbanek, Partner bei DLA Piper.

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Beschleunigung für Startups

Daily PropTech News

von Charles Steiner

In Österreich ist das Thema Förderung von PropTechs gerade einmal am Anfang - auch wenn es doch (gottseidank) einige Initiativen gibt, die des Themas Startups, die sich im Bereich Immobilien konzentrieren, annehmen und es ins öffentliche Bewusstsein rücken wollen. In den Vereinigten Staaten ist man da schon etwas weiter: Dort geht es auch um konkrete Förderungen (auch finanzielle) von PropTechs, die gerade am Anfang ihrer Tätigkeiten stehen. Der MetaProp NYC real estate technology accelerator ist ein solches Programm, solche Startups aufzubauen. Bislang hat das Programm weit mehr als 50 Jungunternehmen rund um die Wertschöfpungskette im Immobilienbusiness mit zusammen mehr als 1.500 Mitarbeitern gefördert, die über zwei Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Das vornehmlich, in dem die Plattform Investoren mit Startups zusammenbringt und ihnen wertvolle Tipps für ihr Business gibt.
Kürzlich sind in diesem Zusammenhang zwei Demo Days veranstaltet worden, einer in New York, einer in San Francisco, bei denen rund 1.000 Teilnehmer registriert waren. Einer davon, der teilgenommen hatte, war Ardalan Khosrowpour, Mitbegründer und CEO von OneSiteIQ, einem Baudokumentationstool. Er erklärte, dass er seit längerem auf der Suche nach Mentoren war, die ihm bei den Thema Bau- und Immobilienindustrie inhaltlich helfen könnten. Bei MetaProp, so hofft er, ein entsprechendes Network von Beratern, Kunden und Investoren vorzufinden. Erfolgreich, wie er sagt. Am Ende des Mentoring-Programms konnte OneSiteIQ mehrere Verträge abschließen und einige Investoren lukrieren.

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Neu bei Union Investment

Klaus Bollmann neu in Geschäftsführung

von Charles Steiner

Klaus BollmannKlaus Bollmann

Die Union Investment beabsichtigt, im institutionellen Kundengeschäft weiter zu wachsen und hat aus diesem Grund Klaus Bollmann in die Geschäftsführung der Union Investment Institutional Property an Bord geholt. Dort wird Bollmann, gemeinsam mit Wolfgang Kessler und Jörn Stobbe den Ausbau des institutionellen Immobiliengeschäfts vorantreiben. Der 53-jährige Volkswirt ist zudem seit 2004 Geschäftsführer der Union Investment Institutional GmbH, wo er unter anderem das Produktmanagement für institutionelle Kunden vorantreibt.
„Mit der attraktiven Wachstumsperspektive vor Augen wollen wir unser Produktangebot gezielt für institutionelle Immobilienanleger wie Versicherungen, Corporates und Versorgungswerke ausbauen“, sagt Klaus Bollmann.

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100 Prozent der Wienwert AG werden angeboten

Wienwert-Verkauf startet morgen

von Stefan Posch

Mor­gen wird der Ver­kaufs­pro­zess für die Wien­wert AG, Toch­ter der WW Hol­ding, ge­star­tet. Das teil­te kürz­lich der Vor­stand der WW Hol­ding via Ad-hoc-Mel­dung mit. 100 Pro­zent der An­tei­le wer­den an­ge­bo­ten. Wie der im­mof­lash ver­gan­ge­ne Wo­che be­rich­te­te, ha­ben Vor­stand Ste­fan Gru­ze so­wie die Auf­sichts­rä­te Wolf­gang Se­del­may­er und Ni­kos Ba­k­ir­zog­lu ih­ren je­wei­li­gen An­teils­schein an der der Wien­wert AG dem Mas­se­ver­wal­ter zur Ver­fü­gung ge­stellt. Der Ver­kaufs­pro­zess er­fol­ge in ge­mein­sa­mer Ab­stim­mung mit dem Joint-Ven­ture-Part­ner, teilt die Wien­wert mit. Ge­mein­sam mit ei­nem Fonds der Bun­des­pen­si­ons­kas­se plant die Wien­wert AG zwei Ent­wick­lungs­pro­jek­te im Be­reich leist­ba­res Woh­nen. Ei­nes auf dem Ge­län­de des ehe­ma­li­gen Ein­kaufs­spitz in Flo­rids­dorf mit 7.859 m² Wohn­nutz­flä­che und 2.693 m² Ge­wer­be­nutz­flä­che so­wie 92 Tief­ga­ra­gen­plät­ze und ei­nes auf der Öden­bur­ger­stra­ße, eben­falls im 21. Wie­ner Ge­mein­de­be­zirk, das 16.225 m² Ge­samt­nutz­flä­che und 166 Tief­ga­ra­gen­plät­zen um­fas­sen soll. Zu­dem hat die Toch­ter ver­gan­ge­nes Jahr das Ab­riss­ob­jekt Wied­ner Haupt­stra­ße 150 von der Mut­ter über­nom­men.
Kauf­in­ter­es­sen­ten kön­nen sich ab Diens­tag, den 20. Fe­bru­ar 2018, über die Rah­men­be­din­gun­gen des Ver­kaufs­pro­zes­ses un­ter den Ver­öf­fent­li­chun­gen in der Ediktsda­tei (www.ediktsda­tei.jus­tiz.gv.at) oder auf der Web­site des In­sol­venz­ver­wal­ters Nor­bert Abel (www.abel-le­gal.at) in­for­mie­ren.

RAS eröffnet erste Dependance im Palais Schottenring

Premium-Concierge goes Austria

von Charles Steiner

Palais am SchottenringPalais am Schottenring
Mit dem Pa­lais Schot­ten­ring ent­ste­hen der­zeit 36 Lu­xus­woh­nun­gen auf vier Eta­gen samt vier Pent­hou­ses bis En­de 2018. Um die Ex­klu­si­vi­tät der Woh­nun­gen, die laut des Ent­wick­lers SRE Schot­ten­ring 18 Re­al Es­ta­te be­reits zu 60 Pro­zent ver­wer­tet sind, her­aus­zu­strei­chen, hat man ei­nen in­ter­na­tio­na­len Con­cier­ge-Ser­vice an Bord ge­holt. Da­mit er­öff­net die RAS - ser­vice at any ti­me GmbH, die von Raf­fae­le Sor­ren­ti­no ge­grün­det wur­de, ih­re ers­te De­pen­dance in Ös­ter­reich. 2009 von Sor­ren­ti­no, der vor sei­ner Selbst­stän­dig­keit un­ter an­de­rem Chef-Con­cier­ge im Ber­li­ner Ho­tel Ad­lon war, ge­grün­det, sieht sich das Un­ter­neh­men als ei­nes, das kom­pro­miss­lo­se Qua­li­tät an­bie­tet.
Pa­tri­zia Hun­ter, Ma­na­ging Di­rec­tor bei SRE Schot­ten­ring 18 Re­al Es­ta­te, be­grün­det die Ent­schei­dung, die RAS nach Wien zu ho­len so: „Es gibt zwar in Ös­ter­reich ei­ni­ge Un­ter­neh­men, die Con­cier­ge-Ser­vices an­bie­ten, al­ler­dings sind die meis­ten aus dem Se­cu­ri­ty-Be­reich. Wir woll­ten ei­nen Ser­vice, der die Dienst­leis­tung in den Vor­der­grund stellt.“ Raf­fae­le Sor­ren­ti­no, Grün­der und Ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter der RAS, kennt den ser­vice­ori­en­tier­ten Zu­gang aus sei­nen Zei­ten in meh­re­ren High-End Ho­tels: „Da be­darf es sehr viel Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und ab­so­lu­te Dis­kre­ti­on, um die Be­woh­ner op­ti­mal zu be­treu­en. Zu­dem müs­se man auch schwie­ri­ge Son­der­wün­sche er­fül­len kön­nen, wie et­wa (sehr ra­re) Ti­ckets für das Neu­jahrs­kon­zert or­ga­ni­sie­ren zu kön­nen.“ Welt­weit ha­be die RAS an die 50.000 Dienst­leis­ter, auf die sie bei Son­der­wün­schen zu­rück­grei­fen kön­nen. Um ei­ne 24/7-Be­treu­ung auch op­ti­mal ge­währ­leis­ten zu kön­nen, gibt es für die Be­woh­ner auch ei­ne App, mit­tels de­rer sie mit den Con­cier­ges ver­bun­den sind. 99 Pro­zent der re­kru­tier­ten Con­cier­ges kom­men aus Vier- bzw. Fünf­stern­ho­tels und müs­sen so­wohl von Re­gio­nal­lei­ter, Ge­schäfts­lei­ter als auch Raf­fae­le Sor­ren­ti­no selbst ab­ge­seg­net wer­den, um dort ar­bei­ten zu kön­nen. Mit dem Ein­stieg in Ös­ter­reich, den Sor­ren­ti­no als per­fek­te Sym­bio­se zwi­schen tra­di­tio­nel­ler Ver­gan­gen­heit und in­no­va­ti­ver Ge­gen­wart be­zeich­net, wol­le man die Leis­tun­gen bei Be­darf auch auf wei­te­re Ob­jek­te aus­wei­ten.
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Büroobjekt mit knapp 8.000 m² an spanisches Investment-Vehikel

Real I.S. verkauft in Madrid

von Charles Steiner

Die Re­al I.S., der auf Im­mo­bi­li­en­in­vest­ments spe­zia­li­sier­te Fonds­dienst­leis­ter der Bay­ern­LB, hat für den Lu­xem­bur­ger Spe­zi­al-AIF „BGVIII“ ein Bü­ro­ge­bäu­de in Ma­drid ver­kauft. Die 1993 er­rich­te­te Im­mo­bi­lie mit dem Na­men „Atos“ in der Cal­le Al­bar­racín 25 wur­de vom spa­ni­schen In­vest­ment­un­ter­neh­men Zam­bal Spain So­ci­mi er­wor­ben. Das der­zeit an das fran­zö­si­schen IT-Un­ter­neh­men Atos SE voll­lver­mie­te­te Sin­gle-Ten­ant Ob­jekt um­fasst 7.840 m².
Ge­org Je­w­gra­fow, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Re­al I.S. sagt zum Ver­kauf, dass die fest­ge­leg­ten In­vest­ment­zie­le für den „BGV III“ er­reicht wor­den sei­en, wes­we­gen die Im­mo­bi­lie ver­äu­ßert wur­de: „Ne­ben dem ak­tu­el­len po­si­ti­ven Markt­um­feld ka­men die lang­fris­ti­ge Miet­ver­trags­lauf­zeit des Ob­jekts und der gu­te Ge­bäu­de­stan­dard zum Tra­gen.“ Re­al I.S. wur­de bei der Trans­ak­ti­on recht­lich von Pe­rez-Llor­ca be­ra­ten. Zu­dem wa­ren auf Ver­käu­fer­sei­te der Mak­ler Sa­vills Aguir­re New­man, die Haus­ver­wal­tung Cush­man&Wake­field und die Fi­nanz­buch­hal­tungs­ge­sell­schaft TMF be­ra­tend tä­tig. Die Käu­fer­sei­te wur­de recht­lich von E&Y be­ra­ten.
Die Zam­bal Spain So­ci­mi ist ein 2013 ge­grün­de­tes In­vest­ment-Ve­hi­kel, das sich auf Co­re-Im­mo­bi­li­en an Top-Stand­or­ten in Ma­drid und Bar­ce­lo­na kon­zen­triert. Be­vor­zug­te As­set­klas­sen sind laut de­ren Be­schrei­bung Bü­ro­im­mo­bi­li­en und Ein­zel­han­dels­ob­jek­te in High­s­treets.

Seit zehn Jahren Pflegeimmobiliien für Alternativ-Fonds

Erster "Runder" für Immac Austria

von Charles Steiner

24 voll­sta­tio­nä­re Pfle­ge­ein­rich­tun­gen mit 2.188 Pfle­ge­plät­zen, 122 an­ge­schlos­se­ne be­treu­ba­re Wohn­ein­hei­ten und 70 wei­te­re Ser­vice-Woh­nun­gen in der Pipe­line so­wie ei­ne Re­ha­kli­nik mit 260 Plät­zen: Das ist die Bi­lanz, die die Im­mac Aus­tria GmbH, ein In­vest­ment­un­ter­neh­men für Health­ca­re-Im­mo­bi­li­en nach zehn Jah­ren zieht. Das Un­ter­neh­men er­wirbt und er­rich­tet seit 2018 für so­ge­nann­te Al­ter­na­ti­ve In­vest­ment­fonds So­zial­im­mo­bi­li­en in Ös­ter­reich. Ins­ge­samt um­fasst das Port­fo­lio 26 Im­mo­bi­li­en, die von neun ver­schie­de­nen Be­trei­bern ge­ma­nagt wer­den so­wie ein von der Schwes­ter­ge­sell­schaft EFV Be­tei­li­gungs GmbH er­wor­be­nes Vier­ster­ne-Ho­tel in Vor­arl­berg.
Die Mut­ter­ge­sell­schaft Im­mac Hol­ding AG ist be­reits seit 20 Jah­ren ak­tiv und in­ves­tiert in Pfle­ge­zen­tren, Kli­ni­ken und Se­nio­ren­wohn­an­la­gen. Mit ih­ren spe­zia­li­sier­ten Toch­ter­ge­sell­schaf­ten, zu de­nen als Bau­trä­ger auch die Im­mac So­zi­al­bau und die Im­mac Wohn­bau ge­hö­ren, hat Im­mac bis­her über 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro in Be­stands- und Neu­bau­im­mo­bi­li­en in­ves­tiert. Im­mac ist in Deutsch­land, Ös­ter­reich, dem Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich und Ir­land ak­tiv.
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Ex-Conwert-Gesellschafter investiert lieber in Deutschland

Adler Real Estate will Brack Capital

von Gerhard Rodler

Ad­ler Re­al Es­ta­te - vie­len noch als kurz­zeit Con­wert-Ak­tio­när und hier durch­aus nicht un­um­strit­ten un­ter­wegs - will jetzt die auf dem deut­schen Markt ak­ti­ve Brack Ca­pi­tal Pro­per­ties (BCP) kau­fen. Das Un­ter­neh­men be­sitzt deut­lich über 10.000 Woh­nun­gen in deut­schen Bal­lungs­räu­men (Leip­zig, Bre­men, Han­no­ver, Kiel und Dort­mund), wei­te­re Wohn-De­ve­lop­ments und auch ei­ne Rei­he von Re­tail-Im­mo­bi­li­en.
Wie aus deut­schen Me­di­en zu er­fah­ren ist, will Ad­ler sei­nen An­tei­le vor­erst auf 70 Pro­zent des an der is­rea­li­schen Bör­se ge­lis­te­ten Un­ter­neh­mens er­wer­ben.
Laut In­for­ma­tio­nen von im­mof­lash soll aber auf län­ge­re Sicht die To­tal­über­nah­me an­ge­dacht sein. Dies­falls wä­re da­mit zu rech­nen, dass die Re­tail-Im­mo­bi­li­en zeit­nah wie­der ge­dreht wer­den.
Ad­ler hat schon jetzt dort ei­nen „Fuß in der Tür“: Über 40 Pro­zent (von den 70 Pro­zent) der Ak­ti­en hat Ad­ler be­reits vom BCP-Groß­ak­tio­när Red­zo­ne ge­kauft, wei­te­re 5,62 Pro­zent sol­len zeit­nah von den dren BCP-Ma­na­gern kom­men.
Für Ad­ler wür­de das be­deu­ten, sein Wohn­port­fo­lio um gut ein Fünf­tel stei­gern zu kön­nen und den ope­ra­ti­ven Ge­winn um 20 Mil­lio­nen zu er­hö­hen.
BCP ist seit 2004 in Deutsch­land ak­tiv. Der bri­ti­sche Groß­ak­tio­när Brack Ca­pi­tal Re­al Es­ta­te(BCRE) war im Ju­ni 2017 aus­ge­stie­gen.
Fi­nan­ziert wird die gut ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Eu­ro schwe­re Über­nah­me un­ter an­de­rem durch den Er­lös aus dem Ver­kauf des Woh­nungs­ent­wick­lers Ac­cen­tro an den Fi­nanz­in­ves­tor Ves­ti­go Ca­pi­tal, der Ad­ler 180 Mil­lio­nen Eu­ro brach­te, und mit dem Ver­kauf an­de­rer Im­mo­bi­li­en.
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DLA Piper und PRICMA über neue Investmentplattform:

Event zum Tag: Investment Dialog

von Gerhard Rodler

Mit dem Im­mo­bi­li­en In­vest­ment Dia­log am 1.3.2018 in Wien füh­ren PRICMA Im­mo­bi­li­en­be­ra­tung und DLA Pi­per ein neu­es Ver­an­stal­tungs­for­mat im Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment­markt für Pri­vat­in­ves­to­ren ein. Der Event fin­det in den Bü­ro­räum­lich­kei­ten von DLA Pi­per statt. Ziel sei es, dass sich Pri­vat­in­ves­to­ren und In­vest­ment­an­bie­ter auf Au­gen­hö­he be­geg­nen kön­nen. Da­durch wird ei­ne Ver­trau­ens­ebe­ne ge­schaf­fen, auf de­ren Ba­sis In­ves­to­ren ge­zielt das zu ih­nen pas­sen­de In­vest­ment fin­den kön­nen. Auf in­halt­li­cher Ebe­ne ste­hen nicht nur ak­tu­el­le In­vest­ment­mög­lich­kei­ten im Mit­tel­punkt, son­dern vor al­lem auch die Di­gi­ta­li­sie­rung der Ge­schäfts­pro­zes­se im Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment­ge­schäft für Pri­vat­in­ves­to­ren.
Die trei­ben­den Kräf­te hin­ter dem Im­mo­bi­li­en In­vest­ment Dia­log, der am Wie­ner Stand­ort von DLA Pi­per statt­fin­det, sind PRICMA-CEO Flo­ri­an Hu­ber, der die Platt­form als One-Stop­Shop für Im­mo­bi­li­en­in­vest­ments ins Le­ben ge­ru­fen hat, so­wie Chris­toph Ur­ba­nek, Part­ner bei DLA Pi­per.
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Daily PropTech News

Beschleunigung für Startups

von Charles Steiner

In Ös­ter­reich ist das The­ma För­de­rung von PropTechs ge­ra­de ein­mal am An­fang - auch wenn es doch (gott­sei­dank) ei­ni­ge In­itia­ti­ven gibt, die des The­mas Star­tups, die sich im Be­reich Im­mo­bi­li­en kon­zen­trie­ren, an­neh­men und es ins öf­fent­li­che Be­wusst­sein rü­cken wol­len. In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ist man da schon et­was wei­ter: Dort geht es auch um kon­kre­te För­de­run­gen (auch fi­nan­zi­el­le) von PropTechs, die ge­ra­de am An­fang ih­rer Tä­tig­kei­ten ste­hen. Der Me­ta­Prop NYC re­al es­ta­te tech­no­lo­gy ac­ce­le­ra­tor ist ein sol­ches Pro­gramm, sol­che Star­tups auf­zu­bau­en. Bis­lang hat das Pro­gramm weit mehr als 50 Jung­un­ter­neh­men rund um die Wert­schöf­pungs­ket­te im Im­mo­bi­li­en­busi­ness mit zu­sam­men mehr als 1.500 Mit­ar­bei­tern ge­för­dert, die über zwei Mil­li­ar­den Eu­ro er­wirt­schaf­tet ha­ben. Das vor­nehm­lich, in dem die Platt­form In­ves­to­ren mit Star­tups zu­sam­men­bringt und ih­nen wert­vol­le Tipps für ihr Busi­ness gibt.
Kürz­lich sind in die­sem Zu­sam­men­hang zwei De­mo Days ver­an­stal­tet wor­den, ei­ner in New York, ei­ner in San Fran­cis­co, bei de­nen rund 1.000 Teil­neh­mer re­gis­triert wa­ren. Ei­ner da­von, der teil­ge­nom­men hat­te, war Ard­a­lan Khos­row­pour, Mit­be­grün­der und CEO von One­Sit­eIQ, ei­nem Bau­do­ku­men­ta­ti­ons­tool. Er er­klär­te, dass er seit län­ge­rem auf der Su­che nach Men­to­ren war, die ihm bei den The­ma Bau- und Im­mo­bi­li­en­in­dus­trie in­halt­lich hel­fen könn­ten. Bei Me­ta­Prop, so hofft er, ein ent­spre­chen­des Net­work von Be­ra­tern, Kun­den und In­ves­to­ren vor­zu­fin­den. Er­folg­reich, wie er sagt. Am En­de des Men­to­ring-Pro­gramms konn­te One­Sit­eIQ meh­re­re Ver­trä­ge ab­schlie­ßen und ei­ni­ge In­ves­to­ren lu­krie­ren.

Klaus Bollmann neu in Geschäftsführung

Neu bei Union Investment

von Charles Steiner

Klaus BollmannKlaus Bollmann
Die Uni­on In­vest­ment be­ab­sich­tigt, im in­sti­tu­tio­nel­len Kun­den­ge­schäft wei­ter zu wach­sen und hat aus die­sem Grund Klaus Boll­mann in die Ge­schäfts­füh­rung der Uni­on In­vest­ment In­sti­tu­tio­nal Pro­per­ty an Bord ge­holt. Dort wird Boll­mann, ge­mein­sam mit Wolf­gang Kess­ler und Jörn Stob­be den Aus­bau des in­sti­tu­tio­nel­len Im­mo­bi­li­en­ge­schäfts vor­an­trei­ben. Der 53-jäh­ri­ge Volks­wirt ist zu­dem seit 2004 Ge­schäfts­füh­rer der Uni­on In­vest­ment In­sti­tu­tio­nal GmbH, wo er un­ter an­de­rem das Pro­dukt­ma­nage­ment für in­sti­tu­tio­nel­le Kun­den vor­an­treibt.
„Mit der at­trak­ti­ven Wachs­tums­per­spek­ti­ve vor Au­gen wol­len wir un­ser Pro­dukt­an­ge­bot ge­zielt für in­sti­tu­tio­nel­le Im­mo­bi­li­en­an­le­ger wie Ver­si­che­run­gen, Cor­po­ra­tes und Ver­sor­gungs­wer­ke aus­bau­en“, sagt Klaus Boll­mann.
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Ob als Marathonläufer oder Investmentmakler: Das Wort “aufgeben” kennt Franz Pöltl nicht. Und weil er immer am Ball bleibt, verbucht er immer größere Erfolge. Und trotzdem ist der Südburgenländer immer angenehm bescheiden geblieben. Ob als Marathonläufer oder Investmentmakler: Das Wort “aufgeben” kennt Franz Pöltl nicht. Und weil er immer am Ball bleibt, verbucht er immer größere Erfolge. Und trotzdem ist der Südburgenländer immer angenehm bescheiden geblieben.

Der Milliarden-Marathonmann

Nie­mals auf­ge­ben, das ist das Mot­to von Franz Pöltl. Und das spornt zu im­mer grö­ße­ren Leis­tun­gen an. Nach 30 Ki­lo­me­tern war Schluss. Fast Schluss je­den­falls. Der Kör­per will ein­fach nicht mehr. Die Krämp­fe in den Bei­nen. Die Sau­er­stoff­knapp­heit, die den Atem­rhyth­mus end­gül­tig durch­ein­an­der­bringt. Der plötz­lich ein­tre­ten­de Er­mü­dungs­schub lässt die Bei­ne lang­sa­mer wer­den. Und das mit den an­geb­li­chen Glücks­ge­füh­len stimmt auch nicht. Im Ge­gen­teil. Er be­ginnt, sich an die­sem Sep­tem­ber­tag beim Ber­li­ner Ma­ra­thon pünkt­lich ab Ki­lo­me­ter 30 im­mer schlech­ter zu füh­len. So wirk­lich rich­tig schlecht. Wo­zu das al­les? Auf­hö­ren! Jetzt. Aber: Ein Ma­ra­thon­läu­fer gibt nicht auf, kämpft sich durch die kri­ti­schen sechs Ki­lo­me­ter, bis sich das Ziel im­mer mehr in emo­tio­na­ler Sicht­wei­te be­fin­det. Dann läuft der ge­schun­de­ne Kör­per au­to­ma­tisch ans Ziel. Wer auf­gibt, der tut das üb­li­cher­wei­se ge­nau zwi­schen dem 30. und dem 36. Ki­lo­me­ter. Aber Franz Pöltl gibt nicht auf. Er gibt nie auf. Auch nicht an die­sem Sep­tem­ber­tag in Ber­lin rund um sei­nen 50. Ge­burts­tag. Sein Lieb­lings­sport ist meist auch ein gu­tes Syn­onym für das, was den gan­zen Men­schen aus­macht. Im Fal­le von Franz Pöltl ist das Be­stän­dig­keit, Nach­hal­tig­keit. Viel­leicht auch: Das Un­mög­li­che mög­lich zu ma­chen. Das macht ihn wohl auch im Job aus. "Wir bei der EHL konn­ten uns auf nie­man­den ver­las­sen. Bei uns kommt kein Auf­trag von ei­nem Netz­werk aus Lon­don oder wo auch im­mer her." Auch das Sa­vills-Netz­werk, in das die EHL seit Jah­ren ein­ge­bun­den ist, sieht er als wich­ti­ge Netz­werk­platt­form, aber je­den­falls nicht als Ge­schäfts­brin­ger. Schon al­lein des­halb, weil er ein Head­quar­ter sa­gen wir mal in Lon­don oder Wien "nicht als Na­bel der In­vest- mentwelt" sieht. Wie schafft man es den­noch, mit der in­ter­na­tio­na­len Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment­welt in Kon­takt zu kom­men? "Wir sind dort schon längst an­ge­kom­men. Vie­le un­se­rer Kun­den sit­zen im Aus­land. Der Punkt ist nur, dass un­se­re Deals im­mer ei­nen Ös­ter­reich-Be­zug ha­ben. Ent­we­der ist das Ob­jekt in Ös­ter­reich, oder zu­min­dest sitzt ent­we­der der Käu­fer oder der Ver­käu­fer in Ös­ter­reich." Pöltls Ma­xi­me war schon im­mer: "Wir be­stim­men un­se­ren Er­folg selbst, des­halb be­mü­hen wir uns eben auch mehr." Das hat Pöltl zum größ­ten In­vest­ment­mak­ler des Lan­des ge­macht. Ge­mein­sam mit sei­nem zehn­köp­fi­gen Team be­wegt er je­des Jahr zwi­schen ei­ner hal­ben und ei­ner gan­zen Mil­li­ar­de Eu­ro. Die­ses Jahr, das ist schon jetzt ab­seh­bar, wird es ein All-ti­me-High. "Kein Ding, das ent­spricht ein­fach dem ak­tu­el­len Markt", re­det Pöltl sei­nen Er­folg klein. Ei­nen Käu­fer aus Süd­ko­rea brin­gen, ob­wohl man dort nicht ver­netzt ist, ja noch nicht ein­mal per­sön­lich dort war? "Ja, das gab es auch schon. Wir ha­ben eben ein sehr gu­tes per­sön­li­ches Netz­werk an Ge­schäfts­freun­den, die uns ent­spre­chend wei­ter­rei­chen." War kein gro­ßes Ding, so et­was... Die Selbst­in­sze­nie­rung liegt dem Süd­bur­gen­län­der nicht. Und au­ßer­ge­wöhn­li­che Hochs schon gar nicht. Pöltl liebt die Kon­ti­nui­tät. Auch in der Kun­den­be­zie­hung. "Wir le­ben von der per­sön­li­chen Wei­ter­emp­feh­lung und da­von, dass un­se­re Kun­den im­mer wie­der zu uns kom­men." Und eben da­von, schon auch mal "das Un­mög­li­che mög­lich zu ma­chen." Und eben nicht beim ers­ten Miss­er­folg auf­zu­ge­ben, son­dern so lan­ge dran­zu­blei­ben, bis es doch klappt. Das Le­ben als lan­ger, ru­hi­ger Fluss? "Ja, aber eben im­mer wie­der mit Strom­schnel­len." Kon­ti­nui­tät be­ruf­lich wie pri­vat. Der Va­ter zwei­er er­wach­se­ner Kin­der ist seit 25 Jah­ren ver­hei­ra­tet. Ein Le­ben, das so un­spek­ta­ku­lär ist, dass es in der heu­ti­gen Zeit des Show­biz und Gla­mours ge­nau des­halb schon wie­der spek­ta­ku­lär ist. Han­dels­aka­de­mie im Süd­bur­gen­land, Uni­ver­si­täts­be­such in Wien. Und hier ge­blie­ben. Klas­sisch eben. Und dann 17 Jah­re im sel­ben Un­ter­neh­men, näm­lich dem heu­ti­gen Bank Aus­tria-Kon­zern. Der ers­te Job war 1989 in der da­ma­li­gen CA Lea­sing mit Ger­hard Drey­er als sei­nem di­rek­ten Chef. Ge­mein­sam mit ihm wech­sel­te er in die kon­zern­ei­ge­ne In­vest­ment­ab­tei­lung, die heu­ti­ge Re­al In­vest. Dort blieb er dann, bis sich ein Job­an­ge­bot als Ge­schäfts­füh­rer auf­tat. Ehr­geiz ist der un­trenn­ba­re Zwil­lings­bru­der des lang­fris­ti­gen Er­fol­ges. Ge­schäfts­füh­rer hin oder her - die Res­sorts IT und Buch­hal­tung bei der Raiff­ei­sen KAG sind für den Ver­triebs­mann nicht un­be­dingt ein fi­na­ler Hei­mat­ha­fen. Aber: Das ein­zig Plan­ba­re im Le­ben ist das Un­plan­ba­re. In­so­fern hielt es Pöltl nur sehr kurz in die­sem Job. Qua­si ei­nen Wim­pern­schlag lang für sei­ne Ver­hält­nis­se, näm­lich "nur zwei Jah­re". Dann kam völ­lig un­ge­plant Mi­cha­el Ehl­mai­er un­ge­fragt mit der Idee, ei­ne ei­ge­ne In­vest­ment­ab­tei­lung auf­zu­bau­en - und mit ei­nem ganz kon­kre­ten Job­an­ge­bot für Franz Pöltl. Der fühl­te, dass ge­nau das sei­ne fi­na­le be­ruf­li­che Er­fül­lung sein könn­te und sag­te zu. Es war der 1. April 2008, und noch hing der In­vest­ment­him­mel am Im­mo­bi­li­en­markt vol­ler Gei­gen. Zu­min­dest die ers­ten sechs Mo­na­te. Im Sep­tem­ber 2009 schlit­ter­te Leh­man Bro­thers im Sog der Sub-Pri­me Kri­se in die In­sol­venz und die Welt­wirt­schaft rutsch­te in die größ­te Kri­se der jün­ge­ren Ge­schich­te. Un­mit­tel­bar da­von be­trof­fen war na­tür­lich der Im­mo­bi­li­en­in­vest­ment­markt. Wer in ei­nem sol­chen Um­feld ei­nen neu­en Job, ver­bun­den mit ei­nem neu auf­zu­bau­en­den Ge­schäfts­feld, über­nimmt, der hat zwei Al­ter­na­ti­ven: Den Ex-Ar­beit­ge­ber an­ru­fen, ob der ge­müt­li­che und si­che­re IT- oder Buch­hal­tungs­job viel­leicht doch noch frei wä­re. Oder sich durch­bei­ßen. Das Un­mög­li­che mög­lich ma­chen. Das Un­mög­li­che hieß in die­sem Fall: Im Ge­schäfts­jahr eins, qua­si am Hö­he­punkt der Im­mo­bi­li­en-, Fi­nanz- und Wirt­schafts­kri­se, zu­min­dest nur ei­nen klei­nen An­lauf­ver­lust zu bau­en. Es wur­de so­gar ein klei­ner Ge­winn. Und im Fol­ge­jahr ein be­reits sehr gu­ter Ge­winn. Seit­her gab es es ein kon­ti­nu­ier­li­ches und ste­tes Wachs­tum, so­wohl was die An­zahl der Kun­den als auch die be­weg­ten In­vest­ment­vo­lu­mi­na an­ge­langt.Kon­ti­nui­tät eben auch hier. Oder an­ders for­mu­liert: Das Un­mög­li­che mög­lich zu ma­chen als un­ter­neh­me­ri­sche Kon­stan­te. Seit zwei­ein­halb Jah­ren üb­ri­gens auch als Ge­sell­schaf­ter. Was ist das Ge­schäfts­ge­heim­nis von Franz Pöltl? Was kann die Num­mer eins am Im­mo­bi­li­en-In­vest­ment­markt die­ses Lan­des, was an­de­re nicht kön­nen? Pöltl denkt lan­ge nach. "Das Ge­heim­nis des Er­fol­ges ist die Kom­bi­na­ti­on aus meh­re­ren Fak­to­ren: EHL hat nicht nur ei­nes der größ­ten, son­dern auch ei­nes der bes­ten In­vest­ment­teams in Ös­ter­reich mit wirk­lich top-mo­ti­vier­ten, in­te­gren und auch er­folg­rei­chen Mit­ar­bei­tern, so­dass ich es je­den Tag ge­nie­ße, ins Bü­ro zu kom­men und mit mei­nen jun­gen, mitt­ler­wei­le aber be­reits sehr er­fah­re­nen "Leu­ten" zu ar­bei­ten. Ins­ge­samt bie­tet na­tür­lich die EHL ei­ne op­ti­ma­le Ba­sis, da wir al­le im­mo­bi­li­en­be­zo­ge­nen Dienst­leis­tun­gen aus ei­ner Hand an­bie­ten und uns kurz­fris­tig und un­mit­tel­bar mit in­ter­nen Spe­zia­lis­ten aus al­len Dis­zi­pli­nen (Bü­ro, Ein­zel­han­del, Woh­nen, etc.) ab­stim­men und qua­si "die Bäl­le zu­wer­fen" kön­nen, was nicht nur ei­ne hö­he­re Ge­schwin­dig­keit, son­dern auch Syn­er­gi­en mit sich bringt. Last but not least funk­tio­niert nach mitt­ler­wei­le fast 10 Jah­ren auch die Zu­sam­men­ar­beit mit Mi­cha­el Ehl­mai­er per­fekt. Wir brau­chen meist nur we­ni­ge Mi­nu­ten um uns be­züg­lich der lau­fen­den Trans­ka­tio­nen ab­zu­stim­men und neue Ge­schäfts­mög­lich­kei­ten aus­zu­lo­ten. Da­zwi­schen bleibt in freund­schaft­li­cher At­mo­sphä­re im­mer auch noch et­was Zeit um über die Fa­mi­lie oder das Le­ben an sich zu phi­lo­so­phie­ren. Ent­schei­dend ist aber na­tür­lich das Ver­hält­nis zu den Kun­den und das wech­sel­sei­ti­ge Ver­trau­en. Vie­le mei­ner Ge­schäfts­part­ner sind zwi­schen­zeit­lich ech­te Freun­de ge­wor­den. Und die Tat­sa­che, dass wir so gut wie je­des Ob­jekt in Wien samt His­to­rie gut ken­nen." 4.000 Kon­tak­te um­fasst das elek­tro­ni­sche Adress­buch von Franz Pöltl. Re­gel­mä­ßi­ge ge­schäft­li­che Kon­tak­te gibt es im­mer­hin zu 200 da­von. Da­zu kommt mit Si­cher­heit die Ge­rad­li­nig­keit. Denn der Wie­ner Markt ist klein, hier kennt im Grun­de je­der je­den. Und Gu­tes wie auch Schlech­tes ver­brei­tet sich in Win­des­ei­le. Wie lan­ge wird der Markt noch so boo­men wie jetzt? "Min­des­tens 24 Mo­na­te", sagt Pöltl - und jetzt muss er kei­ne Se­kun­de nach­den­ken.

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Die Seestadt Aspern ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas.Die Seestadt Aspern ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas.

Mehr Stadt braucht das Land

Der Zu­zug in die Bal­lungs­zen­tren Ös­ter­reichs macht den Wohn­raum in den Städ­ten zur Man­gel­wa­re. Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­te sol­len für Ent­span­nung auf dem an­ge­spann­ten Wohn­markt sor­gen. Ein Stadt­ent­wick­lungs­ge­biet ist viel mehr als die Ge­samt­heit ein­zel­ner Im­mo­bi­li­en­pro­jek­te. Die­ser Mei­nung ist auch Tho­mas Ritt, Lei­ter der Ab­tei­lung Kom­mu­nal­po­li­tik bei der Ar­bei­ter­kam­mer Wien, die ei­ne Stu­die über die öf­fent­li­chen Räu­me bei Wiens Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­ten in Auf­trag gab. Ritt sieht des­we­gen die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen den Bau­fel­dern als zen­tral an: "Bau­platz­über­grei­fen­de Ko­ope­ra­ti­on ist wich­tig. Da­für braucht es ein funk­tio­nie­ren­des Stadt­teil­ma­nage­ment." Die Be­treu­ung en­det aber nicht mit dem Bau der Ge­bäu­de. "Kon­flik­te zwi­schen den Be­woh­nern sind un­ver­meid­lich. Des­we­gen braucht es auch Ge­biets­be­treu­ung über die Bau­pha­se hin­aus", so Ritt. [ci­te1] Stadt­teil­ma­nage­ment In der See­stadt As­pern ist be­son­ders viel in die­se Rich­tung in­ves­tiert wor­den. "Auch, weil die See­stadt wie ein Ali­en über dem Flug­platz ab­ge­wor­fen wur­de", er­klärt Ritt. Im Ge­gen­satz zu an­de­ren Stadt­ent­wick­lungs­ge­bie­ten, wie et­wa dem Sonn­wend­vier­tel am Wie­ner Haupt­bahn­hof, kom­me dort auf­grund der ab­ge­schot­te­ten La­ge von al­lei­ne kein Le­ben rein. Laut Ger­hard Schus­ter, Vor­stand der Wien 3420 As­pern De­ve­lop­ment AG, gibt es ty­pi­scher­wei­se zwei Ent­wick­lun­gen, die für Un­ru­he in der Be­völ­ke­rung sor­gen: "Das ei­ne ist der ex­tre­me Ver­fall von Ge­bäu­den oder In­fra­struk­tur. Das an­de­re, wenn vie­le Men­schen neu in ein Vier­tel zu­zie­hen." Die­se zwei Kri­sen­fäl­le wür­den ei­ne zen­tra­le An­lauf­stel­le be­din­gen, die sich um die An­lie­gen der Men­schen küm­mert. Je grö­ßer ein Stadt­ent­wick­lungs­pro­jekt ist, des­to wich­ti­ger sei ein Stadt­teil­ma­nage­ment. "Ein Stadt­teil­ma­nage­ment hat in Stadt­ent­wick­lungs­ge­bie­ten ei­ne wich­ti­ge Be­deu­tung in den Be­rei­chen Ko­or­di­na­ti­on und In­for­ma­ti­on - so auch in der See­stadt As­pern", meint auch An­dre­as Hol­ler, Ge­schäfts­füh­rer De­ve­lop­ment Ös­ter­reich bei der Bu­wog, die mit dem Pro­jekt See­See das ak­tu­ell größ­te Pro­jekt in der See­stadt ent­wi­ckelt. "Da­durch, dass der neue Stadt­teil erst nach und nach wächst und be­ste­hen­de Be­woh­ner ih­re Er­fah­run­gen und Wün­sche ein­brin­gen, kön­nen auch ganz neue Ide­en ent­ste­hen, die dann von der 3420 As­pern De­ve­lop­ment AG mit den ein­zel­nen Bau­trä­gern dis­ku­tiert wer­den", er­klärt Hol­ler. "Die Bau­trä­ger kom­men vier­tel­jähr­lich zu­sam­men, um et­wa Frei­flä­chen zu pla­nen oder auch die Nut­zung der Erd­ge­schoß­zo­ne ab­zu­stim­men", so Schus­ter über die Vor­ge­hens­wei­se. "Es nutzt nichts, wenn vier Bau­plät­ze ne­ben­ein­an­der ei­nen Klein­kin­der­spiel­platz ein­pla­nen", ver­an­schau­licht Ritt das Pro­blem, wenn Bau­trä­ger nicht mit­ein­an­der pla­nen. [ci­te2] Pro­blem­ge­schoss Ei­ne Her­aus­for­de­rung bei Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­ten ist auch oft die Be­le­bung der Erd­ge­schoss­zo­nen. Ritt sieht et­wa beim Sonn­wend­vier­tel am Wie­ner Haupt­bahn­hof Hand­lungs­be­darf: "Laut der Stu­die der AK sind dort die Erd­ge­schoss­zo­nen ex­trem ab­wei­send: un­at­trak­tiv, oft mit Nut­zun­gen, die blick­dich­te Schau­fens­ter ver­lan­gen und teil­wei­se zu Ab­stell­räu­men ver­kom­men." In der See­stadt ist es laut Ritt hin­ge­gen ge­lun­gen, den Han­del für den Stand­ort zu ge­win­nen. "Die See­stadt wird wie ein Ein­kaufs­zen­trum ge­ma­nagt", ver­an­schau­licht er. Die Bau­trä­ger sind ver­pflich­tet, die et­wa 3.000 Qua­drat­me­ter Han­dels­flä­che in der Kern­zo­ne der See­stadt für zu­min­dest zwölf Jah­re an die As­pern See­stadt Ein­kaufs­stra­ßen GmbH - ein Joint Ven­ture zwi­schen Re­tail­pro­fi SES Spar Eu­ro­pean Shop­ping Cen­ters und der Wien 3420 AG - zu ver­mie­ten. [ci­te3] Die Ein­zel­han­dels­flä­chen wer­den dann je nach Be­darf wei­ter­ver­mie­tet. "Die Mie­ten sind da­bei auf die Kauf­kraft der je­wei­li­gen Bran­che ab­ge­stimmt", er­klärt Schus­ter. "Es stimmt, dass die­ses The­ma im Neu­bau ins­ge­samt Her­aus­for­de­run­gen birgt, aber ge­ra­de in der See­stadt As­pern se­he ich das Pro­blem nicht", sieht auch Hol­ler die Erd­ge­schoss­zo­ne in As­pern gut auf­ge­stellt. Be­ste­hen­des und kom­men­des Ge­wer­be sei­en gut auf die Be­dürf­nis­se der Bür­ger ab­ge­stimmt. Wal­ter Witt­mann, Vor­stand der Pre­mi­um Im­mo­bi­li­en, er­war­tet auch beim Pro­jekt "Das En­sem­ble", das Pre­mi­um Im­mo­bi­li­en ge­mein­sam mit der ARE auf den brach­lie­gen­den Ge­wer­be­flä­chen der ehe­ma­li­gen Post­bus-Zen­tra­le im drit­ten Wie­ner Ge­mein­de­be­zirk ent­wi­ckelt, kei­ne Pro­ble­me mit der Erd­ge­schoss­zo­ne. "Im Erd­ge­schoss an der Erd­ber­ger Län­de ent­ste­hen ein Le­bens­mit­tel­han­del und ein Dro­ge­rie­markt. Ent­lang des Parks wird ein Kin­der­gar­ten ent­ste­hen. Bei den an­de­ren Bau­tei­len wer­den mo­der­ne, nach­ge­frag­te Gar­ten­woh­nun­gen er­rich­tet", er­klärt er. [ci­te4] Bür­ger spre­chen mit An­dre­as Hol­ler sieht bei Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­ten ei­nen Trend in Rich­tung Ein­be­zie­hung der Bür­ger: "Die Be­dürf­nis­se der An­rai­ner flie­ßen stär­ker in die Pla­nungs­pro­zes­se ein - es geht nicht mehr nur dar­um, den zu­künf­ti­gen Be­woh­nern ein an­spre­chen­des Quar­tier zu er­rich­ten, son­dern ei­nen Mehr­wert für das ge­sam­te Grät­zel zu schaf­fen." Frei­flä­chen wür­den da­bei ei­ne gro­ße Rol­le spie­len. Ei­ne Mög­lich­keit da­zu ist ein ko­ope­ra­ti­ves Ver­fah­ren. An­ders als bei städ­te­bau­li­chen Wett­be­wer­ben steht da­bei nicht das kon­kur­rie­ren­de Pla­nen im Vor­der­grund, son­dern das ge­mein­sa­me Ent­wi­ckeln von Lö­sungs­an­sät­zen. [ci­te5] Da­bei wer­den auch die In­ter­es­sen der Bür­ger mit ein­be­zo­gen. In der See­stadt As­pern wird so­wohl auf Wett­be­wer­be, als auch ver­ein­zelt auf ko­ope­ra­ti­ve Ver­fah­ren ge­setzt. "Das kommt auf die Auf­ga­ben­stel­lung an", er­klärt Schus­ter. Ein ko­ope­ra­ti­ves Ver­fah­ren wur­de et­wa bei der Ent­wick­lung des Mas­ter­plans Ebels­berg, das mit über 30 Hekt­ar größ­te Stadt­ent­wick­lungs­pro­jekt in Linz, bei dem die Area­le der frü­he­ren Hil­ler Ka­ser­ne so­wie der an­gren­zen­den "Som­mer­grün­de" ent­wi­ckelt wer­den, an­ge­wen­det. "Die­ses Ver­fah­ren war hier vor­teil­haft, weil die Vor­ga­ben, die für die Aus­lo­bung ei­nes Wett­be­wer­bes not­wen­dig sind, wie Woh­nungs­an­zahl, Dich­te, Hö­he der Be­bau­ung so­wie der An­teil Ge­wer­be, nicht ge­nau fest­la­gen", so Gun­ter Ames­ber­ger, Stadt­ent­wick­lungs­di­rek­tor der Stadt Linz. "Im Rah­men des ko­ope­ra­ti­ven Ver­fah­rens wur­den die­se Rah­men­be­din­gun­gen so­wie kla­re Re­geln für die nun zu er­stel­len­den Flä­chen­wid­mungs- und Be­bau­ungs­plä­ne ge­mein­sam mit al­len Sta­ke­hol­dern ent­wi­ckelt." Laut Ames­ber­ger müs­se bei ei­nem neu ent­wi­ckel­ten Quar­tier die gu­te Er­reich­bar­keit so­wohl mit­tels öf­fent­li­chem als auch In­di­vi­du­al­ver­kehr ge­währ­leis­tet sein. "Dar­über hin­aus ist ei­ne ur­ba­ne In­fra­struk­tur im nä­he­ren Um­feld sehr vor­teil­haft", so Ames­ber­ger. [ci­te6] Ur­ba­ne La­ge als Vor­teil "Das En­sem­ble" ist eben­falls ein Pro­jekt, das von der ur­ba­nen La­ge pro­fi­tiert. Witt­mann rech­net des­we­gen nicht mit ei­ner Ent­wick­lung Rich­tung "Schlaf­stadt": "Wer schon im Zen­trum wohnt, wird sich nicht de­zen­tral ori­en­tie­ren." Der ge­sam­te Frei­raum wer­de zu­dem ge­samt­heit­lich er­dacht und ge­plant. Das sei wich­tig für ei­nen zu­sam­men­hän­gen­den Cha­rak­ter und für ei­ne op­ti­ma­le Ver­tei­lung von Spiel- und Auf­ent­halts­räu­men im Frei­en. Da­für wur­de ei­ne Park­an­la­ge mit rund 7.000 m2 ge­plant, die für die Nach­bar­schaft und die neu­en Be­woh­ner ein Be­geg­nungs­raum sein wird. "Der Park ver­bin­det den Kar­di­nal-Nagl-Platz über die Dro­ry­gas­se mit dem Do­nau­ka­nal und wird da­her nicht nur für Be­woh­ner, son­dern für die ge­sam­te Nach­bar­schaft von At­trak­ti­vi­tät sein", ist Hans-Pe­ter Weiss, Ge­schäfts­füh­rer der ARE, über­zeugt. "Der Blick über den Tel­ler­rand ist bei Quar­tier­s­ent­wick­lun­gen ei­ner der wich­tigs­ten Fak­to­ren. Das Pro­jekt muss ei­nen nach­hal­ti­gen Mehr­wert für die Nach­bar­schaft und den ge­sam­ten Be­zirk bie­ten", be­tont er. [ci­te7] Woh­nen ist nicht ge­nug Auch Mi­cha­el Thier, Mar­ke­ting­lei­ter bei C&P Im­mo­bi­li­en, die das Brau­quar­tier Pun­ti­gam in Graz ent­wi­ckelt, sieht die Schaf­fung von Zu­satz­an­ge­bo­ten, "wie et­wa Ar­beits­plät­ze, Frei­zeit­ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten oder auch Mo­bi­li­täts­an­ge­bo­te", als "enorm wich­ti­gen Punkt" an. Die ers­ten zwei von ins­ge­samt neun Bau­ab­schnit­ten ste­hen ge­ra­de un­mit­tel­bar vor der Fer­tig­stel­lung. "Der Trend wird da­hin ge­hen, dass Men­schen mehr Wert auf Life- style usw. le­gen, da­her muss ein ent­spre­chen­des An­ge­bot in un­mit­tel­ba­rer Nä­he ge­schaf­fen wer­den", er­klärt er. Mit ei­nem ent­spre­chen­den Nut­zungs­mix möch­te man den Be­woh­nern al­les "un­kom­pli­ziert und vor al­lem na­he" bie­ten, was das täg­li­che Le­ben braucht. "'Nur' das Woh­nen wird in sol­chen gro­ßen Ein­hei­ten zu­künf­tig zu we­nig sein", ist Thier über­zeugt. Auch in der See­stadt As­pern setzt man auf die Schaf­fung von Ar­beits­plät­zen. 20.000 Stel­len sol­len ins­ge­samt ge­schaf­fen wer­den. Auch das soll ver­hin­dern, dass die See­stadt zur "Schlaf­stadt" wird. Es­sen­zi­ell für Be­triebs­an­sied­lun­gen ist aber der Bau des Lo­bau­tun­nels. "Für die Wohn­be­völ­ke­rung ist der Lo­bau­tun­nel nicht so wich­tig. Für sie ist er eher ein Nice-to-ha­ve", er­klärt Schus­ter. Doch vor al­lem Be­trie­be mit ei­nem ho­hen Trans­port­an­teil wür­den ei­ne zu­sätz­li­che Stra­ßen­ver­bin­dung brau­chen. Ei­nen Schritt wei­ter geht Tho­mas Ritt, der oh­ne den Lo­bau­tun­nel die gan­ze Ent­wick­lung im Nor­den der See­stadt in Ge­fahr sieht. [ci­te8]

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