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Parndorf Fashion Outlets gibt Gas

Neue Topmieter, Umbau und Erweiterungen

von Gerhard Rodler

Nach einem eher schwierigen Start stehen die Zeichen bei den Parndorf Fashion Outlets jetzt klar auf Wachstum und Erfolg. Der unmittelbar an McArthur Glen angrenzende Newcomer hat es zwischenzeitig auf einen Vermietungsstand von gut 90 Prozent gebracht. Dieser Leerstand ist größtenteils umbaubedingt, da neue Verbindungen zwischen den Gebäuden, an Stelle wo sich zuvor Shops befunden haben, geschaffen werden. Trotz des Umbaus ist auch der Umsatz pro Verkaufsfläche in den letzten beiden Quartalen gestiegen. Dazu kommen neue Ankermieter. H&M hat hier seinen ersten Pop Up Store eröffnet.
Im Juni wurden 1.700 m² als Verbindungsbau zwischen Mall (Ex-Gallerien) und Village eröffnet, im November folgen 1.000 m² Gastrocluster mit einem Meinl am Graben Gourmet Outlet. Dann folgt mit 2.700 m² ein zweiter Verbindungsbau. Im Frühjahr 2019 kommen dann weitere 5.000 m² Verkaufsfläche auf dem derzeitigem Parkplatz dazu.
Auch hinter den Kulissen gibt es eine neue Aufbruchstimmung. Seit der Übernahme des Freeport Outletcenters an der tschechischen Grenze wurde der jahrelangen Dornröschenschlaf beendet. Zahlreiche neue Marken wie: Wellensteyn, Desigual, Benetton, Pierre Cardin, Hervis sind gekommen, im Herbst folgen auf der Gastroseite Burger King und Starbucks und auf der Fashion Seite S'Oliver und Calvin Klein.
Derzeit erfolgt ein komplettes Refit im Jugendstildesign. Das Erscheinungsbild der beiden Center wird somit ähnlich sein, die Webseiten und Logos wurden ebenfalls vereinheitlicht, Synergien gibt es über den Betrieb und das Centermanagement, welches in beiden Fällen von uns unter der Marke Fashion Outlet Group selbst durchgeführt wird.
Beworben werden die Standorte aber getrennt.

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Im Portrait: Chromaway

RE!N-Prepitch: Die besten Start-ups im Blickpunkt:

von Charles Steiner

Mittlerweile findet fast jeder Bereich im Internet statt. Steuerung von Planungsprozessen und Gebäuden, ja sogar Geld wird zunehmend digitalisiert. Stichwort: Bitcoins, eine digitale Währung, die auf Blockchain basiert. Früher als Zahlungsmittel auf der dunklen Seite des Internets verschrien, wird digitales Geld zunehmend auch für die Finanzbranche interessant. Zumindest, wenn es nach dem schwedischen Start-up Chromaway geht - dieses hat eine Plattform geschaffen, mit denen Transaktionen über blockchain-gesichertes digitales Geld möglich sind. Ein interessantes Thema, befand die Jury beim Pre-Pitch des Real Estate Innovation Network (RE!N) im Fraunhofer Institut in Stuttgart. Damit sind sie bei der Expo Real, vom 4. bis 6. Oktober in München dabei.
Denn, so Chromaway: Mit dieser Form von Transaktionen - also Blockchain und Smart Contract Technology seien schnellere Geschwindigkeiten möglich. Mittlerweile hat man als Projektpartner die schwedische Landshypotek Bank, die Bank SBAB oder das Telekommunikationsunternehmen Telia Company an Bord ziehen können. Die Sicherheit der Transaktion wird dabei über Server garantiert, die eine Sicherheitsstufe ähnlich von Banken aufweisen soll.

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Brexit bremst Immobilienmarkt

Deutlich weniger Hypotheken-Kredite in Großbritannien

von Gerhard Rodler

Das wirtschaftliche Wachstum in Großbritannien bremst sich schon im Vorfeld des anstehenden Brexit deutlich und scheinbar zumindest mittelfristig nachhaltig ein. Das hat auch starke Auswirkungen auf den britischen Immobilienmarkt. Erst Alarmzeichen dazu kommen von der Finanzierungsseite. Die Banken in Großbritannien haben zuletzt weniger Hypothekenkredite vergeben, und zwar auf den niedrigsten Wert seit September 2016.
Damit haben die Verunsicherungen auch den privaten Immobilienmarkt erreicht. Die Briten leben zu einem im Europavergleich überdurchschnittlich großen Prozentsatz in Eigentumsimmobilien, welche mittels Hypothekkrediten (zum Teil mit unendlicher Laufzeit) finanziert sind.
Brechen die Kreditabschlüsse ein, ist das ein Vorzeichen für eine möglicherweise drohende Depression am britischen Immobilienmarkt.

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IMMAC: Laufend neue Projekte

Jetzt servicierte Wohnungen in Hamburg

von Gerhard Rodler

Der Projektentwickler für servicierte Wohnungen, IMMAC, hat jetzt auf einem weiteren Grundstück in Hamburg eine Wohnanlage mit 50 seniorengerechten Service-Wohnungen und einem Gemeinschaftsbereich errichtet. Die Einheiten sind im Teileigentum ausschließlich Kapitalanlegern zum Kauf angeboten worden. IMMAC ist auch in Österreich auf dem Gebiet der Sozialimmobilien sehr aktiv.
In diesen Tagen erfolgt die Fertigstellung der modernen Service-Wohnanlage "Vierlanden". Aktuell ist man dabei, die noch freien Wohnungen zu vermieten. Das Gebäude hat insgesamt drei Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss. Vom Erdgeschoss bis zum 4. Obergeschoss befinden sich 2-Zimmer-Wohnungen, die alle barrierearm gestaltet sind. Jede Wohnung besitzt einen Balkon oder Zugang zum eigenen Terrassenbereich.
Neben diesen Schwerpunkten sorgen technische Einrichtungen wie z.B. eine Haustelefonanlage, Automatiktüren an den Hauseingängen, sowie Wasch- und Trockenräume für mehr Sicherheit und Komfort im täglichen Leben. Für die rechtliche Sicherheit der zu erstellenden Wohngebäude für Service-Wohnen gibt es zwingende Vorschriften und Normen, die von den beauftragten Architekten und Ingenieuren selbstverständlich eingehalten werden. Diese Vorschriften und Normen variieren je nach Bundesland, weshalb IMMAC bevorzugt mit örtlich ansässigen Architekten mit Erfahrung im Bereich des Service-Wohnens zusammen arbeitet.

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Logistikflächenmangel in Hamburg

Flächenumsatz elf Prozent unter dem Vorjahresniveau:

von Stefan Posch

Logistikflächen sind in Deutschland derzeit sehr gefragt. Doch gerade in Hamburg wird das Angebot immer knapper. Das wirkt sich auch auf den Flächenumsatz in der Hansestadt aus. Im ersten Halbjahr 2017 erzielte der Hamburger Lager- und Logistikflächenmarkt einen Flächenumsatz von 228.000 m². Damit liegt er etwa um elf Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
Dabei hat das Jahr sehr dynamisch begonnen. Im ersten Quartal wurde noch ein Rekordergebnis von 165.000 m² erreicht. Im Folgequartal ging allerdings der Flächenumsatz deutlich zurück (63.000 m²). "Dabei sind insgesamt deutlich weniger Abschlüsse zu verzeichnen als im Vorjahreszeitraum, wodurch das Halbjahresresultat rund drei Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt bleibt", erläutert Christopher Raabe, Head of Industrial Letting bei BNP Paribas Real Estate. Zu den bisher größten Verträgen zählen die Dekorationswerkstätten der Hamburgischen Staatsoper mit 17.300 m² in Rothenburgsort, Apex Internationale Spedition mit 17.100 m² in Glinde sowie Transgourmet Deutschland mit 15.000 m² im Kerngebiet.
Insgesamt sei der Markt weiterhin durch ein geringes Angebot gekennzeichnet, heißt es vonseiten der BNP Paribas Real Estate. Die begrenzte Verfügbarkeit an Bestandsflächen und an geeigneten Grundstücken für größere Neubauentwicklungen führe inzwischen dazu, dass einige Unternehmen in periphere Lagen und damit teilweise in Bereiche außerhalb des Marktgebiets ausweichen.
Das Mietpreisniveau zeichnet sich durch eine hohe Stabilität aus: Die Durchschnittsmiete liegt bei 4,85 Euro/m² und als Spitzenmiete sind weiterhin 5,70 Euro/m² anzusetzen.
"Die insgesamt durchaus lebhafte Nachfrage spiegelt sich im zweiten Quartal nicht in einem entsprechenden Flächenumsatz wider, was eine realistische Prognose für das Gesamtjahr erschwert. Bei gleichbleibenden Marktbedingungen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass trotz des bestehenden Flächenmangels wieder ein Ergebnis über dem langjährigen Durchschnitt (514.000 m²) erzielt werden kann", so Raabe abschließend.

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Chinesische Investoren lassen aus

Versicherer Anbang muss sich aus Ausland zurückziehen

von Gerhard Rodler

Erster gröberer Dämpfer für die "Chinesen-Euphorie": Kaum sind chinesische Investoren mit erst (noch vergleichsweise kleinen) Investitionen auch in Österreich angekommen (vor allem im Hotelsektor derzeit), könnten sie auch schon wieder absehbar weg sein.
Zumindest einer der Big Player, wenn es um Investitionen in Europa geht, fällt bald weg: Der Versicherungsgigant Anbang wurde nach internationalen Medienberichten von der chinesischen Versicherungsaufsichtsbehörde angewiesen sämtliche Auslandsgeschäfte zu verkaufen und die Erlöse ins Land zu schaffen. Das kommt zur Unzeit, liegen immoflash doch vertrauliche Informationen vor, dass sich der Finanzkonzern gerade aktuell für namhaftere Investitionen auch in Österreich interessiert gezeigt hatte.
Anbang erklärte Berichten zufolge, man habe gegenwärtig keine Pläne, Auslandsaktivitäten zum Verkauf zu stellen.
Der erst 2004 gegründete Versicherer ist seit Jahren auf einem starken Wachstumskurs. Auch des New Yorker Luxushotels Waldorf Astoria wurde beispielsweise gekauft. Anbang-Chef Wu Xiaohui war vor kurzem überraschend festgenommen worden.

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Real I.S. schüttet 4,3 Prozent aus

Weiterer Australienfonds für Privatanleger in Vorbereitung

von Gerhard Rodler

Die Real I.S. hat für das Geschäftsjahr 2016 knapp 84 Millionen Euro an ihre private Anleger für die laufenden Immobilienfonds ausgeschüttet. Die Investition in die Immobilienfonds der Real I.S. erbrachte für private Investoren im vergangenen Geschäftsjahr eine durchschnittliche Ausschüttung von rund 4,3 Prozent.
Erneut lieferten die Real I.S. Australienfonds mit Ausschüttungen von durchschnittlich 5,8 Prozent eine starke Performance. Denn Australien steht seit über 20 Jahren für Wirtschaftswachstum und niedrige Staatsverschuldung. Auch für die kommenden fünf Jahre liegt die Prognose des BIP auf einem Wachstum zwischen 2,6 und 3,1 Prozent. "Ein weiterer Australienfonds für Privatkunden befindet sich in Vorbereitung", bestätigt Georg Jewgrafow, Vorstandsvorsitzender der Real I.S. AG. Erst im Juni dieses Jahres hat Real I.S. ihren vollplatzierten Publikumsfonds "Real I.S. Grundvermögen" geschlossen.
Für das Jahr 2017 plant Real I.S. ein Eigenkapitalvolumen im dreistelligen Millionenbereich einzuwerben. "Wir sehen im Euroraum weiterhin attraktive Möglichkeiten für Transaktionen und Investments, die den Renditeerwartungen unserer Investoren entsprechen", sagt Jewgrafow. Der europäische Gewerbeimmobilienmarkt bleibe laut Jewgrafow trotz des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union und der Unsicherheit hinsichtlich der Zinsentwicklung aus Sicht der Real I.S. weiterhin attraktiv. "Dabei setzen wir den richtigen Investmentfokus, indem wir auf Grundlage einer bewährten Research-Strategie agieren." "Besonders interessant sind aktuell die Gewerbeimmobilienmärkte in Deutschland, den Niederlanden, Spanien und Frankreich", ergänzt Jewgrafow.
Aktuell managt die Real I.S. Assets im Gesamtwert von über 7,5 Milliarden Euro mit einer Gesamtfläche von etwa 2 Millionen Quadratmetern und einer Vermietungsquote von rd. 97 Prozent.

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RIUVA verkauft Core-Bürohaus in London

Käufer ist der Finanzdienstleister Neo Capital

von Gerhard Rodler

Triuva verkauft in London: Jetzt wurde ein Bürogebäude in London Hammersmith verkauft. Käufer ist der Finanzdienstleister Neo Capital. Beide Parteien haben Stillschweigen über den Kaufpreis vereinbart.
Das fünfstöckige Bürogebäude wurde im Jahr 1993 einer vollständigen Renovierung unterzogen. Es umfasst eine nutzbare Fläche von fast 8.000 m². Das Objekt ist langfristig an CH2M Hill Companies, einem weltweit tätigen US-Unternehmen für Ingenieursdienstleistungen, voll vermietet. Triuva hatte das Core-Investment vor rund 2,5 Jahren für einen Spezialfonds erworben.
Heiko Süß, Head of Fund Management bei Triuva, sagt: "Wir konnten bei dieser Transaktion das derzeitig günstige Marktumfeld nutzen und ein hervorragendes Ergebnis für unseren Investor erzielen - und das nur ein Jahr nach dem Brexit-Votum. Auch für den Käufer ist die Transaktion aufgrund des langfristigen Mietverhältnisses und der vergleichsweise günstigen Jahresmiete, die Mietsteigerungspotential erlaubt, sehr attraktiv."

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Deutlich weniger Hypotheken-Kredite in Großbritannien

Brexit bremst Immobilienmarkt

von Gerhard Rodler

Das wirt­schaft­li­che Wachs­tum in Groß­bri­tan­ni­en bremst sich schon im Vor­feld des an­ste­hen­den Brex­it deut­lich und schein­bar zu­min­dest mit­tel­fris­tig nach­hal­tig ein. Das hat auch star­ke Aus­wir­kun­gen auf den bri­ti­schen Im­mo­bi­li­en­markt. Erst Alarm­zei­chen da­zu kom­men von der Fi­nan­zie­rungs­sei­te. Die Ban­ken in Groß­bri­tan­ni­en ha­ben zu­letzt we­ni­ger Hy­po­the­ken­kre­di­te ver­ge­ben, und zwar auf den nied­rigs­ten Wert seit Sep­tem­ber 2016.
Da­mit ha­ben die Ver­un­si­che­run­gen auch den pri­va­ten Im­mo­bi­li­en­markt er­reicht. Die Bri­ten le­ben zu ei­nem im Eu­ro­pa­ver­gleich über­durch­schnitt­lich gro­ßen Pro­zent­satz in Ei­gen­tums­im­mo­bi­li­en, wel­che mit­tels Hy­po­thek­kre­di­ten (zum Teil mit un­end­li­cher Lauf­zeit) fi­nan­ziert sind.
Bre­chen die Kre­dit­ab­schlüs­se ein, ist das ein Vor­zei­chen für ei­ne mög­li­cher­wei­se dro­hen­de De­pres­si­on am bri­ti­schen Im­mo­bi­li­en­markt.

Jetzt servicierte Wohnungen in Hamburg

IMMAC: Laufend neue Projekte

von Gerhard Rodler

Der Pro­jekt­ent­wick­ler für ser­vicier­te Woh­nun­gen, IM­MAC, hat jetzt auf ei­nem wei­te­ren Grund­stück in Ham­burg ei­ne Wohn­an­la­ge mit 50 se­nio­ren­ge­rech­ten Ser­vice-Woh­nun­gen und ei­nem Ge­mein­schafts­be­reich er­rich­tet. Die Ein­hei­ten sind im Teil­ei­gen­tum aus­schließ­lich Ka­pi­tal­an­le­gern zum Kauf an­ge­bo­ten wor­den. IM­MAC ist auch in Ös­ter­reich auf dem Ge­biet der So­zial­im­mo­bi­li­en sehr ak­tiv.
In die­sen Ta­gen er­folgt die Fer­tig­stel­lung der mo­der­nen Ser­vice-Wohn­an­la­ge "Vier­lan­den". Ak­tu­ell ist man da­bei, die noch frei­en Woh­nun­gen zu ver­mie­ten. Das Ge­bäu­de hat ins­ge­samt drei Voll­ge­schos­se so­wie ein Staf­fel­ge­schoss. Vom Erd­ge­schoss bis zum 4. Ober­ge­schoss be­fin­den sich 2-Zim­mer-Woh­nun­gen, die al­le bar­rie­re­arm ge­stal­tet sind. Je­de Woh­nung be­sitzt ei­nen Bal­kon oder Zu­gang zum ei­ge­nen Ter­ras­sen­be­reich.
Ne­ben die­sen Schwer­punk­ten sor­gen tech­ni­sche Ein­rich­tun­gen wie z.B. ei­ne Hau­s­te­le­fon­an­la­ge, Au­to­ma­tik­tü­ren an den Haus­ein­gän­gen, so­wie Wasch- und Tro­cken­räu­me für mehr Si­cher­heit und Kom­fort im täg­li­chen Le­ben. Für die recht­li­che Si­cher­heit der zu er­stel­len­den Wohn­ge­bäu­de für Ser­vice-Woh­nen gibt es zwin­gen­de Vor­schrif­ten und Nor­men, die von den be­auf­trag­ten Ar­chi­tek­ten und In­ge­nieu­ren selbst­ver­ständ­lich ein­ge­hal­ten wer­den. Die­se Vor­schrif­ten und Nor­men va­ri­ie­ren je nach Bun­des­land, wes­halb IM­MAC be­vor­zugt mit ört­lich an­säs­si­gen Ar­chi­tek­ten mit Er­fah­rung im Be­reich des Ser­vice-Woh­nens zu­sam­men ar­bei­tet.
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Flächenumsatz elf Prozent unter dem Vorjahresniveau:

Logistikflächenmangel in Hamburg

von Stefan Posch

Lo­gis­tik­flä­chen sind in Deutsch­land der­zeit sehr ge­fragt. Doch ge­ra­de in Ham­burg wird das An­ge­bot im­mer knap­per. Das wirkt sich auch auf den Flä­chen­um­satz in der Han­se­stadt aus. Im ers­ten Halb­jahr 2017 er­ziel­te der Ham­bur­ger La­ger- und Lo­gis­tik­flä­chen­markt ei­nen Flä­chen­um­satz von 228.000 m². Da­mit liegt er et­wa um elf Pro­zent un­ter dem Vor­jah­res­er­geb­nis. Dies er­gibt die Ana­ly­se von BNP Pa­ri­bas Re­al Es­ta­te.
Da­bei hat das Jahr sehr dy­na­misch be­gon­nen. Im ers­ten Quar­tal wur­de noch ein Re­kord­er­geb­nis von 165.000 m² er­reicht. Im Fol­ge­quar­tal ging al­ler­dings der Flä­chen­um­satz deut­lich zu­rück (63.000 m²). "Da­bei sind ins­ge­samt deut­lich we­ni­ger Ab­schlüs­se zu ver­zeich­nen als im Vor­jah­res­zeit­raum, wo­durch das Halb­jah­res­re­sul­tat rund drei Pro­zent un­ter dem zehn­jäh­ri­gen Durch­schnitt bleibt", er­läu­tert Chris­to­pher Raa­be, Head of In­dus­tri­al Let­ting bei BNP Pa­ri­bas Re­al Es­ta­te. Zu den bis­her größ­ten Ver­trä­gen zäh­len die De­ko­ra­ti­ons­werk­stät­ten der Ham­bur­gi­schen Staats­oper mit 17.300 m² in Ro­then­burg­sort, Apex In­ter­na­tio­na­le Spe­di­ti­on mit 17.100 m² in Glin­de so­wie Trans­gour­met Deutsch­land mit 15.000 m² im Kern­ge­biet.
Ins­ge­samt sei der Markt wei­ter­hin durch ein ge­rin­ges An­ge­bot ge­kenn­zeich­net, heißt es von­sei­ten der BNP Pa­ri­bas Re­al Es­ta­te. Die be­grenz­te Ver­füg­bar­keit an Be­stands­flä­chen und an ge­eig­ne­ten Grund­stü­cken für grö­ße­re Neu­bau­ent­wick­lun­gen füh­re in­zwi­schen da­zu, dass ei­ni­ge Un­ter­neh­men in pe­ri­phe­re La­gen und da­mit teil­wei­se in Be­rei­che au­ßer­halb des Markt­ge­biets aus­wei­chen.
Das Miet­preis­ni­veau zeich­net sich durch ei­ne ho­he Sta­bi­li­tät aus: Die Durch­schnitts­mie­te liegt bei 4,85 Eu­ro/m² und als Spit­zen­mie­te sind wei­ter­hin 5,70 Eu­ro/m² an­zu­set­zen.
"Die ins­ge­samt durch­aus leb­haf­te Nach­fra­ge spie­gelt sich im zwei­ten Quar­tal nicht in ei­nem ent­spre­chen­den Flä­chen­um­satz wi­der, was ei­ne rea­lis­ti­sche Pro­gno­se für das Ge­samt­jahr er­schwert. Bei gleich­blei­ben­den Markt­be­din­gun­gen kann je­doch da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass trotz des be­ste­hen­den Flä­chen­man­gels wie­der ein Er­geb­nis über dem lang­jäh­ri­gen Durch­schnitt (514.000 m²) er­zielt wer­den kann", so Raa­be ab­schlie­ßend.

Versicherer Anbang muss sich aus Ausland zurückziehen

Chinesische Investoren lassen aus

von Gerhard Rodler

Ers­ter grö­be­rer Dämp­fer für die "Chi­ne­sen-Eu­pho­rie": Kaum sind chi­ne­si­sche In­ves­to­ren mit erst (noch ver­gleichs­wei­se klei­nen) In­ves­ti­tio­nen auch in Ös­ter­reich an­ge­kom­men (vor al­lem im Ho­tel­sek­tor der­zeit), könn­ten sie auch schon wie­der ab­seh­bar weg sein.
Zu­min­dest ei­ner der Big Play­er, wenn es um In­ves­ti­tio­nen in Eu­ro­pa geht, fällt bald weg: Der Ver­si­che­rungs­gi­gant An­bang wur­de nach in­ter­na­tio­na­len Me­di­en­be­rich­ten von der chi­ne­si­schen Ver­si­che­rungs­auf­sichts­be­hör­de an­ge­wie­sen sämt­li­che Aus­lands­ge­schäf­te zu ver­kau­fen und die Er­lö­se ins Land zu schaf­fen. Das kommt zur Un­zeit, lie­gen im­mof­lash doch ver­trau­li­che In­for­ma­tio­nen vor, dass sich der Fi­nanz­kon­zern ge­ra­de ak­tu­ell für nam­haf­te­re In­ves­ti­tio­nen auch in Ös­ter­reich in­ter­es­siert ge­zeigt hat­te.
An­bang er­klär­te Be­rich­ten zu­fol­ge, man ha­be ge­gen­wär­tig kei­ne Plä­ne, Aus­lands­ak­ti­vi­tä­ten zum Ver­kauf zu stel­len.
Der erst 2004 ge­grün­de­te Ver­si­che­rer ist seit Jah­ren auf ei­nem star­ken Wachs­tums­kurs. Auch des New Yor­ker Lu­xus­ho­tels Wal­dorf As­to­ria wur­de bei­spiels­wei­se ge­kauft. An­bang-Chef Wu Xiao­hui war vor kur­zem über­ra­schend fest­ge­nom­men wor­den.
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Weiterer Australienfonds für Privatanleger in Vorbereitung

Real I.S. schüttet 4,3 Prozent aus

von Gerhard Rodler

Die Re­al I.S. hat für das Ge­schäfts­jahr 2016 knapp 84 Mil­lio­nen Eu­ro an ih­re pri­va­te An­le­ger für die lau­fen­den Im­mo­bi­li­en­fonds aus­ge­schüt­tet. Die In­ves­ti­ti­on in die Im­mo­bi­li­en­fonds der Re­al I.S. er­brach­te für pri­va­te In­ves­to­ren im ver­gan­ge­nen Ge­schäfts­jahr ei­ne durch­schnitt­li­che Aus­schüt­tung von rund 4,3 Pro­zent.
Er­neut lie­fer­ten die Re­al I.S. Aus­tra­li­en­fonds mit Aus­schüt­tun­gen von durch­schnitt­lich 5,8 Pro­zent ei­ne star­ke Per­for­mance. Denn Aus­tra­li­en steht seit über 20 Jah­ren für Wirt­schafts­wachs­tum und nied­ri­ge Staats­ver­schul­dung. Auch für die kom­men­den fünf Jah­re liegt die Pro­gno­se des BIP auf ei­nem Wachs­tum zwi­schen 2,6 und 3,1 Pro­zent. "Ein wei­te­rer Aus­tra­li­en­fonds für Pri­vat­kun­den be­fin­det sich in Vor­be­rei­tung", be­stä­tigt Ge­org Je­w­gra­fow, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Re­al I.S. AG. Erst im Ju­ni die­ses Jah­res hat Re­al I.S. ih­ren voll­plat­zier­ten Pu­bli­kums­fonds "Re­al I.S. Grund­ver­mö­gen" ge­schlos­sen.
Für das Jahr 2017 plant Re­al I.S. ein Ei­gen­ka­pi­tal­vo­lu­men im drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich ein­zu­wer­ben. "Wir se­hen im Eu­ro­raum wei­ter­hin at­trak­ti­ve Mög­lich­kei­ten für Trans­ak­tio­nen und In­vest­ments, die den Ren­di­te­er­war­tun­gen un­se­rer In­ves­to­ren ent­spre­chen", sagt Je­w­gra­fow. Der eu­ro­päi­sche Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en­markt blei­be laut Je­w­gra­fow trotz des be­vor­ste­hen­den Aus­tritts Groß­bri­tan­ni­ens aus der Eu­ro­päi­schen Uni­on und der Un­si­cher­heit hin­sicht­lich der Zins­ent­wick­lung aus Sicht der Re­al I.S. wei­ter­hin at­trak­tiv. "Da­bei set­zen wir den rich­ti­gen In­vest­ment­fo­kus, in­dem wir auf Grund­la­ge ei­ner be­währ­ten Re­se­arch-Stra­te­gie agie­ren." "Be­son­ders in­ter­es­sant sind ak­tu­ell die Ge­wer­be­im­mo­bi­li­en­märk­te in Deutsch­land, den Nie­der­lan­den, Spa­ni­en und Frank­reich", er­gänzt Je­w­gra­fow.
Ak­tu­ell ma­nagt die Re­al I.S. As­sets im Ge­samt­wert von über 7,5 Mil­li­ar­den Eu­ro mit ei­ner Ge­samt­flä­che von et­wa 2 Mil­lio­nen Qua­drat­me­tern und ei­ner Ver­mie­tungs­quo­te von rd. 97 Pro­zent.

Käufer ist der Finanzdienstleister Neo Capital

RIUVA verkauft Core-Bürohaus in London

von Gerhard Rodler

Tri­uva ver­kauft in Lon­don: Jetzt wur­de ein Bü­ro­ge­bäu­de in Lon­don Ham­mers­mith ver­kauft. Käu­fer ist der Fi­nanz­dienst­leis­ter Neo Ca­pi­tal. Bei­de Par­tei­en ha­ben Still­schwei­gen über den Kauf­preis ver­ein­bart.
Das fünf­stö­cki­ge Bü­ro­ge­bäu­de wur­de im Jahr 1993 ei­ner voll­stän­di­gen Re­no­vie­rung un­ter­zo­gen. Es um­fasst ei­ne nutz­ba­re Flä­che von fast 8.000 m². Das Ob­jekt ist lang­fris­tig an CH2M Hill Com­pa­nies, ei­nem welt­weit tä­ti­gen US-Un­ter­neh­men für In­ge­nieurs­dienst­leis­tun­gen, voll ver­mie­tet. Tri­uva hat­te das Co­re-In­vest­ment vor rund 2,5 Jah­ren für ei­nen Spe­zi­al­fonds er­wor­ben.
Hei­ko Süß, Head of Fund Ma­nage­ment bei Tri­uva, sagt: "Wir konn­ten bei die­ser Trans­ak­ti­on das der­zei­tig güns­ti­ge Markt­um­feld nut­zen und ein her­vor­ra­gen­des Er­geb­nis für un­se­ren In­ves­tor er­zie­len - und das nur ein Jahr nach dem Brex­it-Vo­tum. Auch für den Käu­fer ist die Trans­ak­ti­on auf­grund des lang­fris­ti­gen Miet­ver­hält­nis­ses und der ver­gleichs­wei­se güns­ti­gen Jah­res­mie­te, die Miet­stei­ge­rungs­po­ten­ti­al er­laubt, sehr at­trak­tiv."
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Basel ist nicht nur eine schmucke Stadt in der Schweiz - sondern auch der Sitz des Basler Ausschuss für Bankenaufsicht.Basel ist nicht nur eine schmucke Stadt in der Schweiz - sondern auch der Sitz des Basler Ausschuss für Bankenaufsicht.

Böses Basel?

Noch ver­han­delt der Ba­se­ler Ban­ken­aus­schuss über ei­ne kom­plet­te Über­ar­bei­tung der Ban­ken­re­gu­lie­run­gen. Stren­ge­re Kre­dit­be­din­gun­gen kön­nen für den Im­mo­bi­li­en­markt aber schäd­lich sein. Das Geld bleibt wei­ter­hin bil­lig. Erst jüngst hat die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) er­klärt, den Leit­zins nicht er­hö­hen und wei­ter­hin Geld in den Markt pum­pen zu wol­len. Für die Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft ein Se­gen - denn das güns­ti­ge Geld sucht Be­ton. Und so viel Be­ton wie in die­sen Ta­gen wur­de sel­ten hoch­ge­zo­gen. In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren wie auch pri­va­te Häu­sel­bau­er und Woh­nungs­käu­fer nut­zen die Chan­ce, um in Rea­li­tä­ten an­zu­le­gen. Kein Wun­der: Sol­che güns­ti­gen Zin­sen gab es noch nie. Doch es zie­hen Wol­ken auf. Und zwar in Form von Ba­sel IV. Die künf­ti­gen Re­gle­ments, die dort ge­trof­fen wer­den sol­len, wür­den sich vor al­lem auf die Wohn­bau­fi­nan­zie­rung aus­wir­ken, warnt Franz Por­tisch, Ge­ne­ral­se­kre­tär des Ös­ter­rei­chi­schen Spar­kas­sen­ver­bands. Lei­der nicht po­si­tiv. [ci­te1] Än­de­run­gen bei Ri­si­ko­rech­nung "Die Re­ge­lun­gen von Ba­sel IV se­hen ei­ne Än­de­rung der Be­rech­nung des Ri­si­kos der Wohn­im­mo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung vor. Bis­her wur­den pau­scha­le Ri­si­ko­ge­wich­te für sol­che Kre­di­te vor­ge­se­hen. Künf­tig sol­len die­se in Ab­hän­gig­keit zur Be­lei­hungs­quo­te er­mit­telt wer­den. Der not­wen­di­ge Ka­pi­tal­be­darf der Kre­dit­ge­ber wür­de durch das Re­form­pa­ket deut­lich an­ge­ho­ben und Kre­di­te da­durch teu­rer wer­den. Je­de Ver­teue­rung wird sich am Markt ent­spre­chend ne­ga­tiv nie­der­schla­gen", gibt er zu be­den­ken. Heißt auf gut Deutsch: Trotz des bil­li­gen Gel­des, das von der EZB in den Markt ge­spült wird, se­hen sich pri­va­te Häu­sel­bau­er und Woh­nungs­käu­fer wo­mög­lich mit re­gu­la­ti­ven Hür­den kon­fron­tiert, die vie­le nicht er­fül­len kön­nen. Wo­mit ei­ne po­ten­zi­el­le Käu­fer­grup­pe für Ei­gen­tums­woh­nun­gen, Vor­sor­ge­woh­nun­gen oder Häu­ser weg­fal­len wür­de. Kein Wun­der, war­um es noch kei­ne Ei­ni­gung zwi­schen Eu­ro­pa und der in­ter­na­tio­na­len Ban­ken­welt gibt, wie Por­tisch nä­her aus­führt: "Die Ver­hand­lun­gen im Ba­se­ler Ban­ken­aus­schuss soll­ten ur­sprüng­lich bis En­de letz­ten Jah­res ab­ge­schlos­sen sein. Auf­grund gro­ßer Mei­nungs­un­ter­schie­de auf in­ter­na­tio­na­ler Ebe­ne und be­rech­tig­ter Zwei­fel in Eu­ro­pa kommt es aber zu Ver­zö­ge­run­gen." Und noch im­mer gibt es kei­nen grü­nen Zweig bei den Ver­hand­lun­gen. Ganz so dras­tisch sieht man das bei der Bank Aus­tria hin­ge­gen nicht. Tei­le des ge­for­der­ten Ba­sel IV-Re­gel­werks wür­den be­reits jetzt in der Uni­Credit-Grup­pe an­ge­wandt - und das seit 2008, wie Chris­ti­an Nois­ter­nig, Be­reichs­vor­stand Pri­vat­kun­den, Ge­schäfts­kun­den und Freie Be­ru­fe bei der Uni­Credit Bank Aus­tria, er­klärt: "Ba­sel IV be­zieht sich auf die Ri­si­ko­be­rech­nung (für das Kre­dit­ri­si­ko bei der Fi­nan­zie­rung von Pri­va­t­im­mo­bi­li­en) auf Ba­sis des so­ge­nann­ten Stan­dard­an­sat­zes. Die Uni­Credit Bank Aus­tria wen­det je­doch seit 2008 be­reits den so­ge­nann­ten IRB-Kre­dit­ri­si­ko­an­satz an. Die­ser An­satz ist kom­ple­xer und dif­fe­ren­ziert be­reits heu­te klar nach Ri­si­ko­as­pek­ten." Da al­ler­dings um Ba­sel IV noch ei­ni­ge Fra­gen of­fen sei­en, stün­den mög­li­che Aus­wir­kun­gen noch nicht in al­len De­tails fest. "Die Aus­wir­kun­gen soll­ten sich aber auf­grund der schon heu­te an­ge­wen­de­ten Stan­dards im Fall der Bank Aus­tria in Gren­zen hal­ten", kon­sta­tiert Nois­ter­nig. Franz Por­tisch meint, durch Ba­sel IV sei­en al­ler­dings auch hö­he­re Fi­nan­zie­rungs­kos­ten für die Kre­dit­neh­mer nicht aus­ge­schlos­sen: "Un­ter Ba­sel IV soll nun die Fle­xi­bi­li­tät zur Be­rech­nung des Ei­gen­ka­pi­tal­be­darfs ein­ge­schränkt wer­den. Ins­be­son­de­re auf eu­ro­päi­sche Ban­ken, die oft­mals in­ter­ne Mo­del­le be­nut­zen, wür­den die­se Neue­run­gen mas­si­ve ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen ha­ben. Die Re­gu­lie­rungs­flut für Ban­ken wird da­mit fort­ge­führt, die Pla­nungs­si­cher­heit wei­ter ge­fähr­det und à la lon­gue kä­me es zu stren­ge­ren Ka­pi­tal­auf­la­gen für Ban­ken." Auch das sieht Chris­ti­an Nois­ter­nig bei Wei­tem nicht so streng: "Ba­sel IV for­dert im Stan­dard­an­satz die Ein­hal­tung neu­er spe­zi­fi­scher Re­ge­lun­gen (wie z.B. "Kre­dit­hö­he im Ver­gleich zum Markt­wert des Ob­jekts" oder "Kre­dit­ra­ten im Ver­gleich zum Ein­kom­men"), um das Ri­si­ko für Fi­nan­zie­run­gen von Pri­va­t­im­mo­bi­li­en zu be­rech­nen." Das sei aber bei der Bank Aus­tria be­reits gang und gä­be. Nois­ter­nig ver­tei­digt das Re­gel­werk: "Grund­sätz­lich be­grüßt die Uni­Credit Bank Aus­tria die Be­mü­hun­gen der Auf­sicht, nun auch den Stan­dard­an­satz ri­si­ko­sen­si­ti­ver zu ge­stal­ten. Die­se neu­en Re­ge­lun­gen kön­nen als wei­te­rer Schritt zur Si­cher­stel­lung ei­ner nach­hal­ti­gen Im­mo­bi­li­en­kre­dit­ver­ga­be an­ge­se­hen wer­den." Schließ­lich sei ei­ne si­che­re und leist­ba­re Kre­dit­nah­me auch für den Bank­kun­den von In­ter­es­se - in­dem si­cher­ge­stellt wer­de, dass der Kre­dit auch leist­bar ist. [ci­te2] Noch kei­ne Ei­ni­gung Bis Ba­sel IV al­ler­dings in Kraft tre­ten könn­te, dürf­te noch viel Was­ser die Do­nau hin­un­ter­rin­nen. Denn ei­ne Ei­ni­gung ist der­zeit nicht in Sicht. Grund da­für ist, dass die Eu­ro­pä­er und die Ame­ri­ka­ner ver­schie­de­ne Po­si­tio­nen zu Ba­sel IV ver­tre­ten. Be­son­ders an ei­nem Um­stand spießt sich die Ei­ni­gung zur Zeit noch: Der Ein­satz in­ter­ner Be­rech­nungs­mo­del­le, mit de­nen Groß­ban­ken selbst be­rech­nen dür­fen, wie­viel Ei­gen­ka­pi­tal sie für wel­che Ge­schäf­te zu­rück­le­gen müs­sen. Denn: In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten sind der­lei Mo­del­le we­ni­ger stark ver­brei­tet, da dort die Un­ter­neh­men stär­ker über den Ka­pi­tal­markt fi­nan­ziert wer­den, wes­we­gen die USA die in­ter­nen Mo­del­le ab­leh­nen. An­ders in Eu­ro­pa, wo der Bank­kre­dit wie­der­um stär­ker do­mi­niert. Mit­tels in­ter­ner Mo­del­le aber be­nö­tig­ten Groß­ban­ken we­ni­ger Ei­gen­ka­pi­tal, als das beim durch Ba­sel IV an­ge­dach­ten Stan­dard­an­satz der Fall wä­re. Franz Por­tisch: "Die­se so­ge­nann­ten in­ter­nen Mo­del­le die­nen den Geld­häu­sern da­zu, ih­ren Ka­pi­tal­be­darf für das je­wei­li­ge Ge­schäft zu be­rech­nen, und er­mög­li­chen ih­nen - im Ver­gleich zu Stan­dard­an­sät­zen - ei­ne in­sti­tuts­spe­zi­fi­sche Kal­ku­lie­rung der haus­ei­ge­nen Ri­si­ken." Und weil in Eu­ro­pa eben Bank­kre­di­te stark ver­brei­tet sind, sind in­ter­ne Mo­del­le dort sehr be­liebt. Nun ringt man um den Pro­zent­satz für den Ka­pi­tal­be­darf. Der Vor­schlag, wo­nach der nach in­ter­nen Mo­del­len er­rech­ne­te Ka­pi­tal­be­darf nicht un­ter 75 Pro­zent des nach dem Stan­dard­mo­dell er­rech­ne­ten Wer­tes fal­len soll­te, wird be­son­ders von Frank­reich, Deutsch­land und den Nie­der­lan­den ab­ge­lehnt, da die­se Staa­ten be­fürch­ten, dass da­durch ihr Ei­gen­ka­pi­tal­be­darf deut­lich stei­gen wür­de. Bis spä­tes­tens Jän­ner sol­len die Ba­sel IV-Re­ge­lun­gen be­schlos­sen wer­den, 2021 in Kraft tre­ten. Ob es aber im Jän­ner zu ei­nem Be­schluss kom­men wird, das er­scheint der­zeit noch frag­lich. Bis da­hin blei­ben zu­min­dest in Eu­ro­pa die Kre­di­te bil­lig, so der Leit­zins der EZB nicht an­ge­ho­ben wird. Auch ob sich Ba­sel IV als das Schreck­ge­spenst er­wei­sen wird, als das es in der Bran­che her­um­geis­tert. Denn auch in ei­ner Aus­schuss­sit­zung Mit­te Ju­ni sei für Ba­sel IV noch kei­ne Ei­ni­gung er­zielt wor­den. Den­noch hofft die EZB auf ei­ne bal­di­ge Ver­stän­di­gung von Re­geln. Be­fürch­tet wird näm­lich, dass, wenn kei­ne Ei­ni­gung er­zielt wird, ei­ne De­re­gu­lie­rung nach un­ten be­vor­ste­hen könn­te. Auch kein schö­nes Sze­na­rio. [ci­te3]

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Je gruseliger, desto besser

Die so­ge­nann­ten Es­cape Room-Spie­le, bei de­nen sich ei­ne Grup­pe aus ei­nem ver­schlos­se­nen Raum hin­aus­rät­seln muss, er­freu­en sich größ­ter Be­liebt­heit. Die An­for­de­run­gen an die Im­mo­bi­lie sind da­bei denk­bar ein­fach.Mün­chen: Sie mag die­ses Haus nicht. Sie ist ei­gent­lich nicht aber­gläu­bisch, und an Geis­ter glaubt sie schon gar nicht - aber hier stimmt et­was nicht. Vor Jah­ren sind die Be­woh­ner spur­los ver­schwun­den, bis heu­te ist der Fall un­ge­klärt. Aber die jun­ge Im­mo­bi­li­en­mak­le­rin lässt sich da­von nicht be­ir­ren, Job ist Job und das Haus ist zum Ver­kauf frei­ge­ge­ben. Al­so führt sie die Grup­pe hin­ein. Als hin­ter ih­nen die Tür ins Schloss fällt und sich nicht mehr öff­nen lässt, ist klar - es war mehr als nur ein un­gu­tes Ge­fühl...Ber­lin: Auf­wa­chen ist schlimm ge­nug, denn der Ka­ter ist in vol­lem Gan­ge. Die Ber­lin­tour ges­tern Abend war ei­ne feucht­fröh­li­che. Aber als sich die klei­ne Grup­pe um­sieht, wird klar: Der Ka­ter ist das ge­rings­te ih­rer Pro­ble­me. Denn sie be­fin­den sich in ei­ner ver­las­se­nen Ner­ven­heil­an­stalt. Ver­las­sen? Nein. Ei­ner der In­sas­sen ist noch da - und der wetzt die Mes­ser für die Jagd... Al­les nur ein Spiel Hier­bei han­delt es sich na­tür­lich nicht um rea­le Sze­na­ri­en - und auch nicht um die Be­schrei­bun­gen auf der Rück­sei­te von Hor­ror­ro­ma­nen zwei­fel­haf­ter Qua­li­tät. Hier ist al­les nur ein Spiel. Rät­sel­spaß mit Gru­sel­fak­tor, das ist es, wor­um es bei den so­ge­nann­ten Room Es­cape Ga­mes geht. Ei­ne Grup­pe von üb­li­cher­wei­se 2-6 Per­so­nen wird in ei­nem Raum ein­ge­schlos­sen und muss sich den Aus­weg "er­rät­seln". Wo sich die­ser Raum tat­säch­lich be­fin­det, ist da­bei oft ne­ben­säch­lich - ein biss­chen Fan­ta­sie und ein paar schön ar­ran­gier­te Re­qui­si­ten, und schon wird ein Kel­ler­lo­kal zu Tut Anch Amuns Gruft, ein Bun­ker in Ber­lin zu ei­ner Ner­ven­heil­an­stalt (wie oben be­schrie­ben im "Ma­d­hou­se"). Auf die Spit­ze treibt es der Wie­ner Ver­an­stal­ter Nes­ter­val, der im­mer an­de­re Im­mo­bi­li­en und Sze­na­ri­en für sei­ne Schau­spie­le - denn hier wer­den auch Dar­stel­ler ein­ge­setzt - nutzt. Spiel­platz Im­mo­bi­lie Schau­platz und Schau­spiel ge­hö­ren zu­sam­men, was zu­erst kommt, ist nicht fest­ge­legt, er­klärt Frau Lo­ef­berg, die für Skript und Ste­no­gra­fie zu­stän­dig ist: "Für man­che Stü­cke su­chen wir ei­ne ge­eig­ne­te Lo­ca­ti­on, manch­mal wird uns ein Leer­stand an­ge­bo­ten und wir ad­ap­tie­ren die Ge­schich­te so, dass sie zum Ort passt." In­ter­ak­ti­ves Thea­ter als Zwi­schen­nut­zungs­mög­lich­keit al­so, für das ein Leer­stand so­gar von Vor­teil ist: "Ge­ra­de für düs­te­re Aben­teu­er sind leer­ste­hen­de Ge­bäu­de oft ide­al, weil sie die rich­ti­ge Stim­mung 'von Haus aus' mit­brin­gen und man nur noch mit et­was Licht ar­bei­ten muss, um ei­nen span­nen­den Raum zu schaf­fen." So ver­wan­del­te man ein leer­ste­hen­des Ob­jekt der JP Im­mo­bi­li­en in der Schloss­gas­se schon in das "Sa­na­to­ri­um Erb­se". Nes­ter­val braucht, an­ders als "her­kömm­li­che" Es­cape Ga­mes, im­mer meh­re­re Räu­me, da meh­re­re Sze­nen gleich­zei­tig ge­spielt wer­den. Die Grund­an­for­de­run­gen an die je­wei­li­ge Im­mo­bi­lie sind kei­ne be­son­de­ren: "Die Räum­lich­kei­ten müs­sen den An­for­de­run­gen ei­ner Ver­an­stal­tung ent­spre­chen - Flucht­we­ge, Sa­ni­tär­räu­me und so wei­ter. Heiz­mög­lich­kei­ten und Strom sind im­mer wün­schens­wert, aber nicht un­be­dingt not­wen­dig. Wir ha­ben auch schon Heiz­ka­no­nen im Win­ter ein­ge­setzt, um ei­nen Spiel­ort mög­lich zu ma­chen", so Lo­ef­berg. Nes­ter­val be­spielt bei Ge­le­gen­heit und auf Auf­trag auch Se­hens­wür­dig­kei­ten wie den Nar­ren­turm, das Kem­per De­pot oder die Spa­ni­sche Hof­reit­schu­le. Auch gan­ze Or­te wie das stei­ri­sche Vor­dern­berg wur­den schon in "Aben­teu­er­spiel­plät­ze" ver­wan­delt. Der Fan­ta­sie sind kei­ne Gren­zen ge­setzt - Im­mo­bi­li­en­prä­sen­ta­ti­on ein­mal an­ders? Het­zen in Zu­kunft wo­mög­lich po­ten­zi­el­le In­ves­to­ren und Käu­fer durch die Ob­jek­te, auf der Su­che nach Hin­wei­sen und Aus­we­gen und auf der Flucht vor fins­te­ren Mäch­ten in fins­te­ren Ecken? War­um ei­gent­lich nicht?

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Geschäftsführer/in Immobilienvermarktung

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