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RE!N-Pre-Pitch: Die besten Start-ups

In Stuttgart wurden die 25 stärksten Start-ups gevotet.

von Charles Steiner aus Stuttgart

Die Immobilienbranche ist nicht nur ein wesentlicher wirtschaftlicher Motor in Europa - sie treibt auch Innovationen an. Unzählige Start-ups haben sich um die Branche gegründet, um Lösungen aller Art anzubieten, sei es im Maklerbereich, im Facilitymanagement, im Investment oder im Managementbereich oder anderen Geschäftsfeldern, aus der die Immo-Branche Vorteile ziehen kann. Das Real Estate Innovation Network (RE!N) unter Wolfgang Moderegger hat es sich zur Aufgabe gemacht, eben jene Start-ups mit den potenziellen Kunden - also der Immobilienwirtschaft - zusammenzubringen, und zwar dort, wo sie versammelt ist. Auf der Expo Real nämlich, die heuer vom 4. bis 6. Oktober in München stattfindet. Hunderte Start-ups weltweit reichten ihr Unternehmensprofil ein, gestern wurden aus einer Shortlist von 50 Teilnehmern 25 von einer namhaften Jury im Rahmen eines Pre-Pitch im Fraunhofer Institut in Stuttgart ausgewählt, die sich auf der Expo Real präsentieren dürfen. Das Immobilien Magazin als Medienpartner mit den deutschen Kollegen der Immobilien Zeitung war in der Jury mit dabei. Mit DataScience Service und PlanRadar sind auch zwei Österreicher mit von der Partie.
Und das sind die Sieger in alphabetischer Reihenfolge und nach Kategorie sortiert:

Manage & Operate
• Allthings (CH)
• Disruptive Technologies (NOR)
• igloohome (SGP)
• Lift Technology (GER)
• Sensorberg (GER)

Invest
• 21st Real Estate (GER)
• Brickvest (UK)
• DataScience Service (AUT)
• Geomatrix (RUS)
• Moderan (EST)

Plan & Build
• BIMwelt Systems (GER)
• PlanRadar (AUT)
• Spacemaker (NOR)
• Spotscale (SWE)
• Wellsun (NED)

Market
• Eyespy360 (UK)
• flatfair (UK)
• Go-PopUp (ESP)
• Roomhero (GER)
• Spectando (CH)

Work
• Green City Solutions (GER)
• Office App (NED)
• ParkBee (NED)
• shareDnC (GER)
• Toposens (GER)

Entsprechende Portraits zu den Start-ups, die gewonnen haben, finden Sie exklusiv in der kommenden Ausgabe des Immobilien Magazins (ET: 4. September).

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Büromarkt schwächelt

Vermietungsleistung in Wien unter Vorjahreswert:

von Stefan Posch

Derzeit werden in Wien so viele Büroflächen produziert, wie schon lange nicht mehr. Doch die Vermietungsleistung im ersten Halbjahr 2017 lag mit rund 86.000 m² um etwa 32 Prozent unter dem des Vorjahreswert (125.000 m²). Das zeigt das Halbjahres-Update von EHL Immobilien zur Entwicklung des Wiener Büromarkts. Besonders schwach fiel dabei das erste Quartal mit einem Flächenumsatz von etwa 36.000 m² aus. Im Folgequartal war aber eine Steigerung von 40 Prozent auf 50.000 m² zu beobachten. Das hinter den Erwartungen gebliebene Ergebnis im ersten Halbjahr sei mitunter durch noch ausständige Mietvertragsabschlüsse einiger Großmieter zu begründen, die für H1 prognostiziert waren, heißt es im Bericht. Diese laufenden Vertragsverhandlungen würden allerdings die Pipeline für das zweite Halbjahr stärken.
Die Neuflächenproduktion betrug im ersten Halbjahr 55.000 m². Fertiggestellt wurden etwa die Pro­jekte Euro Plaza Bauphase 6 mit 12.500 m² am Wienerberg, ORBI Tower mit 21.600 m² in Erdberg und das Denk Drei mit 21.000 m² im Viertel Zwei. Der größere Teil der für 2017 erwarteten Neuflächen von insgesamt rund 150.000 m² werde jedoch erst im zweiten Halbjahr auf den Markt kommen. Dazu zählen unter anderem das Square Plus Bauteil 1 in der Region Nord mit 28.000 m², das QBC Bauteil 3 und 4 mit 24.500 m² am Hauptbahnhof oder der Seepark Campus West mit 11.000 m² in der Seestadt Aspern.
Die Büromieten stellten sich im ersten Halbjahr 2017 stabil dar und konnten ihr Niveau halten. Die Spitzenmieten liegen weiter bei 26,00 Euro/m² und werden in den repräsentativen Spitzenlagen der Innenstadt erzielt. Die Leerstandsrate betrug am Ende des ersten Halbjahrs 5,6 Prozent. Sie lag damit um 0,2 Prozent­punkte niedriger als zu Jahresbeginn und um 0,8 Prozentpunkte unter dem Wert aus dem ersten Halbjahr 2016.
Zeitgleich mit EHL veröffentlichte auch der Immobiliendienstleister CBRE Zahlen zum Wiener Büromarkt. Auch diese bestätigen ein Rückgang der Vermietungsleistung um etwa ein Drittel (30 Prozent). Doch auch Patrick Schild, Head of Agency bei CBRE Österreich, erwartet eine Steigerung in der zweiten Jahreshälfte: „Aufgrund der aktuell guten Wirtschaftslage und einer starken Fertigstellungspipeline, erwarten wir ab dem 2. Halbjahr einen Aufwärtstrend, was die Vermietungsleistung in Wien angeht.“

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Immobiliensuche im Wandel

Trends veränderten sich seit 2001 stark:

von Stefan Posch

Nicht nur die Immobilienpreise haben sich in Wien seit dem Jahr 2001 stark verändert. Auch die Wünsche der Immobiliensuchenden haben sich gewandelt. Das zeigt eine Analyse des Immobilienportals FindMyHome.at, die das aktuelle Suchverhalten mit jenem von 2001 verglichen hat.
Auffällig ist dabei, dass die Zahlen den Trend zu kleineren Wohneinheiten bestätigt. 2001 suchten noch 73 Prozent nach Eigentumsimmobilien, deren Wohnfläche ein Größe von 120 bis 160 m² haben. Ein Drittel der Suchenden fragte nach einem Haus für Familien mit durchschnittlich vier Bewohnern an.„Heutzutage stehen jedem Wiener und jeder Wienerin durchschnittlich 38 m2 Wohnfläche zur Verfügung, im Schnitt leben zwei Personen in einer Wohnung“, so Bernd Gabel-Hlawa, Gründer und Geschäftsführer von FindMyHome.at. Zudem werden heute vermehrt Mietwohnungen gesucht und Eigentum wurde in den vergangenen Jahren immer mehr zum Luxusgut. In den vergangenen zehn Jahren hat die Analyse eine Preissteigerung von knapp 120 Prozent festgestellt. Wurde der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Jahr 2007 noch mit 2.625 Euro auf der Plattform angeboten, sind es heute 5.772 Euro. Die teuersten Angebote waren 2007 noch in der Inneren Stadt (5.586 Euro pro m²), Döbling (4.016 Euro pro m²) und Neubau (3.523 Euro pro m²) zu finden, 2017 klettern Josefstadt (9.242 Euro pro m²) und Wieden (8.191 Euro pro m²) auf den zweiten und dritten Stockerlplatz nach der Inneren Stadt (14.295 Euro pro m²).
Auch die Trendbezirke sind heute andere. „2001 zog es Immobiliensuchende am häufigsten nach Döbling, Alsergrund und Hietzing. Heute zählen Favoriten, Rudolfsheim-Fünfhaus und Ottakring zu den beliebtesten Bezirken in Wien“, so Gabel-Hlawa. Da liege an einer Kombination aus günstigem Mietpreis, gutem Anschluss an die Innenstadt und hippen Trendgegenden, wie etwa dem Brunnenmarkt, führt der Immobilienprofi weiter aus.

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Nordischer Hotelmarkt wartet

Riesenchancen in den nordischen Ländern:

von Gerhard Rodler

Angetrieben von einer starken Konjunktur und steigenden RevPAR-Zahlen erfreuen sich die Hotelmärkte Dänemarks, Schwedens, Finnlands und Norwegens weiterhin wachsender Beliebtheit. In einer aktuellen Studie hat Hotelimmobilienspezialist Christie & Co die operativen Hotelmarktdaten der Region untersucht und die Chancen für Investoren sowie Betreiber beleuchtet.

Die Anzahl der Ankünfte an den Flughäfen ist in allen Hauptstädten der Region um drei Prozent per annum gestiegen, die Zahl der Übernachtungen in Kopenhagen, Stockholm und Oslo sogar um fünf Prozent. Obwohl Reisende aus dem eigenen Land oder der Region nach wie vor den Löwenanteil ausmachen, ist die Anzahl der internationalen Ankünfte weitaus schneller gestiegen als die der Besucher aus dem Inland bzw. der Region. Diese Entwicklung wird auch von der Tatsache begünstigt, dass der Flughafen Helsinki-Vantaa mit den kürzesten Direktflugverbindungen zwischen Europa und Asien aufwarten kann. Dennoch wird die Region immer noch von regionalen Betreibern wie Scandic und Nordic Choice bestimmt. Weniger als 10 Prozent des Hotelangebotes in den Hauptstädten Skandinaviens wird von einer der großen europäischen Marken betrieben, was den Markt laut Christie & Co besonders attraktiv für internationale Brands und Betreiber macht.

"In den letzten Jahren konnten wir steigendes Interesse seitens internationaler Investoren und Marken beobachten, die in der nordischen Region den Markteintritt planen. Auch der Appetit auf Lifestyle- und Economy-Produkte internationaler Marke ist groß", sagt Kimmo Virtanen, Director für Skandinavien, Russland und die Baltischen Staaten bei Christie & Co.

Zwar sei das Interesse internationaler Hotelbetreiber, in den nördlichen Regionen Fuß zu fassen, groß, allerdings waren die unterschiedlichen operativen Strukturen in der Vergangenheit oft ein Hemmschuh. Skandinavische Immobilienunternehmen und Hotelbetreiber bevorzugen Pachtmodelle, während die meisten internationalen Marken Asset-light-Strategien wie Franchise oder Managementverträge favorisieren.

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Mega-Retail-Deal in Paris

Investment-Trendwende in Frankreich:

von Gerhard Rodler

Die internationale Immobilienfirma Hines und Universal- Investment haben von Crédit Agricole Assurances ein exklusives dreigeschossiges Einzelhandelsgebäude in der 28 Madeleine an der Place de la Madeleine in zentraler Lage eines der beliebtesten Einkaufsviertel von Paris erworben. Der Kauf wurde im Rahmen des 1,3 Milliarden Euro schweren Investmentmandats der Bayerischen Versorgungskammer getätigt. Seit der Vergabe des Mandats im Dezember 2015 haben Hines und Universal-Investment rund 900 Millionen Euro in exklusive Einzelhandelsimmobilien in Oslo, Mailand, Glasgow, Manchester, Madrid, Barcelona und Kopenhagen investiert. Dieser Erwerb ist das zweite Objekt in Paris. Mit seiner repräsentativen Lage im achten Arrondissement von Paris umfasst das Gebäude in der 28 Madeleine 1.452 Quadratmeter Nutzfläche mit einem überdachten Innenhof. Das Gebäude war die frühere Heimat der Kunstgalerie Pinacothèque und wurde 2006 aufwendig renoviert.

Frankreich wird für deutsche institutionelle Anleger wieder interessanter, da sich die Wirtschaft erholt, heißt es dazu.

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KGAL übernimmt EKZ in Liezen

"ELI Liezen" mit 15.000 m² Verkaufsfläche

von Stefan Posch

ELI LiezenELI Liezen

Der deutsche Investmentmanager KGAL hat kürzlich den Erwerb des im Oktober 2016 eröffneten Einkaufszentrum „ELI Liezen“ abgeschlossen. KGAL hat sich die Immobilie bereits im Jahr 2014 in der Projektierungsphase mittels Forward Deal gesichert. Verkäufer ist die Wiener Rutter Immobilien Gruppe, die über ihre Eigentümer auch in Zukunft mit einer Beteiligung von 10 Prozent dem Einkaufszentrum verbunden bleiben wird. Über den Kaufpreis wurde laut KGAL Sitllschweigen vereinbart. Das „ELI Liezen“ ist bereits die siebte Immobilie, die KGAL für den institutionellen Einzelhandelsfonds ARPP (Austrian Retail Park Portfolio) erworben hat.
Das innerstädtische Einkaufszentrum umfasst 15.000 m² Verkaufsfläche auf zwei Geschossen und ist vollvermietet. Media Markt, New Yorker und dm-drogerie markt gehören zu den Ankermietern. „Unsere aktive Präsenz in Österreich verschafft uns immer wieder entscheidende Vorteile in der Identifikation attraktiver Objekte in einem herausfordernden Markt mit limitiertem Immobilienangebot“, erklärt André Zücker, Geschäftsführer Real Estate der KGAL.

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Eyemaxx baut Wohnungen in Bonn

Zwei Wohnanlagen mit 32 Wohneinheiten

von Stefan Posch

Eyemaxx hat mit einem weiteren Wohnprojekt in Deutschland begonnen. Kürzlich unterschrieb der Immobilienentwickler einen Kaufvertrag für ein 3.500 m² großes Grundstück in Bonn. 32 Eigentumswohnungen in zwei Gebäudekomplexen sollen dort entstehen. Eyemaxx rechnet mit einem Baustart im ersten Quartal 2018.
Das Projekt soll bis zum Frühjahr 2019 abgeschlossen sein und umfasst ein Investitionsvolumen von etwa 20 Millionen Euro. Die geplanten Wohnungen, mit jeweils zwei bis drei Zimmern und einer Loggia, entstehen in Bonn-Nord unweit der Bonner Innenstadt und mit guter Infrastruktur und Verkehrsanbindung auf einer Bruttogeschossfläche von rund 4.000 m². Geplant ist auch der Bau einer Tiefgarage. Die beiden Wohnanlagen werden aus je einem Erdgeschoss, einem Obergeschoss sowie einem zurückgesetzten Staffelgeschoss bestehen und durch ein gemeinsames Untergeschoss verbunden sein.

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17,08 Euro pro Aktie für Squeeze-out

Barabfindung für conwert-Aktien festgesetzt:

von Stefan Posch

Die Pläne für den Squeeze-out der noch bestehenden Aktionäre schreiten voran. Die Vononvia mit 93,09 Prozent der Aktien als Hauptgesellschafter und der Verwaltungsrat der conwert haben kürzlich im Rahmen des eingeleiteten Gesellschafter-Ausschlussverfahrens die Höhe der Barabfindung für die auszuschließenden Minderheitsaktionäre der conwert festgesetzt. 17,08 Euro wird die Ablöse pro Aktie betragen.
Der Barabfindung liegt laut einer Ad-hoc-Meldung der conwert ein Unternehmenswertgutachten der Wirtschaftsprüfungskanzlei Ebner Stolz zugrunde. Die Richtigkeit des gemeinsamen Berichts und die Angemessenheit der Barabfindung unterliegen noch einer Prüfung durch die PwC Wirtschaftsprüfung als gerichtlich bestellter sachverständiger Prüfer. Die außerordentliche Hauptversammlung der conwert, auf der die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf den Hauptgesellschafter beschlossen werden soll, wird voraussichtlich am 29. August 2017 stattfinden.

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Trends veränderten sich seit 2001 stark:

Immobiliensuche im Wandel

von Stefan Posch

Nicht nur die Im­mo­bi­li­en­prei­se ha­ben sich in Wien seit dem Jahr 2001 stark ver­än­dert. Auch die Wün­sche der Im­mo­bi­li­en­su­chen­den ha­ben sich ge­wan­delt. Das zeigt ei­ne Ana­ly­se des Im­mo­bi­li­en­por­tals Find­My­Ho­me.at, die das ak­tu­el­le Such­ver­hal­ten mit je­nem von 2001 ver­gli­chen hat.
Auf­fäl­lig ist da­bei, dass die Zah­len den Trend zu klei­ne­ren Wohn­ein­hei­ten be­stä­tigt. 2001 such­ten noch 73 Pro­zent nach Ei­gen­tums­im­mo­bi­li­en, de­ren Wohn­flä­che ein Grö­ße von 120 bis 160 m² ha­ben. Ein Drit­tel der Su­chen­den frag­te nach ei­nem Haus für Fa­mi­li­en mit durch­schnitt­lich vier Be­woh­nern an.„Heut­zu­ta­ge ste­hen je­dem Wie­ner und je­der Wie­ne­rin durch­schnitt­lich 38 m2 Wohn­flä­che zur Ver­fü­gung, im Schnitt le­ben zwei Per­so­nen in ei­ner Woh­nung“, so Bernd Ga­bel-Hla­wa, Grün­der und Ge­schäfts­füh­rer von Find­My­Ho­me.at. Zu­dem wer­den heu­te ver­mehrt Miet­woh­nun­gen ge­sucht und Ei­gen­tum wur­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im­mer mehr zum Lu­xus­gut. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren hat die Ana­ly­se ei­ne Preis­stei­ge­rung von knapp 120 Pro­zent fest­ge­stellt. Wur­de der durch­schnitt­li­che Qua­drat­me­ter­preis im Jahr 2007 noch mit 2.625 Eu­ro auf der Platt­form an­ge­bo­ten, sind es heu­te 5.772 Eu­ro. Die teu­ers­ten An­ge­bo­te wa­ren 2007 noch in der In­ne­ren Stadt (5.586 Eu­ro pro m²), Dö­bling (4.016 Eu­ro pro m²) und Neu­bau (3.523 Eu­ro pro m²) zu fin­den, 2017 klet­tern Jo­sef­stadt (9.242 Eu­ro pro m²) und Wie­den (8.191 Eu­ro pro m²) auf den zwei­ten und drit­ten Sto­ckerl­platz nach der In­ne­ren Stadt (14.295 Eu­ro pro m²).
Auch die Trend­be­zir­ke sind heu­te an­de­re. „2001 zog es Im­mo­bi­li­en­su­chen­de am häu­figs­ten nach Dö­bling, Al­ser­grund und Hiet­zing. Heu­te zäh­len Fa­vo­ri­ten, Ru­dolfs­heim-Fünf­haus und Ot­ta­kring zu den be­lieb­tes­ten Be­zir­ken in Wien“, so Ga­bel-Hla­wa. Da lie­ge an ei­ner Kom­bi­na­ti­on aus güns­ti­gem Miet­preis, gu­tem An­schluss an die In­nen­stadt und hip­pen Trend­ge­gen­den, wie et­wa dem Brun­nen­markt, führt der Im­mo­bi­li­en­pro­fi wei­ter aus.

Riesenchancen in den nordischen Ländern:

Nordischer Hotelmarkt wartet

von Gerhard Rodler

An­ge­trie­ben von ei­ner star­ken Kon­junk­tur und stei­gen­den Rev­PAR-Zah­len er­freu­en sich die Ho­tel­märk­te Dä­ne­marks, Schwe­dens, Finn­lands und Nor­we­gens wei­ter­hin wach­sen­der Be­liebt­heit. In ei­ner ak­tu­el­len Stu­die hat Ho­tel­im­mo­bi­li­en­spe­zia­list Chris­tie & Co die ope­ra­ti­ven Ho­tel­markt­da­ten der Re­gi­on un­ter­sucht und die Chan­cen für In­ves­to­ren so­wie Be­trei­ber be­leuch­tet.

Die An­zahl der An­künf­te an den Flug­hä­fen ist in al­len Haupt­städ­ten der Re­gi­on um drei Pro­zent per an­num ge­stie­gen, die Zahl der Über­nach­tun­gen in Ko­pen­ha­gen, Stock­holm und Os­lo so­gar um fünf Pro­zent. Ob­wohl Rei­sen­de aus dem ei­ge­nen Land oder der Re­gi­on nach wie vor den Lö­wen­an­teil aus­ma­chen, ist die An­zahl der in­ter­na­tio­na­len An­künf­te weit­aus schnel­ler ge­stie­gen als die der Be­su­cher aus dem In­land bzw. der Re­gi­on. Die­se Ent­wick­lung wird auch von der Tat­sa­che be­güns­tigt, dass der Flug­ha­fen Hel­sin­ki-Vantaa mit den kür­zes­ten Di­rekt­flug­ver­bin­dun­gen zwi­schen Eu­ro­pa und Asi­en auf­war­ten kann. Den­noch wird die Re­gi­on im­mer noch von re­gio­na­len Be­trei­bern wie Scan­dic und Nor­dic Choice be­stimmt. We­ni­ger als 10 Pro­zent des Ho­tel­an­ge­bo­tes in den Haupt­städ­ten Skan­di­na­vi­ens wird von ei­ner der gro­ßen eu­ro­päi­schen Mar­ken be­trie­ben, was den Markt laut Chris­tie & Co be­son­ders at­trak­tiv für in­ter­na­tio­na­le Brands und Be­trei­ber macht.

"In den letz­ten Jah­ren konn­ten wir stei­gen­des In­ter­es­se sei­tens in­ter­na­tio­na­ler In­ves­to­ren und Mar­ken be­ob­ach­ten, die in der nor­di­schen Re­gi­on den Markt­ein­tritt pla­nen. Auch der Ap­pe­tit auf Life­style- und Eco­no­my-Pro­duk­te in­ter­na­tio­na­ler Mar­ke ist groß", sagt Kim­mo Vir­ta­nen, Di­rec­tor für Skan­di­na­vi­en, Russ­land und die Bal­ti­schen Staa­ten bei Chris­tie & Co.

Zwar sei das In­ter­es­se in­ter­na­tio­na­ler Ho­tel­be­trei­ber, in den nörd­li­chen Re­gio­nen Fuß zu fas­sen, groß, al­ler­dings wa­ren die un­ter­schied­li­chen ope­ra­ti­ven Struk­tu­ren in der Ver­gan­gen­heit oft ein Hemm­schuh. Skan­di­na­vi­sche Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men und Ho­tel­be­trei­ber be­vor­zu­gen Pacht­mo­del­le, wäh­rend die meis­ten in­ter­na­tio­na­len Mar­ken As­set-light-Stra­te­gi­en wie Fran­chise oder Ma­nage­ment­ver­trä­ge fa­vo­ri­sie­ren.
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Investment-Trendwende in Frankreich:

Mega-Retail-Deal in Paris

von Gerhard Rodler

Die in­ter­na­tio­na­le Im­mo­bi­li­en­fir­ma Hi­nes und Uni­ver­sal- In­vest­ment ha­ben von Cré­dit Agri­co­le As­suran­ces ein ex­klu­si­ves drei­ge­schos­si­ges Ein­zel­han­dels­ge­bäu­de in der 28 Ma­de­lei­ne an der Place de la Ma­de­lei­ne in zen­tra­ler La­ge ei­nes der be­lieb­tes­ten Ein­kaufs­vier­tel von Pa­ris er­wor­ben. Der Kauf wur­de im Rah­men des 1,3 Mil­li­ar­den Eu­ro schwe­ren In­vest­ment­man­dats der Baye­ri­schen Ver­sor­gungs­kam­mer ge­tä­tigt. Seit der Ver­ga­be des Man­dats im De­zem­ber 2015 ha­ben Hi­nes und Uni­ver­sal-In­vest­ment rund 900 Mil­lio­nen Eu­ro in ex­klu­si­ve Ein­zel­han­dels­im­mo­bi­li­en in Os­lo, Mai­land, Glas­gow, Man­ches­ter, Ma­drid, Bar­ce­lo­na und Ko­pen­ha­gen in­ves­tiert. Die­ser Er­werb ist das zwei­te Ob­jekt in Pa­ris. Mit sei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven La­ge im ach­ten Ar­ron­dis­se­ment von Pa­ris um­fasst das Ge­bäu­de in der 28 Ma­de­lei­ne 1.452 Qua­drat­me­ter Nutz­flä­che mit ei­nem über­dach­ten In­nen­hof. Das Ge­bäu­de war die frü­he­re Hei­mat der Kunst­ga­le­rie Pi­n­a­co­thèque und wur­de 2006 auf­wen­dig re­no­viert.

Frank­reich wird für deut­sche in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger wie­der in­ter­es­san­ter, da sich die Wirt­schaft er­holt, heißt es da­zu.

"ELI Liezen" mit 15.000 m² Verkaufsfläche

KGAL übernimmt EKZ in Liezen

von Stefan Posch

ELI LiezenELI Liezen
Der deut­sche In­vest­ment­ma­na­ger KGAL hat kürz­lich den Er­werb des im Ok­to­ber 2016 er­öff­ne­ten Ein­kaufs­zen­trum „ELI Lie­zen“ ab­ge­schlos­sen. KGAL hat sich die Im­mo­bi­lie be­reits im Jahr 2014 in der Pro­jek­tie­rungs­pha­se mit­tels For­ward Deal ge­si­chert. Ver­käu­fer ist die Wie­ner Rut­ter Im­mo­bi­li­en Grup­pe, die über ih­re Ei­gen­tü­mer auch in Zu­kunft mit ei­ner Be­tei­li­gung von 10 Pro­zent dem Ein­kaufs­zen­trum ver­bun­den blei­ben wird. Über den Kauf­preis wur­de laut KGAL Sitll­schwei­gen ver­ein­bart. Das „ELI Lie­zen“ ist be­reits die sieb­te Im­mo­bi­lie, die KGAL für den in­sti­tu­tio­nel­len Ein­zel­han­dels­fonds ARPP (Aus­tri­an Re­tail Park Port­fo­lio) er­wor­ben hat.
Das in­ner­städ­ti­sche Ein­kaufs­zen­trum um­fasst 15.000 m² Ver­kaufs­flä­che auf zwei Ge­schos­sen und ist voll­ver­mie­tet. Me­dia Markt, New Yor­ker und dm-dro­ge­rie markt ge­hö­ren zu den An­ker­mie­tern. „Un­se­re ak­ti­ve Prä­senz in Ös­ter­reich ver­schafft uns im­mer wie­der ent­schei­den­de Vor­tei­le in der Iden­ti­fi­ka­ti­on at­trak­ti­ver Ob­jek­te in ei­nem her­aus­for­dern­den Markt mit li­mi­tier­tem Im­mo­bi­li­en­an­ge­bot“, er­klärt An­dré Zü­cker, Ge­schäfts­füh­rer Re­al Es­ta­te der KGAL.
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Zwei Wohnanlagen mit 32 Wohneinheiten

Eyemaxx baut Wohnungen in Bonn

von Stefan Posch

Eye­ma­xx hat mit ei­nem wei­te­ren Wohn­pro­jekt in Deutsch­land be­gon­nen. Kürz­lich un­ter­schrieb der Im­mo­bi­li­en­ent­wick­ler ei­nen Kauf­ver­trag für ein 3.500 m² gro­ßes Grund­stück in Bonn. 32 Ei­gen­tums­woh­nun­gen in zwei Ge­bäu­de­kom­ple­xen sol­len dort ent­ste­hen. Eye­ma­xx rech­net mit ei­nem Bau­start im ers­ten Quar­tal 2018.
Das Pro­jekt soll bis zum Früh­jahr 2019 ab­ge­schlos­sen sein und um­fasst ein In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men von et­wa 20 Mil­lio­nen Eu­ro. Die ge­plan­ten Woh­nun­gen, mit je­weils zwei bis drei Zim­mern und ei­ner Log­gia, ent­ste­hen in Bonn-Nord un­weit der Bon­ner In­nen­stadt und mit gu­ter In­fra­struk­tur und Ver­kehrs­an­bin­dung auf ei­ner Brut­to­ge­schoss­flä­che von rund 4.000 m². Ge­plant ist auch der Bau ei­ner Tief­ga­ra­ge. Die bei­den Wohn­an­la­gen wer­den aus je ei­nem Erd­ge­schoss, ei­nem Ober­ge­schoss so­wie ei­nem zu­rück­ge­setz­ten Staf­fel­ge­schoss be­ste­hen und durch ein ge­mein­sa­mes Un­ter­ge­schoss ver­bun­den sein.

Barabfindung für conwert-Aktien festgesetzt:

17,08 Euro pro Aktie für Squeeze-out

von Stefan Posch

Die Plä­ne für den Squee­ze-out der noch be­ste­hen­den Ak­tio­nä­re schrei­ten vor­an. Die Vo­non­via mit 93,09 Pro­zent der Ak­ti­en als Haupt­ge­sell­schaf­ter und der Ver­wal­tungs­rat der con­wert ha­ben kürz­lich im Rah­men des ein­ge­lei­te­ten Ge­sell­schaf­ter-Aus­schluss­ver­fah­rens die Hö­he der Bar­ab­fin­dung für die aus­zu­schlie­ßen­den Min­der­heits­ak­tio­nä­re der con­wert fest­ge­setzt. 17,08 Eu­ro wird die Ab­lö­se pro Ak­tie be­tra­gen.
Der Bar­ab­fin­dung liegt laut ei­ner Ad-hoc-Mel­dung der con­wert ein Un­ter­neh­mens­wert­gut­ach­ten der Wirt­schafts­prü­fungs­kanz­lei Eb­ner Stolz zu­grun­de. Die Rich­tig­keit des ge­mein­sa­men Be­richts und die An­ge­mes­sen­heit der Bar­ab­fin­dung un­ter­lie­gen noch ei­ner Prü­fung durch die PwC Wirt­schafts­prü­fung als ge­richt­lich be­stell­ter sach­ver­stän­di­ger Prü­fer. Die au­ßer­or­dent­li­che Haupt­ver­samm­lung der con­wert, auf der die Über­tra­gung der Ak­ti­en der Min­der­heits­ak­tio­nä­re auf den Haupt­ge­sell­schaf­ter be­schlos­sen wer­den soll, wird vor­aus­sicht­lich am 29. Au­gust 2017 statt­fin­den.
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Immobilienaktien stellen Fonds in den Schatten

Der di­rek­te Ver­gleich be­weist: Wenn es um Ren­di­ten geht, ist die Per­for­mance von ös­ter­rei­chi­schen Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en klar vor­an. Im­mo­bi­li­en­an­la­gen spie­len für in­sti­tu­tio­nel­le und ver­mö­gen­de In­ves­to­ren ei­ne zu­se­hends wich­ti­ge­re Rol­le. In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren pla­nen, ih­re Im­mo­bi­li­en­quo­te in den kom­men­den Jah­ren wei­ter zu er­hö­hen. Ne­ben of­fe­nen und ge­schlos­se­nen Fonds sind Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en ei­ne drit­te Ka­te­go­rie der in­di­rek­ten Im­mo­bi­li­en­an­la­ge. Sie spie­len für ös­ter­rei­chi­sche An­le­ger aber nur ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le, da tra­di­tio­nell ein Groß­teil der in­di­rek­ten In­vest­ments in Fonds fließt. Da­bei sind Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en ge­ra­de für In­län­der in­ter­es­sant. In­ves­to­ren kön­nen nicht nur Kon­junk­tur­zy­klen spie­len, son­dern ihr Port­fo­lio gut di­ver­si­fi­zie­ren. Sie kön­nen Un­ter­neh­men aus un­ter­schied­li­chen Seg­men­ten (Bü­ro, Woh­nen, Han­del, Lo­gis­tik) und Re­gio­nen aus­wäh­len. Die Wert­ent­wick­lung ei­ner Ak­tie er­gibt sich aus den Ge­win­nen und der Be­wer­tung ei­nes spe­zi­fi­schen Un­ter­neh­mens, wäh­rend sich die Ent­wick­lung ei­nes of­fe­nen Fonds aus Miet- und Zins­ein­nah­men so­wie der Be­wer­tung der Im­mo­bi­li­en er­gibt. Ge­werb­li­che Miet­ver­trä­ge sind ty­pi­scher­wei­se lang­fris­tig und an die Ent­wick­lung der Ver­brau­cher­prei­se und da­mit die In­fla­ti­on ge­kop­pelt. Bör­sen­no­tier­te Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en bzw. -fonds sind die li­qui­des­te Form der Im­mo­bi­li­en­an­la­ge, da sie sich je­der­zeit zum Markt­wert ver­kau­fen las­sen. Da­bei han­delt es sich in der Re­gel um Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, die in ein Im­mo­bi­li­en­port­fo­lio in­ves­tie­ren. Die Wert­ent­wick­lung von Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en re­agiert nicht al­lein auf die zu­grun­de lie­gen­den Im­mo­bi­li­en­märk­te, son­dern ist auch dem Um­feld auf den Ka­pi­tal- bzw. Ak­ti­en­märk­ten ge­schul­det. Da­her un­ter­lie­gen sie auch der Vo­la­ti­li­tät die­ser Märk­te. Bei of­fe­nen Im­mo­bi­li­en­fonds, wo der Schwer­punkt der An­la­ge zu­meist auf Bü­ro­ob­jek­ten liegt, ist die Schwan­kungs­an­fäl­lig­keit da­ge­gen ge­ring, so der all­ge­mei­ne Te­nor. Die Er­fah­run­gen aus der Fi­nanz­kri­se - hier wur­de die An­teils­rück­nah­me bei ei­nem Groß­teil der deut­schen Im­mo­bi­li­en­fonds aus­ge­setzt - ha­ben je­doch ge­zeigt, dass An­le­ger mit Im­mo­bi­li­en­fonds auch er­heb­li­che Ver­lus­te er­lei­den kön­nen. Ma­ge­re Per­for­mance bei ös­ter­rei­chi­schen Im­mo­bi­li­en­fonds Wenn man die Per­for­mance der ös­ter­rei­chi­schen Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en an­hand des IATX der Wie­ner Bör­se mit der Ent­wick­lung der of­fe­nen Im­mo­bi­li­en­fonds ver­gleicht, wird sicht­bar, dass der Im­mo­bi­li­en­in­dex so­wohl in der Jah­res­be­trach­tung (YTD-Stand 13. Ju­ni 2017) als auch im län­ger­fris­ti­gen Ver­gleich bes­ser ab­schnei­det. Ge­mäß ei­ner Sta­tis­tik der Ver­ei­ni­gung Ös­ter­rei­chi­scher In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten leg­ten die Pu­bli­kums­fonds - die in ös­ter­rei­chi­sche Im­mo­bi­li­en in­ves­tie­ren - im lau­fen­den Jahr im Schnitt um ein Pro­zent (Kenn­grö­ße TER) zu. Auch im Drei­jah­res- bzw. Fünf­jah­res-Ver­gleich ist die Per­for­mance nicht we­sent­lich bes­ser. Im Schnitt konn­ten die Im­mo­fonds um 2,9%-2,5 % (3 J.) bzw. 2,4%-3,4% zu­le­gen, wo­bei die Raiff­ei­sen-Im­mo­bi­li­en­fonds in al­len Be­trach­tungs­zeit­räu­men deut­lich schlech­ter ab­schnit­ten mit mi­nus 2,77% im Drei­jah­res- bzw. -1,6% im Fünf­jah­res­zeit­raum. Spür­bar bes­ser schnit­ten hin­ge­gen die Im­mo­bi­li­en­fonds von Re­al In­vest Aus­tria und Sem­per Re­al Es­ta­te ab. Die­se Fonds er­reich­ten in den je­wei­li­gen Zeit­räu­men die Spit­zen­wer­te. Auch bei den of­fe­nen deut­schen Im­mo­bi­li­en­fonds ist die Wert­ent­wick­lung seit vie­len Jah­ren be­schei­den. Ge­mäß dem Da­ten­an­bie­ter IPD lag der an­nua­li­sier­te To­tal Re­turn (Wert­ent­wick­lung inkl. Di­vi­den­de) im 5-Jah­res-Durch­schnitt bei 2,7% und über 10 Jah­re bei 2,8%. Ös­ter­rei­chi­sche Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en schla­gen Fonds deut­lich Mit den an der Bör­se no­tier­ten Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en konn­ten In­ves­to­ren in den je­wei­li­gen Be­trach­tungs­zeit­räu­men da­ge­gen ei­ne deut­lich hö­he­re Ren­di­te ein­strei­chen. So konn­ten die im IATX no­tier­ten ös­ter­rei­chi­schen Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en nach ei­ner Sta­tis­tik der Wie­ner Bör­se in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren um knapp 44% und in den letz­ten fünf Jah­ren (Stand: 13.06.2017) so­gar um 121% zu­le­gen. Selbst in den ers­ten fünf Mo­na­ten die­ses Jah­res glänz­te der IATX mit ei­ner Per­for­mance von knapp 17%. In­ves­to­ren, die sich mit den rich­ti­gen Ak­ti­en ein­ge­deckt ha­ben, er­ziel­ten ei­ne noch weit­aus hö­he­re Ren­di­te. Nach ei­ner Aus­wer­tung von "Bör­se Ex­press" leg­ten die Ti­tel von War­im­pex seit Jah­res­an­fang (Stand: 8.6.2017) um 75%, CA Im­mo 29%, S-Im­mo 27% und UBM De­ve­lop­ment um 20% zu. Da der IATX auf Ba­sis der 2017er-Ge­winn­schät­zun­gen ein Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 23,9 auf­weist, scheint die Luft nach oben zu­min­dest mit­tel­fris­tig be­grenzt zu sein.Im­mo­ak­ti­en ren­tie­ren auf lan­ge Sicht hö­her als glo­ba­le Ak­ti­en und Ren­ten. Auch im eu­ro­päi­schen Ver­gleich schnit­ten die ös­ter­rei­chi­schen Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en in der Ein-Jah­res-Be­trach­tung ähn­lich gut ab wie zum Bei­spiel die Ti­tel aus Deutsch­land, Spa­ni­en und Nor­we­gen. In die­sem Kon­text ist auch dar­auf hin­zu­wei­sen, dass Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en in den je­wei­li­gen Be­trach­tungs­zeit­räu­men bes­ser ab­schnit­ten als et­wa glo­ba­le Bonds ge­mäß dem J.P. Mor­gan Bond In­dex. Wäh­rend zum Bei­spiel der FTSE EPRA/NA­REIT De­ve­l­o­ped Eu­ro­pe ex UK im 3-Jah­res- und 5-Jah­res- Zeit­raum ge­mäß dem Da­ten­an­bie­ter EPRA um 13,6% bzw. 15,9% zu­leg­te, war­fen glo­ba­le Ren­ten le­dig­lich ei­nen To­tal Re­turn (TR) von 3,3% bzw. 2,9% ab. Auch Ak­ti­en (FTSE/Glo­bal) konn­ten mit der gu­ten Per­for­mance von Im­mo­bi­li­en­pa­pie­ren nicht mit­hal­ten und auf Sicht von drei bzw. fünf Jah­ren nur ei­ne Wert­ren­di­te (TR) von 8,8% bzw. 14% er­zie­len. Nur in der Ein-Jah­res-Be­trach­tung schnit­ten Ak­ti­en mit 18,5% bes­ser ab als eu­ro­päi­sche Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en ex UK, die nur ei­nen TR von 8,8% ge­ne­rier­ten. Ob­wohl der Er­trag, der mit Im­mo­bi­li­en­ak­ti­en zu er­zie­len war, im­mer noch bes­ser ist als der Re­al­er­trag vie­ler An­lei­hen, wer­den vor dem Hin­ter­grund der stei­gen­den Ren­di­ten bei Staats­an­lei­hen die Un­ter­neh­men be­strebt sein, ih­re Di­vi­den­den wei­ter zu er­hö­hen, um nicht zu­letzt den Ren­di­te­ab­stand zu ver­gleich­ba­ren In­vest­ments wie den of­fe­nen Im­mo­bi­li­en- und Spe­zi­al­fonds zu ge­währ­leis­ten. Im­mo­bi­li­en-Al­lo­ka­ti­on bei den Fonds un­ter­schied­lich Mit Blick auf die Al­lo­ka­ti­on ist dar­auf hin­zu­wei­sen, dass zwar die In­vest­ments über­wie­gend in Ös­ter­reich ge­tä­tigt wer­den. Den­noch in­ves­tie­ren die Fonds auch in an­de­ren Län­dern wie z.B. Deutsch­land. Dies wird bei der Durch­sicht des Ver­kaufs­be­richts des Raiff­ei­sen-Im­mo­bi­li­en­fonds all­zu deut­lich. Ei­ner­seits war der Fonds per 31.12.2016 zu 99% in Bü­ro­im­mo bi­li­en in­ves­tiert. An­de­rer­seits be­trug die Ös­ter­reich-Al­lo­ka­ti­on le­dig­lich ein Pro­zent, in den Nie­der­lan­den da­ge­gen 54%. Im Ver­gleich da­zu war der Ers­te Im­mo­bi­li­en­fonds A per 31. Mai 2017 zu 81% in Ös­ter­reich und zu 19% in Deutsch­land in­ves­tiert. Wie ei­ner Sta­tis­tik des VÖ­IG per 31. De­zem­ber zu ent­neh­men ist, flos­sen den Im­mo­bi­li­en­fonds im ver­gan­ge­nen Jahr ins­ge­samt 1,1 Mrd. Eu­ro zu. Das Vo­lu­men der ver­wal­te­ten Ver­mö­gen der KAGs lag per Jah­res­ul­ti­mo bei 6,9 Mrd. Eu­ro. Der Markt­an­teil der Bank Aus­tria Re­al In­vest lag im Schnitt bei et­wa 48% und je­ner der Ers­te Im­mo­bi­li­en Ka­pi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaft bei rund 26%. [ci­te1] [ci­te2]

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150 Jahre Bew(a)ehrt

Stahl­be­ton ist heu­te der meist­ver­wen­de­te Bau­stoff der Welt. Der Sie­ges­zug be­gann vor 150 Jah­ren mit Blu­men­kü­beln und ei­ner Hun­de­hüt­te. Vor ge­nau 150 Jah­ren, im Ju­li 1867, be­an­trag­te der Fran­zo­se Jo­seph Mo­nier das Pa­tent "Sys­tem mo­bi­ler Be­häl­ter­käs­ten aus Ei­sen und Ze­ment für den Gar­ten­bau". Es war das ers­te, das die Kom­bi­na­ti­on von Ze­ment und Stahl um­fasst. Als der fran­zö­si­sche Gärt­ner sei­ne Pflanz­kü­bel aus Ze­ment mit Stahl­ge­flech­ten ver­stärk­te, dach­te er wohl nicht, dass sei­ne Idee ein­mal Bau­ten wie et­wa den 828 Me­ter ho­hen Burj Kha­li­fa er­mög­li­chen wird. Hun­de­hüt­te aus Stahl­be­ton Auch wenn Mo­nier als Er­fin­der des des Stahl­be­tons an­ge­se­hen wird, sei­ne Ver­brei­tung als Bau­stoff war drei Deut­schen zu ver­dan­ken. "Con­rad Frey­tag hat­te da­mals den Weit­blick, dass die Bau­wei­se sich durch­set­zen wird", er­klärt Mi­cha­el Blasch­ko, Mit­glied des Vor­stan­des der Wayss & Frey­tag In­ge­nieur­bau AG. Frey­tag grün­de­te mit sei­nem Schwa­ger Carl Hei­dschuch 1875 die Han­dels­ge­sell­schaft Frey­tag & Hei­dschuch, den Vor­gän­ger der heu­ti­gen Wayss & Frey­tag In­ge­nieur­bau AG, und er­warb das Pa­tent von Mo­nier für den deutsch­spra­chi­gen Raum. 1884 bau­te das Un­ter­neh­men die ers­te Stahl­be­ton­kon­struk­ti­on Deutsch­lands: ei­ne Hun­de­hüt­te. 1890 be­tei­lig­te sich mit Gus­tav Adolf Wayss ein wei­te­rer Pio­nier des Stahl­be­tons an der Fir­ma Frey­tag & Hei­dschuch. Wayss lern­te da­vor Mo­nier bei ei­ner Stu­di­en­rei­se in Pa­ris ken­nen. 1887 ver­öf­fent­lich­te er die For­schungs­er­geb­nis­se im Buch "Das Sys­tem Mo­nier, Ei­sen­ge­rip­pe mit Ze­men­tumhül­lung", das der Be­ton­bau­wei­se den Weg auch im deutsch­spra­chi­gen Raum eb­ne­te. "Er hat er­kannt, dass die For­schung sehr wich­tig ist. Des­we­gen hat er spä­ter Emil Mörsch in die Fir­ma ge­holt", so Blasch­ko. [ci­te1] Mörsch kam 1901 zu Wayss & Frey­tag und stell­te theo­re­ti­sche Grund­la­gen für den Stahl­be­ton­bau auf. Da­mit konn­ten die Bal­ken und de­ren Be­weh­rung di­men­sio­niert und be­mes­sen wer­den. "Noch heu­te wer­den den Stu­den­ten Ar­bei­ten von Mörsch ge­lehrt", ver­an­schau­licht Blasch­ko die Leis­tung Mörschs. Be­mer­kens­wert ist, dass auch schon vor Mörschs um­fas­sen­den Er­kennt­nis­sen et­wa Stahl­be­ton­brü­cken ge­baut wur­den. Ein Bei­spiel ist die zwei­feld­ri­ge Brü­cke über die Isar bei der Isar­lust in Mün­chen na­he dem Ma­xi­mi­lia­ne­um, die 1898 fer­tig­ge­stellt wur­de. Die Spann­wei­ten der bei­den Bö­gen be­tra­gen je 37,50 m. Da die Bö­gen sehr flach aus­ge­bil­det sind (Korb­bö­gen), ver­lau­fen die re­sul­tie­ren­den Kräf­te nicht im Kern des Ge­wöl­bes, so­dass Stahl­ein­la­gen die un­ver­meid­li­chen Zug­kräf­te auf­neh­men müs­sen. Ei­ne wei­te­rer Mei­len­stein für den Stahl­be­ton war die Er­fin­dung der Spann­be­weh­rung durch den Fran­zo­sen Eu­gè­ne Freyssi­net. Da­mit wur­de der Brü­cken­bau re­vo­lu­tio­niert. Die ers­te Brü­cke Deutsch­lands mit vor­ge­spann­ten Fer­tig­teil­trä­gern nach dem Pa­tent von Freyssi­net wur­de 1938 von Wayss & Frey­tag ge­baut. Mit ei­ner Spann­wei­te von 33 m gilt die sich noch in Be­trieb be­find­li­che Hes­se­ler-Weg-Brü­cke bei Oel­de in West­fa­len als Wen­de­punkt in Eu­ro­pa, da sie den Durch­bruch des Spann­be­tons im Brü­cken­bau be­deu­te­te. Erst nach er­folg­rei­cher Fer­tig­stel­lung und In­be­trieb­nah­me durf­te Freyssi­net in Frank­reich sei­ne fünf Brü­cken über die Mar­ne (An­net-sur-Mar­ne, Us­sy, Tril­bar­doux, Es­bly und Chan­gis-sur-Mar­ne) bau­en. Der ei­gent­li­che Sie­ges­zug des Spann­be­tons be­gann aber in Deutsch­land auf­grund des Zwei­ten Welt­kriegs erst in den 50er-Jah­ren. Po­si­ti­ve Ei­gen­schaf­ten ver­eint Der Ver­bund von Stahl und Be­ton hat Vor­tei­le vor al­lem für die Sta­tik ei­nes Baus. "Der Stahl­be­ton ver­eint die zwei po­si­ti­ven Ei­gen­schaf­ten von Be­ton und Stahl: Wäh­rend Stahl die Zug­kräf­te gut auf­neh­men kann, ist Be­ton sehr sta­bil ge­gen Druck­kräf­te", er­klärt Mi­cha­el Blasch­ko. Ge­ra­de bei den Über­gä­gen der Kräf­te, et­wa bei Ecken oder An­schlüs­sen, bie­te Stahl­be­ton sehr ein­fa­che Lö­sun­gen. "Das hat der Stahl­be­ton in Per­fek­ti­on ge­löst", so Blasch­ko über die Vor­zü­ge des Bau­stof­fes. Das ist wohl der Haupt­grund, war­um Stahl­be­ton­bau­ten un­se­re Städ­te so sehr ge­prägt ha­ben und noch im­mer prä­gen. Blasch­ko glaubt aber, dass ober­halb der Er­de das Stadt­bild sich auch oh­ne Stahl­be­ton nicht be­son­ders an­ders ent­wi­ckelt hät­te. Es­sen­zi­el­ler sieht er Stahl­be­ton für Bau­ten un­ter­halb der Er­de: "Al­les, was un­ter der Er­de ist, wä­re auf­wän­di­ger und teu­rer. U-Bah­nen, Was­ser­ka­nä­le und Tun­nel wür­den nicht in dem Aus­maß vor­han­den sein." Wei­ter­ent­wick­lun­gen des Be­tons Seit den Zei­ten von Freyssi­net hat sich, was die grund­sätz­li­che Kon­struk­ti­on der Stahl­be­ton­tei­le an­geht, nicht viel ge­tan. "Mo­der­ne Ent­wick­lun­gen wa­ren eher Ab­run­dun­gen", er­klärt Blasch­ko. Die­se hät­ten vor al­lem die Be­ton­mi­schung be­trof­fen, die mit der Zeit im­mer per­fek­ter wur­de. Doch ge­forscht wird an dem Bau­stoff noch im­mer. Vor al­lem, um den Ze­men­t­an­teil bei Stahl­be­ton zu ver­rin­gern, da des­sen Pro­duk­ti­on sehr en­er­gie­auf­wän­dig ist. "Ich glau­be sehr stark an das The­ma CO2-Ver­mei­dung. Wir müs­sen al­le ver­su­chen, we­ni­ger CO2 zu pro­du­zie­ren", sagt Blasch­ko. In sei­ner Fir­ma wer­de auch an ho­me­ge­ne­ren und dich­te­ren Mi­schun­gen ge­forscht, um so die Be­ton­de­ckung der Be­weh­rung dün­ner hal­ten zu kön­nen. "We­ni­ger Ze­ment be­deu­tet we­ni­ger CO2", so Blasch­ko. Ei­ne wei­te­re Mög­lich­keit, die CO2-Bi­lanz von Stahl­be­ton zu ver­bes­sern, ist die Wie­der­ver­wert­bar­keit des Bau­stof­fes. "Man kann aus ge­bro­che­nem Be­ton neu­en Be­ton her­stel­len", er­klärt Blasch­ko. Re­cy­cling­be­ton wird et­wa beim Haus- oder beim Stra­ßen- und We­ge­bau ein­ge­setzt. Bei Stahl­be­ton muss al­ler­dings zu­vor der Be­ton von der Stahl­be­weh­rung ge­trennt wer­den, was den Auf­wand beim Re­cy­cling­ver­fah­ren er­höht. Der Bau­stahl kann aber dann wie­der ein­ge­schmol­zen wer­den. "In Nord­deutsch­land und in den Nie­der­lan­den, wo Kies Man­gel­wa­re ist, liegt die Re­cy­cling­quo­te bei 100 Pro­zent", er­klärt Blasch­ko. Ho­her Sand­ver­brauch Ein wei­te­rer Kri­tik­punkt am Bau­stoff Stahl­be­ton ist die Men­ge an Quarz­sand, die er ver­braucht. In Deutsch­land wer­den rund 100 Mil­lio­nen Ku­bik­me­ter Stahl­be­ton pro Jahr ver­baut. Der Bau­stoff be­steht zu zwei Drit­teln aus Sand. Al­lei­ne bei ei­nem Bau ei­nes Ein­fa­mi­li­en­hau­ses wer­den rund 200 Ton­nen da­von ve­braucht. Blasch­ko glaubt aber nicht, dass der Welt ein­mal der Sand aus­ge­hen könn­te. "Sand ist re­la­tiv viel vor­han­den auf der Er­de", so Blasch­ko, der die öko­lo­gi­schen Her­aus­for­de­run­gen des Stahl­be­tons eher beim Ze­ment sieht. Laut Blasch­ko ge­be es auch kei­ne Al­ter­na­ti­ve zum Stahl­be­ton. Mit an­de­ren Bau­stof­fen wie et­wa Holz kön­ne man die Bau­pro­duk­ti­on nicht kom­pen­sie­ren. "Stahl­be­ton ist ein Mas­sen­bau­stoff", so Blasch­ko. Neue Be­weh­run­gen Doch Wis­sen­schaft­ler for­schen schon seit den 80er-Jah­ren nach al­ter­na­ti­ven Be­weh­run­gen für den Be­ton. Tex­til- und Car­bon­be­ton ha­ben et­wa den Vor­teil, dass sie nicht kor­ri­die­ren und so die schüt­zen­de Be­ton­de­ckung dün­ner aus­fal­len kann. Tex­til­be­weh­run­gen be­ste­hen aus ge­web­ten zwei- oder drei­di­men­sio­na­len Fa­ser­stoff-Mat­ten. Als Ma­te­ria­li­en wer­den zum Bei­spiel Car­bon oder AR-Glas ver­wen­det. Erst kürz­lich hat in Deutsch­land ei­ne Sand­wich-Fas­sa­den­wand aus Tex­til­be­ton die ers­te all­ge­mei­ne bau­auf­sicht­li­che Zu­las­sung (abZ) er­hal­ten. Der­zeit wird Tex­til­be­ton als Zu­satz­be­weh­rung bei Stahl­be­ton­bau­tei­len oder auch für Vor­hang­fas­sa­den ver­wen­det. Auch klei­ne­re Brü­cken wur­den schon mit Tex­til- oder Car­bon­be­ton ge­baut. Doch Blasch­ko glaubt nicht, dass die neu­ent­wi­ckel­ten Pro­duk­te den Stahl­be­ton ver­drän­gen kön­nen. Er sieht die Zu­kunft von Tex­til- und Car­bon­be­ton wei­ter als Ni­schen- und nicht als Mas­sen­pro­dukt wie der eta­blier­te Stahl­be­ton. "Die Be­weh­rung wird auf ab­seh­ba­re Zeit Stahl blei­ben", glaubt Blasch­ko. "Zu­min­dest für die nächs­ten hun­dert Jah­re", er­gänzt er. [ci­te2]

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Geschäftsführer/in Immobilienvermarktung

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