23.01.2015

ÖVI präsentiert Studie zu Leistbarem Wohnen

ÖVI fordert Nationalen Aktionsplan zum Thema "Wohnen"

Von Gerhard Rodler

Jetzt mel­det sich der ÖVI - neu­er­lich - zur ak­tu­el­len Wohn­rechts­dis­kus­si­on zu Wort. Dies­mal mit ei­ner ex­tra in Auf­trag ge­ge­be­nen Stu­die. "Die Ve­he­menz und Aus­dau­er mit der eine Stim­mung im Land er­zeugt wird, die die Leist­bar­keit des Woh­nens in Fra­ge stellt und gleich­zei­tig das Feind­bild des pri­va­ten Woh­nungs­ver­mie­ters schürt, grenzt mitt­ler­wei­le an Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit", er­klärt ÖVI Prä­si­dent Ge­org Flödl die Mo­ti­va­ti­on für die Stu­die. In Öster­reich wür­den durch­schnitt­lich 22 Pro­zent der Haus­halts­aus­ga­ben für Wohn­kos­ten (Mie­te und Ei­gen­tum) auf­-

ge­wen­det. Ein EU-wei­ter Ver­gleich zeigt, dass die Wohn­kos­ten hier­zu­lan­de so­wohl un­ter dem EU-28 als auch dem EU-15 Schnitt lie­gen wür­den. Auch be­schränkt auf die Kos­ten für Miet­woh­nun­gen lie­ge Öster­reich un­ter dem

EU-15 Schnitt. Die Aus­ga­ben für Mie­te sei­en nur in

Weiter

ÖVI präsentiert Studie zu Leistbarem Wohnen

ÖVI fordert Nationalen Aktionsplan zum Thema "Wohnen"

Von Gerhard Rodler

Jetzt mel­det sich der ÖVI - neu­er­lich - zur ak­tu­el­len Wohn­rechts­dis­kus­si­on zu Wort. Dies­mal mit ei­ner ex­tra in Auf­trag ge­ge­be­nen ...Stu­die. "Die Ve­he­menz und Aus­dau­er mit der eine Stim­mung im Land er­zeugt wird, die die Leist­bar­keit des Woh­nens in Fra­ge stellt und gleich­zei­tig das Feind­bild des pri­va­ten Woh­nungs­ver­mie­ters schürt, grenzt mitt­ler­wei­le an Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit", er­klärt ÖVI Prä­si­dent Ge­org Flödl die Mo­ti­va­ti­on für die Stu­die. In Öster­reich wür­den durch­schnitt­lich 22 Pro­zent der Haus­halts­aus­ga­ben für Wohn­kos­ten (Mie­te und Ei­gen­tum) auf­ge­wen­det. Ein EU-wei­ter Ver­gleich zeigt, dass die Wohn­kos­ten hier­zu­lan­de so­wohl un­ter dem EU-28 als auch dem EU-15 Schnitt lie­gen wür­den. Auch be­schränkt auf die Kos­ten für Miet­woh­nun­gen lie­ge Öster­reich un­ter dem EU-15 Schnitt. Die Aus­ga­ben für Mie­te sei­en nur in Schwe­den nied­ri­ger. Auf­fal­lend sei, dass in Öster­reich die Wohn­kos­ten für Al­lein­er­zie­hen­de hö­her sind, wäh­rend Sin­gle-Se­nio­ren-Haus­hal­te ver­gleichs­wei­se nied­ri­ge Wohn­kos­ten ha­ben.

Ge­ra­de für „är­me­re“ Haus­hal­te (Haus­hal­te mit ei­nem Ein­kom­men von we­ni­ger als 60 Pro­zent des me­di­a­nen Äqui­va­lenz­ein­kom­mens) in Öster­reich sei der An­teil der Wohn­kos­ten am ver­füg­ba­ren Ein­kom­men mit über 40 Pro­zent deut­lich über dem Durch­schnitt. Hier wer­fe sich die Fra­ge auf, wie­so die­ser Wert trotz ei­nes 60%igen An­teils an so­zia­lem Wohn­bau in Öster­reich über­haupt mög­lich sei. In Öster­reich ge­hö­ren 51 Pro­zent der Mie­ter auf dem pri­va­ten Markt der Grup­pe mit nied­ri­gen Ein­kom­men an, wäh­rend 47 Pro­zent der Mie­ter aus der Grup­pe des obe­ren Ein­kom­mens (>180% des Me­di­an­ein­kom­mens) in ei­ner Ge­mein­de- oder Ge­nos­sen­schafts­woh­nung le­ben.

Übri­gens: Die Stadt Wien geht bei den Ge­mein­de­woh­nun­gen al­les an­de­re als so­zi­al ans Werk: We­gen ei­nes Un­ter­miet­ver­hält­nis­ses wird jetzt eine Jung­mut­ter aus­ge­rech­net am Ge­burts­tag de­lo­giert, ob­wohl sie re­gel­mä­ßig Mie­te ge­zahlt hat. Das be­rich­tet jetzt eine Boul­vard­zei­tung.

Die Stu­die „Leist­ba­res Mie­ten - Leist­ba­res Le­ben“ legt die Fehl­ent­wick­lung in der ös­ter­rei­chi­schen Wohn­po­li­tik of­fen, de­nen drin­gend ent­ge­gen ge­wirkt wer­den muss. Leist­ba­res Woh­nen kann in Zu­kunft nur durch ein kom­ple­xes Bün­del an Maß­nah­men ge­währ­leis­tet wer­den. Der ÖVI for­dert des­halb die Um­set­zung fol­gen­der Punk­te, denn nur durch ein nach­hal­ti­ges Zu­sam­men­wir­ken von Bund und Län­dern kön­nen of­fen­sicht­li­che Kurs­kor­rek­tu­ren er­fol­gen:

• Über­prü­fung der Treff­si­cher­heit im so­zia­len Wohn­bau

• Ein­kom­mens­über­prü­fun­gen in ei­nem zeit­li­chen Ab­stand von 10 Jah­ren sind ohne gro­ßen Mehr­auf­wand durch­führ­bar und er­mög­li­chen das Lu­krie­ren von Mit­teln für den Neu­bau von So­zi­al­woh­nun­gen.

• Ein­däm­mung der Kos­ten­spi­ra­le durch Ver­ein­fa­chung von Bau- und Aus­stat­tungs­stan­dards so­wie Qua­li­tä­ten. Nicht nur Mie­ten, auch Bau­en, Er­rich­ten und Sa­nie­ren muss leist­bar blei­ben.

• Neu­bau-Of­fen­si­ve und Bau­land­mo­bi­li­sie­rung Nur die Aus­wei­tung des An­ge­bots schafft eine Ent­span­nung am Im­mo­bi­li­en­markt.

• Ein­füh­rung ei­nes marktaf­fi­nen Miet­zins­bil­dungs­sys­tem

Se­hen Sie mehr zur Pres­se­kon­fe­renz in un­se­rem Vi­de­obei­trag. Die Stu­die kann un­ter www.ovi.at her­un­ter­ge­la­den wer­den.


Kommentar abgeben
Kommentar abgeben
WeiterlesenSchließen
files/_ad_f_ehl_22_image.gif?mtime=1421761815

Impressum

Medieninhaber und Herausgeber:
epmedia Werbeagentur GmbH
mit Sitz in Wien
Millennium Tower
Handelskai 94-96
1200 Wien, Austria
Telefon: +43/1/512 1616-0
Telefax: +43/1/512 1616-77
e-mail: redaktion@epmedia.at
FN 78365 v
UID ATU53876104
DVR 0019259
Bank RBB Kto.Nr.: 1056951
BLZ 32045
IBAN AT60 3204 5000 0105 6951
BIC RLN WAT WWBAD
Jegliches verwendete Material ist urheberrechtlich geschützt. Die epmedia Werbeagentur GmbH gestattet die Übernahme von immoflash Texten in Datenbestände, die ausschließlich für den privaten Gebrauch eines Nutzers bestimmt sind. Die Übernahme und Datennutzung zu anderen Zwecken bedarf der schriftlichen Zustimmung der epmedia Werbeagetur GmbH. Die Übernahme von Fotos ist auch für private Zwecke nicht gestattet.
Herausgeber: Reinhard Einwaller
Chefredaktion: Gerhard Rodler
Redaktion: Dietlind Kendler
Kamera: Axel Wolf Bierbaum
Fotos: Archiv, iStockphoto © Thinkstock